Toskanisches Gemäuer (1): Halte-Stelle

Mitten in der toskanischen Altstadt von Montepulciano, dessen Häuser rund um einen Hügel angelegt worden waren, liefen Eva und ich die sich beinahe kreisförmig immer weiter hochschraubenden und enger werdenden Gassen hoch. Sie führten zum zentralen Platz mit kleiner Kathedrale und dem Rathaus, Turm inklusive. Als würde sich eine Schlinge langsam um ein erotisches Opfer dunkler Machenschaften zuziehen, bis man am Ende die zentrale Macht vollends erobert hat und zum heiligen Gral der Begierde gelangt.

So wirklich weit weg von der Realität war dieses Gleichnis gar nicht: Eine Besonderheit der Gassen bestand nämlich darin, dass sie eine grosse Anzahl in die Wände eingelassener Metallringe aufwiesen, an denen vor vielen Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten Pferde festgemacht werden konnten. Und Eva war Reiterin. Die Gedanken, die Wärme, der Ort mit seinem leicht modrigen Duft von altem Gemäuer – all das nährte das Füllhorn meiner Fantasie, das sich nun über das Hier und Jetzt ergiessen sollte. 

Immer, wenn es zu seriösem Spiel mit Eva kommen sollte, kam die Erinnerung an unser Kennenlernen hoch, ein Date mit Vorzeichen, die im Unterschied zu vielen anderen nur schemenhaft zu erkennen waren. Natürlich war der Kontext der speziellen Vorlieben im Raum, und es fand in einem labyrinthisch wirkenden Gastronomiebetrieb statt, bei dem man sich lebhaft vorstellen konnte, gleich um die Ecke eine dunkle Ecke zu finden, wo man dem inneren Herrscher der Finsternis freien Lauf lassen könnte. Wenn die anderen Gäste hätten ahnen können, was der Auslöser unseres Treffens war! Der Gedanke belustigte mich.

Dennoch: Unser Gespräch verlief harmlos. Aber dann kam dieser Moment, er konnte kaum mehr als zwei, drei Sekunden gedauert haben, in dem sich unsere Augen auf eine unvergessliche Art und Weise trafen. Als hätte sich mein Blick mit ihrem verhakt, einen tiefen Zugang zu ihrer Seele gefunden und diese hätte auf magische Weise geantwortet. Wie eine Insel war dieser Moment, nichts aus unserer Unterhaltung vorher oder nachher deutete darauf hin. So seltsam es war: Die Oberflächlichkeit unseres Gesprächs passte nicht zu dieser Tiefe, die diesem kurzen Moment innewohnte.

Meine Faszination für ihre grünlichen, kaleidoskop-artigen Augen blieb, und am Ende kam es mit uns so, wie ich es geahnt hatte. Nun war Eva hier mit mir, umgeben von toskanischem Gemäuer. 

Ihr Sommerkleid, dunkelblau mit weissen, blumenförmigen Mustern, betonte ihre Figur perfekt. Sie hatte geschlossene, grauen Riemchen-Heels aus Wildleder an ihren Füssen. Eine modische Sonnenbrille verbarg ihre Gefühlslage, allerdings nur für andere: Zu gut kannte ich sie, um die leichte Unsicherheit nicht zu spüren, die an ihr nagte. Die Balance zwischen dem sicheren aufgehoben sein im Schutz ihres Herrn und seinen zuweilen hart zu verdauenden kleinen Perversitäten, die ihre Schamröte auf unkontrollierbare Weise ins Gesicht schiessen liessen, war ein ständiger Akt auf dem Tanzseil, den sie nicht kontrollierte. Wie sehr ich das genoss!

Eva musste ahnen – nein, ich bin sicher, sie wusste es -, dass ich mir auch für heute wieder etwas ausgedacht hatte. In einer der Gassen, die weniger frequentiert waren, stoppte ich unseren Spaziergang. „Es ist Zeit, dass Du die Sonnenbrille wechselst. Gib mir Deine.“ Verdutzt folgte sie meiner Anweisung und staunte nicht schlecht, als ich ihr einen Ersatz dafür präsentierte: Es handelte sich um eine sportliche Sonnenbrille in gebogener Form, mit sehr dunklen Gläsern. Doch erst, als sie sie aufgesetzt hatte, realisierte sie, wie dunkel: Sie blockierten nicht nur grelles Sonnenlicht, sondern jegliches Licht! Mit ihr war sie blind.

„Hier, halte Dich an diesem Metallring an der Wand fest, damit Du nicht fällst.“ Vorsichtig tastete sie danach. „Und nun: Zieh Deinen Slip aus und zieh das Kleid so hoch, dass ich Deine Brüste sehen kann.“

Evas Körper begann zu beben, ihr Puls raste so sehr, dass er auch ohne Berührung nicht zu verbergen war. Hier, in der Öffentlichkeit, ohne zu wissen, ob und wer zuschauen würde, sowas zu tun… wie dreist war diese Anforderung? 

„Mein Herr, ich…“ stammelte sie. „Die Antwort auf Deinen Einwand ist: Nein.“ antwortete ich ruhig.

Die Überwindung, die Eva die Umsetzung des Befehls kostete, war augenscheinlich immens. Nicht genau zu lokalisierende Schritte von Bewohnern oder Touristen, ihre Ahnungslosigkeit, ob deren Blicke auf sie gerichtet sind, der fremde Ort – alles brachte meine wunderschöne Sub in eine seltsame Zwischenwelt: Ein Zustand, in dem die Vernunft von Lust langsam verdrängt wird, sich zwar noch tapfer wehrt, aber schliesslich immer mehr eingehüllt wird wie von einem dunklen, schwarzen Tuch, Schicht um Schicht, bis sie sich vollends ergibt und verstummt.

Plötzlich, als wäre sie von einem Blitz getroffen, ergab sie sich ihrem Schicksal, griff unter ihr Kleid, zog ihren Slip über Knie und Schuhe und warf ihn verächtlich weg, als wollte sie mich mit dieser Geste provozieren. Dann, ganz scheu, zeigte sie mir ihren blanken Busen.

„Brav!“ lobte ich sie.

Sie wusste genau, dass dies hier nicht das Ende meiner Aktion war, sondern erst der Beginn. Ich drehte ihren Körper gegen die Wand, nahm ihre beiden Handgelenke und Sekunden später klickten die durch das metallene O geführten Handschellen.

Es war das letzte, was sie von mir hörte. Denn jetzt liess ich sie warten.

Fortsetzung folgt… 

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In Fahrt (3): Kondukteur

Als wäre die Situation nicht schon genug irritierend gewesen, öffnete sich die Schiebetüre zum hinteren Waggon. Die letzten Ausfransungen ihres Rausches waren nun endgültig weg. «Ach Du Schande, der Kondukteur!» dachte Manuela, griff panisch nach ihren Kleidern und versuchte, sich so rasch wie möglich zu bedecken. Xavier, der die Türe von seinem Sitz aus ebenfalls im Blick hatte, verliess seinen Platz und lief dem Kondukteur entgegen, so, als müsse er zur Toilette an ihm vorbei. Bei ihm angekommen, drückte er umständlich auf seinem Smartphone, als wolle er sein Ticket darauf suchen, und verschaffte Manuela dadurch Zeit, sich notdürftig herzurichten. Als der Kondukteur bei ihr ankam, hatte sie ihr Kleid übergestreift, die Unterwäsche unter ihr Gesäss geklemmt und war schweissgebadet. Sie griff nach der Handtasche, um ihm ihr Ticket zu zeigen. Er quittierte höflich mit einem französischen Akzent und lief den Gang entlang weiter, bis er durch die Schiebetüre am Ende in den nächsten Bahnwagen verschwand. 

Xavier kehrte zu seinem Sitz zurück. Erst jetzt fand Manuela wieder Worte. «Warst Du, sag mal, in…, wann hast Du mich.. wie hast Du?» stammelte sie. Doch Xavier antwortete nicht auf ihre Fragen. «Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen! Oder sie. Oder auch nicht.» lachte er, und zog sie mit seinem Charme gleich wieder auf das Glatteis ihrer Bewunderung, die durch das verwirrende Spiel nicht weniger geworden war.

«Aber wenn er früher gekommen wäre, was hätte er dann gesehen?» Eine listige Frage, wie sie dachte, um zu eruieren, was in ihrem Zustand des sexuellen Deliriums wohl alles geschehen sein musste. «Er wäre gar nicht gekommen. Hast Du nicht gemerkt, wie schwul er ist? Er hat es bestimmt erfunden!» 

«Mensch, Xavier!» maulte sie ungeduldig, aber er winkte ab. «Nein, nein, Manuela. Die Geheimnisse werden nicht gelüftet, die Magie bleibt wie bei Copperfield nur, wenn man sie nicht in ihre Atome zerlegt.»

Verdammter Mist! Dachte sich Manuela. Natürlich hatte er irgendwie Recht. Dennoch… sie überlegte sich, ihre Pumps wieder anzuziehen, stellte dabei aber fest, dass sie weg waren. Wo verflixt nochmal waren ihre Pumps? Sie erhob sich, um unter die Sitzreihen zu schauen, vielleicht waren sie im wilden Treiben irgendwo hingerutscht? 

