Der Kettenmann

von Oliver G. Wolff


Am Ufer des Flusses läuft er entlang. Wieder, wie jedes Jahr zu dieser Zeit, zu später Stunde. Er, eine dunkle Gestalt, mit Hut und einem Umhang, wahrscheinlich ein Regenmantel, aber eigentlich richtig erkennen kann man es nicht. Erscheinen tut er nur im Herbst, wenn der Nebel aus dem noch vom Sommer gewärmten Wasser aufsteigt und seine Silhouette im Lichtspiel der alten Strassenlaterne seltsame Formen annimmt. Melissa ist wieder mal zu Besuch im Haus ihrer inzwischen alt gewordenen Eltern, diesmal sogar ausnahmsweise über Nacht, und sieht ihn von ihrer zum Gästezimmer umfunktionierten Kinderstube aus. Sie weiss um ihn seit sie ein Kind war.

Oft hatte sie sich vor ihm gefürchtet, mehr noch als vor einem Geist. Denn im Unterschied zu einem Gespenst ist seine Geräuschkulisse sehr eigenartig. Als würde der Mann (war es wirklich ein Mann?) eine Kette tragen, eine schwere, eiserne, die im Gehen immer wieder an seine Oberschenkel schlägt. 

Ihre Eltern hatten immer rasch abgewiegelt, wenn Melissa mal nicht schlafen konnte, weil sie das merkwürdige Klirren zu später Stunde vernahm und sich vor lauter Angst nicht aus dem Bett wagte. Wenn es kein Hirngespinst sei, so trösteten sie ihre Eltern, dann sei es halt jemand aus der nahegelegenen, alten Sägerei. Das Werk war jedoch in der Nacht nie in Betrieb und menschenleer. Doch obwohl sie die Lügen ihrer Eltern durchschaute, klammerte sie sich an ihnen, um einschlafen zu können. Der Kettenmann kam im Herbst auch dann noch, als Melissa schon Teenager war, und die Firma längst eingegangen. Sie hinterfragte schon lange nicht mehr und hatte akzeptiert, dass es diesen Kettenmann einfach gab und sie nie eine vernünftige Erklärung für ihn bekommen würde. Doch das Geräusch der Ketten koinzidierte häufig mit dem heimlichen Masturbieren zu später Stunde, wurde akustischer Bestandteil davon. Mehr noch: Es hatte sogar einen unerwarteten Effekt auf sie. Sie verspürte ein Gruseln, so wohlig, dass es auf seltsame Weise erotisierend wirkte.

Ihre Gedanken drehen in ihrem Kopf. Soll sie jetzt endlich, nach so langer Zeit, hinausgehen, um das alte Geheimnis zu lüften? Sie ist nicht sicher, will situativ entscheiden, sich langsam herantasten. Eigentlich lächerlich, sagt sie sich, vor so etwas Angst zu haben. Nie hat sie von einem Verbrechen gehört, hier in diesem ländlichen, eher spärlich bewohnten Aussenbezirk. Nur ab und zu, so erinnert sie sich, waren von weitem her dumpfe Schreie zu vernehmen. Doch diese Geräusche tat sie entweder als Tierlaute oder irgendwelchen Ehestreit ab. Also, so schliesst sie ihre Überlegungen, kann es sich bei diesem Phänomen auch nicht um etwas Gefährliches handeln.

Sie verlässt das Haus, in dem die Eltern, die durch die Gnade des altersbedingt abnehmenden Hörvermögens ohnehin kaum je durch etwas aufgeschreckt werden, bereits tief schlafen.

Melissa legt den direktesten Weg zum Ufer, der über eine feuchte Wiese führt, trotzdem fast schleichend zurück. Der Duft des modernden Holzes an der Böschung und ein kalter Luftzug erzeugen eine Stimmung wie auf einem verlassenen Friedhof. Es fröstelt sie. 

Kurz bleibt sie stehen, um zu lauschen. Tatsächlich, der Kettenmann ist noch immer in Hörweite. Sie kann sogar seine Umrisse von weitem erkennen, vielleicht 30 Meter vor ihr, auf dem Uferweg. Was zum Teufel, so denkt sie sich, tue ich hier eigentlich? 

Leise murmelnd spricht sie sich Mut zu. Sie will Klarheit – 30 Jahre der Furcht sind genug. Beherzt nimmt sie die nächsten Schritte in Angriff, um dem Kettenmann zu folgen, unter der Brücke hindurch. Dahinter wird es dunkel. Ihre Augen sind noch etwas geblendet von der Helligkeit der Strassenlaterne, und so verliert sie seine Spur. 

Wo ist er bloss hin?

Sie verlangsamt ihren Schritt, damit sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnen und sie vielleicht seine Spur wieder aufnehmen kann. Als die Konturen des Weges vor ihr wieder erkennbar werden, läuft sie weiter, weiter dem Fluss entlang. Ihr Ziel ist die Sägerei, die etwas verfallenen Gebäude, obwohl sie sich der Absurdität, den Mann dort zu suchen, bewusst ist. Aber trotzdem will sie nicht aufgeben. Nur wenige Minuten später steht sie am lottrigen Zaun des stillgelegten Betriebs, an welchem ein rostiges Schild noch immer eindrücklich warnt: «Unerlaubtes Betreten des Grundstücks streng verboten!»

Melissa zwängt sich durch einen Loch im Zaun und tritt auf das Gelände. Der Umriss der Gebäude ist gut erkennbar, trotz des spärlichen Streulichts in dieser sternklaren Nacht. Sie spürt ein Schauern in ihr aufkommen, welche sie auf die gleiche, unerklärliche Weise erregt wie das Kettengeräusch in ihrer Jugend. Fast schämt sie sich dafür, doch zum Glück ist niemand hier, der Zeugnis darüber ablegen könnte.

«Guten Abend, Melissa! Ich habe dich erwartet», tönt eine Bass-Stimme in ihrem Rücken. Starr vor Schreck bleibt sie stehen. Nicht einmal ihren Kopf mag sie bewegen, so sehr ist sie gefangen in ihrer Furcht. «Du brauchst dich nicht umzudrehen, du weisst um mich, seit du ein Kind bist. Deine Eltern kenne ich gut. Sie waren oft an meinen Herbstveranstaltungen.» Langsam findet sie die Kraft, hinter sich zu schauen. Es ist keine Überraschung – es ist tatsächlich der Kettenmann, der zu ihr spricht. Ein Hüne im Alter ihrer Eltern, wenn nicht noch älter. Seltsamer Hut, ein Mantel, knorrige Hände, furchendurchzogenes Gesicht, soweit das in der Dunkelheit erkennbar ist. Ein Schmiss auf seiner linken Wange, mutmasslich von einer Keilerei, krönt die schauerliche Erscheinung. 

