Kapitel 3: Zwang

Joana spuckte demonstrativ auf den Boden. Ihr Groll war so gross, dass ihr schlicht keine andere Replik auf meine Provokation einfallen wollte. Dann fing sie den Prügel des Gastgebers mit ihrem Mund wieder ein und begann ihn weiter zu lutschen und zu saugen. Das übertrieben laute Schmatzen, das sie dadurch erzeugte, war wohl als Rache gedacht. Wahrscheinlich wollte sie mir zeigen, dass sie es dem fremden Mann genauso gut besorgen konnte, ja vielleicht besser als mir, und sicher erfüllender, als es Romy getan hatte. Vielleicht wollte sie gar demonstrieren, dass sie mich gar nicht brauchte, um Lust zu empfinden? 

Wie kindisch, fand ich, und unterbrach den Fokus auf ihren Akt des offensichtlichen Trotzes: «Aber da ich ja ein Dom mit Herz bin, gebe ich Dir zur Leck-Option eine Alternative.» Sofort liess sie Alex’ Luststab wieder aus ihrem Mund gleiten und blickte gebannt zu mir. «Vielleicht magst Du ja eher Deine Pussy von diesem kleinen, blonden Miststück lecken lassen? Sicher willst Du sie zudem züchtigen und sie dafür bestrafen, dass sie so rasch und ohne mit den Wimpern zu zucken Dir Deinen Dom ausgespannt hat.»

Alex, etwas irritiert über das ständige Hin-und-her der Blas-Aktion, nahm seinen Prügel nun selbst in die Hand, rieb ihn heftig und spritzte seine Ladung kurz darauf direkt in Joanas Gesicht. Ich lachte prustend los, denn seine Bescherung hatte er wirklich innert Nanosekunden überall verteilt. Er drehte er seinen Kopf zu mir und sagte, achselzuckend und mit der Mine des Unschuldigen: «Na, wenn’s Deine Schlampe echt nicht bringt, dann muss ich halt selbst Hand anlegen!»

Joana wollte gerade zu einem Protest anheben, doch ich fuhr ihr über den Mund und forderte die Antwort auf meine Frage von vorhin. «Willst Du Dich nun von ihr lecken lassen und sie züchtigen?»

Jetzt aber stammelte Romy dazwischen: «Aber, aber…  das war gar nicht vereinbart!? Ich bin doch keine Lesbe!» Natürlich war das alles nur gespielt, aber Joana war unfähig, dies in ihrer emotionalen Verfassung zu erkennen. Sie, reichlich desorientiert, konnte sich noch immer nicht zu einer Antwort durchringen.

«Ich kürze das Ganze an dieser Stelle ab. Wenn Du sie nicht züchtigen willst, Joana, dann tun wir es halt.» Auf meinen Wink hin trat Alex zu mir heran und gemeinsam packten wir Romy, welche sich auf theatralische Weise gegen ihre Gefangennahme zur Wehr setze. Als ich sie hochhob, verlor sie vor lauter sich winden ihre High Heels, die folglich in unterschiedliche Richtungen quer durch das Set geschleudert wurden. Wir legten Romy auf den grossen Esstisch, und während Alex sie festhielt, entkleidete ich sie auf grobe Art und Weise. Die Flugbahn der Knöpfe ihrer Bluse folgten derjenigen ihrer Schuhe, die Nähte des Slips ächzten unter meinem Gezerre und die Strümpfe zerriss ich, als wären sie billigstes Packpapier. Sekunden später war sie komplett nackt. «Es ist angerichtet!», verkündigte ich.

Joana beobachtete die ganze Szene mit weit aufgerissenen Augen und aufkommendem Entsetzen. Es war eindeutig der Beginn einer Vergewaltigung, und obwohl Vergewaltigungsphantasien Joana schon immer heimgesucht hatten, machte sie jetzt den Eindruck, als sei sie zutiefst verunsichert. Irgendwie musste die Situation auch für sie erregend sein, aber – so mutmasste ich – fragte sie sich wohl, ob das alles am Ende nicht doch zu weit ging? Auf der anderen Seite plagten sie ja bestimmt noch ihre Rachegelüste, nachdem sich Romy ihren Dom quasi gekrallt hatte. So gesehen hatte die Blondine diese Misshandlung doch verdient. Oder nicht? Dieser Zwiespalt, den sie durch ihre ganze Haltung ausdrückte, war exakt das, was ich an meinem Drehbuch so liebte, auch, oder gerade weil es für Joana sehr real erschien.

Mit Kabelbindern, Gurten und Handfesseln setzten Alex und ich unser Opfer soweit ausser Gefecht, dass wir ungehindert unser Spiel mit ihr beginnen konnten. Sie lag auf dem Rücken, ihr Gesäss lag bündig zur Tischkante, ihre Fussgelenke waren an den Tischbeinen befestigt. 

«Antworte endlich, Joana!» erinnerte ich sie eindringlich und fordernd an meine Frage. Ihr innerster Zwist schien unerträglich. Als hätte ein Dämon sich ihrer bemächtigt und wolle aus ihrem Körper ausbrechen, begann sie zu zucken. Doch erneut kam ihr Romy mit einer Störung zuvor und quakte dazwischen: «Auf keinen Fall werde ich eine stinkende Pussy lecken!» Ihr Tonfall war jetzt alles andere als empört, und auch klang sie nicht wirklich so, als wäre das alles eine Szenerie, die ihr nicht gefallen würde. Endlich fiel es Joana wie Schuppen von den Augen, dass alles, was sich bisher zugetragen hatte, im Voraus so zwischen allen Beteiligten abgemacht worden war – nur nicht mit ihr.

Diese Erkenntnis war der Trigger, den meine Sub gebraucht hatte, um ihre bis zum Anschlag gespannte, innere Aufzugsfeder loszulassen: «Klar, werde ich sie züchtigen!» Sie blickte dabei zu mir, als wollte sie mir sagen, dass ich ein verdammter Mistkerl sei, weil ich sie so lange über die Inszenierung im Ungewissen gelassen hatte. Ich zuckte mit den Schultern und lachte laut: «Joana, es ist ein Film!»

«Dieser Schlampe werde ich zeigen, wie ich quäle. Auf meine Weise. Hast Du ein Hattori Hanzo-Schwert?» scherzte sie in tief empfundener Überlegenheit und Konspiration mit ihrem Dom. Der Triumph war mein. Joana folgte der ihr zugedachten Rolle, ohne Absprache – als wäre sie auf ihren Leib massgeschneidert. Wie sehr ich mir als Drehbuchautor gerade gefiel.

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