Nichts.

Xavier lachte schallend, als er sie am Boden kriechen sah. «Du wirst sie nicht finden. Sie bleiben bei mir, sie sind das Pfand, bis wir uns das nächste Mal sehen.»

«Und wie denkt der Herr, soll ich jetzt in diese geschäftliche Besprechung? Barfuss??» Xavier schüttelte den Kopf. «Es befindet sich ein Schuhgeschäft im Bahnhofsgebäude. Du wirst dort schon was finden.» Sprachs und griff in seine Tasche, um einen 50er Schein herauszuholen und ihr hinzuwerfen.

«Bis wir uns das nächste Mal sehen?» Manuelas Gedankenmaschine war irgendwie mit der Situation überfordert. So weit war sie noch gar nicht. Doch keine Handlung zuvor verletzte ihren Stolz so sehr wie der Anblick des Geldes. Ihr Hochgefühl fiel und wich einer ärgerlichen Befindlichkeit. 

 «Du hast ein Date, hattest Du gesagt. Sie wird wohl etwas dagegen haben, wenn wir uns wiedersähen? Oder ist sie wieder nur eine weitere Deiner Blüten im riesigen Blumenfeld, wie ich auch? Behalte Dein Geld, ich benötige es nicht.»

Xaviers Blick verfinsterte sich. «Ich bin Dir keine Erklärung schuldig. Du willst mich wie ein neues Paar Schuhe. Und beides ermögliche ich Dir. Aber Du musst das Richtige tun, und Du weisst, was es ist. Tu es jetzt!» Er blickte auf seinen Schritt, und dann langsam wieder hoch zu ihr.

Der Zug näherte sich Bern. Die Zeit lief aus. 

Manuela atmete heftig, ihre Aufregung liess sie schon wieder in diesen Zustand fallen, der keine logischen Überlegungen mehr zuliess. Der Stress! Ihr Begehren. Ihre Prinzipien! Das männliche, süsse Verderben, das sie anzog wie das Licht die Motten. Es war so viel ungeklärt, wie könnte das denn alles funktionieren? «Scheiss drauf!» dachte sie, kroch unter das kleine Tischchen zwischen den beiden Sitzen und öffnete seinen Hosenstall. 

Xavier griff in ihre Haare, zerrte an ihnen, um ihren Kopf zu halten, und sie gleichzeitig die Strenge, die Dominanz, die Herrschaft über sie spüren zu lassen. Sie nahm ihn ganz auf, auch wenn sie daran zu würgen hatte. Aber sie wollte ihn. Sie wollte seinen Saft so sehr, sie wollte seine sein, die, die es ihm am besten besorgt. 

Das heisse Weiss schoss in ihren Rachen, und sie nahm alles auf, gierig und dankbar. Xavier keuchte, sein Körper zitterte. Als sie wieder hochkam, hatte Xavier seine Augen geschlossen. Sein Schweiss drückte durch sein weisses Hemd. Manuela lächelte zufrieden. 

Ein Zweiklang ertönte. «Meine Damen und Herren, wir treffen in Bern auf Gleis 3 ein, Ausstieg auf der linken Seite. Ihre nächsten Anschlüsse…» dröhnte es aus den Lautsprechern.

Xavier öffnete seine Augen und schaute Manuela zufrieden an. Zum ersten Mal war da so etwas wie eine Verliebtheit in seinem Gesichtsausdruck.

«Komm! Wir müssen raus hier, raus aus dem Zug, verstehst Du nicht?» Sie lachte, und er schmunzelte, als sie die Anspielung verstand. Sie lief barfuss hinter Xavier her und beide stiegen sie die Treppe hinab, wo im Türbereich der Kondukteur mit seiner grossen, schwarzen Tasche ebenfalls auf die Ankunft in Bern wartete. Das Seitenfach war nicht ganz geschlossen, und so erblickte sie darin, was sie nicht erwartet hatte: Ihre Pumps! 

«Xavier!» rief sie kurz, doch die sich öffnende Türe zog die Aufmerksamkeit der Männer auf sich und der Kondukteur verschwand mit einem scheuen Abschiedslächeln. Xavier zog sie an der Hand auf den kalten Boden des Bahnsteigs.

«Frag nicht, Manuela. Denk an die Magie!». Dann endlich küsste er sie, lange und leidenschaftlich. Erst als der Zug bereits den Bahnhof wieder verlassen hatte und die ankommenden Passagiere von den Katakomben des Bahnhofes aufgesogen waren, lösten sie sich voneinander. «Ich nehm die Überführung hinten, das Schuhgeschäft ist vorne im Shopping-Bereich unter den Geleisen.»

«Na dann, tschüss!» erwiderte sie etwas halblaut und lief los, allerdings nicht, ohne sich nach ein paar Metern nochmals zu ihm umzudrehen. Er lächelte und winkte von weitem; dann folgte er dem Weg, den der Kondukteur vor einigen Minuten auch eingeschlagen hatte. Noch immer wusste sie nicht, was gespielt wurde. Wie sie das hasste. Und es liebte. Ein Spiel, geil wie Affenscheisse.


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In Fahrt (2): Driver Seat

(Fortsetzung von In Fahrt (1): Boarding)

Fein säuberlich schob sie die Pumps unter ihren Sitz. Sie fühlte sich fürchterlich nackt. Herrgott, es waren doch bloss die Schuhe! Aber sie wusste, er wollte mehr. Viel mehr. Es war absolut unmöglich, dass… 

Xavier erkannte ihr Zögern, stoppte die Musik und sah sie mit einer Intensität an, die sie nicht nur nackt fühlen liess, sondern auch noch schuldig. „Nein bitte!» stammelte sie, «lass doch weiterlaufen!“ Xavier nickte, als gäbe er ihr eine letzte Chance, und drückte wieder auf „Play“. 

Natürlich war sie keine 18 Jahre alt mehr, und ja, tief in ihr drin hatte sie sich immer ein D/S-Setting gewünscht. Die Phantasien, die fast jede Frau hat, aber nie darüber spricht. Dass sie aber innert Minuten einer Zugsfahrt von 0 auf 100 in so einer Situation landen würde, nein, das wäre ihr in 1000 Träumen nie eingefallen. 

Als hätte Xavier sie wie ein offenes Buch gelesen, stellte er keine Fragen. Mit einem kaum merklichen Hochziehen seiner rechten Augenbraue steuerte er sie. Sie verstand, erhob sich, stand in den Flur und begann ihren Körper im Takt zu bewegen. Ein weiterer Augenausdruck seiner Ungeduld reichte, um sie ihr Kostüm öffnen zu lassen, welches sie zu Boden schlittern liess. 

„Du bist wunderschön, weisst Du das?“ 

Das erste freundliche Wort. Hätte sie nicht schon längst rot anlaufen müssen? Jetzt geschah es. Mit dem Mut einer Frau, die ihren Stolz wiedergefunden hatte, öffnete sie ihren BH. Prinzipien hin oder her! Sie sehnte sich danach, sein Date zu sein, niemanden sonst würde er dann treffen. Sie wollte sein, was er wollte, Wachs in seinen Händen, die Puppe, die er dirigiert nach seinem Verlangen, und alle Zicken der Welt würde er hinter sich lassen können. 

Xavier schälte sich nun ebenfalls aus seinem Sessel und stellte sich nahe an sie heran. Sie wünschte sich so, ihn küssen zu dürfen, endlich küssen! Doch er wich zurück. Nur seinen Atem und seinen Körperduft gab er ihr, das sollte genügen. 

Ein Gleiswechsel liess den Waggon unvermittelt schwanken und liess Manuela mit den Armen voran auf die gegenüberliegende Sitzreihe stürzen. Ihr Oberkörper über die Lehne gebeugt, reckte sie ihren Hintern unfreiwillig in die Höhe. Xavier, dem es gelungen war, stehenzubleiben, stellte sich dicht an ihr Gesäss. Manuela wagte nicht, sich zu bewegen. Auf einmal riss Xavier ihr das Höschen runter. Der Anblick offenbarte die Regungen ihrer Hormone. Wie Manuela sich schämte! Und wäre das alles nicht schon genug gewesen, verstärkte Xavier alles noch: „Eine notgeile Schlampe. Genau, wie ich erwartet hatte.“  

Warum nur gelang es ihr nicht, sich zu befreien? Warum konnte er veranlassen, was sie konsequent ausgeschlossen hatte? Eben noch so stolz, und nun die läufige, willenlose Hündin. Die Fallhöhe hätte nicht extremer sein können. 

Das Lied war aus. An seine Stelle trat das Geräusch, das Xavier verursachte: Er zog seinen Gürtel aus der Hose. Wie unglaublich wohltuend, wie befreiend war das! Sie fürchtete sich nicht, im Gegenteil: Sie wusste, dass sie das, was nun kommen würde, verdient hatte. Jede Faser ihres Körpers sehnte sich danach.  

