Aktenzeichen BDSM… ungelöst (3)

Was soll ich sagen? Es war schlichtweg der himmlischste Deepthroat-Blowjob, den ich je erlebt habe. Der ganze Raum schien sich auf einmal zu bewegen, als würde eine unbekannte Droge ihr bösartiges Spiel mit meiner Wahrnehmung treiben. Dennoch: Mein sadistisches Herz liess es nicht zu, es nur beim oralen Vergnügen zu belassen. Mit beiden Händen drückte ich ihren Kopf zurück und warf sie zu Boden. „Bleib“, befahl ich ihr und zog mich vollständig aus. Sie lag auf dem Rücken, sah mich, nun ebenfalls nackt, erwartungsvoll an. Als ich ihr meinen nackten Fuss vor den Kopf hielt, verstand sie sofort. Sie nahm ihn und lutschte den grossen Zeh, als wäre es ein weiterer Schwanz, den es zu befriedigen galt. Ich lehnte mich an die Sofakante und liess sie gewähren. Was für ein devotes Miststück. Wie unendlich geil!

Ich konnte meine Lust, meinen Vulkan, nicht ewig kontrollieren, ich suchte einen Ausweg. Also befahl ich ihr, mir ihren Hintern zu zeigen. Wie gezeichnet er war! Aber sie hatte es gesagt, sie wollte mehr, und ohne die üblichen Werkzeuge blieb mir nur mein Ledergürtel, den ich aus der Hose zog. 

Ich schlug zu.

Mir fehlen die Worte. Der Moment war in allem, was ihn ausmachte, einfach losgelöst von einer Realität, wie man sie beschreiben könnte. Noch nie hatte ich meine Lust, einen Arsch zu schlagen, so hemmungslos ausgelebt – an einem Körper, der sich von der vorangegangenen Session nicht einmal ansatzweise hatte erholen können! Ohne Frage, ohne Grenzen, ohne Safeword, nur mein Ich, mein Rausch zählte, meine Lust und die Reaktion ihres Wesens, ihre gleichzeitige Masturbation, die mich nur noch mehr anstachelte, bis sie kam und ich schweissgebadet den Gürtel zu Boden fallen liess.

Erschöpfung hin oder her, meine Eruption liess sich nur unter Schmerzen zurückhalten, und so befahl ich ihr, sich wieder auf den Rücken zu legen, mit dem Hintern nach oben. Es bedurfte nur wenig Spucke und meiner Härte, bis ich dort war, wo die Natur es nicht vorgesehen hatte. Mit einem lauten Lustschrei, so laut wie ich mich noch nie hatte schreien hören, kam ich und füllte ihr hinteres Loch. Völlig erschöpft sank ich auf das Sofa.

Lilly, die trotz ihres Orgasmus erstaunlich schnell wieder auf den Beinen war, kümmerte sich nicht um das Weiss, das an ihren Oberschenkeln herunterlief. Sie holte ein Glas und eine Flasche Ardbeg Whisky aus einem Holzschrank und schenkte mir ein. Welch ein Zufall, dass es ausgerechnet meine Marke war, dachte ich noch. „Das, mein Herr, haben Sie sich verdient. Und der Genuss ist bestimmt noch grösser, wenn ich dabei ihre Rosette verwöhne, nicht wahr? “ hauchte sie. „Du verdammtes Miststück!“, murmelte ich, rutschte nun meinerseits ganz nach vorne und liess mich von ihr ausgiebig rimmen. Der Alkohol strömte Schluck für Schluck mehr in mein Blut und versetzte mich in eine Art Trance. In der einen Hand das sich langsam leerende Whiskyglas, in der anderen meinen Schwanz, den ich zu reiben begann… Ich versank in einem tiefen Meer von Empfindungen, mit Strömungen aus nie gekannten Richtungen. Was ich nie für möglich gehalten hätte: Ich ejakulierte ein zweites Mal, nur aufgrund dessen, was ich fühlte, was sie tat und in welchem Zustand ich mich befand.

Das Nächste, woran ich mich erinnere, ist, dass ich an der Strassenbahnhaltestelle meine Augen wieder öffnete. Es war die Ausgangshaltestelle, an der sie mich angesprochen hatte. Ich war angezogen und stand da, als wäre nichts passiert. Ich schaute auf meine Uhr: 3:49 zeigte sie an. Es war mitten in der Nacht, die erste Bahn würde an diesem Sonntag erst um 5 Uhr hier halten. 

Verflucht! War alles nur ein Traum gewesen?

Etwas verschlafen und unterkühlt machte ich mich auf die Suche nach einem Taxi. Tatsächlich fand ich eines und liess mich nach Hause fahren. Ich war müde, aber aufgewühlt von dem, was ich erlebt hatte – oder auch nicht. Meine Sinne waren wie hinter einem dicken Filter, ich konnte keine vernünftigen Schlüsse mehr ziehen, also gab ich auf und versuchte, die Bilder der Szene wieder lebendig werden zu lassen. 

Wie unglaublich alles war. Mein Gürtel hatte sogar ihre Haut an einigen Stellen zum Platzen gebracht. So weit war ich noch nie gegangen. Mein erster Orgasmus, er war nicht nur eine bombastische Erleichterung gewesen, sondern durch den Druck auch irgendwie schmerzhaft. Ihre Augen, waren sie blau oder grün? Ich wusste nur noch, wie sie funkelten. 

Lilly! Ich musste sie unbedingt wiedersehen.

Zuhause angekommen legte ich mich umgehend ins Bett und fiel in einen traumlosen Schlaf. 

Als ich bei Tageslicht aufwachte, hatte ich nur einen Gedanken: Sofort zu Lilly, zu ihrem Haus! Ich musste mich vergewissern, dass alles echt war, und vor allem herausfinden, wie ich wieder zur Haltestelle gekommen war. Für einen Moment zweifelte ich an mir. War das alles wirklich passiert? Ich hatte noch nie in meinem Leben einen Filmriss gehabt, und an diesem Abend hatte ich noch nicht mal getrunken! 

Ich setzte mich ins Auto und fuhr dorthin, wo ich ihr Haus vermutete. Und tatsächlich fand ich es. Aber es war irgendwie anders, ich kann es nicht beschreiben. Die Grösse, die Fassadenfarbe, der Garten, die Fenster… Aber ich war ja in der dunklen Nacht da gewesen, sagte ich mir, ich konnte es nicht wirklich genau gesehen haben. Doch bevor ich mich auf den Weg zur Haustür machte, schaute ich durch das grosse Wohnzimmerfenster. Dort wohnte eine Familie! Kinder rannten herum! Und alles, was ich von der Inneneinrichtung erkennen konnte, stand im krassen Gegensatz zu dem, was ich in Erinnerung hatte.

Ein Gefühl der Ohnmacht, der Angst um mich selbst und meine Zurechnungsfähigkeit erfasste mich. War alles doch nur ein Traum gewesen? Leicht benommen stieg ich in mein Auto und fuhr zurück nach Hause, um mir einen Whisky zu gönnen. Irgendwie musste ich ja mit der Situation fertig werden, hoffen, dass sie sich klären würde. Ohne Frühstück im Magen dauerte es nur wenige Minuten, bis das Rauschmittel seine Wirkung in mir entfaltete, mich die Augen schliessen und auf meinem Ohrensessel einschlafen liess.

Mein Handy weckte mich. Es war eine Nachricht im Messenger von einer unterdrückten Nummer. Der Inhalt: Ein Video, das mich von oben mit Lilly in voller Aktion zeigte. Wie ich wie ein Wahnsinniger auf Lilly einschlug. Was zum Teufel…? Wie zum Teufel…? Und wer…? Nach einmaligem Anzeigen löschte sich das Video von selbst.

Mein Blutdruck rasselte in den Keller, um mich herum verblasste alles. Ich verlor das Bewusstsein.

#aktenzeichenbdsmungeloest


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Aktenzeichen BDSM… ungelöst (2)

Die Haltestelle Neufeld wurde ausgerufen und Lilly stand auf. „Wir sind gleich da. Wissen Sie, nach so einer Nacht fühle ich mich etwas verloren in der dunklen Agglomeration. Sie kennen das ja – wenn man nicht mehr wie aus dem Ei gepellt aussieht, fallen die Hemmungen bei Leuten, die einem Böses wollen, viel schneller.“

Sie drückte den roten Knopf an der Stange, die Türe öffnete sich und ich folgte ihr. Der Weg führte am Rand eines kleinen Waldstücks vorbei. Tatsächlich konnte ich mir lebhaft vorstellen, dass man sich als Frau zu dieser Uhrzeit dort unwohl fühlt. Meine Bedenken, wenn ich denn noch welche bezüglich dieses ungewöhnlichen Wunsches von einer unbekannten Frau hatte, waren weg. Einige Minuten später erreichten wir ein kleines, freistehendes und unbeleuchtetes Einfamilienhaus. 

