Erdbeermädchen

von m. brody


Das Erdbeermädchen ist wieder da. Sie ist das Licht dieser Frühsommertage. Solange es bei mir noch Erdbeeren gibt, taucht sie zweimal in der Woche bestimmt auf. Sie kommt aus der Stadt, mit dem Fahrrad und der Bahn. Was nach der Erntezeit sein wird, weiß ich nicht. Ihr Name ist Ella, wir kennen uns noch nicht lang. 

Mein vom Vorgänger angelegtes Erdbeerfeld misst etwa 150 Quadratmeter, da lässt sich immer wieder etwas herausholen. Es ist im Übrigen der einzige vorzeigbare Gartenbereich, weil ich ansonsten gerne die Kräfte der Natur wirken lasse. Das wiederum hat mehrere, durch kurz gemähte Schlangenwege abgegrenzte, farbenfroh blühende Inseln als Rückzugsgebiete für was auch immer zum Ergebnis. Das Erdbeermädchen Ella packt dann auch mal an und zupft in den Erdbeerreihen Unkraut weg, wie ich es nur nicht nenne, wenn sie dabei ist. Dann heißt dieses Grünzeug Wildkraut, wovon sie glaubt, mich überzeugt zu haben. Ich meine, das war Zeit meines Lebens Unkraut, für das es zwei Kategorien gab; nur grün und bunt und so leicht gebe ich Gewohnheiten nicht weg.

Jetzt huschelt sie in Jeans und Turnschuhen im Beet umher und trägt ein kleines Körbchen, in das sie nur die besten Früchte hinein tut. Die Bluse hat sie am Bauch verknotet und das lange dunkelrote Haar unter einem alten Strohhut aus dem Werkzeugschuppen verborgen. Marmelade hat sie mir versprochen, ohne wissen zu können, dass Erdbeermarmelade im hohen Alter mein Sexersatz sein wird, was ich jetzt schon weiß. Auf frischer Schrippe mit Butter, jeden Tag dann zweimal oder öfter. Ich bete seit dem Frühjahr, seit dem Tag, an dem sie mich zum ersten Mal hier besucht hat, für eine reiche Ernte. Ich durfte mittlerweile einige, von ihr fabrizierte, Erdbeererzeugnisse genießen. Kuchen, Torten, Kaltschalen, total leckeres Zeug. Natürlich werde ich sie auch heute für ihre Mühe entschädigen, wir lernten uns ja über eine zauberhafte Gemeinsamkeit kennen. Da wird sich wohl was machen lassen. 

Vorerst aber gönne ich mir im kühlen Schatten am Tisch unter dem Kirschbaum eine Weiße mit Himbeerschuss und behalte die fleißige Pflückerin im Auge. Mich beruhigt das ein jedes Mal auf sonderbare Weise, wenn ich ihr zusehe, wie sie in meinem Garten geschäftig unterwegs ist. Manchmal bringt sie mir auch ein kleines Pflänzchen und erklärt etwas dazu, weil sie sich offensichtlich aus Kindertagen daran erinnert. Zwei Korbfüllungen lang bleibe ich so an meinem Platz und sauge genüsslich das herb-süße Getränk durch den Strohhalm. Es ist spannend zu erleben, wie dieses kleine Fleckchen meines Gartens etwas bietet, das ein so bezauberndes Stadtwesen zu mir lockt. 

Als sie erneut an meinem Ruheplatz vorbei kommt, um den vollen Korb in meine Küche zu tragen, wir uns dabei schweigend anlächeln, schaue ich ihr noch hinterher und der Anblick ihres fraulichen Hinterns in der engen Jeans bringt mich auf eine schöne Idee. Beim Wiederkommen mit leerem Korb lasse ich sie erst passieren, springe dann von hinten an sie heran und packe mit beiden Händen ihre Hüften. Ich habe richtig Spaß dabei und sie erschrickt, lässt sich in Tippelschritten zum Gartentisch schieben, mein Unterleib fest gegen ihren Hintern gepresst, bis ich ihren Oberkörper darauf ablege. Der Hut fällt herunter und ihr Haar verteilt sich auf dem kleinen Tisch.

Wie aus Übermut ficke ich sie, besser ich tue so als ob, wir sind ja beide bekleidet und denke noch, wie das auf einen zufälligen Beobachter wirken müsste, während ich es krachen lasse und Angst um den Tisch habe. Bestimmt ist sie davon schon feucht. Dass das schnell bei ihr geht, weiß ich seit der ersten Tuchfühlung. Ich greife nach ihrem Hals, beuge mich dabei zu ihr herab und flüstere ihr ins Ohr, dass ich sie jetzt in der Küche brauchen würde. Sie ahnt wohl, dass die Pflückerei für heute zu Ende ist. Jedenfalls stellt sie keine Fragen.