Melissa zittert und versucht verzweifelt, sich aus dem eben Gesagten und ihren Kindheitserinnerungen einen Sinn zusammen zu zimmern, doch irgendwie will es ihr nicht gelingen. Sie nimmt ihren gesamten Mut zusammen und fragt: «Was sind das für Veranstaltungen, von denen du sprichst, Kettenmann? Darf ich dich überhaupt so nennen?» Er lacht. «So nennen mich alle hier im Dorf. Meine Kette ist die Aufforderung, zu erscheinen, hier, in der alten Sägerei. Du bist ihm gefolgt, wie die anderen, die sich schon eingefunden haben. Du weisst wohl noch nicht, welches Geheimnis in dieser Gemeinschaft schlummert. Niemand hat dich aufgeklärt, nicht mal, als du volljährig geworden bist. Keiner dieser Feiglinge.» Der Kettenmann spuckt verächtlich auf den Boden. «Es gibt einen Grund, warum die Leute alle hier in dieser Ortschaft wohnen. Niemand ist zufällig hier. Es ist an der Zeit, dass du diesen Grund erfährst, und ich bin gewillt, ihn dir zu zeigen. Komm mit!»

In Melissas Kopf wirbelt es wie in einem Herbststurm. Ihr Herzklopfen, so fürchtet sie, kann man bestimmt aus vielen Metern Distanz noch hören. Kalter Schweiss bricht in Wellen durch die Poren ihrer Haut. Mit jedem Satz, den der Kettenmann von sich gibt, fühlt sie sich verwirrter. Sie zwickt sich in ihren Oberarm, um sicher zu gehen, dass sie das alles nicht träumt, wobei sie sich nicht einmal entscheiden könnte, ob es wirklich ein Albtraum ist: sie fühlt sich vom Kettenmann, so dämonenhaft er auch aussehen mag, irgendwie magnetisch angezogen. Als wäre sie in einem Horrorfilm, dessen Ende sie nicht verpassen will.

Der alte Mann geht voran, Melissa folgt ihm, hinein in das alte Gebäude, aus dem nur ein sehr fahles Licht schimmert. Die Wasserzufuhr aus dem Fluss für den Antrieb der Gerätschaften ist schon längst trockengelegt, die Inneneinrichtung mit den grossen Sägeblättern mit einer dicken Staubschicht überdeckt. Alles sieht aus in einem Dornröschenschlaf, jedoch ohne Hoffnung auf ein Erwachen.

Der Weg führt zwischen den Gerätschaften der grossen Halle hindurch und an am Ende hinein in das Verwaltungsgebäude. Vor der Treppe in das obere Stockwerk bleibt der Kettenmann stehen und schaut Melissa eindringlich an. Er hat helle Augen wie ein Husky, bemerkt sie. «Bist du bereit?» Melissa nickt, weniger aus Überzeugung denn aus Neugier und der Einsicht, jetzt nicht mehr fliehen zu können. Sie folgt der Handbewegung des alten Mannes, hinauf an den Ort, von wo Lounge-Musik erklingt.

Als sie deren Quelle, das Dachgeschoss, erreicht, erwartet sie dort eine kleine Bar. Ein Tresen, mittig, direkt unter dem Giebel des Daches, vor ihm gemütliche Sessel und Tischchen; einige davon besetzt mit Leuten, die sie als solche aus der Nachbarschaft erkennt und die sie mit einem «na-also, du auch»-Blick empfangen. Wie viele sind es? Zehn? Fünfzehn?

Ein Teil der Frauen ist in Strassenbekleidung dort, andere hingegen in ausgesprochen erotischem Outfit. Lederkorsagen, Spitzen-BHs, Unterbrust-Korsagen, teilweise sind die Brüste vollständig nackt. Männer im Anzug oder in Lederkluft. Und dann der Mann hinter der Theke, der grade Gläser mit einem Handtuch trocknet und dabei intensiv mit einem Gast diskutiert. Sie erkennt ihn sofort: Ihre Jugendliebe, bevor sie mit 19 wegzog. Jason.

Melissa ist sprachlos und muss sich einen Moment am Geländer festhalten. Ihr Auftritt hier ist ihr unangenehm, insbesondere die Aufmerksamkeit, die sie auf sich zieht. Eine barbusige Frau erhebt sich, nähert sich ihr und fasst sie an ihrer Hand. «Melissa, so schön, dich zu sehen, nach so langer Zeit. Komm, ich führe dich in den Nebenraum, wo du dich angemessen kleiden kannst.» Jetzt erst erkennt sie, wer diese Frau ist: Jolanda, die einstmals burschikose Tochter des Dorfmetzgers, von welcher alle immer behaupteten, sie stehe nur auf Frauen. Jetzt aber, so aufgemacht, nur mit Lederrock und hohen Stiefeln wirkt sie auf Melissa eher wie ein männerfressendes Vamp. «Ich helfe dir!», flüstert sie in Melissas Ohr und zerrt sie in einen Nebenraum, eine Art Garderobe mit etwa 25 Spinden. Melissa beginnt langsam zu verstehen. Hinter der Bar muss weitaus mehr sein als Luft – die Leute sind definitiv nicht nur zum Plaudern hier. Da die Musik nur gedämpft in den Nebenraum fliesst, vernimmt sie auf einmal auch Stöhnen und Schreie aus dem hinteren Bereich.

Noch ehe sie irgendetwas sagen kann, umarmt Jolanda Melissa und drückt ihr einen Kuss auf den Mund. «Du bist so hübsch geworden, weisst du das?» Melissa weiss gar nicht, wie ihr geschieht. Sie wurde, ohne zu fragen, von einer Frau einfach so geküsst! Und das von Jolanda, der Aussenseiterin von damals, die zwar gut in der Schule war, aber unter den Mädchen des Dorfes verhasst. 

Auch wenn es ihr irgendwie gefällt, erwähnt Melissa zur Sicherheit: «Ich bin nicht so… wie du, falls du das denkst.» Aber Jolanda lacht nur. «Keine Bange! Das gehört zum guten Umgang hier. Regel des Hauses!» 

Melissa atmet aus und sucht nach Formulierungen für die richtigen Fragen, stammelt aber am Ende nur: «Was… was spielt sich hier eigentlich ab?»