„Danke, dass Sie mich sicher hierher gebracht haben.“ sagte sie, öffnete die Haustür und schob nach: „Wollen Sie sich kurz bei mir aufwärmen?“ 

Nicht, dass ich überrascht gewesen wäre, aber trotzdem antwortete ich: „Für jemanden, der heute Abend offensichtlich Intensives, wenn nicht sogar Schreckliches erlebt hat, haben Sie schon ein aussergewöhnliches Vertrauen zu mir.“ 

„Intensiv war es in der Tat, das ist wohl nicht zu verbergen.“ Sie öffnete den Schuhschrank, der eine riesige Sammlung verschiedener Damenschuhe erkennen liess, und stellte die Pumps auf einen freien Platz. Sie schlüpfte aus den Turnschuhen und kickte sie in die Ecke neben der Tür. Dann knipste sie das Licht in dem grossen Wohnzimmer an. „Bitte kommen Sie herein, Herr W., und machen Sie es sich auf dem Sofa bequem. Entschuldigen Sie mich einen Moment?“

Ohne eine Antwort abzuwarten, verschwand sie im oberen Stockwerk; kurz darauf hörte ich die Dusche. Na, das war doch verständlich, dachte ich für mich, setzte mich auf das dunkelbraune Leder und begann mir vorzustellen, wie ihr nackter Körper unter der Dusche aussehen mochte. Wie sie sich die Wunden wusch, sich wieder herrichtete… für mich?

Die Einrichtung war nüchtern, modern – fast könnte man sagen, wie aus dem Möbelhaus. Nein, wie in einem Möbelhaus… eine sterile Ausstellung, ein Ort ohne Leben, so kam es mir vor.

Wer war diese Frau wirklich? Das Geräusch eines Föhns riss mich aus meinen wirren Gedanken. Kurz darauf kündigten Schritte ihre Rückkehr an. Sie trug ein Pyjama, so ein luftiges, klassisches mit breiten Streifen, die Haare hatte sie zusammengebunden. Lilly lächelte mich kurz an, dann ging sie schnurstracks zum Schuhschrank in der Diele und holte hellbraune, deutlich abgewetzte Lederstiefel heraus. Mit diesen in der Hand kam sie auf mich zu. „Sie haben meinen Dank verdient. Ich weiss, das wird Ihnen gefallen.“

Schneller als ich meine Gedanken fassen konnte, war der Stoff ihres Pyjamas zu Boden gefallen. Splitternackt stand sie vor mir, und der Anblick offenbarte, was mir die ganze Zeit durch den Kopf gegangen war: der Gedanke an Misshandlung. Sie war übersät mit Spuren körperlicher Gewalt. Rötungen und Hämatome in allen Farben waren auf ihren Brüsten, ihren Oberschenkeln und sogar in der Nähe ihrer Vulva zu sehen. Ihr Blick verriet keine Spur von Scham, im Gegenteil.

Sie sah verführerisch aus.

Gleich daraufhin nahm sie auf dem Sessel gegenüber Platz, liess ihre nackten Füsse in das braune Leder gleiten und zog mit diebischer Freude in den Augen den Reissverschluss nach oben. Dann rutschte sie mit dem Hintern ganz nach vorn auf die Sitzfläche und spreizte die bestiefelten Beine. „Sie kriegen den Hals nicht voll, sagt man. Ich auch nicht, wie Sie sehen. Worauf warten Sie noch?“

Ihre unverschämte Aufforderung, ihr Körper, der heute schon ein Martyrium erlitten haben musste, ihre weit aufgerissenen Augen, ihr Lächeln, das Glitzern ihrer nackten Muschi, ein verführerischer Duft aus Körper und Duschgel – alles Zeichen, dass sie noch nicht genug hatte. Wie Sauerstoff sog ich die Signale auf, und in meinem Innersten angekommen, liessen sie mich alle meine Prinzipien vergessen. Kein Vorgespräch, kein Durchackern der Tabuliste. Eine riesige Welle der Lust hatte mich von hinten erfasst und spülte mich zu ihr hinüber.

Ich riss sie aus dem Sessel, drehte sie mit dem Rücken zu mir und hielt ihre Handgelenke hinter ihr zusammen. Ganz nah hauchte ich ins Ohr: „Du Luder wirst deine Frechheit und Schamlosigkeit noch bereuen“.

Sie lachte! Was erlaubte sich dieses Teufelsweib? Umgehend drückte ich sie auf die Knie und öffnete meinen Hosenschlitz, wo meine geballte Lust auf sie wartete. „Schluck ihn. Ganz! Und wehe, du würgst!“ Eine Ohrfeige unterstrich meine Warnung. Unverzüglich machte sie sich ans Werk.


Fortsetzung folgt! #aktenzeichenbdsmungeloest


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Elly – Dunkle Geheimnisse

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Aktenzeichen BDSM… ungelöst (1)

Ich traute meinen Augen kaum, als ich diese Kreatur mit gesenktem Kopf aus der dunklen, leicht nebligen Nacht auf mich zukommen sah. Zerrissene Strumpfhosen, Füsse in ausgelatschten Turnschuhen, zerzauste schulterlange Haare, ein Jeansrock, der auch schon bessere Tage gesehen hatte und ein Rolling Stones T-Shirt, unter dem sich ihre üppigen Brüste ohne BH deutlich abzeichneten. In der Hand ein Paar High Heels, über der linken Schulter eine Handtasche. Sie ging die Strassenbahnschienen auf der eigens dafür gebauten Brücke entlang, die nur wenig breiter war als das Gleisbett und die die Autobahn überquerte. Ein für Fussgänger gesperrter Not- und Unterhaltsweg, der nach einem Verbotsschild in die Haltestelle mündete, wo ich auf die nächste Bahn wartete. 

Meine Atemluft erzeugte einen Nebelschleier vor meinem Mund. Es war kalt, wie es sich für den Beginn des Winters auch gehört. Ausser mir war niemand an der Haltestelle. 

Sie sah wie eine Obdachlose aus, aber nein, irgendwie auch nicht: Dafür war sie wieder zu hübsch, wenn auch irgendwie heruntergekommen. Eine Frau, die auf dem Weg war, nach einer äusserst wilden Party, vielleicht eine Weihnachtsfeier ihres Arbeitgebers? Aber dafür war sie eigentlich viel zu zerstört, wer weiss, vielleicht sogar misshandelt und unter dem Einfluss irgendwelcher Substanzen auf der Suche nach ihrem Zuhause? Gab es denn niemanden, der sich ihrer annahm?

Sie kam näher. Und je mehr Details ich an ihr erkannte, desto erotischer wirkte sie auf mich. Aber ich kämpfte gegen dieses Gefühl an, denn es sah nicht so aus, als würde sie die Situation insgeheim geniessen – ganz im Gegensatz zu meinen Frauen, die ich nach gewissen Begegnungen in ähnlich erniedrigendem Zustand auf den Walk of Shame schickte. Ein Genuss für meinen inneren Sadisten.

Aber eine Frau in unverschuldeter Not sexy finden? Niemals! Warum nur steuerte sie geradewegs auf mich zu? Oder bildete ich mir das nur ein?

Mein Puls beschleunigte sich. Völlig lächerlich! Vor allem konnte ich überhaupt nicht ausmachen, woher diese Aufregung kam. Doch mein Unterbewusstsein war wieder mal klüger und schneller als meine kognitiven Fähigkeiten. Wenige Sekunden später stand sie vor mir und schaute direkt in meine Augen. 

„Würden Sie mich bitte nach Hause begleiten?“, fragte sie mich ohne Umschweife, ohne Begrüssung, geschweige denn einer Erklärung. Obwohl ich wusste, dass niemand in der Nähe war, schaute ich mich um. Bevor ich eine sinnvolle Antwort geben konnte, begann sie zu lächeln. Das bezauberndste Lächeln, das ich seit langem gesehen hatte; eines von der Sorte, das alles vergessen lässt. „Entschuldigen Sie, wenn ich Sie mit dieser Frage überfordere“ schob sie verschämt nach. 

Mein Ego packte mich. „Natürlich!“ Dass sie mitgenommen aussah, und die Fragen nach dem Grund dafür und weshalb sie diesen Weg eingeschlagen hatte, ja, wieso sie mich überhaupt mit diesem Wunsch konfrontierte: Nichts wäre natürlicher gewesen. Und doch befahl mir mein innerer Gentleman, mich zurückzuhalten. 

Die leere Bahn kam und nahm uns mit.

Wir sassen uns eine Weile schweigend gegenüber. Sie schaute fast die ganze Zeit nur aus dem Fenster, was mir die Illusion gab, unbeobachtet zu sein. Ich musterte sie und glaubte, Spuren körperlicher Misshandlung zu erkennen. Entstanden sie mit Absicht oder nicht? 

