Mephistos Wald

von Oliver G. Wolff


«Lass uns im Wald dort drüben spazieren gehen» forderte ich Daria gleich nach unserer Begrüssung auf. Eigentlich waren wir auf einen Kaffee verabredet gewesen – einfach, damit wir uns wieder mal sehen, nach einer längeren Pause, die verschiedenen beruflichen und privaten Umständen geschuldet war. Doch das Wetter war frühlingshaft mild, und so präsentierte ich meinen Vorschlag, als wäre es ein ganz gewöhnlicher Spaziergang unter alten Bekannten. Sie war gerade von der Arbeit gekommen, hatte ihre kleinen Alltagsstiefeletten an und normale, eher sportliche und komplett in schwarz gehaltene Kleidung; beinahe hastig entschuldigte sie sich für ihre Aufmachung. Sie hätte sich gerne noch umgezogen, geschminkt, aber eben, ich wisse ja, die Umstände…

Dieses Stück Natur, dieser Wald, hatte in meinem Kopfkino schon länger einen prominenten Platz eingenommen. Auf meinen Bike-Touren hatte ich in ihm jeweils Ausschau gehalten nach einem Plätzchen, wo – im Fall der Fälle – mein innerer Mephistopheles freigelassen werden könnte. Die Wildtiere würden nicht flüchten, weil ich mit dem Fahrrad vorbeikäme; nein, sie würden es wegen dem furchteinflössenden Geräusch der niedersausenden Rute.

Und dem lauten Klagen meines Missbrauchsopfers.

Doch Daria hatte eine derartige Session stets abgelehnt, der vorwurfsvolle Klang ihrer kategorischen Ablehnung lag noch immer in meinem Ohr: «Public Disgrace? Vergiss es! Stell Dir vor, Kinder beobachten uns dabei!» Und irgendwie hatte sie ja recht – aber irgendwie auch wieder nicht. Im Grunde betrachtete ich ihren als Moral getarnten Widerstand eher als Notlüge, denn ich wusste zu genau, dass das Spielen mit ihrer Scham sie schneller an ihre Grenzen brachte als manch anderes aus dem Arsenal kleiner und nicht ganz so kleiner Perversionen.

Und so wähnte sie sich in diesem Moment in Sicherheit. Was sollte schon passieren? Aus dem Alter, wo man an den bösen Wolf oder eine Hexe mit Knusperhäuschen glaubt oder sich vor Kettensägen-Mördern fürchtet, die einem am helllichten Tag auflauern könnten, waren nicht nur wir schon längst entwachsen, sondern inzwischen auch unsere Kinder. Hand in Hand spazierten wir auf der zunächst noch befestigten Strasse, die dann aber rasch in einen Kiesweg mündete. Bald waren wir von grünem Laub umgeben.

«Ich bin gar nicht mehr sicher, ob Du überhaupt noch was von mir wissen willst!» begann ich auf einmal den belanglosen Austausch in eine etwas ernsthaftere Richtung zu lenken. Daria wandte sich zu mir und schaute verärgert: «Du kennst doch meine Situation. Wie kannst Du mich in Frage stellen?» Die kurzen Haare ihres Sidecuts schienen sich in diesem Moment wie Stacheln aufzustellen, um den Ausdruck ihrer Empörung zu unterstreichen. Dornen, wie das Wartenberg-Rad… Ich schmunzelte und provozierte: «Ich verstehe. Die Misshandlungen eines gewissen Herrn G. sind stets die oberste Priorität in Deinem Leben, gleich nach Essen und Trinken, Deinen Kindern, Deiner Schwester, Beruf, Kleider-Shopping, CSI Miami, Rotwein, Deinem Klettersport und ausgiebig Schlaf, nicht wahr?»

Daria blieb stehen und riss ihre Hand von mir los. «Du bist ein Arschloch!»