Gedämpft durch das Sitzkissen, auf dem ihr Gesicht lag, stiess sie kleine Klagelaute aus, als die klatschende Akustik des Spankings den Raum einnahm. Das Zwicken, das in einer Wellenbewegung in einen brennenden, pochenden Schmerz überging, liess ihre Mitte weiter anschwellen. Die immer stärker strömenden Sekrete ihres Innersten sammelten sich und begannen kleine Bahnen zu formen, entlang ihrer bebenden Innenschenkel. Sie zählte die Schläge nicht. Überhaupt dachte sie nicht mehr, sie war nur noch das Fühlwesen in einem Zustand, der sich der Ratio ohnehin entzog.

Xavier beherrscht das Spiel perfekt. Die Empfindungen begannen sich aus einem klaren Rhythmus in sich überlagernde, nicht mehr in einzelne Hiebe aufzutrennende Sinneseindrücke zu verändern, sein Körperduft drängte zu ihrer Nase und die Geräusche aus seinem Leder und dem Zug waren für sie nur noch wattig wahrnehmbar. Sie vergass Zeit und Ort. Dieser merkwürdige Zustand zwischen Spannung und Rausch, er wurde immer stärker und intensiver, bis sie die letzte Kontrolle über sich verlor und einen Schwall von Flüssigkeit ausstiess. Jetzt erst bemerkte sie, dass Xavier in ihr war, sein Prügel war in ihr, und sie hatte zuvor nichts davon mitbekommen!

Er zog sich zurück. Manuela tauchte wieder an die Oberfläche auf, die Realität, die sie umgab, stützte sich mit ihren noch schwachen Armen auf. Es gelang ihr nur auf eine sehr ungelenke Weise, wieder eine aufrechte Position einzunehmen. Xavier musste irgendwo hinter ihr stehen, aber als sie ihren Kopf nach ihm umdrehte, sass er perfekt angezogen in seinem Sessel und las, als wäre er ein unbeteiligter Passagier, wohl irgendwelche Nachrichten auf seinem Smartphone. 

Wie zum Teufel…? Was wurde hier gespielt?

Fortsetzung folgt


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In Fahrt (1): Boarding

Etwas wirr hingen Manuelas blonde Haare über ihr Gesicht, als sie im Intercity 1 von Zürich nach Bern Platz genommen hatte, gegenüber von Xavier. Ihr aufgewühltes Erscheinungsbild passte perfekt zu ihrer Stimmung. Schnell wischte sie die Strähnen zur Seite, um den Schein zu wahren. Den Schein wahren! Wie lächerlich! Xaviers buschige Augenbrauen und seine beinahe schwarzen, stets fordernden Augen hatten sie schon seit ihrem ersten Kontakt vor etwa einem halben Jahr im Büro fasziniert. Mehr als das! Auch wenn sie es sich nie eingestehen wollte, himmelte sie diesen Mann im Stillen an und hoffte, ihr Schmachten bliebe unentdeckt. Oder nicht? Ach, was wusste sie schon!

Sie kam sich irgendwie als zu unwürdig, zu unbedeutend vor, als dass ein so athletischer Hüne, der die ganze Firma und vermutlich alle anderen Kontinente seines Universums mit seinem gewinnenden Lächeln verzauberte, sich ausgerechnet für sie interessieren könnte. Selbst wenn, sagte sie sich, wäre sie höchstens eine weitere Blüte inmitten eines riesigen Blumenfeldes, das ihm weit offensteht und aus dem er sich jederzeit bedienen könnte. Er, der prächtigste Schmetterling, der nie lange an einem Ort verweilt.

Ja genau, so musste es sein, legte sie sich alles zurecht. Und ein One-Night-Stand – Behüte uns, nein! – dafür war sie sich dann doch zu schade. Trotzdem ertappte sie sich dabei, wie sie seit der ersten Begegnung immer häufiger die Pumps den bequemen Sketchers vorzog, wenn sie morgens vor dem Schuhregal stand. Sie redete sich ein, dass sie damit andere Männer auf sich aufmerksam machen könne, und er, dieser Beau des Verderbens, damit aus ihrer Gedankenwelt ausradiert würde.

Der Zug setzte sich endlich in Bewegung, und als sie sich kurz umschaute, realisierte sie, dass Xavier und sie im oberen Deck des doppelstöckigen Waggons allein waren. Dieses Kribbeln, das seine Anwesenheit bei ihr wochenlang ausgelöst hatte, gegen das sie sich aber dann zu wehren gelernt hatte, es war wieder da. Verdammt! Dabei war sie so fest davon überzeugt gewesen, dass da nichts mehr war, keine Gefühlsregung; spätestens seit dem Moment, in welchem Xavier einen kurzen Moment zu zweit in der Kaffeeküche genutzt hatte, um ihr klarzumachen, dass er sie in ihrer Schwärmerei ertappt hatte und dass er, bevor ihr Leiden zu weit gehe, Klarheit schaffen wolle. 

Das Wort „Leiden“ hatte er auf eine so süffisante, aber irgendwie auch geheimnisvolle Art ausgesprochen… langgezogen, elegant und ordinär zugleich. Dann schüttelte er den Kopf, wie ein Vater, der seinem kleinen Kind auf nette Weise einen Lolli verbietet. Manuela fühlte die Röte in ihr Gesicht schiessen, ihre Wangen brannten förmlich. Leugnen wäre ein lächerliches Unterfangen gewesen, aber eine Antwort hatte sie auch keine. So nickte sie lediglich scheu, ihren Blick abgewandt, um der beinahe unerträglichen Eindringlichkeit seiner Augen zu entgehen. Sie verliess sie den Raum stumm und kehrte an ihren Arbeitsplatz zurück.

Doch jetzt, im Zug, schien alles, was sie getan hatte, um ihm auszuweichen, wie ein viel zu kleines Pflaster in einer riesengrossen Wunde zu versinken. Warum überhaupt hatte sie zugestimmt, dass sie den Zug gemeinsam nehmen, an diesem Vormittag? Sie hatte doch nur den Arbeitskollegen erzählt, dass sie zu dieser Besprechung nach Bern müsse. Xavier hatte etwas abseits gestanden, machte sich einen Kaffee und rief von der Seite: „Ach, dann können wir ja morgen zusammen fahren, ich hab ein Date in Bern.“

Zunächst völlig perplex, folgerte sie dann aber blitzschnell, dass da ja nichts dabei sein könne, wenn er zu einem Date fahre. Ausserdem: Wie hätte eine Ablehnung auf ihre Kolleginnen gewirkt? Unmöglich. Also stimmte sie zu und traf ihn am Folgetag auf dem Bahnsteig. Sie hatte wirklich gedacht, stark genug zu sein, und die Strömungen ihres Körpers kontrollieren zu können. 

Wie naiv!

Kurz nach der Ausfahrt aus dem Gleisfeld des Hauptbahnhofes machte auch Xavier die Entdeckung, dass sie die einzigen Passagiere weit und breit sein mussten. „Hmm. Alleine. Das eröffnet Möglichkeiten, findest Du nicht?“ Manuelas Puls erklomm förmlich den Mount Everest. Was hatte das verflixt nochmals zu bedeuten? Sie suchte nach einer lapidaren Antwort. „Klar, wir könnten laut Musik hören und dazu tanzen.“ 

„Gut! Ich mach die Musik, und Du tanzt.“ 

Scheisse! Verdammter Mistkerl, was hatte er vor? Händeringend versuchte sie, sich aus der misslichen Situation zu befreien. „Ich kann nicht so gut, und mit dem einengenden Business-Kostüm und den Pumps schon gar nicht.“ Nervös zupfte sie die Unterkante ihres Kleides glatt. Mit einem nachgeschobenen, verlegenen Lachen hoffte sie, sich herauswinden zu können. Doch Xavier fixierte sie weiter mit seinem Blick.

Der Zug nahm Fahrt auf.

„Dann entledige Dich allem, was Dich daran hindert. Niemand schaut zu. Niemand, ausser ich natürlich.“ Dann kramte er sein Smartphone hervor, suchte nach Joe Cockers „You can leave your hat on“ und liess das Lied laut laufen.

Da war sie, die Chance, die sie nie wollte, und sich doch so herbeisehnte. Oder nicht. Ein Sturm entfachte in ihrem Kopf, die Hormone tanzten Tango und der Blutdruck fuhr Achterbahn. Wie konnte er es nur wagen! 

Wie angewurzelt blieb sie sitzen, bis seine Stimme in den Befehlston wechselte: „Los! Du hast mich gehört!“ 

Bevor ihre Logik dazwischen grätschen konnte, entwich ihr ein „Jetzt gleich?“ 

Sie erbleichte. Hatte sie das tatsächlich gesagt? Am liebsten hätte sie sich ihre Zunge abgebissen dafür. Doch der Senf, ist er erst mal aus der Tube… 

Xavier wurde fordernd. „Die Stunde nach Bern ist schon knapp für das, was ich mit Dir vorhabe!“ Wie hypnotisiert, ohne Kontrolle über ihre Absichten, schlüpfte Manuela aus ihren Pumps.