Meine Phantasie begann sich zu drehen; ich war zu müde, um dieses Verlangen, diese Urkraft meines Seins zu unterdrücken. Als dienende Sklavin inmitten einer Herrenrunde sah ich sie, die Hände mit scheuernden Handschellen gefesselt, auf den Beinen sitzend und einen Schwanz lutschend. Mehrere Schwänze, eine ganze Reihe von Männern, alle in Anzügen, nur den Hosenstall offen, mit harten Lustkolben, an denen sie rieben, bis sie an der Reihe waren. Immer wieder Ohrfeigen von allen Seiten, Tränen, die ihr über das Gesicht liefen und die Schminke zu einem Bild des Grauens verschmelzen liessen. „Da hast du deinen Nachtisch“, riefen sie nach dem Abspritzen, einer nach dem anderen, sie musste schlucken und schlucken…  fast wie die Geschichte der O. Nur in Schön.

„Sie müssen ja wilde Fantasien haben!“ unterbrach sie mein Kopfkino abrupt. Ich erschrak. 

Sie konnte unmöglich Gedanken lesen, so etwas gab es nicht. Nein, ihre Formulierung war bei näherer Betrachtung ja auch neutraler gewesen. Es war wohl mein schlechtes Gewissen, das sich ertappt fühlte. Wie ich später, viel zu spät, feststellen sollte, war es nicht nur das, sondern auch mein Bauchgefühl, das mich auf diese Weise warnte. Aber da war es schon zu spät. Die Ereignisse nahmen ihren Lauf.

„Phantasie ist nichts Schlechtes“, antwortete ich und fragte nach ihrem Namen. „Nennen Sie mich Lilly, Herr W., wenn ich darf?“

„Sie kennen meinen Namen?“, fragte ich verwirrt. „Nein, eigentlich nicht. Es war nur ein Lotteriespiel aus den Buchstaben des Alphabets.“ Sie zog die Mundwinkel ganz leicht nach oben, der Hauch eines Lächelns. 

Die Warnung meines Verstandes war nur ein Echo aus einer anderen Dimension, ich liess sie nicht an mich heran. Meine Hormone und die Gier nach dem, was sich vor mir ausbreitete, hatten einen Pakt geschlossen und meinen klaren Verstand längst vernebelt. 

Ich glaubte ihr.


Teil 2: #aktenzeichenbdsmnungeloest


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Ellys Stiefel (3): Scham

Die folgende Geschichte ist die einzige von Elly & Dom G., die nicht Teil der Abläufe in „Elly – Dunkle Geheimnisse“ oder „Elly – Tanz in Schwarz“ ist. Sie wurde 2021 schon mal veröffentlicht, ist jetzt aber nochmals überarbeitet worden. Viel Spass dabei!


«Nun», klang es durch die Tür, «wissen Sie, die Erotik ihres Tuns ist auch für mich nicht in Worte zu fassen.»

Nicht schlecht, dachte ich, in der Tat ein guter, wenn auch dreister Versuch, sich aus der Affäre zu ziehen. Aber ich liess nicht locker. «Ich bin zuversichtlich, dass du es schaffst, du bist doch nicht umsonst mein Sub, oder?»

Sie versuchte es noch einmal. «Das Brennen, das sich von meinem Hintern über mein ganzes Nervensystem ausbreitet, mein Herr, lass es mich spüren. Ich sehne mich danach.»

Schon besser, stellte ich zufrieden fest. «Mach weiter!»

«Es ist mein Schicksal, mich Ihnen zu öffnen. Nur für Sie, mein Herr. Ich bin Ihr persönliches Lustobjekt, das sich danach sehnt, die Beine zu spreizen, wie es kein wohlerzogenes Mädchen auch nur zu träumen wagt. Die Öffnungen zu präsentieren, in denen sich ihre Kraft entfalten soll, ganz ohne Scham – auch wenn es mich nach all den Jahren immer noch das Äusserste kostet, sie zu überwinden. Und doch ist es für mich ein einziger Gedanke von Glückseligkeit, die Hoffnung, genau dies ungefragt und aus freien Stücken tun zu können. Ich weiss, ich fühle es mit jeder Faser meines Seins, wie glücklich es Sie macht, das alles zu sehen. Sie werden mich über weitere Grenzen tragen, auf Ihren Händen, durch Ihre Hände, die nicht nur mich, sondern auch Stahl und Leder meisterhaft handhaben».

Was für eine Liebeserklärung! Jetzt wollte ich sie sehen, öffnete sofort die Tür. Elly kniete vor mir, den Blick gesenkt, die Handflächen nach oben. Sie war nackt, bis auf diese wunderbaren Stiefel, ihr Duft, so betörend. «Du riechst so gut», zitierte ich Rammstein, die Drohung und Gier, die das Gefühl in mir gerade perfekt beschrieb. Die Reaktion meiner Mitte, ich konnte sie nicht kontrollieren, natürlich nicht, welcher Mann kann das schon. Sie begann, meine beherrschenden Gedanken, die sonst dem Verstand entsprangen, durch solche aus der Quelle der unendlichen Lust zu verdrängen.

«Erzähl mir von dem schmutzigsten Spiel, das du dir vorstellen kannst. Und glaube nicht, dass ich es nicht kenne, dazu kenne ich Dich zu gut. Aber ich will es aus Deinem Munde hören. Aus dem Mund des Teufels, der vor mir kniet.»

«Mein Herr, es ist … es ist eine Qual, aber …»

«Sieh mir in die Augen», unterbrach ich sie. Ihre Scham und ihr innerer Ekel, die Qual ihrer immer wieder durchscheinenden bürgerlichen Erziehung, all das sollte sich noch steigern. Sie folgte, errötete, zitterte sogar ein wenig; sie führte einen inneren Kampf zwischen den beiden Welten, die in ihr wohnten. Wie erstaunlich, nach allem, was wir schon zusammen getan hatten, all diese Praktiken, die nur wenige tun und über die noch weniger sprechen.

«Es ist dieser Moment, in dem ich innehalte. Es ist geschehen. Mein ganzer Körper ist bereits mit Spuren von Misshandlungen übersät, die einer Vergewaltigung nicht unähnlich sind.» 

Elly schluckte und schloss für einen Moment die Augen, um die Ungeheuerlichkeit und Enthüllung zu verdauen, die sie gerade von sich gegeben hatte. «Und Sie, Sie missbrauchen mein Poloch für etwas, wofür es nicht gedacht ist, es fühlt sich nach langen Minuten an, als wäre mein Innerstes nach aussen gekehrt. Endlich lassen Sie mich ihre Pracht lecken, daran saugen, den Geschmack ihres köstlichen Weissen in meinem Mund mit dem Unreinen in mir vereinen. In Dankbarkeit, mein Herr…» Elly atmete tief aus, als käme nun der schwierigste Teil der Aufgabe «… fühle ich mich Ihnen zutiefst verbunden, wenn ich danach die goldene Krönung in meinem Rachen geniessen darf. Missbraucht, misshandelt, beschmutzt, jedes Atom meines Wesens Ihnen dargeboten, wissend, dass Ihre gestiefelte, kleine…», sie machte eine kurze Pause und fügte dann etwas leiser hinzu, «…Hure zu sein, schmutzig und in und auswendig gezeichnet von Ihren körperlichen Essenzen.»

Umwerfend. Es war einfach geil, was Elly da in einer Klarheit formuliert hatte, die sie mehr Überwindung kostete, als all diese Dinge tatsächlich zu tun.

Ich half ihr auf und küsste sie. Ja, ihre Küsse, sie gehörten schon immer zu ihren schärfsten Waffen, aber ich musste sie einfach belohnen für diesen Moment der Lust, den sie gerade geschaffen hatte. Fast vergessen, wie rau der Nachmittag begonnen hatte, führte ich sie in den kleinen Raum meiner kleinen und grossen Spezialitäten, auf die Lederpritsche in der Mitte, die von der Decke hängenden Seile und Ketten in ihren Umlenkrollen. Intuitiv legte sie sich mit dem Rücken darauf und streckte mir ihre Stiefel entgegen. Plötzlich ertappte ich mich dabei, fast willenlos, wie ich sie nicht nur bewunderte, jedes Detail betrachtete, sondern auch den Duft des Leders einatmete, es schliesslich sogar küsste.

«Dom G.! Werden Sie plötzlich devot?», kicherte Elly frech. «Na warte!» Wenige Minuten später war sie vollends fixiert, die Beine weit gespreizt, die Brustwarzen durch Klemmen mit dem Kettenzug verbunden, der über die Decke mit den Manschetten an ihren Stiefeln verbunden war. Auf diese Weise war sichergestellt, dass, falls sie nicht in der Lage sein sollte, ihre Beine in der vorgesehenen gespreizten Form nach oben zu halten, sich der Zug auf ihre Brustwarzen unangenehm verstärken würde. Eine Situation ohne Ausweg, die ihr höchste Konzentration abverlangte und gleichzeitig nichts anderes tat, als ihre Säfte in pulsierenden Wellen zum Fliessen zu bringen. 

Wie sehr hatte ich mich darauf gefreut, die ihr auferlegte Selbstquälerei zu beobachten, sobald ich mit meiner Arbeit beginnen würde. Die Single Tail war bereit und meine Härte würde bald das grösste Vergnügen haben, das Szenario, von dem sie gesprochen hatte, in die Tat umzusetzen. Viel mehr als das.