«Nein, Daria. Ich hab’ eins, und es gab Zeiten, da warst Du ihm regelmässig sehr nah!» Sie lachte, halb belustigt, halb noch in Verärgerung, doch ich wurde jetzt wirklich ernst. «Doch offensichtlich nicht mehr. Eine Sub, die keine Zeit mehr für ihren Herrn hat…  um ganz ehrlich zu sein: Das ist inakzeptabel, und deshalb sind wir hier.» 

Der Schock sass. Es war irgendwie logisch, zu erwarten, ich hätte soeben das Ende verkündet. Unser Ende. «All die Spiele, die Du vor uns schon getrieben hattest, mit diversen Männern und verbotenerweise sogar heimlich mit gewissen Ehefrauen… die Erotik, das Feuer, welches ich darauf aufbauend entfachen konnte, indem ich Dich zusätzlich in die Welt des schwarzen BDSM verführte: Wo ist es bloss geblieben?

Daria errötete und rang nach einer Antwort. War sie den Tränen nah? «Du weisst, wie sehr ich Dich vergöttere, mein Herr.» Ich schüttelte ungläubig den Kopf. «Wirst Du Abbitte leisten?» Salzige Tropfen bahnten sich ihren Weg über ihre Wangen. «Was immer Du verlangst, mein Herr. Bitte, verlass mich nicht.» flehte sie.

«Du wirst den restlichen Weg ohne Höschen zurücklegen.» Daria schien erleichtert über diese einfache Aufgabe, quittierte den Auftrag mit einem Nicken und begab sich abseits des Weges hinter einen Baum, um sogleich die Aufgabe zu erfüllen. Sollte ich sie alleine lassen? Der innere Kampf zwischen souveräner Zurückhaltung und dem unbändig boshaften Tier, dessen Sadismus laut zu rufen begann: Er tobte… und meine Gier gewann. Langsam näherte ich mich ihr. Sie hatte die Hosen bereits runtergezogen, ihre Schuhe geöffnet und sich an einem Baum abstützend streifte sie den Slip über ihre weissen Socken. Erschrocken realisierte sie, dass ich auf einmal hinter ihr stand – dabei war ich nicht mal besonders leise gewesen. «Na, Du kleines Miststück. Nie im Leben wolltest im Wald vergewaltigt werden, richtig?» Mit ganzer Kraft drückte ich sie gegen den Baumstamm, bevor sie eine Antwort geben konnte. Es gelang ihr nicht, die Füsse wieder in ihre Schuhe einzufädeln und landete mit ihnen direkt auf dem schmutzigen Waldboden.

«Mein Herr, ich…» begann sie, aber ich ahnte bereits, welchen Einwand sie bringen wollte. Umgehend hielt ich ihr den Mund zu und flüsterte ihr ins Ohr: «Es wäre weise, äusserst weise, Deine Lästerzunge gerade jetzt zu hüten. Deine Situation ist zwar prekär… aber sie hat Potenzial für noch mehr davon.»

Langsam löste ich meine Hand von ihrem Mund und traf mit der ganzen Fläche kurz darauf ihren nackten Po. Ein scharfer Zischlaut entwich ihr. Nun testete ich die Feuchte zwischen ihren Beinen. Zeige- und Ringfinger drangen von hinten ein, mit dem Mittelfinger berührte ich gleichzeitig ihre Perle. Sie stöhnte, machte einen Schritt zur Seite, um mir den Zugang zu vereinfachen. Alles nur, um weiteres Unheil abzuwenden, indem sie mich gewähren lässt? Ich vermutete eher schlampenhafte Wollust, zog sie weg vom Baum, was sie taumeln und zu Boden fallen liess. Den Überraschungseffekt nutzend, griff ich nach ihrem Top, riss es ihr vom Körper und öffnete ihren BH. Innert Sekunden hatte ich sie, bis auf die schmutzigen Socken, nackt vor mir im Blätterbett liegen. Darias Augen funkelten… etwas war in ihr ausgelöst worden. Der Schalter von Angst zu Lust – ich hatte ihn gefunden, treffsicher, wie immer.

«Du weisst, was ich will!» 

