Schnürsenkel

von Oliver G. Wolff


Kapitel 1

Verdammtes Mistwetter. Ein morgendlicher Wolkenbruch über Frankfurt und die Neue Mainzer Strasse war bereits der Sintflut nahe, und das ausgerechnet kurz vor Arbeitsbeginn. Ich eilte in das Bürogebäude hinein, mit meinem Regenschirm, dessen Zusammenklappen im Eingangsbereich die Wassertropfen im Umkreis von zwei Metern um mich herum verteilen liess. Den strafende Blick des sich innerhalb des Gefahrenbereichs befindlichen Kollegen erwiderte ich mit dem unschuldigsten Lächeln, welches mein Mimik-Repertoire hergab.

Unschuldig! Wenn er bloss wüsste. Das Bild des Andreaskreuzes drückte sich in meine Gedanken. Estelle, daran gefesselt, war förmlich ausgelaufen vor Lust. Und ich war es auch, aber wegen meines Schweisses, der durch alle Poren gedrungen war. Erschöpft.

Wie lange war das jetzt schon her?

Aber er, mein vom Regenschirm genässter Kollege, geschniegelt und mit gelierter Frisur, war noch jung, vielleicht knapp 30. Ich bezweifelte, dass er hinter die Kulissen sehen konnte. Dafür brauchte es etwas mehr Lebenserfahrung und den Fokus auf das, was das Leben wirklich zu bieten hat.

Das Ziel des 28. Obergeschosses hatte ich brav gewählt, an dieser neumodischen, zentralen Liftsteuerung, welche danach den für mich geeigneten Aufzug zuweisen würde. Irgendwie schade, dachte ich, dass diese Zeiten vorbei sind, wo man sich mit Absicht und mit gutem Grund noch in eine Kabine einzwängen konnte, in welche gerade eine attraktive Kollegin verschwunden war; um ein Lächeln zu erhaschen, ihren Duft zu geniessen, sich in erotische Tagträume entführen zu lassen. Für 20 Sekunden, vielleicht 40. Doch mit dieser neuen Art von Elektronik wurden die Benutzer entmündigt und jeglicher Romantik beraubt. Bestimmt hatte der Programmierer das «Emma-Too-Antisexismus»-Prüfsiegel für genderneutrale und belästigungsverhindernde Lift-Software.

Aufzug C sollte mich in das 28. Obergeschoss bringen. Und siehe da! Ich hatte wieder mal Glück. Eine sehr hübsche Kollegin wurde ebenfalls der gleichen Kabine zugewiesen. Schon oft hatte ich sie beobachtet, häufig war sie in ihrem grauen Kostüm gekleidet, so auch heute wieder; schwarze Nylons und schwarze Schnürpumps ergänzten ihr Business-Outfit. Wobei, diese Schuhe hatte ich noch nie an ihr gesehen, meist war sie mit passenden, grauen Pumps aus Wildleder dort. Vermutlich aber hatte sie das Regenwetter bewogen, heute etwas Robusteres zu wählen. Ihre grossen, hellen Augen waren sehr auffällig, wunderbar passend zu ihren hellbraunen Haaren; doch fast immer hielt sie ihren Kopf von mir abgewandt. Eigentlich vermied sie, so machte es den Eindruck, den Kontakt zu jedem Mann, den sie nicht kannte. Als würde vom Maskulinen eine Bedrohung für sie ausgehen.

Dieser Gedanke liess mich schmunzeln. Am liebsten hätte ich ihr gesagt, dass diese wunderbare Gefahr nur von wenigen Männern ausgeht – und einen solchen zu finden, das sei für die meisten Frauen nicht einfach und käme einem Jackpot gleich. Aber was konnte sie schon wissen, dieses unschuldige Wesen.

Unter dem Regime des frei wählbaren Lifts hatte ich jede Gelegenheit genutzt, diese Frau in den Aufzug zu begleiten; häufig waren wir gleichzeitig dort. Jedoch waren wir nie nur zu zweit, in diesem übervölkerten Arbeitsturm, und entsprechend hatte ich es auch nie gewagt, sie anzusprechen. Es hätte, falsch verstanden oder unwillkommen, für mich unangenehm enden können.

Über an verschiedene andere Kollegen verstreut gestellte Fragen hatte ich inzwischen herausgefunden, wer sie war. Eine Controllerin. Jorge, der Kollege von der internen Post, hatte mir mit seinem derben Lachen erzählt, sie heisse zwar Marlène, doch die anderen hier würden sie hinter ihrem Rücken „Marlon“ nennen. Das Gerücht gehe um, sie stehe auf aussergewöhnlichen Sex, «weischt, so wie wenn zwei Mann mitnander haben» lachte er mit seinem südamerikanischen Akzent und hielt sich dabei die Hand vor seinen Mund.

Ich tat seine Bemerkung als einen der typischen Witze der eher einfachen, testosteron-frustrierten Männer ab, ohne jeglichen Wahrheitsgehalt. Doch die Fantasie blieb nicht unberührt, und das Spiel mit ihr in meinem Kopf regte mich an. War alles wirklich nur eine Erfindung gewesen? Rauch, gänzlich ohne Feuer? Die Frau faszinierte mich, und doch fiel mir nichts ein, um prüfen zu können, ob sie für das, was ich so leidenschaftlich gerne tat, mit ihr tun, ihr antun könnte.

Zusammen mit vier weiteren Personen waren wir nun eingepfercht, in der feuchten Wärme des Aufzugs C. Ich musterte sie. Ihr Regenmantel, den sie bereits geöffnet hatte, war etwas kurz geraten, fand ich und blickte hinunter zu ihren Füssen. Regenwasser lief seitlich ihres Schienbeins entlang, ruckelte dann über ihren Fussknöchel, hinab in Richtung Schuh und verschwand in diesem kleinen Spalt zwischen der Innenseite des Leders und ihrem Strumpf. Ob es ihre Fussohle erreichte? Verflixtes Kopfkino! Es begann sofort zu drehen…es tauschte das Regenwasser mit Flüssigkeiten anderer Herkunft, als Ergebnis dessen, was sie gerade eben getrieben hatte. Oder mit sich hatte treiben lassen. Das Andreaskreuz, schon wieder, vor meinem geistigen Auge! Mein Blick verharrte auf dieser Stelle. Doch urplötzlich erkannte ich dort etwas, was mich mehr als nur verblüffte und meinen Leib innert Millisekunden in helle Aufruhr versetzte: Jeweils am Ende der Schnürsenkel befand sich, als deren Abschluss, ein kleines Stück Metall, auf welchem deutlich sichtbar eine Triskele eingraviert war.

War sie sich der Bedeutung bewusst? Oder war es für sie nur ein Mode-Accessoire, so wie manche chinesischen Zeichen, die niemand versteht?

Marlène musste offenbar bemerkt haben, dass ich, wie zur Salzsäule erstarrt, meine Pupillen auf ihre Füsse gerichtet hielt; denn als ich von meinem kurzen Hormonrausch wieder in die Realität der Kabine zurückgekehrt war, erkannte ich, dass ihre Augen offensichtlich bereits auf mich gewartet hatten: Sie fixierten mich direkt. Kein Lächeln auf ihren Lippen. Aber es war auch kein Blick, der ein unangenehmes Berührtsein offenbart hätte. Eher interpretierte ich eine gewisse Neugier. Eine solche hatte sie mir gegenüber, während den bisherigen Fahrten, in ihrer abweisenden Art, nie gezeigt. Sie machte es mir dadurch leichter, ebenfalls nicht zu lächeln, denn das hätte die Chance, die ich gerade witterte, unweigerlich zerstört. Es erforderte so schon meine volle Konzentration, kostete meine ganze Energie, sie jetzt nicht in die Belanglosigkeit eines alltäglichen Momentes zu entlassen. Ich musste den Augenkontakt halten, so lange, bis das Erreichen ihres Ausstiegspunktes ihn zwangsläufig zerstören würde. 