Bald waren wir wieder eins, in diesem Fluss von Lust und Schmerz, verbunden in tiefster Liebe.


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Ellys Stiefel (2): Nass

Die folgende Geschichte ist die einzige von Elly & Dom G., die nicht Teil der Abläufe in „Elly – Dunkle Geheimnisse“ oder „Elly – Tanz in Schwarz“ ist. Sie wurde 2021 schon mal veröffentlicht, ist jetzt aber nochmals überarbeitet worden. Viel Spass dabei!


«Steh auf und geh duschen! Glaubst du, irgendjemand auf diesem oder einem benachbarten Planeten will etwas mit einem schmutzigen Mädchen wie dir zu tun haben?»

Elly zog die linke Augenbraue hoch. «Na ja, bisher waren schmutzige Sachen nicht gerade unwillkommen …» Sofort hielt ich ihr mit einer Hand den Mund zu, mit dem anderen Arm hob ich sie vom Boden hoch und zerrte sie in die Dusche. Sie wehrte sich, so gut sie konnte, aber ihr zierlicher Körper war meiner Übermacht nicht gewachsen. Als ich sie in der Kabine hatte, bekleidet bis auf Mantel, Mütze und Stiefel, betätigte ich den Wasserhahn und liess eiskaltes Wasser auf sie niederprasseln.

Oh, wie sie keifte und schrie! Ihre Kleider, ihre Strümpfe, alles war bald vom kalten Wasser durchtränkt und klebte an der unvergleichlichen Silhouette ihres Körpers. Welch eine Wonne für meine Augen, welch eine Erholung für mein Gemüt, welch ein Genuss für meine Ohren. Die einzigartige Erotik einer zeternden Frau, meiner Frau, die ihrer verdienten Strafe zugeführt wird. Den Groll, den sie für ihr schändliches Benehmen verdient, wendet sie gegen ihren Herrn, der sich diebisch an der Ironie dieses Augenblicks ergötzt.

Irgendwann hatte sich Elly mit ihrem Schicksal abgefunden, wurde ruhig, rutschte mit dem Rücken an der Duschwand entlang zu Boden und schlug die Hände vors Gesicht. «Endlich hast du es kapiert, nicht wahr? Dein inakzeptables Verhalten ist flüssiger als flüssig. Überflüssig!»  Den Hebel nun auf warmes Wasser gestellt, liess ich sie auftauen und verliess die Nasszelle, um ihre Handtasche und ihre Stiefel zu holen. Beides warf ich ihr vor die Duschkabine. «Behave!»

Ich drehte den Schlüssel um und liess Elly allein.

«Was soll das?» hörte ich gedämpft durch die Tür. «Elly, Du weisst genau, was ich von Dir erwarte. Du bekommst die Gelegenheit, Dich für Dein Verhalten angemessen zu entschuldigen, und zwar in der dafür vorgesehenen Pose, natürlich vorher ordentlich zurechtgemacht. Oder glaubst Du, ich hätte Dir das vorhin aus Nächstenliebe mitgebracht?»

Elly quittierte die Anweisung mit einem dumpfen, frustrierten Schlag gegen die Glaswand, doch wenigstens gelang es ihr, ihre Zunge im Zaum zu halten. «Puhh!», seufzte ich und warf mich in meinen bequemen Sessel mit Blick auf meinen kleinen Garten. 

Plötzlich bemerkte ich, dass der eine Fensterflügel offen stand. Verdammt! In meiner Wut über Ellys unerwartet heftige Provokation vorhin hatte ich völlig vergessen, die Wohnung schalldicht zu machen! Und nicht nur das: Noch bevor ich mich von dem kurzen Schock erholt hatte, dass man Elly und mich draussen hätte hören können, rief mich die Nachbarin mit besorgter Stimme aus ihrem Garten an. «Alles in Ordnung?»

«Aber natürlich, Frau Nachbarin», beruhigte ich sie mit Engelsstimme. «Meine Cousine hatte nur einen kleinen Nervenzusammenbruch, aber es geht ihr schon besser, sie erholt sich gerade unter der Dusche.» Die Nachbarin nickte beruhigt, aber Elly hatte es natürlich mitbekommen und protestierte lautstark aus ihrer Zelle: «Ich bin nicht deine Cousine!»

Sofort juckte es mich, und um weiteren Rufschaden zu vermeiden, schloss ich das Fenster und setzte mich wieder, ohne weiter auf diese Göre einzugehen. «Du darfst deine Sühnebereitschaft durch dreimaliges Klopfen an die Tür erklären.»

Nach einigen Minuten des Schmollens hörte ich, dass Elly wohl dabei war, sich zu erholen. Ich lächelte und freute mich darauf. Würde es uns gelingen, nach den heftigen Ausschlägen der Amplitudenkurve zu Beginn unseres heutigen Treffens die Harmonie wiederzufinden, diese Momente, in denen wir eins werden? Die Momente, in denen sich die verschiedenen Rollen, die wir einnehmen, perfekt ergänzen. Keine Rache, keine Provokation, keine Anstrengung, nur die Leichtigkeit der Sekunden, die uns wie unzählige Töne durch eine einzige Symphonie tragen. Wie sehr würde ich sie vermissen, Elly, wenn ich sie nicht mehr in meinem Leben hätte. Die kleinen Lachfältchen, die wie Krähenfüsse aussehen, wenn sie kichert. Die leuchtenden Augen, wenn etwas ganz Unerwartetes passiert. Die süsse Empörung, wenn eine neue Inspiration aus Meisters Perversionskabinett zuschlägt. Der Ausdruck tiefer Befriedigung, wenn ich in ihr angekommen bin: Ein ganzes Manifest einer Vorsehung, der wir uns nicht entziehen können.

Etwa zwanzig Minuten später riss mich das Klopfen von Elly aus meinen Gedanken. Reglos stellte ich mir vor, wie sie sich wohl angezogen haben mochte, aber ich liess sie warten. Drei Minuten später klopfte sie wieder, aber ich reagierte immer noch nicht. Weitere Minuten vergingen, bis sie einen weiteren Versuch unternahm, meine Aufmerksamkeit zu erregen und sich zu vergewissern, dass ich überhaupt noch anwesend war, indem sie das Signal mit einem zaghaften: «Mein Herr?» begleitete.

«Fordere die Züchtigung, die Dir gebührt, Elly. Reinige Deine Seele, indem Du die schmutzigsten Begierden, die in Deinem schlangenhaften, sündigen Inneren wohnen, nach aussen kehrst.»

«Mein Herr, Sie überfordern mich. Sie wissen, wie schwer es mir fällt, die direkten Formulierungen, das Explizite, das Sie hören wollen, zu verstehen…»

Lammfromm, flehend? Elly? Ich lachte in mich hinein. «Nun, ich habe Zeit!»

Teil 3 folgt!


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Ellys Stiefel (1): Pawlow

Die folgende Geschichte ist die einzige von Elly & Dom G., die nicht Teil der Abläufe in „Elly – Dunkle Geheimnisse“ oder „Elly – Tanz in Schwarz“ ist. Sie wurde 2021 schon mal veröffentlicht, ist jetzt aber nochmals überarbeitet worden. Viel Spass dabei!

«Wie gefallen sie dir?» fragte sie mich mit wachen, neugierigen Augen und streckte mir ihr linkes Bein entgegen. «Ich trage sie schon die ganze Woche», verkündete sie stolz und richtete ihre Pupillen auf das schwarze Leder ihrer neuen Stiefel. Ich lächelte zufrieden, schwieg aber; sie kannte meine Vorliebe haargenau, und es war ihr ein diebisches Vergnügen, mich damit zu triezen. 

Sie legte ihren Mantel und ihre Mütze ab, setzte sich auf den Stuhl neben dem Regal und öffnete den Reissverschluss ganz langsam, mit festem, frechem Blick auf mich, so allmählich, dass man jedes einzelne Metallglied klicken hörte. In Zeitlupe, langsamer, als meine Mitte anschwoll, schälte sie ihr bestrumpftes Bein aus dem dunkelvioletten Inneren ihrer Neuerwerbung und gab den Blick frei auf die roten Zehennägel, die durch das Nylon schimmerten, und die Abdrücke ihres Fusses auf der Innensohle. Wie ich diesen Anblick liebte, der zusammen mit dem Duft des Leders, ihres Parfums und ihres Körpers eine unausweichliche pheromonische Wirkung in mir auslöste. Wie ein Zauber der Faszination, der einen regungslos werden lässt.

«Süsses, pawlowsches Wau-wau! Ich kann’s kaum erwarten!“ lachte Elly, wie man über jemanden lacht, der kurz vor dem Verdursten ist und vor lauter Aufregung das rettende Glas Wasser verschüttet. Sie wusste genau, wie sehr ich es hasste, wenn sie zur Selbstüberschätzung neigte, und wie unerträglich es manchmal für mich war, in ihrem erotischen Gravitationsfeld zu taumeln, ich, der Dom, der sie immer unter Kontrolle haben wollte. Kontrolle, die ich sonst immer behielt. 