Gleich darauf suche ich Etwas in einer Küchenschublade und ich werde fündig. Sie steht wie ein Schulmädchen da, mit großen, erwartungsvollen Augen und staunt nicht schlecht über den mit Lederriemen versehenen Penis Gag, dessen Stopfen in etwa so groß ist wie mein natürlich gewachsener. Wahrscheinlich denkt sie an eine Fesselnummer, doch danach ist mir gar nicht. Ich wische das Ding mit einem Feuchttuch ab. Sie zögert, den Mund zu öffnen, hat wohl Respekt vor der Größe. Ich ermuntere sie und verspreche, dass es irgendwann später auch noch mehr von mir gibt, aber jetzt müsste sie schon den Gummipenis hineinlassen. Sie gibt sich noch ein bisschen trotzig, dann verzieht sie das Gesicht und macht den Mund weit auf. Ich bin ganz vorsichtig, schiebe ihn nur millimeterweise hinein, ab der Mitte seiner Länge fängt sie an zu röcheln und zu würgen. Mich bringt das ganz schön in Fahrt. Sie reißt die Augen weit auf und bekommt trotzdem ihre Atmung unter Kontrolle. Ich schiebe nach, bis er komplett drin ist. Das Würgen geht noch weiter, doch ich kann den Lederriemen verschließen und der Gag sitzt. Was für ein schöner Anblick das ist!

„Fang an. Marmelade kochen.“ Sie hat noch mit dem Stopfen zu tun, kommt aber irgendwie klar. Ich suche ihr mein bestes Gemüsemesser heraus und frage sie ernsthaft, was sie weiter noch brauchen würde, worauf sie wieder zu würgen anfängt und ich grinsen muss. Sprechen geht natürlich nicht, noch nicht einmal Grunzen. Es amüsiert mich. Dann legt sie los, muss aber den Kopf immer gerade halten, weil es sonst mit dem Atmen nicht klappt. Es gefällt mir sehr, sie bei Küchenverrichtungen zu beobachten. Bei ihr sitzt trotz der zugefügten Einschränkung jeder Handgriff, sie ist so geschickt. Schnell entscheidet sie, wo sie etwas von einer Erdbeere abschneiden, wie sie das Messer ansetzen muss, um etwa gleich große Würfelchen zu erhalten. Ich lasse sie erst einmal machen und schaue weiter nur zu, bis alle Erdbeeren gewaschen und klein geschnitten sind. 

Sie sieht sich um, wo der benötigte Topf zum Einkochen ist, da bin ich schon wieder an ihr dran und greife von hinten zu, schiebe meine Hand zwischen ihren Pobacken hindurch nach vorn und reibe sie kräftig. Sie presst total süße Luftlaute am Gummistopfen vorbei, will vornüber kippen und droht auf der Arbeitsplatte zu landen, doch schafft sie es gerade noch, sich an der hölzernen Kante abzustützen. Mit beiden Händen wandere ich durch den Stoff ihrer Bluse, gleite über Haut an den Flanken entlang höher, bis ich unter den BH gelange und Brüste fasse, dann mit ganz vorsichtigen Fingern ihre Nippel befühle. Meine Gier ist groß. Die rechte Hand muss nach unten. Ganz flach schiebe ich sie an ihrem warmen Bauch über den Nabel hinab und dann durch den engen Bund ihrer Hose, bis ich in der Nässe ihre Möse spüre. Mein linker Arm umklammert sie, gibt ihr den Halt, den sie nötig hat. Jedenfalls ist sie zitterig. Ich mag es sehr, wenn dieses Erdbeermädchen zitterig ist. Und ich liebe die Vorstellung, wie sie innerlich hin und her springen muss, weil der Gummipenis sie noch immer beschäftigt, während von ganz woanders hitzige Gefühlsmeldungen eintreffen, die meine Hand in ihrer Hose verursacht.

Mir ist nach Weitermachen, aber ich will auch nicht, dass die Arbeit zu kurz kommt. So trete ich zurück und schaue mir ein wenig die Not an, die sie damit hat, sich zu sortieren, bis sie sich aufrichtet, den von mir herangereichten Topf nimmt und die Marmeladenfertigung fortsetzt. Ich glaube, sie hält mich gerade für irre, doch den verzweifelten Blick von ihr, der mich zu dieser Annahme bringt, fange ich gelassen ein. Die weitere Marmeladenherstellung geht ihr dann auch nicht wirklich schnell von der Hand, obwohl sie weiß, was sie tut. Sie spart nicht mit Zucker und nimmt frisch gepressten Bio-Zitronensaft, was mich freut, weil ich mir einbilde, dieser wäre aromatischer als der konventionelle. Sie hat einige Zutaten in einer Tüte mitgebracht und gibt aus einer kleinen Flasche Holunderblütensirup dazu. 