Sie enttäuschte mich nicht – sie hielt mir stand. Hätte auch nur jemand von uns ein Wort gesprochen, die Magie des Moments wäre sofort vernichtet gewesen. Ob sie es auch so empfand?

Im 25. Stockwerk hielt der Aufzug. Marlène blickte nach vorn, bahnte sich den Weg mit unter murmeln eines kleinlauten «Entschuldigen Sie» den anderen Herren gegenüber hinaus. Der entscheidende Moment war kommen. Jetzt, wo sie draussen war und die Lifttüren sich wohl bald anschickten, zu schliessen. Wenn sie sich nicht nochmals zu mir umdrehen würde, wäre alles umsonst gewesen.

Doch auf dem Vorplatz des Aufzugs begrüsste sie einen Kollegen. Warum in aller Welt heute, jetzt, in diesem Moment? Der Schliessmechanismus hatte sich in Bewegung gesetzt, und ich erwog schon das völlig absurde Szenario, aus dem Lift zu stürzen, um ihre Aufmerksamkeit noch einmal zu erlangen. Jetzt definitiv den Anknüpfungspunkt zu finden, den sie mir in dieser Sekunde verweigerte. Verdammt, Marlène, schrie ich innerlich, laut über meine Nase schnaufend, mit schweissnassen, verkrampften Händen in meinem Mantel.

Dann drehte sie ihren Kopf. Tatsächlich! Sie blickte nochmals zu mir. Sie suchte mich unter den anderen Herren in Anzügen, und sie fand mich. Zwei Sekunden vielleicht, bevor das Metall die Verbindung zwischen uns kappte.

Meine Anspannung war weg. Die Augen fielen zu und blieben es, für die restliche Fahrt in den 28. Ich hatte gewonnen, irgendwie. Wenig später erreichte ich meinen Arbeitplatz und liess mich in den Stuhl sinken, beide Arme aussen an den Armlehnen, Kopf nach hinten geneigt, Blick an die Decke.

Dann aber kam der Sinn für Logik zurück. Auf einmal fühlte sich das Erlebnis wie ein Pyrrhussieg an: Wie um Himmels willen konnte ich mich ihr wirklich nähern, anknüpfen? 

Produktivität? Das Wort wäre eine Beleidigung gewesen für den zähflüssigen Arbeitstag, den ich nun hinter mich zu bringen versuchte. Irgendwie konnte ich für die bevorstehenden Kundentermine nicht die erforderliche Konzentration aufbringen. Oder wollte nicht. Meine Gedanken kreisten um sie, um Marlène. War sie die Sub von jemandem? Hatte sie darauf gehofft, dass sie unentdeckt bliebe, die Wahl der Schuhe, die sie bestimmt sonst nur zu Sessions trug, nur heute ausnahmsweise ins Büro? Oder war es eine heimliche Einladung an einen Wissenden, an jemanden wie mich?

Wie konnte meine Taktik aussehen? Ein plumpes E-mail? Eine Chat-Nachricht über den Messenger? Das wäre nicht nur stillos, sondern im schlimmsten Falle gefährlich. Elektronische Spuren, welche sofort auf mich zeigen würden; die vervielfältigt an die falschen Stellen geraten könnten. Meine Karriere: Sie wäre ruiniert, durch ein paar wenige Worte.

Dann, auf einmal, kam es mir die Lösung in den Sinn: Eine schriftliche Nachricht! Aber auch hier durften die Spuren nicht auf mich weisen. Jeder Drucker, so hatte mich ein Forensiker mal aufgeklärt, markiert einen eindeutigen, identifizierenden Code auf dem Papier in einer extrem hellgelben und klitzekleinen Schrift, von normalem Auge nicht zu erkennen. Wer weiss, vielleicht ist auch das Papier schon ohne Drucker codiert? Nein, die Vorsicht gebot es, ein Stück Papier aus einem Brief an mich herauszuschneiden und es mit Tinte zu beschriften. Es war nur ein schmaler Streifen – mehr brauchte ich aber auch nicht. Ich schrieb: «Wir zwei haben mehr gemeinsam, als Du ahnst. Dein Blick und Dein Schuh haben Dich verraten. Triff mich in der Caféteria um 9 Uhr.» Ich unterzeichnete nicht mit meinem Namen, sondern dem Triskele-Symbol. Die Mitteilung musste eindeutig für sie sein – und dennoch bot ich ihr alle Möglichkeiten. Und mir auch.

Ich hatte eine kühne Hoffnung für den perfekten Ort, um ihr diesen Zettel zukommen zu lassen, als ich mich zu später Stunde auf den Weg zu ihrem Desk machte. Zu dieser Uhrzeit war allerhöchstens noch die Raumpflegerin unterwegs, und mit diesem Risiko konnte ich gut leben. Jorge hatte mir den Ort ihres Wirkens verraten. Mein Herz machte einen Freudensprung, denn ich fand dort genau das, was ich für die Umsetzung meines Planes benötigte: Neben ihrem PC standen ihre grauen Wildlederpumps. Ich bückte mich, legte den Zettel in einen davon, richtete mich wieder auf und verliess das Gebäude in Richtung Zuhause. Morgen, ja morgen würde sie meine Nachricht finden. Eine wohlige Wärme durchflutete mich bei dieser Vorstellung, begleitet von leichter Nervosität.

Die Nacht verlief so zäh wie der Arbeitstag. Würde ich wirklich Glück haben und sie erscheinen? Diese Frage rotierte über Stunden und verhinderte zuverlässig meinen Schlaf, für lange Stunden.

Am nächsten Morgen sah ich sie nirgends, als ich zur Arbeit ging. Pünktlich um neun Uhr holte ich mir den Espresso in der Caféteria, wählte einen Tisch an der Fensterfront des Wolkenkratzers und wartete dort. Die Sonne wärmte mich. Oder war es die Aufregung? Fünf Minuten später kam sie. Sie sah mich, würdigte mich aber keines weiteren Blickes, sondern lief schnurstracks zur Kaffeemaschine. Die grauen Pumps, sie hatte sie an. Wie erwartet. Als sie ihr Getränk hatte, steuerte sie auf meinen Tisch zu.

Die Wärme war nicht mehr da. Dafür eine Hitze.

Sie setzte sich gegenüber von mir und rührte wie eine Unbeteiligte die Milch in ihren Kaffee, als wäre alles ein rein zufälliges Setting. Erst, als sie mit dem Resultat zufrieden war, legte sie den Löffel zur Seite und schaute direkt in meine Augen. Ich schwieg und versuchte, meinen galoppierenden Puls zu kontrollieren, jeglichen Anschein von Aufregung zu verheimlichen.

Leise sagte sie: «Es gibt manchmal ganz merkwürdige Dinge, die sich in diesem Hause zutragen.» Dann drehte das rechte Knie nach aussen, bückte sich, um an ihren Schuh zu fassen, und schlüpfte mit der Ferse hinaus. Mein Zettel war noch drin. Sie zog ihn hinaus und legte ihn neben meine Tasse. Noch immer kein Lächeln auf ihrem Gesicht. Was hatte sie vor?