Nun ja. Fast. 

«Ach, armer Dom G., seinem Fetisch ausgeliefert», neckte sie mich leise, als sie ebenso theatralisch, aber etwas schwungvoller den zweiten Stiefel auszog und mir reichte. Genug der Beleidigungen dieses Satansbraten! Was hatte sie sich nur dabei gedacht? Nur mit Mühe gelang es mir, meine cholerischen Anwandlungen, die meinen Sadismus zu entfachen begannen, im Zaum zu halten. 

Ihr Plan durfte auf keinen Fall aufgehen, was auch immer er sein mochte.

«Bist du so bedürftig?», antwortete ich kühl auf ihre Provokation. Das Zeichen, das sie mit ihren kleinen und grossen Aufmüpfigkeiten setzte, diente der Selbstvergewisserung und der Beruhigung ihres Stolzes. Der Wunsch, mir zu dienen und ihrer unterdrückten Lust freien Lauf zu lassen, war eine Qual für ihre von Scham geprägte, vornehm-konservative Erziehung. Sich im Spiel ganz hinzugeben, das war es, was sie wollte; aber gleichzeitig wollte sie die innere Bestätigung, die Macht doch nicht ganz abgegeben zu haben.

«Nicht so wie du», antwortete sie sarkastisch. «Nun, die Tür ist noch offen.» murmelte ich gleichgültig und drehte ihr den Rücken zu, um ins Wohnzimmer zu gehen. 

«Sieh an, der grosse Herr kann es nur treiben, wenn das Weib ihm zu Füssen liegt und um Sex bettelt», rief sie mir höhnisch hinterher. 

Doch ich reagierte nicht. Machtspiele? Nicht mit mir. Meine unterdrückte Wut, die sich mit dem Urtrieb meines Wesens vermischte, schoss mir in die Glieder und fühlte sich in meinem Kopf an wie Fieber. Nach einigen Sekunden des Schweigens hörte ich, wie Elly ihre Stiefel wieder anzog. Wollte sie wirklich gehen?

Das Blut rauschte mir in den Ohren, der Strom des roten Lebenssaftes klang wie ein Überdruckventil, das sich gerade geöffnet hatte. Ich rannte zu ihr und überraschte Elly mit meiner heftigen Reaktion. Ich riss ihr den Mantel aus der Hand, den sie gerade wieder anziehen wollte, und warf ihn zu Boden wie eine böse Giftschlange, die man töten muss. Dann zerrte ich sie aus der Vorhalle in die Stube und drückte sie vor mir auf die Knie.

«Gehorche!» herrschte ich sie an. Doch Elly drehte weiter an der Spirale ihres Spiels. «Mein Herr, Sie haben mir doch keine Befehle gegeben», antwortete sie mit der Miene des naiven Mädchens, das sie nie gewesen war. 

«Dein Schandmaul gehört gestopft!» Von unten packte ich ihr Kinn und drückte ihre Wangen so fest zusammen, dass sich ihr Mund öffnete. Kurz darauf war meinen Prügel in ihrem Rachen und ich begann, sie heftig zu schlagen. Es war kein Vergnügen für sie, jedenfalls kein offensichtliches. Bald liefen ihr Tränen über die Wangen. «Ist es das, wonach es dich so dürstet, Schlampe?» 

Dieses unvergleichliche Hochgefühl, diese scharfe Mischung aus Macht, Erregung und Befriedigung breitete sich in mir aus. Zwei Minuten später spritzte ich ab, in ihre Kehle, und sie verschluckte sich heftig. Das teuflische Lachen, das ich in solchen Momenten nie unter Kontrolle habe, brach aus mir heraus. Elly hustete, spuckte, ihr Gesicht lief rot an, die Tränen flossen in Strömen. Nur langsam erholte sie sich

Sie sass wie ein Häufchen Elend auf dem Parkett. Schon nach diesen wenigen Minuten unserer Begegnung sah sie aus, als hätte sie eine vierstündige Behandlung hinter sich. Mit brüchiger Stimme krächzte sie: «Hat der angebliche Herr schon vergessen…? », sie rang kurz nach Luft, «welche Vorrichtung des weiblichen Körpers eigentlich für seinen weissen Schleim bestimmt ist?»

Scheisse, dachte ich. Das wird heute heftiger als geplant.


Teil 2 folgt!


Die Bücher von Elly & Dom G. gibt es hier:

Elly – Dunkle Geheimnisse

Elly – Tanz in Schwarz

Und auf Instagram gibt es auch Informationen dazu:

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Schwanenwüste!

Ich habe mich immer gefragt, warum ich eine Vorliebe zu BDSM entwickelt habe. Wissend, dass es keine eindeutig nachweisbaren Erklärungen für Vorlieben gibt, werden diese ja von psychologisch ein- oder nur gebildeten Personen häufig in der Kindheit verortet. Und so stelle ich mir vor, dass der Wunsch, sadistischen Gelüsten nachzugeben, vielleicht in der folgenden Episode gründet:

Eine der grössten Demütigungen, die ich im zarten vorpubertären Alter erlebte, war wieder einmal die wohlwollende Frühförderung meiner nachweislich nicht vorhandenen Talente – verantwortet von meinen Eltern. Genauer gesagt, meiner Mutter. Mein Vater verhielt sich wie immer in Situationen, die zu emotionalen Reibungen innerhalb der Familie hätten führen können, schulterzuckend neutral und äusserst schweigsam. Ich habe mich immer gefragt, warum er diese Eigenschaft ausgerechnet mir vererben musste.

Um ehrlich zu sein, war natürlich nicht ausschliesslich meine Mutter die Urheberin dieser Erniedrigung, sondern eine sehr eigene Konstellation noch eigenerer Menschen in unserem Umfeld. Im ersten Akt dieses Dramas, das m Ende als Ballett aufgeführt werden sollte, traten auf:

  • Der männerliebende Französisch-Nachhilfelehrer meiner Brüder, mit dem meine Mutter eng befreundet war. Er selbst war in seiner Jugend mit unbekanntem Erfolg Balletttänzer am Basler Stadttheater gewesen, das dann aber gesprengt werden musste. Seither verdiente er seinen Lebensunterhalt mit seinem Französisch – und damit ist ausnahmslos die Sprache gemeint. In seinem Leben, so erzählte er uns in einem Anflug von stolzer Selbstbeweihräucherung, habe er mit rund 1000 Männern geschlafen. Das hätte gereicht, um den Münsterplatz komplett zu bevölkern. Einmalig.
  • Eine Freundin dieses ehemaligen Balletttänzers namens Marie-Eve, die selbst Ballettunterricht gab und aus uns unerfindlichen Gründen jeweils die gemeinsamen sechswöchigen Sommerferien ihres Freundes mit deutlichem (sozusagen Über-) Hang zu anderen Männern im Jurabogen finanzierte. Dort diente sie aus noch unerfindlichen Gründen regelmässig als Blitzableiter für seine Launen. Ich mochte diese Frau nicht besonders, denn sie gehörte zu der Sorte von Menschen, die mir bei der Begrüssung und Verabschiedung einen Kuss auf die Wange abnötigten, ohne dass ich dafür je mit einer Gegenleistung entschädigt worden wäre.
  • Eine voluminöse Frau griechischer Abstammung namens Elena, deren schwarze Hornbrille und Aussprache mich immer an Nana Mouskouri erinnerte (deren ohrenbetäubenden Gesang wir in den Sendungen des Zweiten Deutschen Fernsehens ertragen mussten). Allerdings waren die Brillengläser von der Dicke eines Flaschenbodens, so dass ihre Augen dahinter nur erbsengross zum Vorschein kamen. Der ehemalige Balletttänzer hatte von Elena immer behauptet, sie sei im Grunde lesbisch gewesen, blieb uns aber zeitlebens handfeste Beweise dafür schuldig. Immerhin schien erwiesen, dass ihr Mann regelmässig fremdgegangen war. Ob mit einem Mann oder einer Frau, haben wir allerdings nie erfahren.

Diese drei illustren Personen bedienten den Mutterstolz perfekt, in dem sie überzeugend darlegten, dass man aus mir pummeligen Bewegungsmuffel zweifelsohne einen zweiten Nurejew machen könne. Die Bühnen und vor allem sämtliche Menschen davor würden sich vor mir verbiegen beziehungsweise verneigen! Der Ausführungsplan war so simpel wie bestechend: Die etwa gleichaltrige Tochter von Elena, ein hübsches wie in meinen Augen bereits damals eine breite Spur zu selbstbewusst auftretendes Mädchen namens Isabel, besuchte bereits den Unterricht bei Marie-Eve. Immerhin hatten Isabel und ich uns bei den gegenseitigen Einladungsabenden unserer Eltern noch nicht die Augen ausgekratzt, insofern wäre das sozusagen der balletttechnische Perfect Match. Fraglos natürlich, denn gefragt wurde ich als Kind nicht. So weit käme es, ein Kind über sein Schicksal bestimmen zu lassen, denn immerhin war ja das Frauenstimmrecht in der Schweiz damals ja auch erst ein paar Jahre alt.