«Dieses Dorf, unser Dorf… es war schon immer Treffpunkt derjenigen Leute, die eine aussergewöhnliche Erotik pflegen. Schon zu Zeiten unserer Eltern», erklärt Jolanda mit einem feurigen Gesichtsausdruck. «Der Kettenmann hat das alles hier gegründet. Das Dorf war lange Zeit fast wie ausgestorben, als er die alte Sägerei übernahm. Doch das war nur eine Tarnung. Er errichtete den Club hier oben und installierte ihn als sicheren Ort für die etwas andersartigen Leute… wenn du weisst, was ich meine. Über die Jahre zogen immer mehr Leute hierher, alle mit dem Wunsch, hier, unter Gleichgesinnten, ausleben zu können, was sie in ihrem Herzen trugen – abseits der Gefahr gesellschaftlicher Ächtung in anderen Dörfer oder Städten. Auch meine Eltern. Und deine, Melissa.»

Melissa fühlt einen leichten Schwindel, doch das freundliche Gesicht von Jolanda gibt ihr neuen Mut. «So genau wollte ich eigentlich nicht wissen, was meine Eltern getrieben haben. Ich glaube, niemand will das. Aber nun gut. Was geschieht nun?» Jolanda öffnet ihren Spind und zeigt ihr die Sammlung von erotischen Kleidern und Schuhen. «Mit etwas Glück passt dir davon was – im schlimmsten Fall gehen einfach ein paar halterlose Strümpfe», sagt sie mit frechem Blick. Zuerst widerwillig, dann aber mit zunehmendem Interesse mustert Melissa die Garderobe und probiert Teile davon an. Sie hat Glück; ein Minirock, ein Oberteil, Strümpfe und sogar ein paar Pumps passen. «Den Slip musst du leider weglassen, Regel des Hauses», flüstert ihr Jolanda mit einem Zwinkern zu. Einen Moment lang ist Melissa nicht sicher, ob das ein weiterer Annäherungsversuch von Jolanda ist, oder tatsächlich eine Regel. Wie auch immer, sie fügt sich und legt den Slip zur Seite.

Zufrieden, aber mit einem Puls, der ihre Halsschlagader zu sprengen droht, betrachtet sie sich im Spiegel, mit Jolanda hinter ihr, breit grinsend. Daraufhin nimmt Jolanda sie erneut an der Hand und führt sie durch die Türe, die in den grossen Raum hinter der Bar führt. 

Dort eingetreten, bleibt Melissa wie angewurzelt stehen, ihre Augen weit aufgerissen. Die hohe Dachschräge zur linken ist gesäumt von vier Prangern nebeneinander, dahinter stehen zwei Liegen. Am Pranger, der ihr am nächsten ist, ist eine Frau befestigt; am darauf folgenden ein Mann eingespannt. Beide werden vom gleichen Herrn, der – gekleidet in Cowboy-Stiefeln, verrissenen Jeans und weissem Hemd – ganz gut in die hölzerne Umgebung passt und seine Opfer mit einer Kantschu-Peitsche abwechselnd bearbeitet. Der Sklave hat sichtlich eine Erektion dabei, sein Schwanz pendelt mit jedem Hieb und verliert an der Eichel sogar einige Tropfen Flüssigkeit. Die Sub hingegen stöhnt nur laut und freut sich offensichtlich über jeden weiteren Hieb, den sie förmlich herbeizusehnen scheint. 

Gebannt schaut Melissa zu, bis sich ihr Augenmerk auf die andere Seite richtet. Dort befinden sich vier Strafböcke und ebenfalls zwei schmale Liegen dahinter. Auf der am weitesten entfernten beobachtet sie, wie eine Frau, nur noch mit halb runtergerutschten Strümpfen bekleidet, gerade von einem Mann heftig gefickt wird. Geradeaus, am Ende des Raumes, stehen zwei Andreaskreuze nebeneinander. Flankiert werden die zwei Seiten von halbhohen Sideboards, gefüllt mit allen möglichen Utensilien, Fesseln, Manschetten, Peitschen, Latex-Masken. Auf den Möbeln befinden sich Teelichter, welche die alten, lose an Kabeln von der Decke baumelnden Glühbirnen in der Beleuchtung unterstützen.

Jolanda ist sichtlich erfreut über Melissas grenzenloses Staunen. Als hätte sie sie an einen geheimen Ort geführt, voll von Wundern.

«Komm mit!» fordert sie sie auf und zieht sie den ganzen Weg hinunter, vorbei an den Peitschenopfer linkerhand und der intensiven Fickerei zur Rechten bis ans Ende, zu den beiden Andreaskreuzen. «Bald bin ich dran, mein Dom wird gleich kommen. Du darfst dabei zusehen. Dafür muss ich dich aber an das Andreaskreuz befestigen.» Melissa schaut misstrauisch, aber Jolanda ergänzt sofort mit einem Achselzucken und hochgezogenen Augenbrauen: «Regel des Hauses.» 

Melissa zögert, was Jolandas Spott provoziert: «Ist dein Mut hier schon zu Ende? Wirklich!?» Sie, die in der Schule die Aussenseiterin war, ist jetzt plötzlich die Insiderin. Und Melissa, mitten drin im Geschehen, fühlt sich ihn ihrem Stolz sofort angekratzt. «Melissa, es wird dir nichts passieren, was du nicht möchtest. Du schaust uns nur zu!» Das Leuchten, das sich in ihren Augen zeigt, lässt Melissa etwas neidisch werden. «Jason hat es eh nur auf mich abgesehen.» 

Als Melissa den Namen ihres damaligen Freundes vernimmt, sind ihre Zweifel wie weggeblasen. Er? Jason? Zwar ist es doch schon lange her, seit sie zusammen waren, denkt sie sich. Aber irgendwie kann sie nicht anders. Etwas tief in ihr drin fühlt sich herausgefordert: Der Wunsch, es ihrer damaligen Mitschülerin zu zeigen, er wächst von Sekunden zu Sekunde. Jason! Nein, das kann nicht sein, denkt sie, dass er Jolandas Dom ist. Und wenn er es ist, dann will sie das ändern. Heute.

Sie willigt schliesslich ein und lässt sich am Kreuz befestigen. Als Jolanda damit aber fertig ist, fährt sie Melissa mit ihren Händen von den Pumps her an den Innenschenkeln entlang sanft und langsam hoch, streichelt sie. «Jolanda… das… es war nicht vereinbart, dass…» stammelt sie, doch ehe sie in der Lage ist, den Satz fertig zu formulieren, spürt sie Jolandas Zunge an ihrer Klit.

