4.4 Libre Service

Dass die Flamme der Kerze ihrem Po immer näherkam, schien Elly im Moment nicht zu beunruhigen. Zu sehr machte es den Anschein, als suche sie einen Ausweg aus der Situation, ohne dabei durch die Prüfung zu rasseln und sich der Lächerlichkeit preiszugeben.

Ich erhöhte den Druck, indem ich mich Lila näherte, den Hosenstall öffnete und meinen Prügel zur angemessenen Behandlung an ihren Mund heranführte. Sie nahm ihn willig auf.

«Ich hätte erwartet, dass Du Dich von fremden Frauen fernhältst, nachdem ich mich auch für Frauen entschieden habe und nicht das Fremdblasen!» geisselte Elly meine Aktion. «Von Frauen? Aber sicher, das tue ich doch, schau doch genau hin, Liebes!» Lila spuckte meinen Schwanz sofort empört aus und strafte mich mit einem verächtlichen Blick. Mit Achselzucken packte ich ihn wieder ein, als würde mich das nicht interessieren, und ergänzte kühl: «Lila war die ganze Zeit hier – Du wusstest, auf was Du Dich einlässt. Es sei denn, Du wärst nicht aufmerksam genug gewesen… aber das kann ich mir kaum vorstellen!»

Meine Schnoddrigkeit stachelte Elly nun vollends an: Völlig unerwartet krabbelte sie mit erstaunlicher Geschwindigkeit zu mir, öffnete meine Hose wieder und begann fortzuführen, was Lila abgebrochen hatte. Und wie sie das tat! Irgendwie war meine Lust grösser gewesen, das Gefühl stärker, als ich mir eingestanden hatte – oder Ellys Fähigkeiten waren auf einmal um Dimensionen besser als zuvor. Mein eigenes Sicherheitsventil löste innert Kürze aus…

Sie schluckte alles, wirklich alles, rieb sich dabei, wieder ohne Erlaubnis, bestimmt um ihren verletzten Stolz zu beruhigen, und löschte mit der Flüssigkeit ihres Squirts auf der Hand die Kerze.

Als wäre die Show mit einer Regie abgesprochen gewesen, gingen die Bühnenlichter aus, der Vorhang fiel und erlöst sank ich auf die Knie, um Elly zu halten. Zuerst küsste ich sie auf die Stirn, dann den Mund. Applaudierte man uns? Ich vermute es, erinnere mich aber nicht genau, denn ich war ausschliesslich darauf fokussiert, ihr in dieser Situation ganz nah zu sein; sie aufzufangen, ihr die Sicherheit zurückzugeben, die sie in diesem wirren Moment benötigte. Eine halbe Ewigkeit liessen wir uns Zeit, wir bemerkten nicht mal, wie die anderen Personen auf der Bühne und die Zuschauer den Raum verliessen – wir waren in unserem eigenen, kleinen Cocon, und die Welt um uns herum hatte aufgehört, für uns zu existieren.

Erst, als die zwei Empfangsdamen mit Fackeln die Bühne betraten, checkten wir wieder ein, in die Realität, der wir gerade entrückt gewesen waren. Die zwei Dienerinnen hatten die verlorenen Pumps mitgebracht und Elly stieg wieder in ihre Abendrobe; dann führten sie uns zu einer vornehmen und mit allen erdenklichen Artikeln zur Pflege ausgestatteten Nasszelle. 