So wurden Geräteturnschuhe für mich gekauft, was der allernotwendigsten Ausrüstung entsprach und eine halbe Stufe vor dem Tütü war, dem ich knapp entrinnen konnte.

Im zweiten Akt des Dramas wurde ich in den Unterricht begleitet, musste mir diese komischen, brutal feminin wirkenden Dinger über meine dicken Zehen stülpen, was für sich genommen schon eine stolzbrechende Tortur war. In der Unterrichtsstunde selbst dann war ich der einzige Junge, umgeben von ehrgeizigen Mädchen. Meine noch heute traumatisierten Hirnlappen verweigern mir die Erinnerung an deren Anzahl und Aussehen.

Traumatisiert war ich, weil von einem Naturtalent wie mir natürlich erwartet wurde, dass ich umgehendst als Primodom sämtliche Verrenkungen wie die Weiberschar um mich herum gleich mitmachen würde. 

Als das erste Mädchen einen Spagat zeigte, wurde mir leicht schwindelig. Da ich meine physische Männlichkeit in unmittelbarer Gefahr wähnte, lehnte ich das Angebot, es ihr doch gleichzutun, verlegen lächelnd ab. In einer zweiten Übung, welcher ich mich aus dem Gruppenzwang heraus nicht entziehen konnte, sollte ich entweder eine Attitude oder eine Arabesque zeigen – in einer Reihe und synchron mit den Mädchen zu meiner linken und rechten. Doch meine Beine gehorchten dem Imperativ meines kognitiven, tief in mir verwurzelten Widerstandes: Trotz lautstarkem Bellen von Marie-Eve liessen sie sich schlicht nicht in die gewünschten Positionen bringen. So blieb der Ballettlehrerin nur noch ein letztes, niederträchtiges Mittel: Die mit mir angeblich ja so befreundete Isabel sollte sich aus der ihr natürlich geglückten Pose lösen und meinen Körper so richten, wie es die Übungsanlage verlangte.

Isabel, sichtlich enerviert über diesen ihr absolut unwürdig erscheinenden Auftrag, verliess den Genusszustand ihrer anmutigen Haltung, näherte sich mir, demonstrativ eine Schnutze ziehend, und versuchte mit ruckartigen Bewegungen, meine verkorkste Beinsituation zu entwirren und so zu richten, dass mein Körper einem ästhetischen Anblick zugeführt würde.

Sie zerrte so lange, bis ich zu Boden purzelte.

Das war zuviel. Ich beschloss umgehend, diese Schmach nicht mehr länger über mich ergehen zu lassen, richtete mich auf und begab mich solitär in den Umkleideraum. 

Es war und blieb die einzige und letzte Balletstunde meines Lebens. Chassé.

Zu einem dritten oder vierten Akt kam es nie. Schwanenwüste statt Schwanensee.

Viele Jahre später begleitete ich meinen Vater regelmässig ins (inzwischen neu gebaute) Stadttheater, wo er ein Montagsabonnement gelöst hatte. Meine Mutter konnte damals aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mitgehen, und so war ich die zweite Wahl – Hauptsache, die Abonnementskosten waren gefühlsmässig amortisiert. Die einzigen Male, wo ich mich der ohnehin herrschenden Langweiligkeit des (modernen, anstelle des damals gesprengten) Provinztheaters entziehen konnte, war, wenn ein Ballett auf dem Programm stand. Da mein Vater Ballett ebenfalls dermassen langweilig fand, dass er dabei regelmässig einschlief, duldete er diese Lücken in meiner kulturellen Bildung und den Schmerz des verlorenen Geldes.

Dafür bin ich ihm heute noch dankbar.

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Das BDSM-Diplom

Jolanda schälte sich aus der Schulbank. „So ein Sadist, dieser Alfons!“, schimpfte sie und meinte damit den Kursleiter, der die Teilnehmenden des BDSM-Lehrgangs in eine Grundschule mit entsprechend kleinen Bänken eingeladen hatte. „Ich bin mir nicht sicher“, sagte Ulrike auf dem Weg nach unten, „ob er wirklich ein echter Sadist ist! Immerhin hat er die Sklav:innen-seite mindestens so eindrücklich und mit Funkeln in den Augen behandelt… da fällt es mir schwer…“ 

„Sub! Nicht Sklavin!“ wies Jolanda sie zurecht.

Jolandas Verärgerung über die ihrer Meinung nach unqualifizierten Äusserungen ihrer Banknachbarin wuchs und irgendwann konnte sie sich nicht mehr zurückhalten.

„Du blöde Kuh, du hast ja keine Ahnung! Apropos Kuh: Schon die Frage nach der Melkmaschine war völlig überflüssig. Das ist natürlich nur was für weibliche Zitzen. Männer haben keine!“

„Aber ich hab schon von Gays gehört, die….ach.. und von Transen die in der Lage sind, Milch… “ 

Jolanda schüttelte heftig den Kopf und fuhr ihr über den Mund. „Sag mal, wie willst Du denn jemals Dein BDSM-Diplom machen? Und um auf Deine Eingangsfrage zurückzukommen: Er ist GANZ! SICHER! und EINDEUTIG ein naturdominanter Sadist. Kein anderer Mensch, den ich je getroffen habe – und glaub mir, Baby, das waren viele – hat diese Lust am Quälen besser beschrieben als er! Also Basta!“

Ulrike schwieg, bis sie das Erdgeschoss und die Tür des dortigen Schulgebäudes erreicht hatten.

„Und wenn er ein Switcher ist?“, fragte sie leise. „Ein Switcher ist kein echter Dom und schon gar kein Sadist, der macht nur Wohlfühl-Popoklatsch für Softies. Hat Dir das Annette nicht schon in der Pause erklärt? Sie hat schon viele solcher angeblichen Doms erlebt!“

„Annette? Ist das die, die behauptet hat, sie hätte vom vielen Oralsex schiefe Zähne?“

„Nein, das ist die mit den speichelverschmierten Stiefeln.“

„Ach, ich weiss, die Domina, gell?“

„Ulrike, das ist keine Domina, die nimmt kein Geld.“

„Nicht mal für die Stiefelreinigung? Ach, Entschuldigung, ja, natürlich solche Frauen nennt man Femidom!“ 

Femdom, Ulrike! Du verstehst wirklich überhaupt nix. Sag mal, unter uns Pfarrerstöchtern: Warum besuchst Du den Kurs eigentlich?“

„Naja, ich dachte…mit dem Diplom, da hat Frau was in der Tasche! Ich hab zwar einen Job, aber… Und ausserdem hat mich Karl-Heinz neulich ausgelacht, weil ich bei seiner Erzählung von der Besteigung eines Doms von einer bisexuellen Neigung ausgegangen bin. Ich muss doch wissen, wovon er redet!“ 

Irgendein Teufel kitzelte Jolanda. „Naja, so abwegig ist das bei den Doms nicht. Die ficken sich auch gegenseitig heimlich in den Arsch – natürlich im Darkroom – und kriegen dabei einen Prost-Orgasmus, denn Subs in einer Session zu ficken gehört ja nicht zu echtem, natürlichem SM. Heteroflexibel nennen sie das dann. Das macht sie aber nicht weniger dominant, hängen das aber trotzdem nicht an die grosse Glocke.“

„Ah!“

Ulrike schwieg einen Moment, offensichtlich unsicher, ob das ein Scherz war oder nicht. Um das Thema zu wechseln, fragte sie dann: „Aber wenn ich mich jetzt echt spanken lasse und das geil finde“, sie schämte sich fast für das Wort, „bin ich dann nur Masochistin, wenn ich es geniesse, oder nur, wenn ich es mit meinem Top mache, oder wie ist das?“ 

Jolanda wurde jetzt richtig ärgerlich. „So wird das nichts mit Dir. Das Top ist Dein Oberteil, was hat das damit zu tun? Spanking darf man es nur nennen, wenn es vom Dom mit 50 Schlägen pro Minute bei Sonnenaufgang, über’s Knie gebeugt und in einem englischen Landhaus gemacht wird. Alles andere ist Pipifax.“ 

„Pipifax? Was hat das denn mit NS zu tun? Muss ich dann das auch noch trinken, um mich in echt Devotina nennen zu dürfen?“ 

Der „Du-bist-das-Letzte“-Gesichtsausdruck von Jolanda liess Ulrike schliesslich verstummen und freiwillig auf eine Antwort verzichten. Um den Abend nicht noch mehr mit negativen Vibes zu belasten, verabschiedete sie sich ein paar Minuten später.  „Tschüss, ich nehme die Bahn.“

Jolanda ging noch ein paar Schritte weiter und liess den Abend Revue passieren. So konnte sie definitiv nicht nach Hause gehen, ihr Ehe-Dom würde ihr die Wut nicht verzeihen, die sie gerade über dieses naive Dummchen im Bauch hatte. Also kehrte sie ein, um mit sich mit einem Glas Weisswein abzukühlen. „Zum roten Schreihals“ hiess die Kneipe.