Melissa ist innerlich zerrissen. Einerseits ist sie empört, weil sie den Eindruck hat, dass sie von dieser frauenliebenden Jolanda in eine tückische Falle gelockt wurde; andererseits geniesst sie, gänzlich unerwartet, das in ihr aufkommende Gefühl. Am Ende siegt die Lust: Sie schliesst die Augen und lässt sich fallen, in dieser völlig unwirkliche Situation, von der sie vor einer Stunde sich nicht nur ansatzweise hätte vorstellen können, hineinzugeraten. 

Plötzlich knallt die Holztür zu, und eine Männerstimme schreit quer durch den Raum: «Jolanda, du verdorbene Nutte! Stell dich sofort an dein Kreuz!» Es ist Jason. Melissa erschrickt und zittert am ganzen Leib, doch die Adressatin der Tirade, Jolanda, scheint beinahe unbeeindruckt. Sie lässt von Melissa ab, steht auf und stellt sich wie ein Häftling an das zweite Kreuz. 

Jason tritt an die beiden Frauen heran, würdigt aber Melissa keines Blickes. Zuerst reisst er Jolanda den Rock runter – auch sie ist ohne Slip – und dann öffnet er  ihre Stiefel, zieht sie aus und wirft sie in die Ecke. Anschliessend fesselt er sie ans Kreuz. Zum Erstaunen Melissas fügt sich Jolanda nicht einfach ihrem Schicksal – sie geniesst die Prozedur sogar mit einem sanften Lächeln und einem neckischen Seitenblick zu ihr. Also wollte sie sagen: «Das ist Meiner, und ich bin stolz, dass ich sein Opfer bin –  und nicht du.» 

Als Jolanda fixiert ist, behändigt Jason einen Flogger und bearbeitet seine Sub ohne Vorwarnung, aber nicht minder gekonnt. Melissa beobachtet alles gebannt. Die Erotik, die Stimmung und das Seufzen von Jolanda, welches bald in jubilierendes Jauchzen übergeht, erregen sie. Liegt es daran, dass es Jason tut? Oder ist es das, was er Jolanda antut? Sie weiss es nicht genau… doch sehnt sie sich zu ihrem eigenen Erschrecken auf einmal danach, dass Jason auch sie mal so behandeln würde. Verzweifelt versucht sie, seinen Blick zu fangen. Er aber hat nach wie vor nur Augen für Jolanda. 

Auf einmal öffnet sich die Holztür wieder und schlägt mit einem lauten Knall an die Wand. Der Kettenmann, gekleidet im Gewand eines Zimmermeisters, erscheint. Schwarze Samtkleidung, weite Schlaghose, dieser merkwürdige Hut mit breiter Krempe und ein Reisebündel. Jason unterbricht seine Behandlung sofort, alle schauen gebannt zu ihm wie zu einem übermächtigen Herrscher. Alle? Es sind nur Jolanda, Jason, der Kettenmann und sie noch da; die anderen sind bereits verschwunden, ohne, dass Melissa in ihrer Ablenkung etwas davon mitbekommen hätte.

Was hat der Kettenmann bloss vor? 

Langsam stapft er auf Melissa zu, ein freches Grinsen in seinem Gesicht. Das Scheppern, welches aus seinem Bündel dringt, lässt nur einen Schluss über dessen Inhalt zu: Eine Kette. Seine Kette. 

Auf einmal beginnt Jolanda vor Freude zu kreischen und richtet sich an Melissa: «Das ist ein Höhepunkt, Melissa. Dein erster Höhepunkt! Der Kettenmann, er hat «das Recht des ersten Hiebes» bei jedem Neuankömmling. Regel des Hauses, wie das «jus primae noctis» der Gerichtsherren im 13. Jahrhundert», freut sie sich. Doch Melissa ist fassungslos, unfähig, auch nur einen klaren Gedanken zu fassen.

Plötzlich fühlt sie sich im Mittelpunkt eines Geschehens, welches sie eigentlich schon längst nicht mehr kontrollieren kann. Selbst Jolanda und Jason mutieren zu Zuschauern. 

Der Kettenmann tritt ganz nah an Melissa heran, nimmt seine Kette und legt sie um ihren Hals. Dann beginnt er, die Knöpfe ihres geliehenen Oberteils zu öffnen. Einen nach dem anderen trennt er auf, bis sich ihre Oberweite in voller Pracht vor ihm präsentiert. «Jedes Weib hat meine Behandlung hier genossen, so wirst es auch du, Melissa», dröhnt seine Stimme mit diesem Bass, so kräftig, dass sie ihn in ihrem Brustkorb vibrieren spürt.  Aufgeregt ist sie, mit einem Puls, die jedes Elektrokardiogramm sprengen würde. Auf unerklärliche Weise gefällt es ihr, ausgeliefert zu sein, diesem alten, erfahrenen Mann. Und sie will Jolanda zeigen, dass sie mutig ist. Noch viel mehr, so dämmert es ihr, will sie es eigentlich Jason zeigen. Jason, das Wort rotiert in ihrem Kopf wie bei einem Teenager, der sich gerade das erste Mal verliebt hat.

Sie spürt, wie die Kette inzwischen den ganzen Hals umfasst. Das eine Ende der Kette wird zwischen Kreuz und Rücken hinuntergezogen, das andere zwischen ihren entblössten Brüsten hinunter zu ihrer Scham. Exakt dort werden die Metallglieder mit einem Karabinerhaken verbunden. Eng. Durch das spreizen der Schamlippen stellt der alte Meister sicher, dass das kalte Metall genau auf der Klitoris und tief im feuchten, innersten Fleisch ihrer Öffnung zu liegen kommt. Melissa entfährt ein Seufzen. Sie geht auf in diesem Moment, blendet Scham und eigenen Willen aus. Nur ein einziger Wunsch beseelt sie: Zu dienen.

Der Kettenmann greift nach einem Flogger und beginnt, Melissas Körper damit zu streicheln. Das zunächst Wohlige, Sanfte gefällt ihr, steigert sich in der Folge jedoch langsam zu fiesem Zwicken an tausend Stellen. Gekonnt führt er auf diese Weise Melissa in einen milden, aber deutlich zu spürenden Rauschzustand, ein Gefühl, das sie so noch nie erlebt hat. Eigentlich sind es leichte Schmerzen, die sie verspürt, aber die Sehnsucht nach mehr ist stärker, ein innerer Trieb, die Grenzen zu finden. 