«Du Mistkerl!» warf mir Elly an den Kopf, und lachend verknäuelten wir uns ineinander und verfielen in unser Zungenspiel, für das es keine Beschreibung gibt, auch nach all den Jahren nicht. Wir entledigten uns der Kleider, machten uns in der grosszügigen Duschkabine mit Schaum und Schwamm gegenseitig wieder frisch, immer wieder unterbrochen von heftigen, gegenseitigen Kuss-Attacken. Am Ende äusserte ich den Befehl, den ich nicht mehr länger zurückhalten konnte, zu sehr hatte mich das Erlebte bewegt: «Deine Zunge will ich so spüren, wie Du die eine Sklavin verwöhnt hast. Geh runter, an meine Rosette!» Elly zögerte nicht; es war eine Anerkennung und auch eine Art Bestätigung für sie, zu wissen, dass sie mich mit ihrem Bühnenauftritt nachhaltig scharf gemacht hatte. Sie liess mich an meiner pikanten Stelle so fühlen, wie es noch nie jemand sonst schaffte. Dieser Höllenritt mit ihr, die Achterbahnfahrt ohne Ende – wie sehr ich es liebte. Wie sehr ich sie liebte!

Bevor wir wieder hergerichtet und angekleidet waren, umarmte ich Elly nochmals am Spiegel von hinten, knabberte an ihrem Ohr und flüsterte: «Der Abend hat erst begonnen!». Ihre wilden, dunklen Augen im Spiegelbild sprachen Bände. Wenn ich etwas sicher wusste, war es, dass sie bereit war für mehr. Viel mehr.

Als wir das Badezimmer verliessen, folgten wir intuitiv den Licht- und Geräuschquellen, die über eine kurze, merkwürdig geschwungene Wendeltreppe aus dem Untergrund zu uns drangen. Im Sous-Sol angekommen, präsentierte sich ein breiter Flur vor uns, an dessen beiden Seiten so etwas wie übergrosse Verkaufsautomaten standen, sicher jeweils 12 oder 15 nebeneinander.

In einigen dieser Automaten sassen, nackt und in grellem Licht ausgestellt: Die Sklavinnen des Orchesters, an einer im Boden versenkten Fussfessel und mit Handschellen. Auf einem Seitentablett, gerade noch greifbar, ein Glas Wasser und ein Stück Brot. Aber nur auf der linken Seite waren es Frauen. Auf der rechten waren es die Männer, die ebenfalls zu kaufen waren.

Auf der Anzeige der Geräte waren jeweils gewisse Kennzahlen des Körpers, die zugelassenen Praktiken (von denen einige Elly gar nicht kannte und mich entsprechend ratlos ansah) und die Anzahl Männer oder Frauen aufgelistet, die sie in den letzten 12 Monaten befriedigt hatten. Für jeden dieser Personen konnten schriftliche Referenzauskünfte abgerufen werden. Ebenfalls angegeben war ein Preis, der sich zwischen 20 Cents und 2 Euro pro Sklavin oder Sklave bewegte – bezahlbar mit Kreditkarte. 

Was für eine herrliche Demütigung für die Eingesperrten! Vor uns bezahlte gerade ein Paar für die von ihnen ausgewählte Sklavin, der Automat spuckte den Schlüssel für die gläserne Fronttüre und die Fussfessel aus und die zur Benutzung bezahlte Dienerin wurde an den Handschellen weggeführt. Wir folgten dem Trio über eine weitere Treppe, die diesmal hinaufführte, die aber wie die Wendeltreppe zuvor in keinem vernünftigen Winkel oder Radius verlief. Die Stufen waren auch deutlich grösser. «Der Baumeister muss wohl betrunken oder verliebt gewesen sein», flachste ich.

Oben angekommen, standen wir auf einmal in einem Raum, aus dem in einem Halbrund angeordnet 6 Kabinette mit trapezförmigem Bodenriss verzweigten, allesamt ohne Türe oder Sichtschutz. Links und rechts führten Gänge zu weiteren Räumen. Einige der Gäste hatten sich bereits als Zuschauer eingefunden, und so reihten wir uns neugierig ein.

Alle Räume waren gleich eingerichtet. Schwarze Fliessen, goldener Stuck an einer weissen Decke und unzählige kleinere und grössere Spiegel an den drei Wänden schmückten die Kabinette. Ausgestattet waren sie mit allerlei kombinierbaren, mit weissem Leder überzogenen Möbelstücke, Ösen und Haken fanden sich überall, Ketten und allerlei sexuelle Utensilien hingen an den Wänden, und ein halbhoher Rollschrank, mit weiss der Teufel was allem drin, stand auch bereit.