Fortsetzung: In Fahrt (2): Driver Seat


Übrigens: Kennst Du schon Elly und ihre Abenteuer?

Zersplittert

«Was hat sie, was ich nicht habe?» maulte Romy, als sie mit Zeige- und Mittelfinger sanft über meinen noch immer schweissfeuchten Oberkörper fuhr. Wir lagen in einem behelfsmässig aufgestellten Bett, in diesem riesigen Raum, der wie eine Messehalle wirkte: Mittendrin, wie vergessen gegangene Ausstellungsstücke kamen wir uns vor. Der Geruch von Sex hing in der Luft; diverseste Utensilien, Schuhe und Kleidungsstücke lagen verteilt, als hätte sich eine Explosion ereignet.

Als wäre es nur eine gewesen!

«Hey! Knicke nicht meine spärlichen Brusthaare, das tut weh!» scherzte ich. Sie, die stets behauptete, dass alle Doms im Grunde Sissies seien und nicht den Hauch von Schmerz ertrügen, schloss ihre Augen und lachte. Ich wandte mich zu ihr und liess meinen verliebten Blick auf ihren süssen Augenwimpern verharren, deren Mascara fast vollständig Opfer unserer dunkelbunten Begierde geworden war. Wie, so fragte ich mich, hatte die Natur beim Designen der Weiblichkeit wissen können, dass für uns Männer dermassen lange, geschmeidig in einem Bogen geformte Härchen so unglaublich sexy wirken?

Der Einsatz unserer Leiber während der letzten drei Stunden – oder waren es schon vier? – hatte seine Spuren überall hinterlassen, wenn auch auf ihrer Haut in einer anderen Form als auf meiner. Aber kaum war die Wirkung meiner anekdotische Äusserung in den Weiten des Raumes verpufft, zog Romy ein Gesicht und wiederholte ihre Frage: «Was hat sie, was ich nicht hab?»

Mein weibliches Herzstück beklagte, dass ich mich noch mit jemand anderem traf ausser ihr, obwohl es ihr wahrlich an nichts mangelte. «Du weisst genau, was sie hat, Romy.» antwortete ich. «Warum ist das so spannend? Und Analsex kannst Du ja auch mit mir jederzeit haben, ausserdem sind meine Busen ja bestimmt deutlich grösser!» warf sie ein. Stolz drückte sie ihre beiden Brüste von den Seiten her zusammen, um sie noch voluminöser erscheinen zu lassen.

«Welchen Buchstaben des Wortes «Poly» verstehst Du denn nicht?» fragte ich mit meiner Unschuldsmine. «Ich weiss.» seufzte sie und liess ihre Brüste wieder los.

«Versuch nicht zu sein, was Du nie sein kannst. Du bist viel mehr, als ich mir je hätte wünschen können. Du bist der Hafen, den ich vermisst hatte, lange bevor ich von Dir etwas wusste. Die Person, die ich sonst noch ab und zu treffe, steht in keiner Konkurrenz zu Dir, und Du auch nicht zu ihr; bei genauem Hinsehen, ach nein, eigentlich schon auf den ersten Blick ist das erkennbar…. wart mal, soll ich Dir ein Foto davon zeigen?» Verschmitzt griff ich nach meinem Smartphone. «Lass bleiben, nein danke!» Die Drohung mit diesen Bildern erschreckte sie so, dass sie meinen Arm heftig wegstiess. Zu heftig: Das Gerät fiel zu Boden und das Display zersplitterte.

«Scheisse!» rief ich genervt. «Scheisse!» entsetzte sie sich gleich hinterher. «Das wollte ich nicht!»

Ich schluckte meinen Ärger und versuchte, die Gunst des Moments zu nutzen, um aus der Rolle des Angeklagten hinaus wieder zum Ankläger zu werden. «Du wirst dafür büssen müssen, das ist Dir hoffentlich klar!» Romy richtete sich auf und beäugte den Schaden mit Stirnrunzeln. «Immerhin funktioniert es noch.» Dann murmelte sie: «Und wenn ich den Schaden einfach wieder gutmache?»

«Davon rede ich ja!»

Romy kannte diesen maliziösen Gesichtsausdruck von mir nur zu gut und rollte ihre Augen. «Ich korrigiere: Und wenn ich den Schaden bezahle?»

«Du wirst dafür bezahlen!» lachte ich.

«Mensch, Du Arsch, Du weisst was ich meine!»

«OK!» Ich griff zu meiner Aktentasche, kramte den Notizblock hervor und als ich sicher war, dass die überaus neugierige Romy über meine Schulter blickte, begann ich zu schreiben und gleichzeitig vorzulesen. «Also, abzuarbeitende Strafen aufgrund von 1.) Zerstörtem Handy-Display und 2.) Beschimpfen des von ihr heiss geliebten Herrn als Arsch. Heiss geliebt ist doch richtig, oder?»

«Mensch!» maulte sie, aber beherrschte sich dann. Doch ich wusste, dass sie das Geschriebene nicht auf sich sitzen lassen würde. «Man kann Dein Gehirn förmlich rattern hören!»

«Wie wäre es, mein Herr, ich könnte mir doch zukünftig einen Strap-On umschnallen, damit es Ihnen an wirklich an nichts mangelt?» Ihre Augen leuchteten stolz darüber, einen wie sie fand genialen Vorschlag zur Lösung ihres Problems und der Bestrafung gleichzeitig gefunden zu haben.

«Frechweib! Na warte!» Ich warf den Notizblock zur Seite, griff gleichzeitig in ihre Haare und an ihren Hals und zog sie aus dem Bett, auf den kalten Boden. Ich warf mich auf sie drauf, hielt ihren schwarzen Lockenschopf weiter fest in meiner Hand. Meine Errektion kam tatsächlich zurück; ihre ungezogene Art, ihr Duft… auch nach Jahren wusste ich nicht, wie mir in solchen Momenten geschah, es gab nur noch eins: Ich ficktesie das unzähligste Mal heute, aber diesmal wirklich hart. Ihr längst geschundener Hintereingang öffnete sich ohne Widerstand, aber der Lustschmerz musste heftiger sein als zuvor. Romy klagte lauthals, ohrenbetäubender als in den Stunden zuvor, doch stöhnte sie zwischendurch, dann bettelte sie um Gnade, und schliesslich kam sie fast gleichzeitig wie ich. Ich liess ihren Kopf los, der zu Boden sank.

Meine Hinterlassenschaft, oder sollte ich sagen Hintern-lassenschaft, sollte unbedingt dokumentiert werden. Mit einem Spekulum öffnete ich das noch nicht wieder ganz verschlossene Loch wieder etwas mehr, griff nach meinem Handy und machte ein Bild davon. Dann zeigte ich es ihr auf dem gesplitterten Display. «Das, meine teure Romy, das mache ich nur mit Dir. Nur Du kriegst es so.»

Erschöpft lächelte sie: «Danke, mein Herr. Ich hab’s verstanden.» Ich half ihr auf und küsste sie auf die Stirn. «Brav» lobte ich, mit Schalk in meinem Gesicht.

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Berliner Lust – zweiter Teil

Mir wurde schlagartig bewusst: Ich hatte gar keinen Plan! Mit Gürtel in der Hand stand ich in einer fremden Wohnung, die ich noch nie vorher betreten hatte. Doch dieses Weibsbild hatte mich bis aufs Äusserste provoziert, gleichzeitig verlangte die seit Tagen aufgestaute Lust ihr Recht auf Befreiung. 

„Los, zieh Deine Hose runter!“ befahl ich. Amanda, noch immer etwas verunsichert über meinen cholerischen Ausbruch, öffnete die Knöpfe ihrer Jeans langsam und stiess den schweren Stoff runter zu ihren Stiefeletten. „Den Slip auch!“

Ohne ein Mucks folgte sie. Die Textilien funktionierten wir eine Fussfessel, an Flucht war nicht zu denken. „Nun öffnest und präsentierst Du mir Deine Pussy.“ Amanda zog ihren Schamhügel hoch und lief im Gesicht rötlich an, als ich meine diebische Freude darüber zeigte, was in ihrem Schritt los war. „Wusste ich es doch! Auf alle Viere und ziehe Deine Arschbacken so weit auseinander, wie Du kannst!“ Nach einem letzten, ängstlichen Blick auf meinen Gürtel kam sie auch dieser Anweisung nach.

Meine Lederschlaufe traf ihren Hintern mit einem lauten Knall und färbte die Stelle sofort rötlich. Amandas dumpfes Stöhnen, eine Symphonie aus Schmerzklagen und Lustbekundung, löste allerlei magische Empfindungen aus, die mich wie lauter werdende Musik immer in einen Tunnel, in den der dunklen Erotik hineinzog. Noch aber war ich bei klarem Verstand.

„Du willst mich also mit meiner kleinen Vorliebe provozieren? Dann werden wir mal sehen, ob Dir dieser billige Versuch nicht zum Nachteil gereicht. Sag mir, welche Deiner Schuhe hast Du schon beim Sex getragen?» 

Amanda verblüffte mich mit ihrer wie aus der Pistole geschossenen Antwort: «Alle auf der linken Seite.» 

