Nächtlicher Heimweg

von Oliver G. Wolff


«Eva» seufze ich vor mich hin, tief zufrieden. Kleine Kieselsteine zwischen Schuh und Kopfsteinpflaster knistern unter dem Druck meines Körpergewichtes, als ich durch die spärlich beleuchteten Gassen der novemberkalten Stadt gehe. Fassadensteine, so abweisend wie die Wände des kleinen Kellerraumes, dem ich gerade entstiegen bin. Ich schaue hoch und betrachte die Fenster der Wohnungen der oberen Stockwerke der grossen städtischen Häuser, aus welchen warmes Licht auf mich hinunterströmt. Die Erlebnisse der vergangenen Stunden sind präsent, in meinem Sinn. Dunkle Momente im Kerzenlicht, in welchen Kerzen in Varianten Verwendung fanden, welche den hier wohnhaften Menschen wohl ein Leben lang verborgen bleiben werden. 

«Du verdammter Sadist!» hatte sie mich gescholten, mit der süssesten Empörung in ihrer Mimik, seit Gott Eva geschaffen hatte. Schliesslich, und das betonte ich ihr gegenüber auch, sei Eva zur Prävention allfällig aufkommender Langeweile des Herrn geschaffen worden, wobei er allerdings bei der Definition des Tageskontingents an auszusprechenden Wörtern etwas übertrieben habe. Überdies, so fügte ich nonchalant hinzu, sei sie aus krummer Rippe geschaffen worden, ihre durch die Fesseln gebeugte Haltung entspreche somit der vom Schöpfer für sie vorgesehenen. Zwischen meiner Erklärung und ihrem nächsten Sinnesrausch blieb nicht mehr genügend Zeit, sich weiter zu echauffieren. Wenigstens nicht im klassischen Sinne.

Die Gasse, welche ich entlang spaziere, mündet in eine Verkehrsachse der Stadt, welche aber zu dieser späten Uhrzeit nicht mehr so stark frequentiert ist.

Eva hatte ich heute intensiv frequentiert, in zwei von drei Vertiefungen, die sie mir angeboten hatte. Und sie bot sich an, in einer Weise, wie ich es an ihr noch nie zuvor erlebt hatte. Dabei hatte der Abend so schüchtern begonnen. Es war der erste Besuch in diesem speziellen Raum gewesen, und Eva hatte sich, nach der Besichtigung meiner Wirkungsstätte, zuerst mit einem Prosecco etwas Mut antrinken müssen. Die Methoden der Folter waren ihr wohl aus den erotischen Schundromanen eines bestimmten Herrn Wolff bekannt – doch sie zu sehen, verbunden mit nicht nur der Aussicht darauf, sondern der Gewissheit der Anwendung an ihrem Körper, das war doch eine gänzlich andere Dimension. Gerte und Peitsche hatte sie schon spüren gelernt – aber das hier sprengte ihren bisherigen Ereignishorizont.

Wir setzten uns auf die Barhocker, wo sie ihre Beine spreizte. Der leicht verrutschte Saum des einen haltelosen Strumpfes lugte hervor. Ihr Herz pochte wie wild. «Denkst Du nicht, dass der Wunsch nach diesen Praktiken etwas abartig ist?» fragte sie mich unsicher, als wäre ausgerechnet ich die moralische Instanz, die das zu beurteilen hätte. Ich, der Sadist, welch Ironie! Mit dem Ausdruck eines Lehrmeisters schaute ich tief in ihre stahlblauen Augen. «Streng mathematisch ist ein Mensch im Gleichgewicht, wenn er gleich viele Prügel wie Kuscheleinheiten bekommt. Und da ich bisher so ausserordentlich nett zu Dir war, ist jetzt Prügel angesagt.» Wir brachen gleichzeitig in schallendes Gelächter aus, welches erst durch unsere intensiven Küsse erstickte. Sie schmeckten nach Kirsche.