Auf einmal bricht er ab, holt eine Hundeleine und befestigt sie auf Höhe ihres Bauchnabels an der Kette. Den Flogger tauscht er auch gegen ein anders Instrument und scherzt: «Zur Leine gehört eine Hundepeitsche, nicht wahr?» Dann zerrt er mit der linken Hand an der Leine und beginnt, ihre Brüste mit der Peitsche in der rechten Hand zu schlagen. Der Zug auf die Kette und damit ihre Pussy, und das gleichzeitige Hochpeitschen entlocken Melissa ein immer lauteres Stöhnen, bis sie schliesslich zu schreien beginnt. Es sind Schreie der Lust, der Erregung. Er intensiviert die Behandlung noch etwas, bleibt dann aber auf dem hohen Niveau und hält den Rhythmus, bis es endlich soweit ist: Melissa kommt, mit einem lauten, gepressten «Oh mein Gott!!!» Ihre Muskeln versagen ihren Dienst, sie sackt, nur noch gehalten von den Fesselungen, am Andreaskreuz ein. 

Sichtlich zufrieden mit dem Resultat gibt der Kettenmann das Handzeichen, dass Jolanda Melissa vom Kreuz befreien soll. Sie folgt der Anweisung sofort, tut dies hingebungsvoll, liebkost den geschundenen Körper dabei, hilft ihr wieder auf die Beine und stellt sich neben sie.

Jason, der sich während dieser ersten Züchtigung seiner Jugendliebe im Hintergrund gehalten hatte, gesellt sich nun zum Kettenmann. Dieser wirft Jason einen bestimmten Blick zu. Ein Signal. Sofort wendet Jason an Jolanda: «Du kennst deine Aufgabe!»

Jolanda führt Melissa nun zu einer der Liegen und beginnt, sie vollständig zu entblössen. Intuitiv legt sich Melissa mit dem Rücken auf das schmale Bett und winkelt ihre Beine dabei so an, dass ihr Gesäss möglichst nahe am Rand ist. Sie ist heiss, innerlich aufgezogen und jenseits eines Zustandes, in welchem Verstand oder Logik eine Rolle spielen könnten. Sie lebt im Moment und will ihn auskosten, alles, was er hergibt. 

Sofort kniet Jolanda vor die Liege und beginnt, mit Fingern und Mund Melissa zu verwöhnen. Diesmal geniesst Melissa den virtuosen Umgang mit ihrer Lust von Beginn weg. Gleichzeitig erkennt sie die Erregung über das weibliche Spiel in den Augen der beiden Männer. Der Kettenmann behändigt eine kurze Singletail-Peitsche und beginnt kurz darauf, auf Jolandas Po einzudreschen. «Du dreckige Schlampe!», ruft Jason von der Seite, wie ein römischer Kaiser, der ein Gladiatorenkampf geniesst. Schmatzlaute, das Zischen und Knallen der Peitsche sowie das Jammern verdichten sich zu einem Sound, der die Gier von Melissa in ungeahnte Höhen treibt.

Jason entledigt sich seiner Hose und reibt nun an seinem Schwanz, erregt durch die Situation seiner Sub, die gerade Melissa verwöhnt und gleichzeitig heftig ausgepeitscht wird. Er wartet auf den Moment, in welchem der Kettenmann eine Pause einlegt und sich auf ein Sideboard setzt. Dann geht Jason hinter Jolanda in die Hocke, zieht die geschundenen Pobacken auseinander und dringt, mit nur wenig Spucke, in ihren Arsch ein.  Er fickt sie hart, als wäre sie nur ein billiges Miststück,  welches keinerlei menschliche Würde hätte. Nur kurz darauf kommt Jolanda heftig. Unfähig, ihre Zuckungen zu kontrollieren, lässt sie ab von Melissa. 

Doch der Kettenmann springt für sie ein, indem er sich an die Seite Melissas begibt und, als wäre es der natürlichste Handgriff, sofort Mittel- und Zeigfinger in ihre Pussy einführt. Als er den G-Punkt findet und ihn massiert, dauert es nur Sekunden, bis Melissa ebenfalls heftig explodiert: Ihre ganze Flüssigkeit spritzt unkontrolliert hinaus in Richtung Jolanda, welche noch immer von Jason anal gefickt wird. Doch auch das dauert nicht mehr lange. Der Anblick des Squirtens gibt ihm den Rest. Er entlädt sich tief im Anus seiner Gespielin, mit einem tief zufriedenen Gesichtsausdruck der Erlösung.

Auf einmal ist es ruhig im Raum.

Niemand ist in der Lage, etwas zu sagen – nur der Kettenmann applaudiert, packt dann seine Kette ein, nimmt den Beutel und schreitet langsam zur Tür hinaus. Jolanda, noch halb benommen, rappelt sich langsam auf, trocknet sich notdürftig mit Papiertüchern und bewegt sich wankenden Schrittes ebenfalls zum Ausgang. Nur Jason bleibt noch da. Und Melissa.

Das ist ihr Moment. «Jason…» fängt sie an. «Jason… wenn ich gewusst hätte!» Doch er fährt ihr mit dem Finger über den Mund und sagt «Pssst. Ich weiss. Du konntest es nicht wissen. Du unartiges Mädchen bist fort, weggelaufen, geflüchtet aus unserem Dorf. Sind es 10 Jahre? 12? Doch jetzt, wo du hier bist, nach diesen vielen Jahren, eröffnen sich gänzlich neue Perspektiven, für Dich, Jolanda und mich. Eine völlig neue Dimension.» 

Melissa fühlt sich wie verliebt. Wie sehr sie sich wünscht, von ihm gezüchtigt zu werden, und fortan Teil seines Spiels zu werden. «Jason, denkst du nicht, dass unartige Mädchen bestraft werden sollten?» Er schmunzelt und nickt. «Regel des Hauses!» Dann beugt er sich über ihr Gesicht und küsst sie.

The Chain-Man (automatically translated by DeepL)

He walks along the banks of the river. Again, as every year at this time, at this late hour. He, a dark figure, with a hat and a cape, probably a raincoat, but actually you can’t really recognize it. He only appears in autumn, when the fog rises from the water, still warmed by summer, and his silhouette takes on strange shapes in the play of light of the old street lamp. Melissa is once again visiting the house of her now old parents, this time even overnight, and sees him from her child’s room, which has been converted into a guest room. She knows about him since she was a child.