Was hatte sie gerade gesagt? Mein Blick wanderte dem Gestell entlang und ich kalkulierte überschlagsmässig. Es mussten bestimmt 50 Paare sein. Hatte sie ihre Pumps, Heels und Stiefel wirklich nach diesem Kriterium sortiert, oder drehte sie an der Schraube der Eskalation?

„Oha! Da scheine ich nicht der erste zu sein, der darauf besteht.“ Amanda lachte, als hätte der Hieb des Leders vorhin nie stattgefunden. „Auch Berlinerinnen haben ab einem gewissen Alter die eine oder andere Erfahrung vorzuweisen.“ Mit der unschuldigen Stimme einer Märchenlesung fing sie an, aufzuzählen: „Also da war Jürgen, der…»

Das war genug„ Schweig!“ unterbrach ich dieses unwürdige Schauspiel sofort und liess eine Salve von weiteren Lederhieben folgen, heftiger als zuvor. Nach jedem Aufprall heulte Amanda vor Schmerz laut auf, immer lauter, je länger meine Bestrafung dauerte. Aber dann kam mir eine Idee; ich unterbrach das Spanking, entnahm meinem Rollkoffer das Gleitmittel und fuhr mit zwei Fingern in ihre Pussy. Bald waren es drei, vier… ich öffnete sie immer mehr, bis schliesslich meine ganze Hand in ihr war. „Tatsächlich… so geweitet kann eine Schlampe nur sein, wenn zuvor mindestens 50 Herren in ihr waren. Würde mich nicht erstaunen, wenn Dein Arsch auch so ausgeleiert wäre.“

„Mein Herr..,“ begann Amanda nun halblaut, „es waren doch nicht fuffzig! Und nur Thorsten durfte mich auch anal nehmen, in den schwarzen kniehohen Stiefeln zuoberst im Gestell, wobei, nee, da waren noch Klaus und dieser Typ mit dem Schmiss auf der Wange, ach, wie hiess er doch gleich…?“

„Genug!“ Mit einem Ruck zog ich meine Hand aus ihr raus. Noch nie hatte sie mich so angestachelt wie hier, wie jetzt, in ihrer Bleibe, von der ich gerade mal erst den Eingangsbereich kannte. Meine Mitte war angeschwollen, mein Plan duldete keinen Aufschub mehr; flugs entledigte ich mich meiner Schuhe und Hosen, rückte näher an sie heran und drückte ihr Schulterblatt zu Boden. 

„Du glaubst nicht wirklich, dass Du ungeschoren davonkommst, oder?“ Mit meinem linken Fuss presste ich ihren Kopf fest auf die Dielen des alten Parketts, was ihr Ohr quetschte und ihr ein empörtes „Autsch!“ entweichen liess. Mit meinem Prügel verlangte ich Eintritt in ihren Hintereingang, und trotz etwas Widerstandes wurde er gewährt.

Wie soll man es beschreiben, wenn man von diesem Gefühl übermannt wird, dass es sich „richtig“ anfühlt, wenn der Schwanz genau dort in dieser Frau, in ihrem Arsch ist, und es keine bessere Kombination auf Erden geben kann? 

Der Druck auf ihrem Kopf schmerzte sie bei jeder Fickbewegung, die Reibung an ihrer Rosette ebenfalls, nachdem die Vorbereitung dieses Mal aufgrund ihres görenhaften Verhaltens bedauerlicherweise weggefallen war. Doch die Behandlung ihres Frechheitsanfalls kannte keine mildere Variante. Mein Blick auf ihren Schliessmuskel, dessen Haut sich bei jedem Rückzug um meinen Prügel schmiegte, brachte mich fast um den Verstand. Lange würde ich dieses harte Rammen nicht aushalten können, mein Gleichgewicht war in Gefahr. Also nahm ich meinen Fuss von ihrem Kopf und stellte ihn vor ihren Mund, währenddem ich sie weiter fickte. „Du weisst, was zu tun ist!“ Als wäre sie die artigste Sub, die man sich vorstellen könnte, begann sie meine Zehen zu liebkosen. 

Die unaufhaltbare Reizüberflutung setzte ein; mit dem Schrei der sich abspielenden Explosion pumpte ich mein Weiss in mehreren Wellen tief in ihren Anus und verlor dabei fast das Bewusstsein.

Zufrieden, aber heftig keuchend zog ich mich aus ihr raus, kippte Amandas Körper auf die Seite und legte mich neben sie auf den Holzboden, um mich zu erholen. Sie hingegen rappelte sich auf, zog ihre Hosen und Stiefeletten aus, legte letztere auf meine Brust und sagte: „In diesen hier hat mich noch niemand gefickt ausser Du.“ Sie lachte, als hätte sie gerade einen Sieg davon getragen, tauchte zwischen meinen Beinen ab. Mit ihrem Mund machte sie sich an meinem Schwanz zu schaffen, der noch immer empfindlich und vor allem versaut war. Aber Amanda störte das nicht; die Intensität liess eher das Gegenteil erkennen. So schaffte sie es, dass ich unmittelbar nach dem ersten in einen zweiten, wellenartigen Steigerungslauf kam. Dieses Bild, dieses Gefühl, der Ort, das Wissen um das schmutzige Spiel, das wir trieben, das Leder unter meiner Nase… immer weiter, immer höher, immer abstrakter wurde die Situation in meinem Kopf, bis meine Welt hinter den geschlossenen Augen nur noch aus Stroboskop-Lichtern bestand. Sekunden später entlud sich meine zweite Ladung in ihrem Mund. 

Zufrieden tauchte ihr Gesicht hinter ihren Stiefeletten wieder auf, sie grinste mich an und fragte mit Engelsstimme: „Und, mein Herr – habe ich wieder gut gemacht, was meine Berliner Schnauze verbrochen hat?“

„Komm her!“ 

Endlich küssten wir uns. Mit den Pirouetten der Liebe, die unsere Zungen vollführten, fielen wir in diesen unvergleichlich intensiven Zustand der Gleichgültigkeit für alles, was neben uns sein mochte. Selbst in der Mitte eines Kreisels mit dem dichtesten Verkehr drumrum hätten wir nichts mitgekriegt ausser uns selbst. Der ruppige Anfang unseres Treffens war in einer wunderbaren Wonne gegenseitiger Zuneigung aufgegangen.

Das Zeitgefühl ging verloren, doch irgendwann begann der Boden unbequem zu werden. „Willst Du mir nicht Dein „Schloss“ zeigen?“ Amanda nickte. Nackt, wie wir waren, richteten wir uns auf. Amanda führte mich durch ihr geschmackvoll eingerichtetes Wohnparadies mit dschungelartig vielen Pflanzen, unterschiedlichsten Sitzmöglichkeiten, einer offenen Küche und viel Luft zwischen allem. Am Ende betraten wir ihr Schlafgemach.

„Ein riesiges Bett!“ staunte ich. „Da lege ich mich doch gleich rein.“ Amanda fragte belustigt: „Damit ich Dir den Arsch rimme?“ Ich überlegte nicht lange. „Warum eigentlich nicht?“ 

„Ich wüsste einen Grund.“ antwortete sie verschmitzt und kramte etwas aus der Bettschublade hervor. Als ich erkannte, was es war, gefror mir das Blut in den Adern: Eine Peitsche aus meinem Traum, in deren Griff ein goldener Faden eingearbeitet war.

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Kennst Du Elly schon? Das erste Buch: Elly – Dunkle Geheimnisse

Berliner Lust

„Dafür kannst Du mich unmöglich verantwortlich machen!“ protestierte Amanda mit ihren total süssen Falten des Ärgers auf ihrer Stirn, gefangen im Jojo zwischen ihrer devoten, aber fordernden Begierde und dem von ihrem Stolz genährten Gerechtigkeitssinn. „Wie sollte ich bitteschön einen Einfluss auf Deine Träume haben!?“ Bislang kannte sie die Details meines Nachtmahrs nicht, nur, dass sie darin offenbar eine unrühmliche Rolle gespielt haben musste. „Was soll ich denn konkret verbrochen haben?“

Ich lächelte süffisant und verharrte mit meinem Blick in ihrem perfekten Ausschnitt. Etwas beschämt und mit leicht errötetem Gesicht schaute sie sich nach links und rechts um, ob andere Gäste der 27 Café Bar etwas davon mitbekämen. „Du bist unmöglich!“ lästerte sie, als sie einigermassen sicher war, dass wir nicht unter Beobachtung standen.

Ihre ganze Körperhaltung signalisierte die Spannung, die ich in den ersten Minuten aufgebaut hatte, und diese fand ihr Ventil in der Wortwahl Amandas mir gegenüber. Bewusst liess ich mir mit meiner Antwort Zeit, nur eines war klar: Amanda würde ganz sicher büssen müssen für das, was ich in der letzten Nacht gesehen hatte, auch wenn ich nie einen Vorwand benötigte, um das zu tun, was ich mit ihr tat; besser gesagt: ihr antat. Aber mit Grund war es einfach spassiger.