Ein junges, sich in den Armen liegendes und kicherndes Pärchen, eng umschlungen kommt mir entgegen. Immerhin, denke ich, trägt sie Wildlederstiefel, und sieht gar nicht mal unattraktiv aus. Aus den roten Wangen ihres Partners hingegen lese ich regelmässigen Milchkonsum, vermutlich, weil Mutti es ihm empfohlen hat. Ob er seine Freundin fliegen lassen kann? Wäre sie eine gute Sub? Ob sie weiss, was wirklich guten Sex ausmacht? Ich zweifle an allem davon. Als ihr Parfüm mich beim Vorbeigehen streift, löst es etwas in mir aus. Für eine Sekunde sehe ich vor meinem geistigen Auge, wie ich sie dem jungen Mann entreisse, mit ihr zurückrenne in den Raum, wo ich eben mit Eva war. Wie ich ihr die Kleider und ihre billigen Stiefel vom Lieb zerre und mich dort, schalldicht und eingesperrt, an ihr vergehe, um ihr zu zeigen, was es heisst, wirklich begehrt zu werden. Doch bevor ich weiter in meine innere Finsternis abtauche, zügle ich meine Gedanken. Ich kann nicht jede Frau dieser Welt vor sexueller Einöde bewahren, auch wenn mein Innerstes danach strebt.

Eva ist eine der vielen Frauen, die auch im Alter von Vierzig noch nie erfahren hatte, welche Dimensionen die Erotik umfassen kann. Sie hatte wenig Erfahrung, wahrscheinlich auch nicht so viele Männer in ihrem Leben gehabt, bevor sie heiratete und sich der Misere des 10-Minuten-Sex nach dem Tatort am Sonntagabend hingab, ahnungslos, was Hingabe wirklich bedeuten konnte. Doch dafür muss man die Türen zu denjenigen Räumen aufstossen, die den meisten Menschen verborgen bleiben.

An der nächsten Haltestelle warte ich auf die Strassenbahn, welche mich zum Bahnhof bringen soll. Mein Blick wandert über die Silhouette der Altstadt auf der anderen Seite des Flusses, der den Ortskern meiner Heimat in zwei Hälften trennt. Von all den Menschen, die hier wohnen – wie viele davon wären wohl entsetzt, wenn ich ihnen, versammelt vor mir auf der Hauptbühne des Stadttheaters, von meinen Praktiken erzählen würde. Davon, was ich zu tun pflege, im Rausch befreiender Lust, Frauen zu quälen und ihre Lust daran zu erkennen. Wie oft die Frauen am Folgetag nicht mehr richtig sitzen können und stolz darauf sind, Erregung und Befriedung empfinden. Und wie sie nicht aus erlittenem Schmerz, sondern vielmehr wegen dem unaufhaltsamen Verblassen der Markierungen an ihrem Körper in Tränen ausbrechen?

Die Strassenbahn kommt und ich steige ein. Mit Neugier mustere ich die in diesem Schlangenwesen auf Rädern verteilten Passagiere, vielleicht fünfzehn an der Zahl. Es handelt sich vorwiegend um junge Menschen.

Zuhinterst blödelt eine Gruppe von zwei Mädels und zwei Typen herum. Ich wundere mich über die Mode, die heute jede junge Frau so beliebig, so austauschbar macht. Auch die beiden kleinen Schlampen dort haben keine Ahnung, denke ich, von dem, was hinter den Kulissen der langweiligen Normalität lauert. Allesamt müsste man sie in eine Ausbildung schicken. Warum unterrichtet sie niemand im Fachgebiet der Lust? Warum nicht?

Die eine der Frauen, ich schätze sie etwa 22 Jahre alt, mustere ich besonders aufmerksam und beginne, in Gedanken mit ihr zu spielen. Sie hat eine weisse Bomberjacke mit Fellkragen, verrissene Jeans und weisse Adidas Superstars. Nichts an ihr ist aussergewöhnlich, denke ich, aber ich könnte sie zu etwas Aussergewöhnlichem machen. Aussergewöhnliches mit ihr machen.