Das Trio hatte sich ein freies Kabinett gesichert, die meisten anderen waren bereits belegt durch Gäste, die mit jeweils einer, manchmal zwei gekauften Sklavinnen oder einem Sklaven allerlei Dinge anstellten und sie zu ihrer Lust benutzen konnten. Langsam schlenderten wir an den Orten der ungezügelten, perversen Erotik vorbei. 

Als erstes beobachteten wir eine Sklavin, die am Boden liegend ihr Gesäss in die Höhe recken musste und einen riesigen Plug im Anus trug. Auf Befehl musste sie Wasser lassen und pinkelte sich zwangsläufig dabei selbst voll, was zu heftigen Beschimpfungen des Gastes führte, der sie immer wieder mit einem gelöcherten Holzpaddle den Arsch versohlte und damit noch mehr dazu führte, das alles spritzte. Der Schwanz des Gastes hing aus der halb heruntergelassenen Hose, war steif und tropfte vor Lust. Die Misshandlung machte ihn unglaublich scharf.

Im Raum nebenan leckte eine auf einem solchen Möbelstück wehrlos gemachte Sklavin die Rosette eines bis auf die Maske nackten Gastes. Gleichzeitig wurde sie von der stark tätowierten Partnerin des Gastes, die auffällig grosse Ringe an ihren gepiercten Nippeln trug und der eine diebische Freude ins Gesicht stand, mit dem Strap-On heftig gefickt.

Dann folgte tatsächlich eine spezielle Szene: Ein Gast in Anzug mit geöffnetem Hosenstall und einem riesigen Prügel fickte einen Sklaven in Lederchamps, dessen Kopf in einer Ledermaske steckte, mit verschlossenen Reissverschlüssen über den Augen. Immer wieder schlug er den Sklaven auf den Po, bevor er wieder mit dem Schwanz dort eintauchte. Bei näherer Betrachtung war zu erkennen, dass der Sklavenschwanz in einem Keuschheits-Käfig gefangen war. Doch dann kam es: Nebenbei küsste seine Begleitung, eine Frau, eine Sklavin und massierte und knetete dabei deren üppige Oberweite sehr heftig, bis – wir glaubten es zunächst gar nicht – weisse Tropfen von den Brustwarzen zu Boden segelten. Dann wurde die Sklavin an die Fick-Szene herangeführt und musste ihre Milch in den geöffneten Anus des Sklaven spritzen, als wäre es Gleitmittel. Wie das den aktiven Mann scharf machte! Das Stöhnen… es war fast ohrenbetäubend. Seine Partnerin ging derweil in die Hocke, spreizte ihre Beine und liess zwei ihrer Finger mit hohem Druck und rascher Kadenz in ihre Pussy rein- und rausgleiten; es war nicht ganz eindeutig, ob die Szene im Kabinett oder die Tatsache, dass die Zuschauer ihr beim sich reiben zuschauten, mehr erregte.

Ellys Körperhaltung und Mimik verriet mir, dass sie nicht so genau wusste, ob sie diese homoerotische Perversion erotisch oder eklig finden sollte. Wie bei einem Unfall, bei dem man nicht wegschauen kann, verharrte sie einen Moment. Dann hauchte sie in mein Ohr: «Mein Herr… ich bitte darum, Sie heute noch glücklicher machen zu dürfen!»

Wie feinstes Olivenöl ging mir dieser Satz runter. Und wie überraschend kam er, ausgerechnet in dieser Situation, die weit von dem entfernt war, was wir kannten. In ihrem ewigen Kampf zwischen konservativer Erziehung und verdorbenen Sehnsüchten hatten letztere gerade die Überhand. «Du wirst die Gelegenheit haben, genau dies zu tun!» Meine Augen bohrten sich gefühlt für Minuten ihre, und sie wich mir nicht aus. Nein, sie wollte es wirklich.

