Feinjustieren

Die Ledermanschette war zu lasch. Zu meinem Entsetzen schlüpfte Dein schmales Handgelenk einfach hindurch. Mit dem frechen Grinsen eines kleinen Mädchens, welches sich gerade befreit hat, präsentiertest Du mir Deine Hand, winktest damit. «Nicht perfekt justiert, der Herr!» Glanz in Deinen Augen. Eine kleine Episode des Triumphes für Dich, schmachvoll für den dominanten Herrn. Mich.

Meine Gedankenmaschine war nicht zu stoppen. Maschine! Wie rasch die Bilder in mir vorbei rauschten, die Vision dessen, was ich Dir antun könnte, Dir, dem bezauberndsten Wesen meiner Hemisphäre. Saugglocken an Vulva und Brustwarzen, sie würden einen schmerzhaften Zug ausüben durch das sich anbahnende Vakuum, und gleichzeitig Lust aufbauen. Bis zum Zerbersten. Klagelaute bei Dir. Genugtuung bei mir.

Mein Spargel würde mit jeder Stufe, mit der die Kraft des Motors stärker wird, mehr wachsen. Hart.

Dein Name rotierte in meinem Kopf. War Heidi nicht eine Milchkuh, fragte ich mich, und überlegte mir, ob nicht doch der eine oder andere weisse Tropfen… Nun, die Maschine würde extrem dienlich sein, genau dies herauszufinden.

Die wenigen Sekunden der erneuten Fesselung reichten, das eben entworfene Bild zu einer klaren Vision für das heutige Treffen zu formen. Als der Riemen enger geschnallt war und ich Dich der Sicht beraubt hatte, holte ich die erforderlichen Instrumente aus dem Nebenraum. Stecker in die Steckdose. Testlauf erfolgreich.

«Was machst Du?», fragtest Du mich, aufgeschreckt über die ungewöhnliche Geräuschkulisse. 

«Feinjustieren» war meine Antwort.

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