Es war Zeit, Klarheit zu schaffen. «Du hast es richtig erkannt, Marlène. Aber die noch aussergewöhnlicheren Dinge, die passieren ausserhalb!» Jetzt zog sie ihre Mundwinkel nach oben. Das erste Mal lächelte sie mich richtig an. Von meinem Kopf über meinen Bauch bis in die Lende breitete sich das wohlbekannte Kräuseln aus, welches sich am Ende an einer ganz bestimmten Stelle konzentriert. «Wo denn?» fragte sie mit dem naiven Blick, den sie bewusst so spielte, dass ich ihn als Ironie erkennen sollte. «Es ist Dir frei, einen solchen Ort kennenzulernen. Wenn Du stark genug bist.» hänselte ich sie. Jetzt lachte sie laut. «Mein lieber Kollege, von welchem ich nicht mal den Namen kenne, weil er nicht mal Mann genug dafür ist, ihn zu nennen: Du solltest Dir gut überlegen, ob Du stark genug bist.»

OK, das übliche Spiel, die übliche Barriere, das sich teuer verkaufen wollen. «Eine Controllerin, die die Kontrolle verliert? Stell Dir vor, auch sowas habe ich bereits erlebt. Mach Dir keine Sorgen darum, sondern eher um Deine Fallhöhe.» bluffte ich.

Marlène blieb für lange Sekunden ruhig und trank ihren Milchkaffee. Abwechselnd fixierte sie mich, dann wieder ihre Tasse. Als diese leer war, fuhr sie mit dem einen Fuss unter dem Tisch an meinem Bein hoch und wieder runter, währenddem sie mich mit ihren Scheinwerfer-Augen fokussierte. Dann legte sie ihre Hand auf meinen Handrücken und sagte: «Ich muss zurück zur Arbeit. Aber Du weisst inzwischen, wo Du Deine Nachrichten hinterlegen kannst. Oder soll ich sagen, unterlegen?» Sie zwinkerte, erhob sich, nahm ihre Tasse und stellte sie für den Abwasch ins Gestell. Unmittelbar bevor sie die Caféteria verliess, schaute sie nochmals zu mir zurück und lächelte, als hätte sie den Sieg davongetragen, nicht ich. 

Sie hatte keine Ahnung. Noch nicht.


Kapitel 2

Ich blieb noch eine Weile in der Cafeteria sitzen und versuchte, meine Gedanken zu sammeln. Die Interpretation von Marlènes Auftritt war nicht so trivial, hatte sie doch ein ganz anderes Wesen gezeigt, als ich erwartet hatte. Das eher schüchterne, adrette Büromäuschen war vielmehr selbstbewusstes Vamp – oder wollte, vielleicht aus Schutz ungebetener oder ungeeigneter Männeranmache– so wahrgenommen werden. Ihre stolze Art, leicht arrogant, war ihre Prüfung gewesen. Ihre Berührungen und ihre Aufforderung liessen mich hoffen, dass ich sie bestanden hatte. Der Weg war frei. Doch, wohin? Ich wusste ja nichts weiter über sie.

Immerhin war klar geworden, dass sie die Triskele bewusst getragen hatte, also nicht gänzlich unbedarft war. Eine erfahrene Sub? So stolz? Einen kurzen Moment beschlich mich die Angst, sie sei vielleicht gar nicht devot, sondern dominant. Doch im innerlichen Replay des Wortwechsels gewann ich die Sicherheit, dass dem nicht so sein konnte. Dennoch irritierte mich ihr starker Auftritt, ohne Frage.

Natürlich hatte es seine Vorteile, wenn ich darauf aufbauen konnte, dass sie nicht ganz so unerfahren war wie Estelle, auch wenn sie sehr schnell gelernt hatte. Estelle, für die ich die erste erotische Männerbekanntschaft war nach vielen Jahren einer Frauenbeziehung – sie dachte, sie könnte den Fluss des Lebens verlangsamen, indem sie hektisch tränke und tränke. Weit gefehlt.

Aber trotzdem. Mit Marlène durfte ich nicht zu rasch zu intensiv sein und vor allem, ich musste zuerst herausfinden, welche Spielarten überhaupt in Frage kämen – und ob diese mit meinen Vorlieben kompatibel wären.

Marlène hatte mich aufgefordert, auch die zweite Mitteilung an sie in ihrem Schuh unter dem Schreibtisch zu hinterlassen, nach Feierabend. Und so schrieb ich:

«Explosionen ereignen sich dort, wo mehrere kreative Kräfte aufeinandertreffen. Wie stark unsere sein werden? Wir werden experimentieren müssen. Und das werden wir in einem Labor, wie es sich gehört. Triff mich am Donnerstag um 19 Uhr in der Bar des Labor 6. Sollte ein gesundheitlicher Grund Dein Kommen verhindern, erreichst Du mich via untenstehender Threema-ID. 

P.S.: Die Schnürsenkel gehören zu Deinem Dresscode.

P.P.S: Die Kraft, die Du fahrlässig in Frage gestellt hast, heisst Elrik.»

Ich faltete das Papier mehrfach zusammen, so dass eine gewisse Dicke aufwies und nahm eine schwarze Foldback-Klemme von ihrem Schreibtisch, um es zusammenzuhalten. So legte ich es in den einen ihrer Pumps, weit nach vorne in den Bereich der Zehen. Dann nahm ich ein kleines Taschentuch hervor, welches ich mit meinem Duft, Aqua di Giò, beträufelt hatte. Dieses faltete ich ebenfalls eng zusammen und befestigte es mit einer zweiten Klemme, für den zweiten Schuh.

Etwas Verführung, vermischt mit der Eindeutigkeit meiner Anweisungen – ich hoffte, dass diese Kombination die Wirkung entfalten werde, die ich ihr von ihr erwartete.

Am Donnerstag fand ich mich an besagtem Ort ein, in diesem ehemaligen Chemie-Labor. Die schweren Eisentische, das alte Gemäuer, die Gläser und die farbige Molekularküche im Angebot garantierten ein stilvolles Ambiente – trotz weniger Gäste.

Natürlich liess sie mich warten. Eine geschlagene Viertelstunde zu spät war sie. Aber dann: Was für eine Augenweide! Sie trug wieder ein Business-Kostüm, diesmal in passendem schwarz, und ein Lächeln auf ihrem Gesicht. Sie lächelte tatsächlich. War sie auf einmal weicher geworden? Ich erhob mich und begrüsste sie wie eine alte Freundin mit Wangenküssen, bevor wir uns setzten und einen Cocktail orderten. Hatte sie die besagten Schnür-Pumps an? Ich hatte vor lauter Faszination über ihre Ausstrahlung tatsächlich vergessen, hinzuschauen.

Wir schwiegen fast schmerzhaft lange, als hätten wir uns nichts zu sagen. Der Einstieg, so schwierig. Small Talk wäre nur lächerlich gewesen. «Was ist Dein Angebot?» fragte sie dann geradeaus. «Für eine junge Dame bist Du ganz schön wagemutig!» Sie liess sich nicht beeindrucken. «Schau, Elrik. Die Herren stehen vor meinem Schreibtisch Schlange, doch meine Libido tanzt den Rumba alleine. Keiner dieser Möchtegerns hat auch nur ansatzweise etwas zwischen den Beinen, auf das die Bezeichnung «Eier» passen würde. Sie alle hoffen auf das devote Mäuschen, welches beim ersten Satz  – meistens «Geh auf die Knie und blas!» – dieser Frechheit Folge leisten. Nur ein Wort der Widerrede überfordert sie dann aber masslos. Sie schimpfen, beleidigen, stellen meine Devotion in Frage. Da, wirst Du es mir nicht verübeln können, dass ich gewisse Regeln aufgestellt habe und gleich zum Punkt kommen will. Mein Leben besteht nicht nur aus Dates.»  