Wir sassen mit unserem Latte Macchiato draussen, direkt am Kurfürstendamm. Berliner Luft – wie sehr hatte ich sie vermisst! Keine zwei Stunden waren seit meiner Landung in Berlin vergangen. Irgendwie war es merkwürdig, nicht mehr in Tegel anzukommen. Seit Jahren hatte ich die Stadt meiner Mutter nicht mehr besucht. Meine Mutter, die mit den unglücklichsten Vorzeichen, die man 1937 haben konnte, am für sie ziemlich gefährlichsten Ort der Welt eben auf diese Welt kam. Doch sie schaffte das Unwahrscheinliche, sie überlebte hier und verliess Berlin erst viel später und besuchte sie mit uns Kindern regelmässig. Wir waren mit der Metropole emotional stets verbunden, auch wenn uns viele hundert Kilometer trennten. Und jetzt war ich es nun zusätzlich mit Amanda, meinem Wildfang von Sub. 

Bisher war diese umwerfende Frau immer brav zu mir in die Schweiz geflogen, um, wie ich jeweils sagte, ihre verdiente Tracht Prügel abzuholen. Wir konnten schlicht nicht voneinander lassen, die Distanz war auf einmal kein Problem mehr. „Wie eine Seele ohne Verstand, wie ein Körper ohne Vernunft, so unkontrollierbar von meiner Natur getrieben ist mein Verlangen nach Dir.“ schrieb sie schon wenigen Stunden nach unserem ersten Abschied, gleich nach ihrem Rückflug; für diesen hatte sie ein Upgrade in die Business Class in Erwägung gezogen. „Der Po!“ war ihre knappe Begründung auf meine verwunderte Frage, und sah dabei aus wie das Emoji, das mit breitem Mund die Zähne zeigt. Süsser als gezuckerter Bienenhonig! Der Preis für das Upgrade war dann doch schmerzhafter, befand sie, und flog tapfer Economy. „Du beweist also einer vollbesetzten Kabine Deinen Masochismus“ konkludierte ich mit einem Zwinkern. „Nicht lustig!!!“ maule sie zurück, und ich hielt mir den Bauch vor Lachen. Wie sehr ich diesen Moment genoss – ich hätte sie vom Fleck weg heiraten können, wenn ich denn sowas je nochmals täte.

Dabei waren die Vorzeichen doch so schlecht gewesen, eigentlich bildeten wir eine völlig unmögliche Konstellation. „Du bist wohl meschugge!?“ hatte sie auf meine frühe Frage im Onlineportal geantwortet, ob sie sich einen Top in der Schweiz vorstellen könnte. Keine drei Wochen später hatte ich sie auf dem Bock in Urdorf fixiert. „So schnell kann’s gehen!“ amüsierte ich mich, während der erste Peitschenhieb sie traf.

Sie war wie ein heiliger Gral für mich, den ich wohlbehütet und gut abgeschirmt an diesen Ort der bösen Taten gebracht hatte, gleich nach ihrer Ankunft. Ihre überwältigende Erscheinung mit einem strahlenden Gesicht, das keine Fotografie je transportieren könnte; ihre hellen Augen wie eine nie endenwollende Supernova, graue Wildleder-Overknees, so sexy und gleichzeitig so dezent, dass sie zum ebenso grauen Business-Anzug perfekt passten. Ihre ganze Körperhaltung und Mimik, die nichts als tiefgründende Freude ausstrahlten waren so vereinnahmend, dass ich fürchtete, andere Männer in der Ankunftshalle könnten ihrer Aura ebenso schock-erliegen und sie mir zu rauben versuchen. Wie um Teufels Willen konnte ein Mensch in Bruchteilen von Sekunden so wertvoll für mich werden, wie konnte ich Eifersucht empfinden, bevor wir uns das erste Mal berührt hatten?

Zu meiner grossen Erleichterung galt ihr Blick nur mir, nachdem sich die Schiebetüren geöffnet hatten. „Solange Du Dich in der Schweiz befindest, gehörst Du ausschliesslich mir!“ Sie lachte über meine Begrüssung und antwortete mit einem ironischen Tonfall „Nur dann? Na, da bin icke ja froh.“

Frech war sie ja, musste das als Direktionsassistenz eines multinationalen Unternehmens ja wohl auch irgendwie sein. Der Vorzimmerdrache, der bei mir seine ganze Devotion zeigte. Welch Privileg! Und welche Verantwortung.

Eine Autohupe holte meine Aufmerksamkeit ins 27 zurück. Amanda fuhr sanft über meine Hand. „Na komm schon, erzähl von Deinem Albtraum!“ 

„Na gut. Du hattest eine Peitsche in der Hand, Du als meine Sub, gerade als ich mich von Dir rimmen liess und meine Augen kurz öffnete. Eine Peitsche, in deren Griff – und das wusste ich im Traum genau – ein feiner Faden aus echtem Gold eingearbeitet war. Sekunden später fand ich mich zu Deinen Füssen wieder und Du verkündetest, Deine magischen Stiefeletten würden mich von nun an in Deinem Bann und damit Deiner Kontrolle halten. Und tatsächlich war ich gelähmt, wie in einer Schlafparalyse.“

Amanda riss vor Überraschung ihre Augen weit auf und schwieg für ewige Sekunden. Dann aber begann sie zu kichern und strahlte mich an, mit diesen unglaublichen Augen, die mich wie in ein eigenes Universum sogen. Hilfloser Dom? Wie sehr ich diesen Gedanken hasste.

Aber warum ihre Überraschung?

„Nun, das mit den Stiefeletten und Deinem Fetisch, mein lieber Schweizer Top, ist ja nicht sooo weit hergeholt.“ Sie streckte ihr rechtes Bein in die Höhe und zeigte das dazu passende Schuhwerk. „Was für ein Zufall, ne? Soll ich langsam am Reissverschluss ziehen, damit Du Klick für Klick hörst und siehst…, wie es Elly in Deiner Geschichte tat?“ 

„Schweig, Du Satansbraten! Du hast Dich soeben selbst geliefert, sollte Dir das nicht aufgefallen sein, meine bittersüsse Berlinerin – nur so von wegen Einfluss auf meine Träume nehmen. Du wirst sehen, ein Stück wie Dich esse ich als Vorspeise, sogar ohne Zucker, also treib es nicht zu bunt hier!“

„Oh, Shitfuck!“ entsetzte sie sich, und zwar so laut, dass sich die anderen Gäste nun doch zu uns umdrehten. Peinlich berührt hielt sie ihre Hände vor den Mund. 

Wir bezahlten.

Amandas Refugium befand sich unweit des Kudamms. Es handelte sich um zwei für sich schon grosszügige Dachwohnungen, die sie zu einer noch viel grösseren Bleibe verbunden hatte. Ich konnte es mir nicht erklären, aber die neue Situation, nun bei ihr in Berlin zu sein, machte mich nervöser als alle anderen Treffen zuvor. Etwas Heftiges lag in der Luft, mein Kopfkino spulte die wildesten Szenen ab, als sie mit dem Schlüssel die Türe zu ihrem Reich öffnete.

„Willkommen in meinem Schloss Charlottenburg!“ 

Vor mir zeigte sich ein ungewöhnlich breiter Flur, links und rechts von Schränken gesäumt, deren Inhalt mit Rollos abgedeckt war. Amanda zog sogleich der Reihe nach an den vier Seilzügen links und rechts; die offenen Gestelle waren voll von Schuhen, von Pumps über Stiefeletten bis zu Overknees! Ein Duftgemisch aus ihr und den unterschiedlichen Ledersorten stiess sofort in meine Nase liess mich leicht taumeln.

Diese freche Brat lachte natürlich. „Hier ist sie zuhause, Deine Berliner Lust – und sie hat Dich wie im Traum unter Kontrolle, nicht wahr?“ 

„Na warte!“ grollte ich, schob meinen Rollkoffer so hastig weg, dass er kippte und zog meinen Ledergürtel mit einem lauten Schleifgeräusch aus der Hose. Amanda erstarrte erschrocken. „Shitfuck! pflegst Du doch in solchen Situationen zu sagen, nicht wahr, meine Teure?“


Fortsetzung folgt. Übrigens… kennst Du Elly schon? Das erste Buch: Elly – Dunkle Geheimnisse

Katzenpeter – Teil 1

Die Fensterscheiben des Lokals waren schon seit ich denken konnte mit schwarzer Folie verklebt. Es war ein Unort, hatte man mir aus gutbürgerlicher Obhut immer mitgegeben, Häuserecken, an denen sich Alkoholiker und andere zwielichtige Gestalten der Nacht trafen, und die man meidet. Strassenzüge, wo es am Tag bestimmt nicht nach Blumen roch, sondern nach dem, was die Gefallenen der Dunkelheit ausgespuckt hatten, bevor sie sich auf dem brüchigen Asphalt zur Ausnüchterung hinlegten und bei Morgengrauen von der Müllabfuhr weggewischt wurden. Oder der Polizei.