Often she had been afraid of him, even more than of a ghost. For unlike a ghost, his soundscape is very strange. As if the man (was it really a man?) would wear a chain, a heavy, iron one, which keeps hitting his thighs while walking. 

Her parents had always been quick to appease her when Melissa couldn’t sleep, because she heard the strange clanging at a late hour and didn’t dare to get out of bed because of fear. If it wasn’t a fantasy, her parents consoled her, it was someone from the nearby old sawmill. But the sawmill was never in operation at night and was deserted. But although she saw through her parents‘ lies, she clung on to them in order to fall asleep. The chain man came in the fall, even when Melissa was already a teenager, and the company had long since closed. She hadn’t questioned for a long time and had accepted that this chain man simply existed and that she would never get a reasonable explanation for him. But the sound of the chains often coincided with secret late night masturbation, became an acoustic part of it. Even more: it had an unexpected effect on her. She felt a creep, so pleasant that it had a strangely erotic effect.

Her thoughts turn in her head. Should she finally, after such a long time, go out now to reveal the old secret? She’s not sure, she wants to make a decision based on the situation, to approach it slowly. Ridiculous, she tells to herself, that she’s afraid of something like this. She has never heard of a crime, here in this rural, rather sparsely populated suburb. Only once in a while, she remembers, muffled cries from afar could be heard. But she dismissed these noises either as animal noises or some kind of marital row. So, she concludes, this phenomenon cannot be something dangerous neither.

She leaves the house, where her parents, who are hardly ever startled by anything due to the grace of age-related declining hearing anyway, are already fast asleep.

Melissa nevertheless takes the most direct route to the shore, which leads across a damp meadow, almost creepingly. The smell of rotting wood on the embankment and a cold breeze create an atmosphere like in a deserted cemetery. It chills her.

She stops for a moment to listen. Indeed, the chain man is still within earshot. She can even make out his outline from a distance, perhaps 30 metres in front of her, on the path along the riverbank. What the hell, she thinks, am I doing here? 

Quietly muttering, she encourages herself. She wants clarity – 30 years of fear is enough. She courageously takes the next steps to follow the chain man, under the bridge. Behind it, it is getting dark. Her eyes are still a little dazzled by the brightness of the streetlight, and so she loses his trail. 

Where could he have gone?

She slows down her stride so that her eyes get used to the darkness and she might be able to pick up his trail again. When the contours of the path before her become visible again, she runs on, further along the river. Her destination is the sawmill, the somewhat dilapidated buildings, although she is aware of the absurdity of looking for the man there. But still she does not want to give up. Only a few minutes later, she is standing at the ragged fence of the disused factory, where a rusty sign still impressively warns: „Unauthorized trespassing strictly prohibited!”

Melissa squeezes through a hole in the fence and steps onto the property. The outline of the buildings is clearly visible, despite the sparse scattered light on this starlit night. She senses a shiver coming up inside her, which excites her in the same inexplicable way as the chain noise in her youth. She is almost ashamed of it, but fortunately there is no one here who could bear witness to it.

„Good evening, Melissa! I’ve been expecting you,“ sounds a bass voice in her back. Staring in shock, she stops. Not even her head moves, she is so much trapped in her fear. „You don’t need to turn around, you’ve known about me since you were a child. I know your parents well. They were often at my fall events.“ Slowly she finds the strength to look behind her. It’s no surprise – it’s actually the chain man speaking to her. A giant at her parents‘ age, if not older. Strange hat, a coat, gnarled hands, furrowed face, as far as you can see in the darkness. A bruise on his left cheek, presumably from a bout, completes the gruesome appearance. 

Melissa trembles and desperately tries to make sense of what she just said and her childhood memories, but somehow she fails. She takes all her courage and asks: „What are these events you are talking about, chain man? Can I even call you that?“ He laughs. „That’s how everyone in the village calls me. My chain is the invitation to appear, here, in the old sawmill. You followed it, like the others who have already arrived. I guess you don’t yet know what secret lies well hidden in this community. No one has enlightened you, not even when you came of age. None of these cowards.“ The chain man spits contemptuously on the floor. „There is a reason why all the people in this village live here. No one is here by chance. It is time you knew that reason, and I am willing to show it to you. Come along.“

Melissa’s head is spinning like an autumn storm. Her heartbeat, she fears, can probably still be heard from many meters away. Cold sweat breaks through the pores of her skin, in multiple waves. With every sentence the chain man utters, she feels more and more confused. She pinches her upper arm to make sure she’s not dreaming, although she couldn’t even decide if it’s really a nightmare: she feels somehow magically attracted to the chain man, as demonic as he may look. It’s like she’s in a horror movie whose end she doesn’t want to miss.

The old man leads the way, Melissa follows him, into the old building, from which only a very pale light shimmers. The water supply from the river for driving the equipment has long since been drained, the interior with the large saw blades covered with a thick layer of dust. Everything looks like a “Sleeping Beauty”-sleep, but without hope of awakening.

The path leads between the tools of the big hall and at the end into the administration building. In front of the stairs to the upper floor the chain man stops and looks at Melissa urgently. He has light eyes like a husky, she notices. „Are you ready?“ Melissa nods, less out of conviction than out of curiosity and the realization that she can’t escape now anyway. She follows the old man’s hand movement, up to the place from where some lounge music sounds come from.

When she reaches the source of the sound, the top floor, she sees a small cocktail bar. A counter, in the middle, right under the gable of the roof, in front of it comfortable armchairs and small tables; some of them occupied by people she recognizes as such from the neighborhood and who welcome her with a „finally, you too“-look. How many are there? Ten? Fifteen?

Some of the women are there in street clothes, while others are dressed in very erotic outfits. Leather corsages, lace bras, under-breast corsages, some breasts of women are completely naked. Men in suits or leather uniforms. And then the man behind the counter, who is drying glasses with a towel and discussing intensively with a guest. She recognizes him immediately: It’s her childhood sweetheart, before she left home at 19: Jason.

Melissa is speechless and has to hold on to the railing for a moment. Her appearance here is unpleasant for her, especially the attention she attracts. A topless woman rises, approaches her and grabs her by the hand. „Melissa, so good to see you after so long. Come, let me show you to the next room where you can dress appropriately.“ Only now does she realize who this woman is: Jolanda, the once tomboyish daughter of the village butcher, who everyone always said was only attracted to women. But now, all dressed up like that, with only a leather skirt and high boots, she looks more like a man-eating vamp to Melissa. „I’ll help you,“ she whispers into Melissa’s ear and drags her into an adjoining room, a kind of wardrobe with about 25 lockers. Melissa is beginning to understand. There must be a lot more than air behind the bar – the people are definitely not just here to chat. Since the music only flows muffled into the next room, she suddenly also hears moans and screams from the back area.