Sie zog ein Päckchen Zigaretten aus ihrer Handtasche und steckte sich einen Glimmstengel an, was mir ein wenig Raum gab, meine Replik sorgsam vorzubereiten. 

«Ich werde für Dich und Dein Wohlergehen sorgen, wenn Du meine Sub wirst. Dich beschützen und Dich wie das kostbarste Gut in meinem Leben behandeln.» Marlène schüttelte abschätzig den Kopf. «Elrik, Elrik. Du langweilst mich.» Theatralisch liess sie den Rauch der Zigarette durch ihre Nase entweichen. «Du sprichst wie dieser kitschige Dom G. aus dem billigen Schundroman von Elly und ihren dunklen Geheimnissen.»

Der Cocktail wurde serviert – eine weitere, kurze Unterbrechung. Was nur hatte dieses Weib vor? 

«Marlène, wenn Du es für angebrachter hältst, dass ich Dir einen Natursekt-Klistier vorschlage, nachdem ich Dich am Pranger fixiert und mit einem Hautklammer-Gerät Deine Brustwarzen mit Deinem Fettgewebe zugetackert habe, nur um hinterher Deinen Arsch mit 50 Rohrstockhieben schwarz zu schlagen, ist das selbstverständlich eine Option.» Sie zog an ihrer Zigarette und drückte sie gleich hinterher aus. Nicht einmal mal einen Drittel hatte sie konsumiert. Die Frau war durch und durch irritierend.

«Schon besser!» sagte sie endlich, als wäre ich ein Schüler, der die vorhin falsch gelöste Mathematik-Aufgabe verzweifelt zu korrigieren versucht. Innerlich hoffte ich, dass sie nicht so verdorben sei, wie sie tat. Und ich hoffte gleichzeitig, dass sie es sei. Diese Verwirrung, diese Diskrepanz zwischen dem devoten Spiel, das sie suchte und ihrem dominanten Auftritt – sie erregte mich auf seltsame Weise. Und es steigerte mein Verlangen, sie zu gewinnen. War es Neugier? Nein, es war mehr das. Mein Stolz war angekratzt, mein Ehrgeiz angestachelt und damit die Quelle der wildesten Szenarien erschlossen, die meine Imagination hergab.

Marlène fuhr fort. «Ich bin das Scharren vor meiner Haustüre satt. Hast Du wirklich die Erfahrung, die es erfordert, einen weiblichen Körper richtig zu lesen, oder bist Du wieder so ein Kopfkino-Typ, der sich alles nur ausdenkt, aber keinen hochkriegt, wenn er wirklich seine Leistung abrufen sollte?» 

Ich trachtete nach einer Möglichkeit, ihre Arroganz zu brechen, sie zu einem vernünftigen Gespräch zu bewegen. Und ihr zu zeigen, dass ich derjenige war, den sie brauchte. Derjenige, der ihr den Meister wirklich zeigen konnte. Ich setzte alles auf eine Karte.

«Jorge’s heisses Blut war wohl nicht heiss genug für Dich?» murmelte ich, fast beiläufig, aber süffisant. Ihre grossen Augen wurden auf einmal noch grösser. Sie kramte eine nächste Zigarette aus ihrem Päckchen hervor und zündete sie an. «Du kannst hoch pokern, Marlène. Aber willst Du das wirklich? Das Kaktusgewand, in welchem Du Dich bis vor einer Minute wohlgefühlt hast – es hat seine Stacheln eigentlich nach innen gerichtet. Es führt nicht zur Selektion auch nur eines einzigen Doms. Es führt zu einer Einsamkeit, der Du nicht gewachsen bist. Sei ehrlich zu Dir.»

Marlène nahm mehrere Züge von ihrer zweiten Zigarette. «Was weisst Du von Jorge?» fragte sie mich mit einer Stimme, deren Zittern nicht zu verbergen war. «Nichts weiter!» ärgerte ich sie. Sie drückte ihre Zigarette, wieder längst vor deren natürlichen Ende, aus. «Was immer dieser Mistkerl Dir erzählt haben mag, Herr von Elrik – es ist eine Lüge. Enttäuschte Liebe, das übliche Spiel.» Ich lachte. «Du glaubst nicht wirklich, dass ich unfähig bin, Deine Körperreaktionen zu lesen, oder?» 

Marlène kramte wieder in ihrer Handtasche, und legte ein Bündel mit den bekannten Schnürsenkeln und die beiden Foldback-Klammern auf den Tisch. Eindringlich schaute sie mich an. «Versuchs!», sagte sie und erhob sich, um in Richtung Toilette zu verschwinden.

Als sie aus meinem Blick verschwunden war, ergriff ich ihre beiden Mitbringsel, steckte sie in die Hosentasche und folgte ihrem Weg und lauerte ihr vor der dem stillen Örtchen auf.

Als sie heraustrat und mich sah, zeigte sie einen verführerischen «Dachte ich’s mir doch»-Blick mit einem fetten Grinsen unter ihrer Nase. Ich machte einen Schritt auf sie zu, hielt ihren Kopf mit meinen beiden grossen Händen fest und küsste sie. Sie wehrte sich nicht, nein, im Gegenteil: Sie war gierig nach meiner Zunge. Ihre harte Schale, die Panzerung – sie weichte sich auf. Innerlich jubilierte ich – er tat mir so gut, dieser erste kleine Durchbruch. Ihr Parfüm, der Duft ihrer Haare eine betörende Symphonie. Wir zwei betraten eine neue Welt. Unsere.

Ich löste mich von ihr, öffnete den Zugang zum benachbarten, geräumigen WC für Rollstuhlfahrer und zog sie anschliessend hinein. Kaum hatte ich die Türe hinter uns geschlossen, drückte ich ihren Rücken gegen die gekachelte Wand, öffnete das Unterteil ihres Kleides und zog es, zusammen mit ihrem Slip, bis zu ihren Knien.

Dass ihr Höschen nass war, kommentierte ich lediglich mit einem verächtlichen Blick. Ich holte die Schnürsenkel hervor und fädelte sie zwischen ihren Beinen durch, dann durch ihre nasse Pussy und steigerte langsam, aber stetig, den Druck auf ihre Scham. Marlènes Gesicht zeigte eine wunderbare Komposition aus Lust und Schmerz-Empfindungen. Mein Herz pochte wie wild. So nah war ich ihr gekommen, nach einem Beginn, der so gar nicht danach ausgesehen hatte. Ihre Lust auf dem Silbertablett. Meinem Silbertablett.

Dann begann ich, die Schnürsenkel leicht hin- und zurückzubewegen, was eine fiese Reibung an ihrer empfindlichsten Stelle erzeugte. Es dauerte nur Sekunden, bis ein hohes «Ah!» ihrem Munde entwich und sie, um mich zu stoppen, mit ihren Händen an meine Handgelenke fasste. Ich knallte ihr eine, und küsste sie gleich hinterher. Oh Mann, war diese Frau heiss.