Das Szenario beginnt im Nu sich in meinem Kopf zu verdichten. Sie muss sich sämtlicher Kleider entledigen, bis auf die weissen Socken, die ich ihr gnädigerweise lasse. Zuerst verschämt, aber zunehmend selbstbewusst steht sie im Gang, ihre Handgelenkte sind innert Sekunden an den Haltestangen über den Sitzreihen befestigt. Die anderen Passagiere, ja sogar die anderen ihrer Clique schauen gebannt, beinahe fasziniert zu. Sie beobachten diese nackte, junge Frau, und sind gleichzeitig gefangen im inneren Zwist zwischen der Frage, ob Zivilcourage ein Einschreiten erfordert, oder ob alles schlicht einem natürlichen Ablauf folgt.

Sie wehrt sich nicht. Im Gegenteil, sie fordert mich mit ihrer Körperhaltung heraus und geniesst die Situation. Ich bin nicht überrascht: Alle Frauen sind im Grunde verdorben. Sicher hatte sie, dieses Flittchen, schon viele Vergewaltigungsfantasien, hatte sich dabei gerieben, wie unzählige andere Frauen auch. Und keine sprach darüber.

Aus meiner Tasche hole ich den Flogger mit gebürstetem Stahlgriff und fiesen kleinen Lederriemen und beginne, ihren Körper mit meinen Zeichnungen zu verzieren. Sie windet sich um meine Hiebe herum, unsere Bewegungen passen aufeinander wie im Ballett des Theaters, wo sich die Bewohner der ganze Stadt eingefunden haben. Die Empörten, die Neugierigen, die Frustrierten und die Wissenden: Alle können sie jetzt sehen, was ich tue, hier, in der hell erleuchteten Tram, meiner Bühne. Es ist mein Auftritt hier, meine Instruktion, mein Aufruf an die Menschheit, sich den Fesseln der Biederkeit zu entsagen und sich den Fesseln der Lust hinzuwenden. Schaut her! Ich sende meine Botschaft dank der permanent fortwährenden Fahrt in alle Quartiere. Meine Novizin stöhnt, geniesst, geht auf im Hormoncocktail, getriggert aus dieser Mischung aus Public Disgrace und ihrem Mut, den sie gefunden hat, zu erleiden, wonach es ihr dürstete. Ihre Vulva schwillt an; erste milchige Tropfen zeigen sich an den Enden ihrer Schamlippen. Dieses geile Miststück! Ich lege den Flogger zur Seite, greife mit meinen Klauen von hinten an ihre kleinen Brüste. Das weiche Gewebe hat in meinen Pranken Platz, ich knete und drücke sie, was ihr ein süsses Zischen entlockt. Ihre Beine beginnen zu zittern; sie versucht, in die Knie zu gehen, was ihre Fesselung aber verunmöglicht. Der Strassenbahnwagen fährt in eine Kurve, sie verliert den Halt und hängt nur noch an in den Manschetten, an den Handgelenken und offenbart dabei die schmutzig gewordenen Solen der weissen Socken.

Jetzt will ich sie nur noch ficken.

Ich hebe sie am Becken hoch, und sie versteht sofort. Sie spreizt ihre Beine, sucht mit den Füssen Halt in auf den Sitzen zu ihrer Linken und Rechten und findet ihn auch. Sie ist bereit für mich, als wolle sie meine Weisheit, meine Kraft und alles, was ich bin, in sich aufnehmen, volltanken für das noch vor ihr stehende Leben. Hosenstall auf, Kondom drüber, Schwanz rein. «Nutte», schnaube ich vor mich hin, gerade laut genug, dass sie es mitbekommt.

«Hauptbahnhof» schallt es aus den Lautsprecherinnen. Jäh entrissen aus meiner Phantasiewelt erhebe ich mich und torkle zur Türe. Die anderen Passagiere haben sich schon längst aus verflüchtigt, sich unter die anderen Menschen gemischt, als ich wieder im Hier und Jetzt angekommen bin.