Doch jetzt sucht sie etwas und scheint es in ihren Mitbringseln nicht zu finden. Sie schaut mich fragend an und deutet mit der Hand, will mir wohl erklären, dass noch etwas heran gerieben werden muss. Ich denke an Muskat, spreche es aus, worauf sie nur den Kopf schüttelt. Ella versucht wieder zu sprechen und verschluckt sich fast dabei. Ich komme nicht darauf, aber sie findet auf der Fensterablage meinen Einkaufszettelblock und den dazugehörigen Stift. „Ingwer“, schreibt sie und ich muss wieder lächeln. Darauf wäre ich niemals gekommen.

Ich bin froh, ein Stück Ingwer vorrätig zu haben, was nicht immer der Fall ist. Mich hätte das anderenfalls wirklich geärgert. Als ich noch mit einer passenden feinen Reibe dienen kann, strahlen ihre Augen und sie legt letzte Hand an das bereits leicht blubbernde Erdbeermus im Topf, reduziert die Hitze und deutet mit einer Hand, wie lange wir nun zu warten hätten. Da es sich nur um Minuten handelt, ziehe ich mir einen Küchenstuhl heran und hole sie mir auf den Schoß. Der Raum ist bereits gefüllt mit verdampften fruchtigen Aromen. Ich glaube sogar, ganz leicht die verkochte Holunderessenz heraus zu riechen. Ella wendet ihren Kopf und schaut mich an. Ich ziehe sie noch dichter an mich heran, lege dafür meine Arme um ihren Bauch. Es fühlt sich gut an und ich halte sie so lange fest, bis sie sich aus meiner Umarmung heraus windet. 

Ich weiß, dass sie jetzt die Gläser braucht und ich hole eines nach dem anderen aus dem Schrank und stelle sie ordentlich vor sie hin. Sie spült sie mit heißem Wasser aus und beginnt, mit einer kleinen Kelle Marmelade einzufüllen und sie sofort zu verschließen. Ich gehe ihr zur Hand, wische kleinere Kleckereien weg. Kurz bevor der Topf leer ist, schnappe ich mir mit einem Teelöffel eine Kostprobe, puste lange und schlürfe das Mus. Ich bin begeistert, es schmeckt um Längen besser als meine eigenen früheren Experimente und besser als die gekaufte Marmelade sowieso. Zehn Gläser kommen zusammen. Ich ertappe mich, wie ich über die gerechte Verteilung in meinem Sinne nachdenke.

Das arme Erdbeermädchen Ella steht irgendwie verloren da. Vielleicht würde sie etwas sagen wollen, wahrscheinlich macht es sie nervös, dass sie selbst nicht abschmecken konnte. So aber haben wir eine Pause, während der uns die fast schon familiäre Atmosphäre des Einkochens umgibt. Hätte Ella nicht noch immer diesen Gag im Mund, könnte sie sich und mir nach getaner Arbeit ein Gläschen Weißwein eingießen. Wenig später würden wir vielleicht gemeinsam auf der Terrasse mit Blick in den Garten die Beschaulichkeit und Ruhe der dörflichen Ortslage genießen, um danach ganz sanft den Abend einzuleiten. Mir aber schwebt Anderes vor.

Mit der antrocknenden Nässe von ihrer Möse an meiner Hand und ihrer Augensprache, die das Lichterloh der Gefühle verrät, lasse ich mich darauf nicht ein. Noch will ich ihren Mund nicht befreien. Ich packe sie am Haar und zerre sie in mein Schlafzimmer. Das ist keinesfalls zu grob, es ist das, was sie nun braucht, weshalb es mich auch so erregt. Sie soll sich einfach ausziehen, ich will nichts Geziertes haben. Nackt und bereit soll sie sein. Ich muss hören, wie sie ihre Lust mit dem Stopfen im Mund herausbringt. 

Irgendwie bin ich stolz auf mich, diesen Punkt mit ihr erreicht zu haben. Sei es, weil es diese ganze Erdbeerenverarbeitung eigentlich nicht gebraucht hätte, um uns in mein Bett zu bringen, es aber so komplett wird. Sei es aber auch, dass ich merke, wie gut es ist, das alles mit jemandem zu teilen, ohne etwas zu verlieren. Ich schaue auf Ella, die gerade in sich gekehrt ist und denke an die Marmeladengläser in meiner Küche. Mir ist, als könnte ich die Bezeichnung „Wildkräuter“ von ihr übernehmen. Klingt auch viel schöner.

m.brody
© 2016

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