Before she can say anything, Jolanda hugs Melissa and gives her a kiss on the mouth. „You’ve gotten so pretty, you know that?“ Melissa has no idea what’s happening to her. She was kissed by a woman just like that without asking! And it’s Jolanda who did it, the outsider from that time, who was good in school but hated by virtually all other girls in the village. 

Melissa, for safety’s sake, even though she kind of likes it, says, „I’m not like you… if that’s what you’re thinking.“ But Jolanda just laughs. „Don’t worry. It’s all part of the good life here. Rules of the house!“ 

Melissa exhales and tries to find the right words to ask the right questions, but in the end she just stammers, „What… what is going on here?“

„This village, our village… it has always been a meeting place for people who cultivate an extraordinary eroticism. Even in our parents‘ time,“ Jolanda explains with a fiery expression. „The chain man founded all this. The village was almost extinct for a long time when he took over the old sawmill. But that was just a cover. He built the club up here and installed it as a safe place for the somewhat different people … Over the years, more and more folks moved here, all with the desire to live out what they had in their hearts here, among like-minded people – away from the danger of social ostracism in other villages or towns. Even my parents. And yours, Melissa.“ 

Melissa feels a slight dizziness, but the friendly face of Jolanda gives her new courage. „I didn’t really want to know exactly what my parents were up to. I don’t think anybody wants that. But now well. What happens now?“ Jolanda opens her locker and shows her the collection of erotic dresses and shoes. „With a bit of luck, some of them will fit you – in the worst case, a pair of stockings will just go,“ she says with a cheeky look. At first reluctantly, but then with increasing interest Melissa inspects the wardrobe and tries on parts of it. She’s lucky; a miniskirt, a top, stockings and even a pair of pumps fit. „Unfortunately, you have to leave out the panties, rule of the house,“ Jolanda whispers to her with a wink. For a moment, Melissa isn’t sure if this is another of Jolanda’s approaches or actually a rule. Either way, she blends in and puts her panties aside.

Happy, but with a pulse that threatens to burst her carotid artery, she looks at herself in the mirror, with Jolanda behind her, grinning broadly. Jolanda then takes her by the hand again and leads her through the door leading to the large room behind the bar. 

Once there, Melissa stops as if rooted to the floor, her eyes wide open. The high-pitched roof to the left is lined with four pillory next to each other, behind them two couches. A woman is attached to the pillory closest to her; a man is clamped to the next pillory. Both are held by the same gentleman, who – dressed in cowboy boots, torn jeans and a white shirt – fits quite well into the wooden surroundings and alternately treats his victims with a Kanchu whip. The slave obviously has an erection with him, his cock swings with every stroke and even loses a few drops of liquid on his glans. The sub on the other hand just moans loudly and is obviously happy about every further blow she seems to be longing for.

Melissa watches spellbound until her attention is directed to the other side. There are four punishment blocks and also two narrow couches behind them. On the farthest one she watches a woman, dressed only with half slipped down stockings, being fucked violently by a man. Straight ahead, at the end of the room, two St. Andrew’s crosses stand next to each other. The two sides are flanked by half-height sideboards, filled with all kinds of utensils, shackles, cuffs, whips, latex masks. On the furniture there are tea lights, which support the old light bulbs dangling loosely from the ceiling on cables.

Jolanda is visibly delighted with Melissa’s boundless amazement. As if she had led her to a secret place, full of miracles.

„Come with me!“ she asks her and pulls her all the way down, past the whip victims on the left and the intense fucking on the right to the end, to the two St. Andrew’s crosses. „Soon it’s my turn, my dom will be here soon. You may watch. But for that I have to fasten you to the St. Andrew’s cross.“ Melissa looks suspiciously, but Jolanda immediately adds with a shrug of the shoulders and raised eyebrows: „Rule of the house.“ 

Melissa hesitates, provoking Jolanda’s mockery: „Has your courage ended here? Really!?“ She, who was the outsider in school, is now suddenly the inside woman. And Melissa, right in the middle of the action, feels that her pride has been scratched. „Melissa, nothing’s gonna happen to you that you don’t want to. You just watch us!“ The glint in her eyes makes Melissa a little jealous. „Jason’s only interested in me, anyway.“ 

When Melissa hears the name of her boyfriend at the time, her doubts are blown away. Him? Jason? Although it’s been a long time since they’ve been together, she thinks to herself. But she can’t help herself. Something deep inside her feels challenged: The desire to keep up with her classmate, it grows from second to second. Jason! No, it can’t be, she thinks he’s Jolanda’s Dom. And if he is, she wants to change that. Today.

She finally agrees and lets herself be attached to the cross. But when Jolanda is done with it, she gently and slowly caresses Melissa with her hands from the pumps along her inner thighs, strokes her. „Jolanda… that… it was not agreed that…“ she stammers, but before she is able to finish the sentence, she feels Jolanda’s tongue on her clit.

Melissa is torn up inside. On the one hand, she is outraged because she has the impression that she has been lured into a treacherous trap by this lesbian Jolanda; on the other hand, she enjoys, completely unexpectedly, the feeling that arises in her. In the end, lust triumphs: she closes her eyes and lets herself fall into this completely unreal situation, which she could have imagined an hour ago. 

Suddenly the wooden door slams shut and a man’s voice screams across the room: „Jolanda, you dirty whore! Get up on your cross right now!“ It’s Jason. Melissa is frightened and trembling all over, but the addressee of the tirade, Jolanda, seems almost unimpressed. She lets go of Melissa, stands up and stands like a prisoner with her back against the second cross. 

Jason approaches the two women, but does not pay any attention to Melissa. First he pulls down Jolanda’s skirt – she too is without panties – and then he opens her boots, takes them off and throws them into the corner. Then he ties her to the cross. To Melissa’s astonishment, Jolanda doesn’t just submit to her fate – she even enjoys the procedure with a gentle smile and a playful side glance at her. So as she wanted to tell, „He is mine, and I am proud to be his victim and not you.“ 

When Jolanda is fixed, Jason handles a flogger and starts to treat his sub with it, without prior warning, but no less skillfully. Melissa watches everything spellbound. The eroticism, the mood and the sighing of Jolanda, which soon turns into jubilant shouting, excites her. Is it because it’s Jason wo does it? Or is it because of what he is doing to Jolanda? She doesn’t know for sure… but to her own horror, she suddenly longs for Jason to treat her that way too. She desperately tries to catch his gaze. But he still only has eyes for Jolanda.