Verrückt die Situation allemal. Niemand würde uns das glauben, was wovon wir Zeugen wurden an diesem Abend, würden wir es erzählen oder niederschreiben. Glamour, Glanz, Schloss und unglaubliche Perversionen.

Im nächsten Kabinett befanden sich zwei junge Sklavinnen, die in Scherenstellung ihre Pussies aneinanderrieben. Das Besondere daran jedoch war: Zwischen ihren Schamlippen befanden sich Brennnesseln, die ihre teuflische Wirkung bereits entfaltet hatten, wie man an der geröteten Haut unschwer erkennen konnte. Lauthals klagten sie über die Qual, das ihnen das Unkraut bescherte, eine der beiden weinte sogar; doch das ältere Gästepaar, sicher im Rentneralter, befahl, dass die Intensität und Frequenz gefälligst keinesfalls zu verlangsamen sei, ansonsten eine negative Referenzauskunft drohe. Mit festem Blick auf die Sklavinnen ging die Frau vor ihnen auf alle Viere, hob ihren Rock hoch und ihr Partner gesellte sich dazu und begann sie von hinten zu ficken. Beide wie in Trance angestachelt durch das erkaufte Schauspiel vor ihnen.

«Wie grausam!» befand Elly. «Sei froh, es gibt Leute, die stecken den Damen die Brennnessel in die Harnröhre.» Schockiert hielt Elly ihre Hand vor den Mund und riss die Augen weit auf. Ich nickte nur, um zu bestätigen, dass das kein Scherz war.

Der letzte Raum aus dem Halbrund war vom Trio vor uns in Beschlag genommen worden, wo die Sklavin in der Zwischenzeit die abgebundenen Brüste der Besucherin mit unzähligen Nadeln versehen hatte und der Mann sich intensiv mit Gleitmittel einrieb und sich wohl für ein Fisting bereitmachte.

«Was meinst Du… wird seine Partnerin gefistet? Oder die Sklavin? Und… in welche Öffnung?» fragte Elly in einem Ton, als würde man Zuhause eine Einkaufsliste besprechen. Ich nutzte die Gelegenheit, sie etwas zu necken: «Ich bin entsetzt, welche Gedanken Du hegst!» Als wäre sie ertappt worden und ein Anfall von Scham hätte sie wie ein Blitz getroffen schämte sich Elly. Das latent schlechte Gewissen ihren gutbürgerlichen Werten gegenüber war auf einmal wieder da.

«Lass uns in einen Raum gehen, wo wir für uns sind. Ich zeigte mit dem Finger auf an die Wand gemalte Wegweiser, auf denen «Séparées» stand. Eine Türe führte uns hinaus und wieder mittels einer merkwürdigen Umdrehung und vielen kleinen Stufen zuerst nach unten, wo kein Raum war, und dann am Ende des Ganges auf der anderen Seite wieder nach oben. Immer mehr wurde mir klar, dass die Anordnung der Räume das kein Zufall war. Die Orientierung wurde den Gästen absichtlich genommen, ein Labyrinth der Erotik. Schliesslich liess ich Elly vorangehen, sie stiess eine Türe zu einem kleinen Raum auf: An dessen Ende stand ein grosser Schreibtisch mit je einem Monitor auf der linken und rechten Seite. Zwischen den Bildschirmen konnte man erkennen, dass die Wand dahinter aus Glas bestand, hinter welchem man einen grossen Saal mit tanzenden Paaren erkennen konnte. Als Elly sah, dass an diesem Schreibtisch, mit Rücken zu uns, ein alter Mann im Rollstuhl sass, blieb sie wie angewurzelt stehen. «Elly, nehmen Sie die Maske ab.»

Ich trat einen Schritt zurück, schloss die Türe vor mir und liess sie mit dem Fürsten allein.


Das erste Buch zu Elly und ihrem Dom G. ist noch immer erhältlich!

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