Den Schnürsenkeln hatte ich aber noch eine andere Aufgabe zugedacht. Aber sie sollten sauber sein, bevor ich sie wieder anfasste. «Leck sie!» befahl ich und drückte die Schüre an ihren Mund. Nun nahm ich die beiden Klemmen aus meiner Hosentasche und befestigte sie an ihren Schamlippen. Marlène verzog das Gesicht. Beinahe hätte sie wohl aus Protest laut geschrien, doch ihre üppig fliessenden Sekrete sprachen eine ganz andere Sprache. Ich entriss ihr die Schnürsenkel, fädelte sie durch die Ösen der Klemmen und zog so die Schamlippen nach unten. 

Marlène atmete heftig. Ihr gesamter Oberkörper war von der Atembewegung erfasst, als müssten sämtliche Muskeln etwas dazu beitragen. Ich erhöhte die Zugkraft mit der einen Hand und führte den Zeige-, und den Mittelfinger der anderen in ihre Lustöffnung ein. Mit der «Komm-Her-Bewegung» stimulierte ich den inneren Teil ihrer Klitoris, bis sie mit einem Schrei, den sie nur halb unterdrücken konnte, den Höhepunkt erreichte. Sie glitt der Wand entlang auf den Boden und sank, völlig fertig, in sich ein. 

Sie war so bezaubernd anzusehen, ein erotischer Augenschmaus für den herausgeforderten Dom. Diesen Moment beabsichtigte ich nun zu krönen, das Erreichte sollte zelebriert werden. Ich ging in die Hocke, hob ihren Kopf an ihrem Kinn hoch, öffnete ihr Oberteil und ihr Hemd. «Zeig mir Deine Brüste!», forderte ich sie auf. Sie holte ihre beträchtliche Oberweite aus ihrem BH und präsentierte sie mir. Wieder aufgerichtet, stellte ich mich vor sie, holte meinen Prügel aus der Hose und rieb ihn, bis wenig später meine aufgestaute Lust in form weisser Kostbarkeiten auf ihren Busen landete. Mit meiner Hand verteilte ich mein Geschenk auf ihr und zog ihren BH danach wieder hoch. Sie war markiert.

Dann wandte ich mich ab und wusch meine Hände. Ohne sie eines weiteren Blickes oder gar einem Wort zu würdigen, öffnete ich die Türe, trat hinaus und löschte das Licht hinter mir. 

An der Bar bezahlte ich unsere Cocktails und hinterliess an unserem Tisch eine Notiz für sie. «Das Tor zum Ort, an dem Aussergewöhnliches geschieht, ist noch geschlossen. Ich kann es für Dich öffnen. Entscheide, ob Du das jetzt noch willst. Wenn ja, weisst Du ja, wie Du mich erreichen kannst.» Mit einem zufriedenen Lächeln verliess ich das Labor 6.

Zwei Stunden später kam die Nachricht über den Messenger. «Orgasmus ja, aber Körper lesen nein – meine Zusammenfassung. Aber ich gebe Dir noch eine Chance. Sag mir, wo dieser Ort ist, und wann. M.»

Dieses verdammte, freche Weib. Wie lange wollte sie noch die Starke mimen? «Alte Waggonfabrik, kommender Montag, 20 Uhr» war meine knappe Instruktion. 

Vier Tage später erschien sie, tatsächlich pünktlich, auf dem Parkplatz des vereinbarten Treffpunktes. Die Haare zu einem Zopf zusammengebunden, Blazer, Jeans, Stiefeletten. Etwas sehr konventionell, aber: Immer schön langsam mit den jungen Pferden, dachte ich. 

Die Begrüssung war sonderbar kühl. Wangenküsse, wieder. Als hätte sich das, was wir im Labor erlebt hatten, nie zugetragen und wir müssten wieder bei null starten. «Was immer wir tun, Elrik: Die Kontrolle über mich übertrage ich Dir nur, wenn es mir beliebt.» sagte sie, als wir die Schritte Richtung Fabrikgebäude unter die Füsse nahmen. «Und?» fragte ich unschuldig, «Beliebt es Dir Eurer Hoheit jetzt?». Sie schmunzelte und nickte.

Im Gebäude führte ich sie direkt ins Untergeschoss. Dort befand sich ein breiter Eingang zu einem grossen Raum. Es war ein Tor, welches durch zwei hölzerne Schiebetüren verschlossen war; deren Rollen liefen auf einer Schiene, die über dem Torrahmen montiert war. Ein Vorhängeschloss, welche die beiden massiven, sich über die gesamte Türhöhe erstreckenden und gut im Holz verankerten Handläufe miteinander verband, sicherte alles vor ungebetenen Eindringlingen. 

«Es ist Zeit, Dich zu entkleiden, Marlène.» Als wüsste sie nicht, was sie mit diesem Befehl gemeint ist, reagierte sie zunächst nicht. «Los! Du hast mir die Kontrolle eben übertragen – also komm der Aufforderung gefälligst nach.» insistierte ich. Langsam entledigte sie sich der Kleider. Zuerst Oberkörper, dann die Stiefeletten, dann die Jeans. «Die Stiefeletten darfst Du wieder anziehen!». Am Ende stand sie, bis auf die Schuhe, komplett nackt vor mir. «Die Dunkelheit bleibt Deine treue Begleiterin» triezte ich sie und band ihr eine Augenbinde um. Dann fesselte ich sie, Brust gegen die Türen gerichtet, mit vier ledernen Manschetten an den beiden Handläufen.

Nun entsperrte ich das Vorhängeschloss und schob jede Türe zur jeweiligen Seite. Marlène musste die Bewegung mit ihren Füssen nachvollziehen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Sie meisterte dies erstaunlich grazil, und am Ende war sie perfekt aufgespannt, Arme und Beine weit voneinander. Ihr Körper war schutzlos vor diesem unbekannten Raum, dessen kühle Luft mit typischem Kellergeruch in unsere Nasen stiess. Marlène fröstelte ein wenig, oder war es doch Angst? «Keine Sorge, es wird Dir gleich heiss!» beruhigte ich sie. Als ich ihre Augenbinde hochhob, sah sie, was ich für sie vorbereitet hatte: Im Raum vor ihr, hinter einem langen, mit Stehlampen beleuchteten Tisch sassen nebeneinander drei Frauen und drei Herren – allesamt waren sie schwarz gekleidet und musterten Marlène. Sie hielten Kampfrichter-Schilder mit den Noten von 1 bis 10 vor sich bereit, um damit ihre Beurteilung dessen, was sich nun zutragen würde, uns zu übermitteln.

«Ich habe veritable Experten aufgeboten, Marlène. Du bist selbstverständlich frei, auf einer Skala von 1 bis 10 die Härte der Behandlung, die ich Dir nun angedeihen lassen werde, selbst zu beurteilen und Dich dazu zu äussern. Doch die Jury wird uns ihre ganz eigene Einschätzung dazu geben, nachdem Du ja meine Expertise bisher in Zweifel gezogen hast. Ich denke, das ist in Deinem Sinne?» 

Marlène fröstelte nicht mehr. Sie begann zu schwitzen. Wie ich es ihr versprochen hatte.