Suddenly the wooden door opens again and bangs against the wall with a loud bang. The chain man, dressed in the robe of a carpenter, appears. Black velvet clothes, wide bell-bottoms, that strange hat with a wide brim and a travel bundle. Jason interrupts his treatment immediately, everyone looks at him spellbound as if he were an overpowering ruler. Everyone? There is only Jolanda, Jason, the chain man and she still there; the others have already disappeared without Melissa noticing anything in her distraction.

What is the chain man up to? 

Slowly he trudges towards Melissa, a cheeky grin on his face. The clattering that comes out of his bundle allows only one conclusion about its contents: a chain. His chain. 

Suddenly Jolanda starts screaming with joy and addresses Melissa: „This is a climax, Melissa. Your first climax! The chain man, he has „the right of the first blow“ with every new arrival. Rule of the house, like the „jus primae noctis“ of 13th century judges,“ she rejoices. But Melissa is stunned, unable to grasp even one clear thought.

Suddenly she feels herself in the middle of an event which she has not been able to control for a long time. Even Jolanda and Jason mutate into spectators. 

The chain man comes very close to Melissa, takes his chain and puts it around her neck. Then he begins to undo the buttons of her borrowed top. One by one he undoes them until her bust presents itself in full splendour in front of him. „Every woman has enjoyed my treatment here, so will you, Melissa,“ his voice booms with this bass, so powerful that she feels it vibrating in her chest.  She is excited, with a pulse that would blow any electrocardiogram. In an inexplicable way, she likes being at the mercy of this old, experienced man. And she wants to show Jolanda that she is brave. Even more, it dawns on her, she actually wants to show Jason. Jason, the word rotates in her head like a teenager who has just fallen in love for the first time.

She feels how the chain now covers the whole neck. One end of the chain is pulled down between her cross and back, the other between her exposed breasts down to her private parts. Exactly at this spot, the metal links are connected with a snap hook. Tight. By spreading the labia, the old master makes sure that the cold metal is placed exactly on the clitoris and deep inside the wet, innermost flesh of her opening. Melissa lets out a sigh. She opens in this moment, hiding her embarrassment and her own will. Only one single wish populates her mind: To serve.

The chain man grabs a flogger and begins to caress Melissa’s body with it. She likes the initially pleasant, gentle touch, but then slowly increases to a nasty pinch in a thousand places. In this way he skillfully leads Melissa into a mild, but clearly perceptible state of intoxication, a feeling she has never experienced before. Actually, it is slight pain she feels, but the longing for more is stronger, an inner drive to find the limits. 

Suddenly he breaks off, fetches a dog leash and attaches it to the chain at the height of her navel. He also exchanges the flogger for another instrument and jokes: „A dog whip belongs to the leash, doesn’t it?“ Then he pulls the leash with his left hand and starts to beat her breasts with the whip in her right hand. The pull on the chain and thus her pussy, and the simultaneous whipping elicit Melissa to moan louder and louder until she finally begins to scream. They are screams of lust, of excitement. He intensifies the treatment a bit more, but then remains on the high level and keeps the rhythm until the time has finally come: Melissa climaxes, with a loud, pressed „Oh my God!!“. Her muscles fail in their work, she sinks, only held by the bondage, into the St. Andrew’s cross.

Visibly satisfied with the result, the chain man gives the hand signal that Jolanda should free Melissa from the cross. She immediately follows the instruction, does it devotedly, caresses the tortured body, helps her back on her feet and stands next to her.

Jason, who had kept himself in the background during this first chastisement of his childhood love, now joins the chain man. The chain man gives Jason a certain look. A signal. Jason immediately turns to Jolanda: „You know your job!“

Jolanda now leads Melissa to one of the couches and begins to strip her completely bare. Intuitively Melissa lies with her back on the narrow bed and bends her legs so that her buttocks are as close to the edge as possible. She is hot, tucked up inside and beyond a state in which reason or logic could play a role. She lives in the moment and wants to savour it, everything of it.

Immediately Jolanda kneels in front of the couch and begins to pamper Melissa with fingers and mouth. This time Melissa enjoys the virtuoso handling of her lust from the very beginning. At the same time she recognizes the excitement about the female play in the eyes of the two men. The chain man handles a short single-tail whip and shortly afterwards starts to thrash Jolanda’s bottom. „You dirty bitch!“ Jason cries from the side, like a Roman emperor enjoying a gladiator fight. Smacking noises, the hissing and cracking of the whip and the moaning condense into a sound that drives Melissa’s greed to undreamed-of heights.

Jason gets rid of his pants and now rubs his cock, aroused by the situation of his sub, who just continues pampering Melissa and at the same time gets whipped violently. He is waiting for the moment when the chain man takes a break and sits down on a sideboard. Then Jason crouches down behind Jolanda, pulls the maltreated buttocks apart and penetrates her ass with only a little spit. He fucks her hard as if she was just a cheap hooker with no human dignity. A few moments later, Jolanda climaxes hard. Unable to control her twitches, she lets go of Melissa. 

But the chain man stands in for her by taking Melissa’s side and, as if it were the most natural thing to do, immediately inserts middle and index fingers into her pussy. When he finds the G-spot and massages it, it takes only seconds until Melissa also explodes violently: All her fluid spurts out uncontrollably towards Jolanda, who is still being anally fucked by Jason. But even that doesn’t take much longer. The sight of the squirting gives him the rest. He cums deep in the anus of his playmate, with a deeply satisfied expression of redemption.

Suddenly the room is quiet.

No one is able to say anything – only the chain man applauds, then packs his chain, takes the bag and slowly steps out the door. Jolanda, still half dazed, slowly pulls herself up, dries herself with paper towels and moves with wavering steps towards the exit. Only Jason remains there. And Melissa.

This is her moment. „Jason…“ she starts. „Jason…if I had known.“ But he puts his finger over her mouth and says „Shh. I know. You couldn’t have known. You naughty girl, little run-away, you fled our village. Has it been 10 years? 12? But now that you are here, after all these years, a whole new perspective is opening up, for you, Jolanda and me. A whole new dimension.“ 

Melissa feels like she’s in love. How much she wants to be chastised by him and be part of his game from now on. „Jason, don’t you think naughty run-away girls should be punished?“ He smiles and nods. „Rule of the house!“ Then he leans over her face and kisses her.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s