Ich bemerke meine Erektion, die von dieser Tagträumerei herrührt. Eigentlich ist es um diese Uhrzeit eher ein Nachttraum, eine Vorstellung und schmutzige Phantasie über ein schmutziges Mädchen in schmutzigen Socken. Eine Göre, die ich erleuchten wollte, ihr zeigen, was es heisst, den Körper in all seinen wunderbaren Ausprägungen zu geniessen. Zuzulassen, was Mama stets verboten hat. Eigentlich, so überlege ich mir, ist die Warnung vor den Männern mit den Süssigkeiten schon richtig. Denn diese Lutscher wären nie in der Lage, ihr diese besondere Behandlung angedeihen zu lassen.

Himmel, ist das schlimm mit mir heute, denke ich. Kaum hatte ich Eva aus den Fängen gelassen, waren mir schon wieder zwei Frauen begegnet, mit denen ich in meinem Kopf Sex hatte. Und dabei passten sie noch nicht mal in mein Beuteschema. Eva hat offenbar etwas in mir gestartet, sie, die sich so sehr danach gesehnt hatte, mein Miststück zu sein – Stolz hin oder her.

Eben noch hing sie im Sling, die Beine und Hände daran mit dickem Leder und Metall festgeschnallt, ihre Pussy mit Klemmen und Gummibändern auseinandergezogen, tropfnass und ungefickt, währenddem ich sie anal penetrierte. Nur anal. Zwei von drei Löchern, das war meine Vorgabe für heute. Und danach folgte die Nummer mit den Kerzen, einmal hart, einmal flüssig… und kaum hatte meine Hand ihre Wirkung an ihrem geschundenen Intimbereich entfaltet, squirtete sie in hohem Bogen, bis sie komplett dehydriert, bewegungs- und beinahe bewusstlos wie ein nasser Sack dalag.

Die S-Bahn ist pünktlich, ich gönne mir die erste Klasse und setzte mich in ein Viererabteil, in welchem ein sehr alter Mann, offensichtlich unter Morbus Bechterew leidend, sitzt. Er, bestimmt über 90 Jahre alt, blickt kurz auf und lächelt mich an, auf eine merkwürdige Weise, als hätte er alles, was gerade in meinem Kopf gerade vorgegangen war, mitbekommen. Einen kurzen Moment lang fühle ich mich ertappt. Doch dann realisiere ich, dass seine alte, verzogene Kopfhaut gar keine andere Mimik mehr zulässt, als dieses seltsame Lächeln.

Wie viele Frauen hatte er wohl gehabt in seinem Leben? Welche Wahrheiten kennt er, der zu einer Zeit aufgewachsen ist, wo die mancherorts als pervers geltenden Praktiken wohl nicht so allgemein bekannt waren. Eine Epoche, in der aber auch die Überwachung der Gesellschaft nicht so rigoros war, und damit die Chancen für ein längeres Wegbleiben mit einer anderen Person grösser waren, ohne mühsame Fragen fürchten zu müssen.

Der Zug setzt sich in Gang, die flüchtigen Lichter der Vorstadt dringen durch das Spiegelbild des Wagens und setzen mich hypnotisierend in weitere Versatzstücke der Erinnerung an meine Geliebte.

Mit Eva begonnen hatte alles in einem luxuriösen Hotelzimmer. Ich hatte lange keine erotische Begegnung mehr gehabt, entsprechend aufgestaut war meine Lust. Niemand von uns zählte die Orgasmen, die unsere Stunden der Wollust durchsetzten. Nachdem unsere Körper ihr Äusserstes gegeben hatten, kuschelten wir uns ineinander ein. Kein Zentimeter Luft sollte zwischen uns kommen. Wir waren ein Knäuel aus zwei Menschen, welche die ursprünglichste, intimste Haltung eines Embryos miteinander teilten, als wären wir siamesische Zwillinge.