Natürlich tat sie das und handelte: Mit angewinkelten, gespreizten Beinen hob sie ihren Hintern hoch und öffnete mit beiden Händen ihre Pforten, präsentierte dem Raubtier das Fleisch, welches es begehrte. Doch sie sollte diese Art der Befriedigung nicht erhalten. «Bleib so!» wies ich sie an und besorgte mir aus dem Geäst eine ansehnliche Rute. «Und jetzt Dreh Dich auf den Bauch!» Daria folgte, ohne Mucks. Das eben geerntete Holz begann zu tanzen auf ihr, die schneidenden Geräusche in der Luft kündigten jeden Hieb an, und jeder der zahllosen Striemen danach legten darüber Zeugnis ab. Es war heftig, so sehr, dass sie zu weinen begann, überwältigt von den Gefühlen, dem Lustschmerz, ihrer Erregung und dem verlorengegangen oder noch immer virulenten Schamgefühl.

Endlich liess ich von ihr ab. «Und jetzt ficke ich Dich wie eine läufige Bitch. Los, geh in Position!» Sie reckte ihren Po in die Höhe, hielt ihre Arschbacken weit gespreizt, bot sich an wie ein billiges Flittchen. «Du unwürdiges Miststück!» schalt ich sie, währenddem ich meine Hose öffnete. Ich ging in die Hocke und stiess meinen Pfahl in ihre tropfnasse Pussy hinein. Nach den ersten Bewegungen in ihr, die ihr ein für meinen Geschmack etwas zu grosses Behagen bescherten, kniete ich hinunter, umfasste ihren Körper und klammerte ihre Brüste mit meinen Pranken. Im Gleichtakt zu den Fickbewegungen zog ich an ihren Nippeln. «So werden Tiere gemolken!» keuchte ich, und Daria begann immer lauter zu stöhnen. Es war ein Spiel nie gekannter Leichtigkeit, als wäre die ganze Situation das Natürlichste, eine Fügung des Schicksals. Erst als ich merkte, wie sich meine Säfte für das Unausweichliche zu sortieren begannen, liess ich von ihren Zitzen ab, verlangsamte die Stossfrequenz und richtete mich langsam auf. Und da erblickte ich, was ich im Tunnel meines Lustrausches nicht bemerkt hatte:

Wir wurden beobachtet!

Es handelte sich um eine Frau, vielleicht im Alter von etwa sechzig Jahren; sie stand in etwa 10 Metern Distanz hinter einem Gebüsch. Was mich aber viel mehr erstaunte: Sie hatte offensichtlich eine ihrer Hände zwischen Hose und Bauchnabel abwärts… unser Tun schien also nicht ohne Wirkung auf ihre Libido. Ob sie erkannte, dass ich sie bemerkt hatte?

«Jetzt erst recht», sagte ich mir, und stiess wieder heftiger zu, konzentrierte mich auf Daria, die mit geschlossenen Augen und dem Kopf auf dem Waldboden gestützt immer heftiger unterschiedlichste Laute ihrer Erregung von sich gab. «Bist Du sicher…», fragte ich sie, «dass Du mit Deinen Geräuschen die Aufmerksamkeit des ganzen Waldes auf Dich lenken willst?» Als wäre dies der letzte magische Befehl gewesen, der noch gefehlt hatte, kam sie – im Unwissen über die Situation rund um uns. Mein Schwanz glitt aus ihrer Pussy, gefolgt von einem beinahe noch nie in diesem Ausmass gesehenen Schwall an weiblicher Lust. Auch meine Erregung war nicht mehr lange zu beherrschen. Diese unerwartete Show, dieser Moment, das Wissen um die Voyeurin… es überkam mich und liess die Kontrolle über mich entgleiten. Mit einem Ruck stiess ich sie zur Seite. «Los, trink!» war das letzte, was ich noch halbwegs artikulieren konnte, und sogleich ergoss ich mich in wilden Spritzern über ihr Gesicht und ihre Brüste. Was für ein Orgasmus!