Und wen sah sie da? Alfons, der Kursleiter!

„Ist es recht?“ fragte Jolanda und setzte sich zu ihm, als er zustimmend nickte. „Also manche Schüler:innen sind wirklich nicht für das Diplom geeignet. Wie hältst Du das aus, ohne gleich alle vor Wut über ihre Dummheit auspeitschen zu wollen?“ platzte es aus ihr heraus.

Alfons lachte. „Weisst Du, so ein Kurs ist nichts anderes wie mein Blockflötenkurs. Sie müssen alles Schritt für Schritt lernen.“

Jolanda war irritiert. Was meinte er nun damit? „Ah, Du zeigst den Kursteilnehmer:innen auch, wie man gut bläst?“ 

Alfons, eben gerade das frisch gefüllte Bierglas fahrlässigerweise für den ersten Schluck angesetzt hatte, prustete den Schaum auf den Tisch. „Jolanda! Ich bin Volksschullehrer!“

Jolanda errötete. „Wie töricht von mir!“ schämte sie sich. „Aber wie lebst Du denn Deinen Sadismus aus?“

„Sadismus? Jolanda, ich unterrichte hier ein Fach, weil ich es in einem Internet-Kurs gelernt habe, um ein paar Euro dazuzuverdienen. Meine Frau druckt dann Zuhause am Computer die schönen Diplome aus – das ist ihre einzige unterwürfige Handlung. Ansonsten habe ich mit Sadismus überhaupt nichts am Hut!

Als er sah, wie für Jolanda eine Welt zusammenbrach, tröstete er sie: „Aber daheim trage ich auch meistens Hosen.“ Natürlich konnte er sein Schmunzeln nicht verbergen. Zur Wiedergutmachung hob er die Hand, um die Kellnerin zu rufen. „Ludmilla, Du altes Miststück, noch einen doppelten Korn für meine Schülerin hier!“

Toskanisches Gemäuer (3): Himmelwärts

Der Italiener riss seine Augen noch weiter auf, was ich gar nicht für möglich gehalten hätte. Evas Gesichtsausdruck konnte ich nicht sehen, da sie sich mit dem Rücken zu mir über den Tisch gebeugt hatte, um dem Mann quasi die Brust zu geben. Wie lange würde sie das aushalten? Er schien sie ganz ordentlich zu begrapschen und konnte gar nicht genug bekommen, und irgendwie erregte mich das. Fremdbenutzung durch einen anderen Mann? Dafür war ich zu eifersüchtig, und zu oraler Befriedigung hätte ich schliesslich ja doch nein gesagt. Aber dass dieser Gnom, der sonst sicher nur auf dem Trockenen sass, sie betatschte, war erotisch; erotisch in dem Sinne, dass er einmal etwas bekam, was er nie haben konnte. Sie gehörte mir. Ganz und gar. Er war, ohne es wirklich zu verstehen, Bestandteil meines Machtspiels geworden. 

Mitten in dieser ganzen Aktion zog Eva ihr Sommerkleid über ihren Hintern hoch und deutete mit ihrem Zeigefinger auf ihren Po. Der Ingwer, ich wusste es und freute mich wie ein kleiner Teufel. Mit einem «Basta!» beendete sie die Aktion, packte ihre Brüste ein und nahm die Tickets vom Tisch. Sie drehte sich auf ihren Absätzen zu mir und warf dem verdutzten Rathausangestellten zum Abschied eine Kusshand über ihre Schulter zu.

«Wir gehen!» verkündete sie selbstbewusst, nur um mir kurz darauf ihr Leid zu klagen: «Mein Herr! Meine Rosette! Es ist nicht meine Art, aber … ich bitte um baldige Erlösung.» 

Ich nickte mit dem Kopf in Richtung Turmaufgang. Eva hatte es eilig, sie hoffte wohl, dass ich oben auf dem Balkon eine Handlung vollziehen würde, die ihrer Tortur ein Ende setzen könnte. Ich folgte ihr über die Steintreppe im Turmviereck bis zu der Stelle, an der eine Metallleiter das letzte Stück bis ganz nach oben bildete.

Dort war ein Scheinwerfer installiert, der die Leiter von unten beleuchtete, und alles, was sich auf ihr befand. «Welcher Architekt das wohl entworfen hat?» fragte ich Eva mit hochgezogener Augenbraue, liess sie dann aber die ersten Sprossen hochsteigen. Auf halbem Weg nach Oben stoppte ich sie. «Mein Herr, warum denn?»

Ich hatte von unten einen gut ausgeleuchteten Blick auf ihre Muschi und Rosette; erst als sie nach mir schaute und meinen Gesichtsausdruck bemerkte, verstand auch sie. «Ach du Schande!» lachte sie, nur um gleich anzumerken: «Aber wir haben keine Zeit zu verlieren!» Natürlich war ihr Eigennutz ihr Motiv, aber ich hatte andere Pläne. «Du wirst dich jetzt genau so auf diese Leiter stellen, dass ich Dir beim Masturbieren zusehen kann, wobei die brennende Stelle, Dein Hintertürchen, ausdrücklich davon auszuklammern ist. Es wäre doch schade, diese Gelegenheit hier nicht zu nutzen.»

Eva schnaubte wie eine Dampflok, die gerade in den Bahnhof einfährt. Aber sie sah ein, dass eine Diskussion ihre Pein nur in die Länge ziehen, am Ergebnis aber nichts ändern würde. Und so machte sie sich daran, mir genau das zu geben, was ich wollte. Ihre beiden Mittelfinger verschwanden schnell in ihrer Spalte, massierten die Innenseite und die Handfläche ihren Kitzler.

Inzwischen begann ich, meiner Schwellung endlich Raum zu geben; ich öffnete den Hosenschlitz, um mich zu reiben, während sich das Schauspiel über mir immer mehr steigerte.

Schnell war sie, Eva! So hatte ich sie noch nie erlebt. Die aufgestaute Lust musste irgendwie raus und so dauerte es keine zwei Minuten, bis Stöhnen und Zittern von den Wellen eines Höhepunkts zeugten, der ihren ganzen Körper in Beschlag nahm und sie fast von der Leiter fallen liess.

Erst als die letzten Wogen des Orgasmus abgeebbt waren, schaute sie mich, der sie mit dem Kolben in der Hand fasziniert anstarrte, wieder an. Da bedurfte es keiner Worte mehr. Sie stieg ganz hinauf und ich folgte ihr. Oben angekommen, kniete sie nieder und nahm meinen Schwanz in den Mund. Nein, sie schluckte ihn förmlich, umfasste meinen Hintern fest mit ihren Händen und zog mich so nah wie möglich an sich heran, um die ganze Länge in sich aufnehmen zu können.

Was für ein Genuss! Doch meine Ungeduld verlangte nach Erlösung, schliesslich wollten wir beide das Gleiche. Sie beugte sich über die Brüstung und spreizte die Beine. Endlich für sie, endlich für mich, stiess ich meine fleischliche Lust in ihren Arsch. Die Linderung des Juckreizes durch die Reibung war das, wonach sie sich sehnte, und so war mein Teil auch hier erstaunlich schnell bis zum Ansatz in ihr.

Der Akt begann erst langsam, dann wurde er immer heftiger. Vor meinem geistigen Auge liefen die Erinnerungen an die heutigen Szenen ab. Wie Eva gefesselt und öffentlich ausgestellt war, blind. Wie sie sich wehrte. Ihr unterdrückter Protest gegen den Ingwer. Ihre Panik, als die Touristen näher kamen. Unser intensiver Kuss auf dem grossen Platz.

Alles drehte sich wie in einem Karussell, nur ab und zu nahm ich auch die Umgebung wahr, dachte, dass wir vielleicht von unten beobachtet wurden. Doch rasch tauchten wieder andere Bilder des Tages auf: Wie der schmierige Ticketverkäufer meine Sub begrapschte. Ihr Fingerzeig auf ihren Hintern, der es so nötig hatte. Unser Aufstieg vorhin mit der befohlenen Masturbationseinlage.

Dann schaute ich auf den Boden, beobachtete, wie ihre Fersen durch meine Bewegungen leicht auf den Innensohlen ihrer Wildlederschuhe hin und her rutschten. Es war die pure Schärfe! Mein Prügel, den ihr Ringmuskel umklammerte, als wollte er ihn nicht loslassen, als ich ihn zurückzog, und mein erneutes Eintauchen, alles in immer rascherer Folge, immer druckvoller. Was mir gerade widerfuhr musste die Definition von Unkontrollierbarkeit sein. Noch einmal tauchte das Bild vom Kuss von unten auf, und von weitem hörte ich Eva noch rufen: «Gib es mir!»