Als wir uns verabschiedeten, fragte sie mich mit einem Schalk, der auf eine meiner Vorlieben anspielte: «Wirst Du meinen Arsch heiraten?» Ich überlegte nicht lange. «Nein. Ich werde ihn von jetzt an besitzen». Sie verdrehte ihre Augen und zog ihren Mundwinkel weit nach oben, konnte aber die Schamesröte nicht ganz verbergen. Als wollte sie sie negieren, sagte sie beinahe trotzig: «Und ich werde Dich trinken, mein Lieber. Bis zum letzten Tropfen.»

Ich schätze mich glücklich. Sehr. Die Phantasien, dominiert zu werden, hatte sie schon im Vorfeld unseres Treffens erwähnt. Doch wie sehr sie es wirklich wollte, gleichermassen über sich selbst erschrocken wie begierig, das stellte sich erst im Verlauf unserer Begegnungen heraus. 

Heute, im Kerker der Altstadt, das war ein erster Höhepunkt. Doch, so bin ich mir sicher, es wird nicht der letzte bleiben. Ich schliesse die Wohnungstüre auf, lege meinen Mantel ab und schwinge mich aufs Sofa. Wie immer nach guter Erotik gönne ich mir ein Glas Whisky und spüre rasch die wohlige Fassstärke in meinen Adern. Kurz schliesse ich die Augen, um diesen Moment auszukosten. Die Erinnerung an eine weitere Episode in meinem Leben, in einer Aussparung zwischen den unverrückbaren Ingredienzen meines Alltags.

Als der letzte Tropfen meine Kehle passiert hat, nehme ich mit meinem Handy eine Sprachnachricht auf: «Gute Nacht, Eva. Ich liebe Dich.»


Nightly Way Home (automatically translated by DeepL)

„Eve!“ I sigh to myself, deeply satisfied. Small pebbles between shoe and cobblestone crackle under the pressure of my body weight as I walk through the sparsely lit alleys of the November-cold city. Facade stones, as repellent as the walls of the small cellar room I have just stepped out from. I look up and look at the windows of the apartments on the upper floors of the large urban houses, from which warm light streams down on me. The experiences of the past hours are present in my mind. Dark moments in the candlelight, in which candles were used in variations that will probably remain hidden for the lifetime of the people living here. 

„You damned sadist!“ she had scolded me with the sweetest indignation in her facial expressions since God had created Eve. Finally, and I emphasized this to her, Eve had been created to prevent any possible boredom of man, although he exaggerated a bit in defining the daily quota of words to be pronounced by her. Moreover, I added nonchalantly, she was created from a crooked rib, and her posture, bent by the shackles, was therefore in keeping with the position designed for her by the Creator. There was not enough time between my explanation and her next sensory intoxication to heat up further. At least not in the classical sense.

The alleyway that I walk alongside leads to a traffic axis of the city, but at this late time of the day it is not so busy anymore.

I had penetrated Eve intensively today, in two out of three possibilities she had offered me. And she offered herself in a way I had never experienced her before. Yet the evening had begun so shyly. It had been the first visit to this special room, and Eve, after visiting the premises, had first had to take some courage by drinking a Prosecco. The methods of torture were probably familiar to her from the erotic trashy novels of a certain Mr. Wolff – but to actually see them, combined with not only the prospect of it, but the certainty of its application to her body, that was a completely different dimension. She had already learned to feel the crop and the whip – but this went far beyond her previous horizon of events.

We sat down on the bar stools, where she spread her legs. The slightly slipped hem of one of her stockings was sticking out. Her heart was pounding like crazy. „Don’t you think that the desire for these practices is a little abnormal?“ she asked me uncertainly, as if I, of all people, were the moral authority to judge this. Me, the sadist – what irony! With the expression of a teacher I looked deep into her steel-blue eyes. „Strictly mathematically, a person is in balance when he or she gets as many beatings as cuddles. And since I’ve been so kind to you, I’ll give you a good amount of pain now. We both burst out laughing, which was only smothered by our intense kisses. They tasted like cherries.

