Kapitel 1: The Cast

In der Lounge des kleinen Filmstudios betrachtete ich die vielen Plakate, mit welchen der Raum sehr stilvoll tapeziert war. Filmwerbung aus vielen vergangenen Produktionen, die meisten sicherlich viel zu gross, als dass der kleine Raum hier dabei hätte irgendeine Rolle spielen können. Den Inhaber, Alex, und seine Assistentin Romy kannte ich schon einige Zeit. Er hatte sich einen Namen für die etwas speziellere Art von Aufnahmen gemacht. Den Gedanken, Joana hierher zu bringen, hatte ich deshalb lange mit mir herumgetragen, bevor er heute Realität wurde.

Joana, meine geliebte Sub, war nach vielen intimen wie regelmässig ausufernden Sessions der Abartigkeit stets hungriger geworden. Je mehr ich ihr antat und je intensiver alles geworden war, desto mehr zweifelte ich, ob ich auch nur die Nähe ihrer Limits gestreift hatte. Fast schien es, als hätte jede Steigerung – noch eben knapp an der Grenze ihrer Tabus oder sogar eine leichte Überschreitung – ihre NoGo’s weiter verschoben und ihren Appetit auf noch mehr Perversionen potenziert. Von mir benutzt werden wollte sie, aufgehen in meinem dunklen Kabinett der ausgefallenen Lustwelten. Mein sexueller Trieb puschte eine ungestillte Neugier, herauszufinden, ob sie je würde genug kriegen können. Dass sie wiederholt ihren Wunsch nach «viel mehr» artikuliert hatte (um gleich hinterher in einer Art Rückfall in biedere Zeiten sich dafür zu schämen), gab mir die Sicherheit, dass sie es wirklich wollte. Mehr noch: Als ich ihr mögliche Szenarien und daraus folgende Konsequenzen aufgezeigt hatte, begannen ihre dunkelbraunen Augen hell zu leuchten. Die Zeit war definitiv reif für das Filmstudio.

Und jetzt sass ich da, nach unserer intensivsten Session, in dieser mit abgewetzten Ledersofas ausgestatteten Lounge; Möbelstücke, die wohl in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts ihren Hersteller verlassen hatten. Oder auch nicht, vielleicht wurden sie sogar hier zusammengebaut, in diesem ursprünglich als Fabrik genutzten Gemäuer. 

Frisch geduscht und wieder angekleidet schwelgte ich in diesem unvergleichlichen Zustand, den nur jemand kennen kann, der schon mal die tiefste aller sexuellen Befriedigung erfahren hat. Eine inneres Angekommensein, gesäumt von immer wieder aufflammender Erregung, sobald die Gedanken in den Erinnerungen des eben Erlebten zu wühlen begannen. 

Joana befand sich noch im Studio, für das abschliessende Fotoshooting. Eines, welches das Kaleidoskop der lustbringenden Misshandlungen an ihrem Körper zeigen und dokumentieren würden. Bewegte und bewegende Bilder werden es sein, für uns und vielleicht auch für andere, zusammen mit dem noch zu schneidenden Film, freute ich mich. Die Wonne des meine Kehle benetzenden Tanqueray vervollständigte meine Erfüllung über das, was ich in den vergangenen Stunden erlebt hatte, und das Geschenk des Festhaltens dieses einzigartigen Moments über die Grenzen unserer Erinnerungen hinaus.

Das Studio bestand hauptsächlich aus einem grossen Raum mit variabler Ausstattung und Grösse. Auf meinen Wunsch hin war der als Raum speziell eingerichtet worden; oberflächlich erscheinen tat er als geschmackvoll ausgestattetes, modernes, aber dennoch unaufdringliches Wohnzimmer. Wenn schon Porno, dann mit seriöser Handlung, hatte ich für mich scherzhaft gedacht – in vollem Bewusstsein, dass sich darin genau das Gegenteil von Sittsamkeit zutragen würde. Das entsprechende Drehbuch hatte ich bereits mit Inhaber und Gastgeber Alex besprochen – und er war sehr angetan davon; wie sehr, hatten Joana und ich in der Session gerade live erlebt.  

Joana selbst hatte ich im Vorfeld nichts Konkretes über den Ablauf des Drehs verraten; das meiste sollte eine Überraschung bleiben, sie in gänzlich neue Situationen bringen und entsprechend war wichtig, dass sie mental nicht zu sehr darauf vorbereitet war. Dass der Raum mit einer Vielzahl von gleichzeitig laufenden Aufnahmegeräten ausgestattet war, soviel war Joana jedoch klar.

Punkt 14 Uhr war Joana eingetroffen. Ihre erotische Eleganz übertraf auch diesmal meine Erwartungen. Sie war wirklich die einzige Frau, die je in der Lage gewesen war, meine Träume durch ihre Realität zu übertreffen. Dunkelgraue Wildleder-Overknees mit seitlich angebrachten Nieten und ansehnlicher Absatzhöhe zierten ihre schlanken Beine. Darunter wie immer die schwarzen Halterlosen. Kurzer Rock, Top, Blazer. Ein verschmitztes Lachen und ihr dezenter Duft vervollständigten die gepflegte Erscheinung, die gekommen war, um in einem Wirbel aus Lust und Perversion unterzugehen. Wie sehr ich sie begehrte – und wie schwer es mir fiel, diese Sucht nach ihr in Worte zu fassen!

Ich begrüsste sie mit einer herzlichen Umarmung und wie immer mit nur wenigen Worten. Auch sie hatte – notgedrungen oder auch nicht – inzwischen die Fertigkeit erlernt, in meinen Augen zu lesen. Entsprechend wusste sie genau, dass sie mir mit ihrem Outfit und der betörenden, olfaktorischen Kulisse nicht einfach nur Freude bereitete, sondern meine inneren Naturgewalten triezte. Nur ein kleiner Hauch mehr von alledem, und sie würden unweigerlich zum Ausbruch gebracht, mit Haftungsausschluss für mich.

«Oh, ich hatte es mir grösser vorgestellt!» war ihre spontane Reaktion, als wir den Studioraum betraten. «Naja, Du weisst, Grösse ist relativ… und sie kann sich verändern!» schmunzelte ich. Joana kicherte frech: «Aber so ganz von alleine geht das nicht – da braucht es eine fähige Dame dazu. So richtig abhängig bist Du, armer Dom – weil Du eben doch kein Herr bist über Deine Grösse, die sich den Befehlen zuweilen auch mal verweigert, nicht wahr?» 

Ihr schelmischer Blick entfachte eine leicht cholerische Wut über ihre Frechheit in mir, die ich nur non-verbal zu äussern vermochte: Mein Zorn, in einer unheiligen Allianz mit meinem Verlangen nach bizarrer Lustbefriedigung, liess mich Joana an den grossen Tisch des künstlichen Raumes zerren. Dort setzte ich sie mit Wucht auf einen Stuhl und fixierte sie mit Kabelbindern an Armlehnen und Stuhlbeinen. Dieses geile Miststück genoss dieses Vorspiel, und zeigte ihre Erwartungen mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck. Endlich würde die versprochen intensive Session beginnen; dieses «viel mehr», welches ich ihr in Aussicht gestellt hatte, stand unmittelbar bevor. Noch aber hatte sie keine Ahnung, wie intensiv es sein würde.

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