«Der rote Kater» war angeschrieben, auf einem flackernden Neonschild, dazu eine gezeichnete Katze, die in meiner Wahrnehmung wie ein zu dunkel gefärbter Pink Panther aussah. Weiter nichts.

War es ein sogenanntes Cabaret? Eine Peep-Show, die dort stattfand? Der Gehsteig vor und der Eingang in das betagte Gemäuer, in dem sich die Lokalität befand, lag deutlich unter Strassen-Niveau, ein Tribut an das Alter des Gebäudes. Unsicher stand ich davor, im Schutz des nur fahlen Lichts, gerade so knapp volljährig wie mutig. Die Fantasien über die Abgründe der Menschheit scharten sich wie Monster um mich und liessen mein Herz wie wild pochen.

Sollte ich?

Als Teenager hatte mein Schulweg nicht weit von diesem Ort vorbeigeführt, zu einem Schulhaus, das die wachsende Innenstadt einverleibt hatte und es nun deplatziert erscheinen liess. Meine tägliche Fahrt in der Strassenbahn auf der Einkaufsmeile offerierte jeweils einen kurzen Blick in diese Schmuddelgasse hinein, und regelmässig fragte ich mich, was sich dort wohl zutrug, sobald die Nacht hereingebrochen war.

„Katzenpeter!“ erinnerte ich mich beim Anblick der Neonlaterne. Meine Eltern hatten andeutungsweise und reichlich verklausuliert von diesem Mann gesprochen, dessen Bezeichnung auf mich wie ein Deckname für ein Subjekt wirkte, das, wenn nicht kriminell, dann mindestens unsittlich handelte. Meine Eltern, der Inbegriff des Anstands! Hatte er wirklich etwas mit diesem Lokal zu tun? Ich jedenfalls verband ihn mit dem «Roten Kater», und die Vorstellung eines gefährlichen Ausbeuters des Milieus ängstigte mich nun zusätzlich. Na Bravo.

Es half alles nichts; bevor ich Gefahr lief, mich selbst der Feigheit bezichtigen zu müssen, fasste ich meine ganze Courage und drückte die schief hängende Türklinke, um dem Geheimnis endlich auf die Spur zu kommen.

Die Sicht in den Innenraum wurde zunächst durch dicke Vorhänge, die einen kleinen Windfang formten, verhindert. Beherzt bugsierte ich den wuchtigen Filz zur Seite und fand mich in einem schummrigen Raum wieder, der bis auf das Flackern eines grossen, mittig im Raum angebrachten Röhrenbildschirms kaum Helligkeit aufwies. Ich meinte, einige kleine Tischgarnituren wie aus einem italienischen Restaurant ausmachen zu können; sie waren aber allesamt unbesetzt. Die überschaubare Gaststube, oder was immer das hier war, war menschenleer. Das wirklich Unfassbare aber war etwas ganz anderes: Das bewegte Bild auf dem Bildschirm. Es zeigte eine komplett nackte Frau auf allen Vieren, breitbeinig gefesselt in einer Art Metallgestell, die gerade heftig mit verschiedenen Utensilien malträtiert oder ausgepeitscht wurde.

Es waren die schicksalhaftesten Sekunden in meinem Leben, ohne dass ich diese Tatsache auch nur im Ansatz realisierte.

Dieses Spanking-Opfer hatte für meine Sinne, die zuverlässig auf klassisch-erotische oder manchmal auch mädchenhafte Accessoires ansprangen, eigentlich nichts Reizvolles. Sie war eine Frau wohl gegen vierzig, wie man sie im „Bon Marché“-Kaufhaus nebenan ob ihrer Normalität in der Masse nicht mal wahrnehmen würde; mittelblonde Haare, Merkmale eines Lebens mit Entbehrungen kennzeichneten ihren Körper: So gar nicht mein Beuteschema. Aber da waren die Spuren auf ihrer Haut, die roten, oft blutunterlaufenen Striemen. Dazu ihre ungeschminkten Gesichtszüge und die Form der geschlossenen Augen, die keinerlei Leiden zeigte. Billige Lautsprecher verströmten blechern den Klang der Misshandlungen des Mannes, der offensichtlich zugange war, selbst aber in der Unschärfe der tiefen Auflösung der CRT-Röhre verborgen blieb.

Nein, es waren keine sexuelle Handlungen durch den Quäler zu erkennen, noch nicht mal ein Anfassen ihres Schambereichs oder der abgebundenen Brüste; rein gar nichts, was mich hätte erregen können. Und doch tat sie es, diese Frau, tat es die gezeigte Situation. Mit einem tiefen Stöhnen quittierte sie jeden vollzogenen Hieb und brachte mich in das fürchterliche Dilemma zwischen allem, was ich im bisherigen Leben über den guten Umgang mit Frauen verinnerlicht hatte und meiner brennenden, völlig konträren Lust.

Nie zuvor hatte ich, dem schon der „Playboy“ als äusserst verwerflich vermaledeit worden war, so etwas beobachtet. Fasziniert war ich, weil die Aura des Moments mich gefangen nahm, als hätte sich ein heiliges Tor geöffnet zu etwas, wonach ich mich schon lange gesehnt hatte, ohne es zu wissen. Geschockt war ich, weil der Anblick meinen Körper, vor allem den intimsten Bereich davon, in einen unkontrollierbaren Aufruhr versetzte.

Wo befand sich die Frau? War es eine VHS-Aufzeichnung, oder wurde hier was live übertragen? Und: Was sollte ich nun tun, allein, in Aufregung und konfrontiert mit dem Unerwarteten?

Teil 2 folgt.

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Katzenpeter – Teil 2

Ich beschloss, zu erkunden, was sich hinter dem Fernseher befand. Und siehe da, eine knarrende Doppelschwingtür öffnete einen Raum dahinter, ein kleines Theater mit plüschigen, abgewetzten Stühlen. Im kleinen Saal sassen einige Männer, verteilt, als hätten sie voreinander was zu verbergen. Auf der Bühne stand eine grosse, alte Fernsehkamera aus den Anfangszeiten, und vor ihr: Die Frau vom Röhrenbildschirm, exakt wie auf der Bildübertragung im Vorraum.

Schüchtern, und doch mich in einer Art Todesmut wähnend, nahm ich in der hintersten Reihe Platz. Innerlich zeterte ich über meine Härte, die mir ein bequemes Sitzen verunmöglichte. Mein rechtes Bein blieb gestreckt, meine Beule im Schritt unbeugsam. 

Der stämmige Mann auf der Bühne, der Folterer, war bis auf ein rotes Lack-Gillet schwarz gekleidet Ein ausschweifender, verschnörkelter Schnurrbart zierte sein Gesicht, fast wie Salvador Dali. Oder wie eine… Katze. 

Katzenpeter? War er es? 

Die Trockenheit, die das Bild aus dem Vorraum zeigte, wich in Realität sichtbarer Feuchtigkeit, an und rund um dieses Weib. Wie ein seidener Faden glitzerte ihre Lust, die von einer Schamlippe nach unten hing und in einer kleine Pfütze mündete, die das fahle Licht des Saals spiegelte. Speichel tropfte von ihrem Mund. Er hatte ihr doch wohl nicht vorher noch seinen…? 

Ein eigenartiges Gefühl überkam mich. Als wollte ich diese Frau vor diesem Ungetüm beschützen, diesem miesen Kerl, der sie weiter und weiter rötete, ja sogar stellenweise blau anlaufen liess. Doch eigentlich wollte ich nichts anderes, als sie exakt diesen Grausamkeiten selbst zu unterziehen, wobei ich bei dieser Vorstellung nichts als Zuneigung für sie empfand. Wie sehr ich diese Frau auf einmal begehrte! Sie, die das alles zuliess, einverstanden war damit, es genoss, oder schmutziges Geld damit verdiente. War sie verrucht oder doch Opfer? Verloren im Giftcocktail aus Hormonen und Sinnesreizen verliess mich die Fähigkeit, auch nur einen logischem Gedanken zu fassen.

Hie und da zuckte einer der Zuschauer, fast, wie es beim Einschlafen ab und zu passiert; doch die Bewegungen, die aussahen, als hätte die Person gerade einen Stromschlag erlitten, hatten ganz andere Ursachen; sie liessen die Herren der Schöpfung hinterher leise stöhnend in ihren schäbigen Theatersitz zurücksinken, wie ein Dudelsack, dem die Puste ausgegangen war. Ekel emfand ich keinen, lediglich eine Art Mitleid – bis mir gewahr wurde, dass ich selbst in den Augen dieser Frau wohl nichts anderes sein konnte als so ein verklemmter Lüstling, der keine andere Möglichkeit als diesen schäbigen Ort fand, um seiner Lust ein Ventil zu verschaffen. Welche Schmach!

Mein Ehrgeiz und meine Verliebtheit in sie, diese unbekannte Masochistin, schraubten sich wie eine Spirale immer weiter hoch bis, ja bis es geschah: Der Sadist unterbrach die Session und rief in den Saal: „Und, wer von Euch will sich nun an ihr vergehen?“

Entsetzen! Der Gedanke, dass sich einer dieser Lüstlinge an ihr austoben könnte, an der Frau, nach der ich mich verzehrte, die in meinem Kopf bereits all dies für mich sein würde, wonach mein Wesen verlangte, er war unerträglich. Zwei oder drei Zuschauer hoben die Hand, aber für mich war ausser Frage: Ich musste es verhindern. Es durfte nicht passieren! Niemand durfte an sie ran! Wie von der Tarantel gestochen sprang ich auf und rief laut: «Ich!» 