A young couple, lying in each other’s arms and giggling, closely embraced, walks towards me. After all, I think she’s wearing suede boots, and doesn’t look unattractive at all. From her partner’s red cheeks, on the other hand, I read that he regularly consumes milk, probably because his mum recommended it to him. Can he make his girlfriend fly? Would she be a good sub? Does she know what really makes good sex? I doubt all of it. When her perfume brushes me as I walk by, it triggers something inside me. For a second I see in my mind’s eye how I snatch her from the young man, run back with her into the room where I just was with Eva before. How I tear off her clothes and her cheap boots, and soundproof and locked up, I fall for her to show her what it means to be truly desired. But before I dive further into my inner darkness, I restrain my thoughts. I cannot save every woman in this world from sexual wasteland, even if my innermost is striving for it.

Eve is one of the many women who, even at the age of forty, had never experienced what dimensions eroticism can encompass. She had little experience, probably she did not have so many men in her life before she married and gave herself over to the misery of 10-minute sex after the detective story on TV every Sunday evening, clueless as to what devotion could really mean. But for that, you have to push open the doors to those rooms that are hidden from most people.

At the next stop I wait for the tram which should bring me to the station. My view wanders over the silhouette of the old town on the other side of the river, which divides the centre of my home-town in two halves. Of all the people who live here – how many of them would probably be horrified if I were to tell them about my practices, gathered in front of me, standing on the main stage of the City Theatre. About what I like to do, in the intoxicating, liberating pleasure of torturing women and recognizing their pleasure in it. How often the women can no longer sit properly the following day and are proud of it, feeling excitement and satisfaction. And how they burst into tears, not from pain they have suffered, but rather because the marks on their bodies are inexorably fading?

The tram comes and I get on it. With curiosity I look at the passengers scattered in this snake-like creature on wheels, perhaps fifteen in number. They are mostly young people. 

At the back there is a group of two girls and two guys fooling around. I wonder about the fashion that today makes every young woman so arbitrary, so interchangeable. Even the two little sluts there have no idea, I think of what lurks behind the scenes of boring normality. All of them would have to be sent into an apprenticeship. Why doesn’t anyone teach them the subject of lust? Why not?

One of the women, I guess she’s about 22 years old, I look at her very carefully and start to play with her in my mind. She has a white bomber jacket with fur collar, torn jeans and white Adidas Superstars. Nothing about her is extraordinary, I think, but I could make something extraordinary. Make her extraordinary.

The scenario begins to condense in my head in no time. She has to get rid of all her clothes except for the white socks, which I graciously leave her. At first she stands in the aisle bashfully, but increasingly self-confidently, her wrists attached to the handrails above the rows of seats. Accomplished within seconds. The other passengers, even the others of her clique are watching spellbound, almost fascinated. They watch this naked young woman, and at the same time they are caught in an inner conflict between the question of whether civil courage requires an intervention or whether everything simply follows a natural course.

She does not defend herself. On the contrary, she challenges me with her posture and enjoys the situation. I am not surprised: all women are basically spoiled. Certainly she, this floozy, had already had many rape fantasies, masturbated using them, like countless other women. And none of them talked about it.

I take the flogger out of my bag, with brushed steel handle and nasty little leather straps and start to decorate her body with my special drawings. She winds herself around my strokes, our movements match each other like in the ballet of the theatre, where the inhabitants of the whole city have gathered. The outraged, the curious, the frustrated and the knowledgeable: All can see them now what I do, here, in the brightly lit tram, my stage. It is my performance here, my instruction, my call to humanity to renounce the fetters of conventionality and turn to the fetters of lust. Look here! I am sending my message thanks to the permanent journey to all quarters. My novice moans, enjoys, rises in the hormone cocktail, triggered by this mixture of public discourse and her courage to suffer for what she has found. Her vulva swells up; the first milky drops appear at the ends of her labia. That horny bitch! I put the flogger aside, grab her small breasts from behind with my claws. The soft tissue has its place in my paws, I knead and press them, which elicits a sweet hissing sound from her. Her legs start to tremble; she tries to get down on her knees, but her bondage makes that impossible to do. The tram car goes into a curve, she loses her footing and is only hanging on in her cuffs, on her wrists, revealing the dirty soles of her white socks.