Als meine himmlisch teuflischen Empfindungen sich wieder etwas gelegt hatten, betrachtete ich meine Daria vor mir. Wie wunderschön sie gerade war! Fix und fertig von meiner Behandlung, übersät von weissen Tropfen auf Oberkörper und Lippen, und mit geschlossenen Augen versprühte ihr Gesicht eine innere Zufriedenheit. Wie stolz sie mich gerade machte. Dann wagte ich ein Blick an den Ort, wo die Beobachterin gestanden hatte. Doch sie war weg. Geflüchtet? Oder hatte ich mir alles nur eingebildet?

Aus meiner Hosentasche kramte ich ein Papiertaschentuch hervor und warf es Daria achtlos hin. Dann hob ich ihren Slip vom Boden, steckte ihn in meine Hosentasche und stapfte alleine zurück zum Spazierweg. «Hey!» rief Daria – doch ich reagierte nicht. Überraschend schnell hörte ich ihre hastigen Schritte. Sie konnte sich unmöglich so rasch wieder angekleidet haben. Und tatsächlich, als ich zu ihr zurückblickte, stand sie genauso nackt hinter mir, wie sie noch eben auf dem Boden gelegen hatte, Kleider und Schuhe in den Händen. «Wenn sie wüsste», dachte ich und freute mich über mein kleines Geheimnis. «Braves Mädchen!» lobte ich und küsste sie. Lange blieben wir ineinander verschlungen; und tief in mir kam dieses Gefühl wieder auf, welches ich so vermisst hatte: Sie ganz bei mir zu wissen, mir ergeben, dankbar und erfüllt.

Wenig später war Daria wieder angezogen – wenn auch ohne Slip. Arm in Arm liefen wir zu unserem Ausgangspunkt zurück. Doch nach wenigen Metern kreuzten wir eine reife Frau, welche – als wir auf gleicher Höhe waren – mir zuzwinkerte. Daria bemerkte das sofort und fragte mich danach leise: «Kennst Du diese Frau?» Ich antwortete nur: «Flüchtig.»


Die ganze Nacht

von M. Brody


Das scheue Zieselchen meinte, es sei die Art gewesen, wie ich sie berührt hätte. Sie sagte, als ich meine Hand an ihre Hüfte legte, eine unsittliche Tat, da hätte es Klick bei ihr gemacht. Ob ich das immer so täte, wollte sie wissen, doch ich ging nicht näher darauf ein, ich kenne dieses Redebedürfnis als eine Form von Übersprungshandlung, kurz bevor es zur Sache geht. Ich hatte das Okay, zog ihr das kleine Leinensäckchen über den Kopf und legte ihr Handschellen an. Vorsichtig führte ich sie die sechs Stufen bis an die Kellertür hinunter und schloss auf. Was danach kam, das Kidnapping Plus, wobei der Zusatz so viel wie „Use and Abuse“ bedeutet, war auch für mich besonders. Schweißtreibend, sexy und rabenschwarz.

Vielleicht eine Stunde später, wir sind mittendrin, bin ich warm gearbeitet und vergegenwärtige. Manchmal muss ich meiner Geilheit, meinem Momentgenuss mehr Raum geben, sonst rauschen diese schönen Bilder an mir vorbei und es passiert zu viel Mechanisches, mit dem Effekt, dass sich eine Frau wie ein Stück behandelt fühlt, was gut ist, ich dafür aber auf die Bewusstmachung ihrer Objektifizierung -penetrierfähige Zugänge, warme Haut, festes Fleisch, Schmerzkörper, Nässe, meine Kontrolle über sie- verzichte. Ich brauche einige Sekunden, um zu strukturieren. Die Fixierung mit dem Lochband ist keine neue Idee von mir. Es hat schon ungezählte Schraublöcher in der Platte der alten Werkbank. 