War ich denn völlig verrückt geworden? Meine Stimme war noch nicht verhallt, als ich mich in einer luziden Sekunde mit dem Gedanken an eine Flucht vor dem eigenen Mut befasste. Doch der Blick auf die Bühne, diese nackte Schönheit – ja, sie war auf ihre Weise auf einmal schön für mich – liess Adrenalin-Nachschub strömen und verhinderte, dass ich mir diese Blösse gab. Im Gegenteil, jetzt wollte ich mich durchsetzen und fuhr fort: «Katzenpeter… der bist Du doch, oder?… Schau Dir diese Schlappschwänze doch mal an. Alle haben sie schon die dürftigen Tropfen ihrer verblassenden Männlichkeit auf den klebrigen Linoleumboden segeln lassen und hängen wie feuchte Lappen auf dem durchgescheuerten Stoff ihrer Sitzflächen. Welch Manneskraft, wenn nicht meine, kann hier noch was ausrichten?»

Beim Wort „Katzenpeter“ riss der Sadist seine Augen weit auf. Also doch, ich war richtig gelegen.

Er winkte mich zu sich auf die Bühne, drückte mir ein Paddle in die Hand und setzte ein fieses Grinsen auf. «Nun, junger Mann, gib uns doch mal Einblick in Deine jahrelange Expertise. Ficken oder Hauen? Wofür entscheidet sich denn die heutige Jugend?» lachte er. Doch ich stieg nicht auf seine Provokation ein, sondern widmete meine Aufmerksamkeit dem nackten, geschundenen Frauenköper vor mir. Sie zitterte. Das lange Spanking hatte ihr offenbar zugesetzt. 

Mit ihrem Wohlergehen im Sinn, öffnete ich zuerst meinen Hosenstall, nahm eines der Kondome vom Beistelltischchen, streifte es über und stiess mit meinem Prügel in ihre klatschnasse Pussy. Katzenpeter begann siegesgewiss und gleichermassen abschätzig zu lachen, als hätte er die Bestätigung dafür, dass die jungen Männer nur ihr schnelles Abspritzen im Kopf hätten. Doch er vergass, dass ich auch das Paddle nach wie vor in der Hand hielt: Nach ein paar Stössen und dem Aufkommen wohligen Gurrens aus der Kehle der Frau begann ich, ihren geschundenen Po im Gleichtakt zu meinen Lendenbewegungen damit zu schlagen.

Ich misshandelte eine gefesselte, unbekannte Frau, und ich hatte Sex mit ihr; nichts, was in meinen wildesten Fantasien je hätte vorkommen können, geschweige denn dürfen. Aber es fühlte sich so richtig an. Exakt wie jetzt musste es sein, ich eins mit meinem Wesen. Ich ging im Flow auf, bis sie schrie und mir Gallonen von Flüssigkeiten entgegenspritzte.

Irgendwann, in völliger Absenz eines Zeitgefühls, kam ich in ihr.

Auf einmal fiel alles ab von mir, ich kam zu mir, wurde mir meiner Situation und des Ortes bewusst, als wäre ich aus einem Rausch erwacht. Wie lange war ich auf der Bühne gewesen? Katzenpeter jedenfalls war verschwunden.

Das Paddle warf ich zu Boden, stieg von der Bühne und verliess den Saal. Der jetzt erleuchtete Vorraum war zu einer lebhaften Bar geworden, gehüllt in dickem Rauch aus Zigaretten und Stumpen. Den Bildschirm von vorhin suchte ich aber vergeblich. Um den neugierigen Blicken auszuweichen, verliess ich das Etablissement eilends.

Zuhause duschte ich, bis der Boiler leer war, als wollte ich mich säubern von all dem, was ich gerade erlebt hatte. Aber es gelang mir nicht. Das, was in dieser Nacht begonnen hatte, war nicht mehr aufzuhalten, es war tief unter meiner Haut, in meinem Gewebe, Teil von mir geworden.

***

Zwei Wochen später war die Erinnerung an diesen Abend nur noch in einzelnen Szenen präsent, fast wie es mit einem heftigen Traum manchmal passiert. Im aus meiner Schulzeit bekannten, günstigen Kaufhaus in der Nähe des Roten Katers schaute ich mich nach neuen Schuhen um. Doch ständig dachte ich an die Frau und an Katzenpeter. Das Gefühlschaos liess mich von der realen Welt getrennt fühlen: Alles sah ich wie durch eine milchige Scheibe, bis ich – und ich schwöre, es ist die Wahrheit – urplötzlich jemanden erblickte,

Sie.

Die Frau starrte direkt in meine Augen und jagte so meinen Puls auf 180. Noch ehe ich in irgendeiner Form reagieren konnte, wandte sie sich wieder ab.

Einen kleinen Moment lang blieb ich noch stehen, aber als sie sich anschickte, in der Masse zu verschwinden, war mein Entschluss gefasst: Ich folgte ich ihr, ohne Plan, aber offenbar auch ohne, dass sie es bemerkte.

Als sie sich mit Geldbörse in der Hand und Textilien auf dem Arm schliesslich bei der Kasse anstellte, näherte ich mich ihr von hinten und flüsterte in ihr Ohr: „Treibt Dich das Geld oder die Lust?“

Sie drehte sich um zu mir. Wieder dieser Blick, der mich bis ins Mark traf. Ganz langsam nahm sie ihre Geldbörse hoch und öffnete den Reissverschluss des Münzfachs. Dann drehte sie das Portemonnaie auf den Kopf und liess die Münzen wie ein Regen auf den Boden des Kaufhauses prasseln.


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Zum Valentinstag

von Oliver G. Wolff


Mein geliebtes Miststück

Der Valentin, der Dir schreibt, ist Dir wohlbekannt und doch ein Mysterium. Er ist derjenige, der an Rosen die Dornen mehr schätzt als die Blüte. Derjenige, der die Romantik in jenen dunklen Räumen findet, welche andere Leute aus gutem Grund fürchten. Derjenige, der Dich quält, weil er Dich liebt. Der, der so selten da ist, dass Du ohne ihn nicht mehr sein kannst. 

Niemand versucht häufiger, mir zu entkommen als Dein Verstand. Aber niemand hat Deinen Körper besser im Griff als ich.

Hast Du jemals bemerkt, wie Du auf mich wirkst, wenn Du in meinen Fängen bist? Die Verheissungen Deines Fleisches, nebelfeucht schimmernd im spärlichen Licht, bewusst akzentuiert durch Deine Wahl der Overknees aus Wildleder? Deine Wirkung auf mich wie die Glocke auf Pawlows Hund? Die Boshaftigkeit, die Du in mir weckst, wenn Du Dich gegen die zu gewärtigen Behandlung aufbäumst und mich mit Deinen grossen Augen anfunkelst? Ein Widerstand, genährt vom Selbstbewusstsein Deiner Erotik? 

Doch Deine Rebellion ist nicht viel mehr als eine Fassade. Sie ist billiger Putz einer bröckelnden Mauer, die trennt, was nicht getrennt sein darf. Wie die Berliner Mauer.  

Jede meiner Züchtigungen, die Du erfährst, wirkt wie ein Mauerspecht. Fast unmerklich, aber für mich gut sichtbar öffnet sich, diesem Schutzwall gleich, Dein Körper mit jedem weiteren Schlag. Dein Leib will gleichermassen gestreichelt und beherrscht werden, Spielball meiner Lust sein. Mit jeder weiteren Steigerung der Qual, der scheinbaren Ausweglosigkeit der Agonie, steigert sich Dein Verlangen Dich mir hinzugeben, in mir aufzugehen. Du fängst an zu fliegen, hebst ab und vergisst dabei fast alles, sogar das Atmen. 

Endlich bricht die Mauer. Du bist erlöst. Befreit von der Fassade, die im Alltag Dein heiligstes Inneres vor der Unbilden der Welt da draussen schützt. Und zugleich entsteht durch die Befreiung Deines Wesens ein unzerstörbares, metaphysisches Band zwischen uns. Eine Verbindung, die durch die Verschmelzung unserer Körper und das gegenseitige Trinken aus unseren Quellen ihre Vollendung findet.

Deine Seele und Dein Leib liegen ausgebreitet vor mir, erschöpft und gezüchtigt, erholt und geliebt. Es ist ein vergängliches Kunstwerk, eine Kostbarkeit, die in der Gegenwart nur für kurze Zeit Bestand hat. Aber in der Erinnerung jedoch hat es Spuren hinterlassen, die die Zeugnisse meiner Handlungen auf Deiner sanften Haut überdauern. In uns, für uns.

Du wirst mir nicht entkommen. Nie. Du wirst frei sein. Wie nie.

Happy Valentine