Ich kam mit einem Schrei, den man wohl noch in Siena gehört haben musste. Alles, was ich hatte, pumpte ich in sie hinein, tief in sie, und nur Sekunden später kam auch sie heftig. Ein Schwall von Flüssigkeit ergoss sich über ihre Beine, über ihre grauen Riemchenpumps und über meine runtergezogenen Hosen. 

Erschöpft sank ich auf ihren Rücken und keuchte wie nach einem Marathonlauf. Auch Eva hatte keine Kraft mehr. Mein «Ich liebe dich, Du geiles Miststück» war nur geflüstert; Eva antwortete genau so leise: «Ich liebe Dich, mein Herr.»

Toskanisches Gemäuer (2): Musica

Was für eine diebische Freude und Lust mir dieser Augenblick bereitete. Eva war gefesselt, was in den Augen der vorbeieilenden Passanten wohl nur ein Schauspiel oder eine Darstellung war, die sie lächelnd zur Kenntnis nahmen. Mein freundliches Nicken zum Gruss sorgte dafür, dass sie kein wirkliches Verbrechen vermuteten und nicht zu lange stehen blieben. Dass diese attraktive Frau kein Höschen trug und vor allem ihres Sehsinns beraubt war, konnten sie ja nicht ahnen.

Eva hingegen fand meine Tat gar nicht nett, wie man an ihren Mundwinkeln deutlich ablesen konnte. Aber das war ja auch nicht meine Absicht, sondern die erotische Marter. Die Situation war für sie völlig ausweglos: Sie wusste nicht, ob ich überhaupt noch da war – aber um Hilfe zu rufen, hätte unerwünschte Aufmerksamkeit auf ihre Situation gelenkt. Und wer weiss, was bei einer Befreiung durch Dritte passiert wäre? Polizei, südländische Aufregung, unangenehme Fragen, und die auch noch auf italienisch. Ich wusste, dass Eva klug genug war, das nicht zu riskieren.

Ihre Ungeduld aber wuchs mit ihrer Verzweiflung. Als ihre Bewegungen nach einigen Minuten heftiger wurden, holte ich das dritte Mitbringsel, das ich sorgfältig in Alufolie verpackt hatte, aus meiner Tasche: Einen Ingwer-Plug.

Ich trat an sie heran, umfasste ihre Brüste von hinten, noch ohne ein Wort zu verlieren, und vor lauter Schreck – immerhin hätte es ja ein Fremder sein können – zuckte sie zusammen. Die Handschellen rasselten. Mit einem ««Sch…sch…sch… kleines Mädchen.» gab ich mich zu erkennen und hielt sie fest. 

Nachdem sie sich etwas beruhigt hatte, kniff ich ihre Knospen. Als wäre das der letzte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen bringt, purzelte ihr die innere Anspannung aus dem Mund: «Verdammt, Du Arsch, was fällt Dir eigentlich ein?!» 

«Oh, oh, oh…» antwortete ich. «Arsch? Nun, wie passend – ich hab ein kleines Geschenk für Dich! Und sei nicht undankbar, denn Deine Erregung – und ich meine durchaus die erotische – ist nicht zu verleugnen.»

Eva schwieg. 

Ich hob ihr Sommerkleid von hinten hoch und griff in ihren Schritt. Natürlich war sie nass, aber sie wagte es nicht, meine Anwesenheit zu geniessen. Wie auch immer: Ihre Sekrete waren für mich eh nur Mittel zum Zweck.      

«Um keine unnötige Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen – wir werden hier übrigens schon von mehreren Passanten aufmerksam beobachtet – würde ich Dir empfehlen, dieses Geschenk unter Verzicht auf die Erzeugung weiterer Schallwellen entgegenzunehmen.»

Das mit den Passanten war natürlich gelogen, aber ein bisschen Spass musste sein. Als ihre Hinterpforte weich genug war, führte ich den Ingwer ein und trat zwei Schritte zurück. Die Wirkung trat schnell ein; Eva zuckte schon nach wenigen Sekunden. «Du hast nicht etwa…?» Doch sie wusste die Antwort schneller, als sie den Satz fertig formuliert hatte. «Denk an die Schallwellen!» lachte ich.

Eine Weile genoss ich ihre lustvolle Agonie, die Schärfe des Moments mit dem pikanten Detail. Das drohende Aufkreuzen einer grösseren Touristengruppe jedoch bewog mich dann, den nächsten Akt unseres Spazierganges einzuläuten: Vorsichtig löste ich die Handschellen und nahm ihr die Sonnenbrille vom Kopf. Blinzelnd erkannte sie die herannahende Horde und zog mich hastig an der Hand. «Bloss weg hier!»

Wie süss war ihre panische Reaktion und das Wissen um den Ingwer, der wohl immer mehr seine böse Wirkung entfaltete. An unserem Ziel, der Piazza Grande, blieben wir im spitzen Winkel der einen Ecke stehen und sahen uns tief in die Augen. Sie, die so verliebt war, sah den Mistkerl in mir, und ich, der in ihr das etwas beleidigte, aber sehr erregte weibliche Wesen sah, das ich so sehr begehrte. Wir küssten uns. Wie Blätter, die in kleinen Wirbelwinden tanzen, umwarben sich unsere Zungen. Ihre Erlösung, ihre Dankbarkeit, ihre Gier nach mir saugten mich förmlich auf, nichts um uns herum nahm ich wahr, ich, in diesen ewig erscheinenden Sekunden versunken. 

Ganz am Schluss griff ich unter ihr Kleid und entfernte den Plug wieder, was sie mit einem kurzen Schmerzenslaut quittierte. 

Zum Auftakt der nächsten Etappe unseres Ausflugs zeigte ich auf den Rathausturm mit seiner kragenförmigen, sehr schmalen Terrasse. «Wir gehen in den Himmel!» Eva freute sich, die Aussicht dort oben war bestimmt grossartig. Doch da gab es noch eine klitzekleine Klippe zu umschiffen: «Im ersten Stock des Rathauses ist die Kasse, wo du uns die Eintrittskarten besorgen wirst. Es ist deine Aufgabe, das ohne Geld zu tun, nur mit der Überzeugungskraft Deiner weiblichen Reize.»

Eva, eben noch im Paradies unserer Liebe, war schockiert. «Soll ich etwa dem Mann an der Kasse einen blasen?» fragte sie plump. Gleichmütig antwortete ich: «Lass uns doch nicht gleich vom Schlimmsten ausgehen! Aber wenn es sein muss… » Um ihre darauf folgende Sprachlosigkeit zu brechen, fügte ich tröstend hinzu: «Vielleicht macht er es ja für weniger».

Eva fühlte sich unsicher. Noch nie hatte sie einen solchen Auftrag von mir erhalten und sann nach einem Ausweg. «Und wenn es eine Frau ist? Oder er schwul?» 

Ich tätschelte ihre Schulter und blickte ihr mitleidig in die Augen: «Du wirst eine Lösung finden. Hinter jeder starken Sub steht ein noch stärkerer Dom.» 

Dieses Väterliche an mir, wie sie es hasste! Mein Grinsen war zutiefst ehrlich. Und fies. «Ich werde Euch beobachten. Komm!»  

Etwas konsterniert trottete Eva hinter mir her, wir betraten das Rathaus und stiegen die breite Holztreppe mit den ausgetretenen Dielen hinauf in den ersten Stock. Ein ausgebleichter Läufer führte zu einem Holztisch, der als Kasse und Informationsstelle mit allerlei ausgelegten Prospekten diente. Dahinter sass ein wohlgenährter, älterer Italiener mit Knopfaugen und geliertem, strähnigem Haar, das er sich über die Glatze gestrichen hatte.

«Die Höchststrafe», dachte ich bei mir und lachte mich innerlich fast tot. Mit einem Klaps auf den Po trieb ich Eva an. 

Sie, ganz Dame, liess sich nichts anmerken. Auf leisen Sohlen näherte sie sich dem Kassierer und erklärte ihm mit wenigen Worten die Situation; dass sie leider keine Zahlungsmittel dabei habe, dafür aber wunderschöne Brüste, die sie ihm gegen zwei Scheine gerne zeige.

Die Augen des Italieners wurden plötzlich riesig. Seine Überraschung war so gross, dass er nicht antworten konnte, sondern einfach zwei Tickets auf den Tisch legte und nickte. Als Eva ihr Sommerkleid so weit öffnete, dass er den Anblick geniessen konnte, griff er nach ihr. Doch sie schlug ihm auf die Hände und sagte: «Nicht anfassen!» 

Der Italiener zog die Karten sofort zurück und insistierte kehlig: «Lasciatemi toccare!»

Etwas verzweifelt und ein wenig angeekelt blickte Eva zu mir hinüber, der mit einem breiten Grinsen im Gesicht lässig am Türrahmen lehnte. Mir fiel spontan nichts Besseres ein, als leise den leicht abgewandelten Refrain von Toto Cotugno anzustimmen: «Laciate mi toccare…. con il pene in mano…»

Mit rollenden Augen wandte sie sich wieder dem Ticketverkäufer zu. Einen tiefen Atemzug später nickte sie widerwillig.

Fortsetzung folgt…

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