Nach der kurzen Pause pflücke ich die Reste des BHs von ihr herunter und verbinde ihre Hände mit einem Seil am Rücken. Sie ist ein bisschen geschafft, unsere Blicke treffen sich kurz, wir verstehen uns wie ein Tier das andere derselben Art. Niemals würde sie jetzt abbrechen, so stark fesselt sie das, was ich ihr an Feedback für ihre spezielle Selbstbewertung gerade liefere. Unten herum ist noch alles tadellos bei ihr, die Absatzstiefel, die dunkle Strumpfhose und das Höschen darunter. Der Rock ist längst weg. An ihrer Vorderseite habe ich mit der Weidenrute einiges angerichtet, einen Streich hat sie an der Wange abbekommen, das war Mist. Das hat mich wütend auf mich gemacht. Für ihre 39 % Maso hat sie viel geschrien, vielleicht habe ich es auch mit drei, vier Prozent zu gut gemeint. Trotzdem war es entzückend, hallte durch meine ausgedehnten Kellerräume. Ein bisschen Pipi hat sie gemacht, das an der Innenseite ihres Schenkels hinab gelaufen ist. Das Nylon konnte nicht alles aufsaugen, aber der staubige Bodengrund ließ keine Pfütze entstehen. Das kann passieren, zwischenzeitlich lächelt sie schon wieder. 

Ganz vorsichtig lege ich ihren Kopf mit der rechten Wange auf die Werkbank dicht bei der Kante und streiche Haare von ihrem Hals und aus ihrem Nacken, damit ich das verzinkte Lochband darüber legen kann. Mit dem Mini-Akkuschrauber treibe ich ruckzuck eine Schraube durch das Band in die Holzauflage, die schon vor Jahrzehnten den ersten ungewollten Anstrich aus Firnis, Farbe oder anderem Zeug bekommen hat und dadurch ganz dunkel ist. Sie kneift die Augen zu, aber ich bin behutsam, mache es nicht zu eng. Es soll sie ja nur unten halten und ich drehe die nächste Schraube so hinein, dass sie einen halben Zentimeter Luft nach allen Seiten hat. Das war`s auch schon, sie ist wieder bereit. Es ist kein richtiger rechter Winkel, den ihr Körper bildet, ihr Hintern ist etwas höher als die Platte der Werkbank. Ihre Brüste hängen frei und schaukeln leicht hin und her, wenn sie versucht, ihre Beine auszurichten, wodurch es sicher nicht bequemer wird. Ihre Hände suchen an den Kanten des Werktisches nach Halt.

Ich genieße diesen Anblick wie nichts anderes, könnte eine Stunde oder länger nur zuschauen. Wenn ich gleich herangehe, ist es wieder anders. Im Hinterkopf habe ich, dass sie irgendwann gefickt werden muss. Ich weiß noch nicht, wann ich das tun werde, zumindest ist das unser Deal. Vorerst mache ich mit einem Teppichmesser das Höschen ab, ziehe dafür die Strumpfhose ein Stück herunter und hebe sie wieder an, nachdem ich den Stoffetzen herausgezogen habe. Das Messer kommt gleich noch ein Mal zum Einsatz, damit Rosette und Pussy zugänglich sind. Ich schneide nur soviel von dem dünnen Material weg, wie nötig ist; die Nylonbedeckung ihrer Haut wirkt erregend auf mich. 

Kurz noch zögere ich, der Analhaken liegt in Griffnähe, ich weiß nicht, ob es das bringt. Ich lasse das Gefühl entscheiden und hole ihn mir dann doch. Als ich auf ihre Ritze spucken will, bekomme ich nichts zusammen. Sie muss den kleinen Knauf mit ihrem Mund feucht machen und ich bin wieder Mechaniker, verbinde das Stück Metall mit dem Frauenkörper, gehe anal in sie hinein. Es schmerzt, ich höre es von ihr. Der Haken, den ich mit Schnur an einer Werkzeugleiste weiter oben festmache, bewirkt, dass sie ihren Hintern noch ein Mal mehr anhebt. Schlagartig hört das Gestakse ihrer Beine auf. Die perfekte Haltung, das perfekte Bild für meine Sammelwut. 