Kapitel 3

Es war gewagt, was ich hier organisiert hatte, keine Frage. Marlène wusste, dass sie jederzeit abbrechen konnte. Doch genauso spürte ich, dass ihr Ehrgeiz und ihre Neugier genau dies nicht zulassen würden, solange die Situation erträglich bliebe. Ich blockierte die Türen je mit einem Holzkeil und zwängte mich dann an ihr vorbei. Ihren Körper und Gesichtsausdruck musterte ich dabei genau: Meine Suche nach Anhaltspunkten, wie sehr sie unter Stress stand und wie weit ich wohl gehen könnte. Diese widerborstige Frau hatte meine Hormone schon heftig durcheinander gewirbelt, entsprechend wollte ich alles vermeiden, was einer Zukunft mit ihr im Wege stehen könnte. Und zu diesen Hindernissen gehörte ihre reservierte, verletzende Art mir gegenüber. Durch das Exponieren ihres nackten Körpers beabsichtigte ich, diese zu beseitigen.

«Herzlichen Dank, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, mich heute hier zu unterstützen. Wir werden die Vorführung dieser jungen Dame mit fünf sich laufend verschärfenden Stufen gestalten. Die Ausrüstung in der Kiste gleich links…», ich zwinkerte Marlène zu, «wurde von mir eigens zu diesem Zweck sorgfältig und mit viel Liebe handselektiert.»

Auf meinen Hinweis hin realisierte Marlène, was sich ausser der Jury noch so im Raum befand. Links, neben der Kiste in Form eines alten Reisekoffers war ein gusseiserner Kerzenständer mit einer dicken, brennenden Kerze zu finden; rechts befand sich eine identische Kerzenbeleuchtung für ein dort aufgestelltes Flipchart sowie ein japanischer Gong.

All das schien ihr mächtig Respekt einzuflössen. «Ihr glaubt doch nicht, dass man – ohne, dass man über Tabus und Vorlieben gesprochen hätte – hier so etwas veranstalten kann?» brach es aus ihr heraus. Wie attraktiv sie anzusehen war, Marlène in ihrer Empörung, nackt in ihren Stiefeletten, der Freiheit beraubt! Nicht unerfahren, das Mädchen, dachte ich. Oder wenigstens belesen.

«Mach Dir keine Sorgen, Marlène. Die Experten haben die Fragen vorbereitet, die Du mittels einer Viererskala zwischen einer 1, «vollständige Ablehnung», und einer 4, «Unbedingt» beantworten darfst. Ausschliesslich damit! Als Controllerin sind Dir Zahlen bestimmt angenehmer als Worte, nicht wahr?» Dann wandte ich mich an die Kampfrichterin ganz links. «Suzanna, darf ich Dich bitten, den Anfang zu machen?» 

Was nun folgte, war eine kühle Befragung durch die sechs anwesenden Personen, welche einen weiten Umfang an erotischen Spielarten von Vanilla bis hin zu den fortgeschrittenen, teilweise sehr derben Praktiken abdeckte; am Flipchart stehend protokollierte ich due Ergebnisse.

Marlène antwortete mit den Zahlen, bis auf die Frage nach sanftem, zärtlichen Sex, die sie mit einer 1 beurteilen wollte, aber plötzlich mit Umschweifen erläuterte, von wegen es sei ja doch nicht ganz ausgeschlossen, aber eigentlich bringe ihr das nichts. Umgehend züchtigte sich sie mit einer Ohrfeige für diese Regelverletzung. «Du sollst in Zahlen antworten, nicht in Worten. Oder hätte ich Dich zur Strafe jetzt streicheln sollen?» Eine süsse Wut stieg in ihr auf, ihr Gesicht lief sogar etwas rot an. Doch für emotionale Regungen blieb jetzt keine Zeit – die Befragung wurde von meinem Team in unverminderter Kadenz weitergeführt. Erstaunlicherweise besass sie soviel Disziplin, bis am Ende durchzuhalten.

Als die Liste durch war, schien Marlène sogar etwas erleichtert. Der Druck auf sie durfte jedoch unter keinen Umständen weichen. «Nun werden wir zum Psychogramm schreiten; die Anwesenden hier, mit mir an vorderster Front, haben die Absicht, den tieferen Grund für Dein zuweilen misslauniges, stacheliges Verhalten zu erfahren.» Jetzt zeigte sich das erste Mal, wie Marlène sich unwohl zu fühlen begann. «Elrik, meine Blase ist voll!» klagte sie.

Natürlich verdächtigte ich sie der reinen Schutzbehauptung. Bestimmt wollte sie nur verhindern, weitere Fragen beantworten zu müssen und dachte wohl, sie könne auf diese Weise die Dynamik der Session brechen.

«Kein Problem», kommentierte ich, holte einen metallenen Wasserkessel und stellte ihn zwischen ihre Beine. «Dann wollen wir doch alle mal Zeugen davon werden, wie voll sie wirklich ist.»

Es blieb ihr nichts anderes übrig. Sie bemühte sich wirklich, ein paar Tropfen herauszupressen. Dass in den Gesichtern der Jury derweil unschwer zu erkennen war, dass man sie für überführt hielt, machte die Situation für sie nicht einfacher. Dennoch – ihr Manöver war ein Warnzeichen für mich. Ich trat ganz dicht an sie heran und begann, sie zu küssen. Ihr Atem und ihre Körperspannung zeigten mir sofort, wie sehr sie sich danach gesehnt hatte – ungeachtet des kühlen Beginns. Sie erwiderte mein Werben um sie mit viel Leidenschaft, mehr als noch beim ersten Kuss vor ein paar Tagen. Und siehe da: Auf einmal löste sich das Wasser und plätscherte in den Kübel unter ihr.

«Du machst das wunderbar.» lobte ich sie. «Du kannst das geilste, verdorbenste und kostbarste Wesen in meinem Leben werden, wenn Du es nur willst. Und ich bin sicher, dass Du es willst.» Sie schüttelte den Kopf, um zu verneinen. Doch dann nickte sie, fast unmerklich. «Frauen beherrschen das gleichzeitige Aussprechen von Zustimmung und Ablehnung besonders gut.» mokierte ich mich und ergänzte: «Auch ein Jein kann eindeutig sein. Lasst uns die Show beginnen!»

Ich befreite Marlène von der Fixierung an den Türen, um dieser anstrengenden Haltung für sie ein Ende zu setzen. «Steh weiter nach vorne, so dass Dich die Jurorinnen und Juroren besser sehen können. Dann streck Deine Unterarme und Hände nach vorne aus, Handfläche nach oben!» Daraufhin legte ich eine Rose auf ihre Hände. «Dieses Gewächs zeigt Dir meine Zuneigung. Und es hat Ähnlichkeit mit Dir. Zwar ist es hübsch anzusehen, verfügt aber über Dornen, die alles unnötig verkomplizieren.»

Als ich auf die wesentlichsten Regeln für das nun Folgende zu sprechen kam, schaute Marlène mir tief in Augen und folgte meine Ausführungen sehr aufmerksam. «Wir werden nun vier Pflicht- und eine Kür-Akrobatik-Übungen vorführen. Die Handlungen, die ich an Dir vornehmen werden, werden zu einer Benotung führen, welche sich wiefolgt zusammensetzt: Die drei Damen zu Deiner Linken werden die Härte der Behandlung beurteilen; als erfahrene Frauen können sie Geschlechtsgenossinnen bestimmt gut einschätzen.» Ich hob meine rechte Augenbraue, um nochmals auf Marlènes Zweifel – oder Provokation – zu verweisen. «Du kannst Deine Beurteilung selbstverständlich äussern, doch massgebend sind einzig und alleine die Expertinnen.» 