Now my only desire is to fuck her.

I lift her up by the pelvis and she immediately understands. She spreads her legs, looks for support with her feet on the seats to her left and right and finds it. She is ready for me, as if she wanted to absorb my wisdom, my strength and all that I am, to fill up with energy for the life still ahead of her. Condom on, cock in. „Hooker“, I snort, just loud enough for her to hear.

„Central Station“ is coming from the loudspeakers. Suddenly, torn from my fantasy world, I get up and stagger to the door. The other passengers have long since vanished, mingled with the other people, when I arrive back in the here and now.

I notice my erection, which comes from this daydreaming. Actually, at this time of day it is more like a nightmare, a performance and dirty fantasy about a dirty girl in dirty socks. A brat I wanted to enlighten, to show her what it means to enjoy the body in all its wonderful forms. To allow what Mama always forbade. Actually, I think to myself, the warning about the men with the sweets is already correct. Because those lollipops would never be able to give her that special treatment.

Heaven, I feel so naughty today. Only minutes after having Eve let out of my clutches, I met two women again with whom I had sex in my head. And they didn’t even fit into my type scheme. Eve obviously started something in me, she, who had longed so much to be my bitch – and did not care about the word “pride”.

A moment ago she was hanging in a sling, her legs and hands strapped to it with thick leather and metal, her pussy pulled apart with clamps and rubber bands, dripping wet and unfucked, while I penetrated her anally. Only anal. Two holes out of three, that was my target for today. And after that followed the number with the candles, one hard, one liquid… and as soon as my hand had developed its effect on her maltreated intimate area, she squirted in fountains until she was completely dehydrated, motionless and almost unconscious like a wet sack.

The S-Bahn is on time, I treat myself to first class and sit down in a compartment for four, in which a very old man, obviously suffering from Bekhterev’s disease, is sitting. He, probably over 90 years old, looks up briefly and smiles at me, in a strange way, as if he had noticed everything that had just happened in my head. For a brief moment I feel caught. But then I realize that his old, warped scalp doesn’t allow any other facial expressions than this strange smile. 

How many women do you think he had had in his life? What truths does he know, having grown up at a time when the practices considered perverse in some places were probably not so well known. An epoch, however, in which even the surveillance of society was not so rigorous, and thus the chances of staying away with another person for a longer time without having to fear tiresome questions were greater.

The train sets itself in motion, the fleeting lights of the suburbs penetrate the mirror image of the carriage and hypnotize me into further set pieces of the memory of my beloved.

With Eve had started everything in a luxurious hotel room. I hadn’t had an erotic encounter for a long time, and my lust was pent up accordingly. None of us counted the orgasms that filled our hours of lust. After our bodies had given their utmost, we snuggled up inside each other. Not an inch of air should come between us. We were a ball of two people sharing the most original, intimate position of an embryo, as if we were Siamese twins.

As we parted, she asked me with a rogue, alluding to one of my tastes, „Will you marry my ass?“ I didn’t think long. „No. I’m gonna own it from now on.“ She rolled her eyes and pulled the corner of her mouth way up, but couldn’t quite hide the blush. As if she wanted to negate it, she said almost defiantly: „And I will drink you, my dear. Every last drop.“

I consider myself lucky. I’m very happy. She had mentioned the fantasies of being dominated before we met. But how much she really wanted it, equally terrified of herself and eager, only became clear in the course of our meetings. 

Today, in the dungeon of the old town, that was a first highlight. But, I am sure it will not be the last. I unlock the apartment door, take off my coat and swing myself onto the sofa. As always after good eroticism I treat myself to a glass of whisky and quickly feel the pleasant cask strength in my veins. I briefly close my eyes to savour this moment. The memory of another episode in my life, in a gap between the unchanging ingredients of my everyday life.

When the last drop has passed my throat, I record a voice message with my mobile phone: „Good night, Eve. I love you.“

Ein Kommentar zu “Nächtlicher Heimweg

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