Ich schiebe ihr zwei Finger hinein, gebe ihr eine halbe Minute schnelles Reinraus und komme dabei ins Schwitzen. Sie quietscht und jault, spuckt, springt sehr darauf an, ihre Hände wollen nach mir fassen, reichen nicht an mich heran und greifen nur Luft, bis sie dann auf der hölzernen Platte liegenbleiben. Noch ist sie nicht bereit für meinen Schwanz, besser ich bin es nicht. Das Fingerficken tue ich mittlerweile mit halber Aufmerksamkeit, weil in mir plötzlich der Gefühlsnachhall der Hiebe mit der Weidenrute von eben zuvor ist. Ihre Augen dabei, mich hat das unglaublich heiß durchströmt. So spüre ich es mehr, als dass ich sehe, wie mir ihre Nässe entgegen kommt. Ich suche nach der kleinen Erbse, muss sie gar nicht erst ertasten, denn sie zischt sofort los, als ich an der richtigen Stelle bin. Ich mache weiter, sie gerät ins Schwimmen, es tropft aus ihr heraus. Ich quäle sie, bis ich nur noch Jammern höre und meine Hand klitschnass ist. Irgendetwas hat sie gesagt, ganz leise. Sprechen war aber nicht erlaubt. Ich schlage kräftig auf ihren Hintern, vielleicht sind es 20 satte Schläge. Sie schreit jedes Mal auf, empört sich, dann schiebe ich ihr wieder meine Finger in die Möse, dieses Mal zwei mehr. 

Wieder spricht sie, wieder so leise, dass ich nichts davon verstehe. Ich schlage klatschend zu, nehme im Wechsel auch die linke Hand, treffe fast den Haken, dann kommen erneut meine Finger, die ich nun noch schneller, wie einen Kolbenhub, hinein dresche. Sie klingt nach Verzweiflung und steht längst nicht mehr still, nur ihr Kopf bleibt dank des Lochbandes in Position. Ich habe das Gefühl, ich treibe sie mit jeder Sekunde tiefer in ein unbedingt Geficktwerdenmüssen. Es gibt ein faszinierendes Geräusch, ein ganz süßes Schmatzen, als ich die Frequenz der Stöße halte. Dann höre ich auf und mache eine Pause.

Wahrscheinlich heult sie, ist bestimmt verzweifelt und will, dass ich es zu Ende bringe. Als ich mich ihrem Gesicht zuwende, sehe ich tatsächlich Tränen. Es berührt mich sehr, doch ich muss sie noch hinhalten. Mein Blick fällt auf das zerschnittene Unterhöschen, das am Boden liegt. Es ist süß, gar nicht Porno, wie auch sie selbst. Sie ist ein liebes Mädchen und ich tue ihr diese bösen Dinge an, behandle sie wie die letzte Schlampe. Es ist ein jedes Mal mein innerer Aufreger. Gewinnen tut immer das Schlechte. Wie intensiv das jetzt ist. Von mir aus kann das die ganze Nacht so weiter gehen.

Uigeadail

von Oliver G. Wolff


Er war chancenlos. Verzweifelt versuchte er, eine sinnvolle Abfolge von Buchstaben niederzuschreiben, Worte zu formen, weich und sanft sollten sie sein, elegant wie Audrey Hepburn, und am Ende eine Ode werden, eine Liebeserklärung an eine längst verflossene Liebe. Doch das weisse Papier lachte ihn nur aus, als wolle es ihm demonstrieren, dass er ein würdeloser Haufen beliebiger Biomasse sei, ein Niemand, ohne sie, die es nicht mehr gab in seinem Leben. Unerträglich waren sie, diese Stille und diese Leere, die ihn bedrohten, und das Papier schien gemeinsame Sache mit ihnen zu machen. Das so geformte Nichts begann, ihn aufzufressen; wie in der unendlichen Geschichte würde am Ende nichts von ihm übrigbleiben. Dabei war die Geschichte doch zu Ende und gar nicht unendlich?