Ich räusperte mich und fuhr fort: «Die drei Herren zu Deiner Rechten hingegen sind für die Ästhetik zuständig. Sie werden Dir eine Haltungsnote geben. Je höher der Gesamtschnitt der Noten pro Durchgang, desto besser für Dich. Für jede Note unter dem Maximalwert 10.0 wirst Du das hier je 1x zu spüren bekommen: Eine breite Tawse mit schönen, starken Lederriemen.»

Marlène kannte das Instrument – sie schien nicht so sehr davon beeindruckt, allerdings sah ich sie in Gedanken kalkulieren. Wie viele Hiebe würden sie maximal wohl erwarten? «Nun, was ist für Dich wohl besser? Einfache Pflicht mit tiefem Schwierigkeitsgrad oder eher das Gegenteil?» Meine diebische Freude versetzte mich in einen Glücksrausch und in eine Aufregung wie auf der Achterbahn, kurz, bevor es das erste Mal nach unten geht.

Die erste Übung begann, angekündigt durch den ersten Gongschlag. Mit meiner flachen Hand begann ich, ihren Po zu bearbeiten. Bewusst blieb ich vergleichsweise milde, lediglich eine gewisse Rötung sollte sich einstellen. Marlène balancierte die Rose, sie blieb auf ihrer Hand liegen. Die Schwierigkeitsnote 3 und die Haltungsnote 9 ergab einen Durchschnitt von 6. «Vier Hiebe» fasste ich zusammen und notierte das Ergebnis auf dem Flipchart. Marlène widersprach nicht.

Nach dem zweiten Gong folgte die Behandlung mit dem Paddle. Marlènes Arsch und dann ihr Brustkorb gaben beide unter meiner Kraft bedrohlich nach. Im Verlaufe der Prozedur musste sie schliesslich einen Ausfallschritt nach vorne machen, wobei es ihr jedoch gelang, die Rose nicht zu verlieren. Schwierigkeit auf Stufe 6, Haltungsnote 4. «Fünf Hiebe dazu» notierte ich. Auch dieses Verdikt nahm sie ohne Protest an, was mich nun doch etwas störte. War die Beurteilung denn zu milde oder sie zu stolz?

Die dritte Übung: Das Kerzenwachs. Ihrem Augenausdruck zu folgen fürchtete sie sich jetzt ein wenig, als ich die eine Kerze aus ihrer Halterung entnahm. «Na, war Dein Mund doch etwas grösser als das, was Du wirklich erträgst? Schon jetzt, bei den Pflichtübungen?» provozierte ich sie, indem ich die Kerze unter ihrer Nase hin- und her schwenkte. Marlène ignorierte meine Aussage zuerst, doch dann, in einem Anfall von Trotz, spottete sie: «So ein bisschen Wachs konnte mich noch nie aus dem Gleichgewicht bringen.»

«Oh, in diesem Fall werden wir die Übungsanlage etwas verändern!». Ich stellte die Kerze wieder in die Halterung. «Johann, darf ich Dich bitten?» Das Jurymitglied ganz auf der rechten Seite stand auf und kam zu mir. Es handelte sich um einen älteren, deutlich von einem offenbar intensiven Leben gezeichneten Mann mit weissem Kaiser Wilhelm-Bart, dicker Hornbrille und abgenutzter Lederkappe auf dem Kopf. Auf seinen Unterarmen war eine Vielzahl stark ausgebleichter Tätowierungen zu sehen; an seinen knorrigen Händen trug er diverse Ringe mit Totenköpfen und Schlangen drauf. «Johann ist ein alter Lüstling. Er erhält hiermit die Erlaubnis, Dich anzufassen, wo er möchte – während dem die Kerze ihren heissen Segen über Dich ergiesst.»

Marlène war sofort anzusehen, wie sie sich vor diesem verlebten Mann ekelte. Johann hingegen zeigte seine ganze Vorfreude, indem er sie angrinste und damit auch noch sein schlechtes Gebiss offenbarte. Ob er mehr tun würde als nur streicheln? Er stapfte hinter meine Sklavin, um ihren Rücken, vom Nacken hinab zu streicheln. «Fremdbenutzung» hatte sie in der Befragung mit einer 2 bewertet, also nicht vollständig abgelehnt. Ich wäre jede eine Wette eingegangen, dass sie sich in diesem Moment dafür hasste. 

Johann blieb anständig, ergötzte sich mit tastenden Bewegungen an dieser makellosen, weiblichen Gestalt von Kopf bis Fuss. Unterdessen verzierten meine Wachstropfen Marlènes Busen und Knospen; eine Tätigkeit, die ihr immer wieder wunderbare Zischlaute entlockten. Fast wie ein Dampfkochtopf musste sie irgendwie den übergrossen, inneren Druck entweichen lassen.

Als Johann ihre Hinterseite ausgiebig gewürdigt hatte und seine Streicheleinheiten nach vorne, in ihr Sichtfeld verlegte, beträufelte ich ihre Unterarme mit Wachs. Sie zuckte und zitterte, bewegte ihr Becken, aber die Rose blieb auf ihren Handflächen. Zunächst. Denn jetzt sah Marlène, dass Johann tatsächlich seinen Schwanz aus der Hose genommen hatte und ihn wichste, während dem er mit seinen Fingern an ihren mit Wachs übersäten Brüsten entlangfuhr, ihre Haut dabei intensiv aus der Nähe musterte und schliesslich bei den Brustwarzen irgendwie hängen blieb. Jetzt verliess sie die Konzentration – Marlène senkte die Arme und verlor die Rose, um sich angewidert etwas zurückzubeugen. Kurz darauf ejakulierte der alte Mann mit einem tiefen Grunzen.

«Danke, Johann!» lobte ich ihn und wies ihn zurück an seinen Platz. Die Note für die Schwierigkeit betrug eine 3, die Haltungsnote eine 1. Jetzt endlich protestierte Marlène: «Die Schwierigkeit kann nie und nimmer nur eine drei sein!!!» Mitleidig lächelte ich sie an. «Du hast Dir die Verschärfung doch selbst eingebrockt, mit Deiner Bemerkung. Du erinnerst Dich?» Der Filzstift quietschte auf dem Flipchart-Papier. «Wir notieren: 8 Hiebe.»

Marlène war sichtbar beleidigt, aber mitten im Spiel angekommen. Eigentlich, so mutmasste ich, kämpfte sie mehr mit sich selbst, als mit dem, was sich um sie herum gerade ereignete.

«Für die vierte Übung benötige ich eine weitere Unterstützung der Jury. Suzana, darf ich bitten?» Suzana, eine herbe, ungeschminkte Schönheit mit burschikosem Auftritt in Combat Boots trat zu uns heran. Sie legte Marlène die Rose wieder auf die ausgestreckten Handflächen und nahm die bereitliegende Spreizstange, um Marlènes Knöchel daran festzumachen. Als sie damit fertig war, blieb sie auf ihren Beinen hinter Marlène sitzen und wartete auf meine weiteren Befehle.

Ich liess den Gong erschallen und fragte: «Du sagtest, Du seist 100% hetero, richtig, Marlène?» Sie nickte. «Dann schauen wir doch mal!» Marlène erschrak, doch ehe sie etwas einwenden konnte, spürte sie, wie Suzana sie an den Pobacken fasste, diese spreizte und am hinteren ihrer Eingänge zu lecken begann. Damit hatte sie definitiv nicht gerechnet und wollte sich dieser Attacke zuerst durch Winden entziehen – bis sie das Risiko, die Rose zu verlieren, wieder realisierte. Mit viel Virtuosität und Hingabe bearbeitete Suzana die Gespielin wider willen. Als hätte ich es gewusst, sah ich auf einmal die Feuchtigkeit glitzern, die auf einmal Marlènes Lustzentrum entwich. Auch Suzana sah den Lohn ihrer Arbeit. Sie liess ab vom Po, ging nun vor Marlène in die Hocke und begann, ihre Zunge auf deren Kitzler tanzen zu lassen. Mit der einen Hand stimulierte sie sich selbst zwischen den Beinen, mit der anderen Marlènes kleine Süsse. «Ein wirklich überzeugendes Leckprogramm!» freute ich mich. Nur wenig später wurde Marlènes Körper von einem heftigen Orgasmus erfasst – den wohl ersten, den ihr eine Frau besorgt hatte. Sie musste sich vornüber auf Suzanas Schultern abstützen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren; die Rose segelte unweigerlich zu Boden.

Suzana löste die Spreizstange, schob sie zur Seite und erhob sich. Dabei richtete sie auch Marlène wieder auf. Zum Abschied küsste sie sie auf den Mund, welche völlig irritiert, aber irgendwie auch verärgert dastand. Weil sie es genossen hatte? Oder weil sie die Rose verloren hatte? Die Beurteilung holte sie wieder ins Hier und Jetzt: Schwierigkeit 5, Haltungsnote 1. Der Filz in meiner Hand schrieb eine freudig geschwungene 7.

«Nun öffnen wir die Tür zur Kür, Marlène.» Sie bekam von mir eine stählerne Halsfessel umgelegt, an dessen Ring ich einen Bindfaden knotete. Diesen befestigte ich anschliessend an einem Haken an der Decke über ihr.

«Wenn der Faden reisst, verdoppelt sich das Verdikt aus der Jury-Benotung. Und da es die Kür ist, bezieht sich diese so kalkulierte Anzahl nicht mehr auf die Tawse, sondern auf diesen Rohrstock hier!» Es war ein ausserordentlich schönes Stück handwerklicher Kunst, welches ich ihr nun unter die Augen hielt. «Damit Du Dir der Konsequenzen eines schlechten Abschneidens stets bewusst bist, und als Zeichen meines Vertrauens Dir gegenüber, balancierst Du nun diesen teuren Rockstock anstelle der Rose auf Deiner Hand.»

Der Gong erschallte. Dann zeigte ich ihr eine Vogelfeder.

«Das ist fies!!!» schrie Marlène, die sofort realisierte, was ich vorhatte. Rücksichtslos strich ich mit der Feder über ihr Gesicht, unter ihrer Nase durch. Ihr Hals und ihre Achseln folgten als meine nächsten Destinationen. Instinktiv schloss sie die Augen und versuchte, sich möglichst nicht darauf zu konzentrieren. Sämtliche ihrer Muskeln waren angespannt, als würden so die Empfindungen, die ich ihr zufügte, verhindert. Sie schaffte es zu meinem Erstaunen tatsächlich, den Rohrstock zu halten, auch als ich ihre intimsten Stellen damit berührte.

Doch dann kam die Kür der Kür: Das Zimtöl. Ich nahm ein wenig davon und rieb es auf ihren Kitzler.

Wenige Sekunden später heulte Marlène auf. Es brannte. Und wie! Ihr Körper produzierte laufend Schweissausbrüche. Sie wollte sich befreien. Der Faden riss. Nur der Rohrstock, den konnte sie noch halten. «Elrik, bitte…» flehte sie «ich tue alles was Du willst, aber ich brauche Erlösung.» Genau da wollte ich sie haben. «Aber ja doch, Liebes, gleich!», besänftigte ich sie in väterlichem Ton. «Zuerst ist die Jury aber noch dran!»

Die Benotung war gnädig: Eine 9 für die Schwierigkeit und immerhin eine 5 für die Haltung, trotz gerissenem Faden. «Macht drei, verdoppelt wegen dem Reissen des Fadens, also sechs Hiebe mit dem Rohrstock, zusätzlich zu den 24 mit der Tawse.»

Marlène war fast ungeduldig und gewillt, alles auszuhalten und hoffte wohl, dass mit der verteilten Schmerzempfindung auch das Brennen zwischen den Beinen an Schärfe verlieren würde, als eine Art Akupunktur. 

«Die Jury ist entlassen und darf das Schauspiel nun geniessen.» verkündigte ich, bevor ich die Tawse in die Hand nahm. Alle sechs Personen erhoben sich von ihren Stühlen, stellten sich vor die Tische, öffneten ihre Hosen und begannen sich mit ihren intimen Stellen zu beschäftigen. «Es handelt sich hier übrigens um drei Voyeurinnen und drei Voyeure, die es erregend fanden, für einmal nicht nur einfach zuzuschauen, sondern mitzubestimmen!» klärte ich Marlène auf, welche ungläubig die Jury musterte: Sechs Leute unterschiedlichen Alters, welche vor ihr, mit ihr als Wichsvorlage, zu onanieren begannen. Dieser Abend nahm laufend neue Wendungen, und mit keiner davon konnte sie gerechnet haben. 

«Von Dir als Controllerin erwarte ich, dass Du mitzählst!» Die Tawse klatschte laut zog ihre Spuren über ihren ganzen Körper. Marlène war tapfer. Nein, sie war nicht nur das. Sie wurde von einer unglaublicher Lust, von einer Gier ergriffen. Die süssen Schmerzen, das Wissen, dass sie nicht nur mir, sondern der gesamten, stöhnenden Jury durch dieses Martyrium Lust bereitete und sie im Mittelpunkt von alledem stand: Es liess sie sich selbst an ihren Brüsten und ihrer Pussy berühren und führte schliesslich, nach dem 24. und finalen Hieb, dazu, dass sie erneut von einer heftigen Ekstase durchgeschüttelt wurde und auf den Boden sank. Ich applaudierte, kniete vor dieses wunderschön von mir gezeichnete Geschöpf und küsste sie.

Zärtlich streichelte ich ihre Wangen und flüsterte in ihr Ohr: «Komm mit!» Mit grossen Augen fragte sie mich «Wohin?» Ich zog sie hoch und führte sie an der mit sich selbst beschäftigten Jury vorbei durch den langen Raum bis an dessen anderes Ende. Zuhinterst links war eine Türe, die den Blick zu einem abgetrennten Zimmer freigab. Darin befand sich ein Queensize-Bett mit Daunendecken, welches weiss bezogen und mit roten Rosenblättern übersät war. Ein Parkettboden, ein Kübel mit Sekt auf einem Nachttisch und in der einen Ecke hatte es sogar eine kleine Duschkabine mit frisch duftenden Frotté-Tüchern. Alles sah aus wie ein perfektes, romantisches Hotelzimmer. Wir traten ein und ich schloss die Türe hinter uns ab.

Marlène war begeistert – und wieder sprachlos. «Du kannst auch in Zahlen sprechen, wenn Dir die Worte fehlen» scherzte ich. «Komm, wir machen und frisch. Und dann will ich…» Jetzt fuhr sie mir über den Mund: «Meinen Mund? Meine Pussy? Meine Brüste? Oder etwa meinen Arsch?» fragte sie, verführerisch ihre Augen nach oben verdrehend. «Genau. In dieser Reihenfolge!» Sie lachte, umarmte und küsste mich.

Es war eine wunderbare Nacht, in deren Verlauf ich sie nochmals an eine Grenze brachte: Mit Kuschelsex.

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