Der Ardbeg Uigeadail war zwar schon in seinem Glas, aber er konnte sich nicht durchringen, den ersten Schluck davon zu nehmen. Er wusste, die Fassstärke würde seine Sinne trüben.

Tausende von Ameisen fühlte er sein Bein hochkrabbeln, doch es war ihm jede Millisekunde gewahr, dass dies nur Streiche seines Vegetativums waren. Die virtuellen Insekten trippelten seinen Körper weiter hoch, wichen den delikaten Stellen seiner Lende elegant in zwei sich teilenden Strömen aus und vereinigten sich darüber zu einem Heer von Mikro-Soldaten. Sie marschierten weiter himmelwärts, bis sie den Kopf erreichten, seine Kopfhaut umstellten und in ihm dann auslösten, was folgte: Seine Liebeserklärung, die heraussprudelte wie ein Geysir, unkalkulierbar, und so echt.

«Du verdammte Nutte, hast mich verlassen. Macht Dein neuer Mann mit Dir das, was ich Dir angetan habe? Ich hasse Dich gerade so sehr, dass ich Dich züchtigen will, Schmerzen zufügen, wie damals am Andreaskreuz. Erinnerst Du Dich? Damals, als die fiesen, von zahllosen Verwendungen zuvor ausgefransten Lederriemen meiner Peitschen Deinen Rücken und Deinen Po trafen, ihn kunstvoll mit der Kalligraphie meiner Zuneigung verzierten. Damals, als Du schmutziges Weibsbild getropft hast vor Lust, weil meine Boshaftigkeit dieses Gefühl des süssen Missbrauchs in Dir auslöste. Wie sehr es mir egal wäre, jetzt gerade, ob Du wimmerst oder stöhnst. Die Kombination aus meiner Kraft und Lust würde Dich von den Gerätschaften entfesseln und gleich zu Boden drücken, Dein Fleisch teilen, Dir die Luft nehmen. Du kennst sie, meine Hand, und alleine der Anblick würde Deinen Verstand austrocknen, währenddem Deine Flüssigkeiten zu fliessen begännen. Später würden sie sich vermengen mit den Meiningen, zu einem unbezahlbaren Cocktail der Liebe sich komponieren. Die innere Erlösung würde aus Deinen Augen strömen, fast greifbar, und mich in den Bann ziehen. Ich hasse Dich. Weil ich Dich liebe.»

Sollte er unterzeichnen, ihr das Papier gar zusenden? Doch sie war verzogen, er kannte ihre neue Adresse nicht. „Und überhaupt!“ dachte er. 

Er steckte sich eine Zigarre an, dann zerknüllte er den Brief und warf ihn vor seine Füsse, wo er wie ein millionenfach vergrössertes Virus lag, eine ganze Stunde lang, bis von der Partagas nur noch ein kurzer Stummel übrig war und sich die Schärfe des Rauches auf seine Reaktion übertrug: Mit der letzten Glut des Tabaks schickte er das Papier, dieses freche, von ihm gezeichnete Knäuel, in die Agonie. Zuerst waren es nur Brandspuren, leichte Verbrennungen, die das Elaborat von vorhin brandmarkten. Was für ein böses Spiel, freute er sich. Doch dann frassen die Flammen weiter, bis am Ende nichts mehr da war ausser Asche und Staub. Nicht nichts, aber fast.

Zufrieden nahm er das Glas, erhob sich von seinem Sitz und verrieb mit seinem Schuh die Überbleibsel, als müsste er eine Zigarette ausdrücken. Er setzte das Glas an seine Lippen, dann wandte er sich nochmals um, blickte auf die schwarzen Spuren am Boden und spottete mit abschätzigen Lächeln: «Slàinte»

Der letzte Kuss

von Oliver G. Wolff


Es war ein langer, intensiver Kuss, nach einem klärenden Gespräch. Wir befanden uns ausserhalb der Stadt, aber mitten im Frühling. Die Zuversicht, dass wir die Kurve kriegen, dass wir an unserer speziellen Liebschaft festhalten können, trotz stürmischer Zeiten: Sie war zurückgekehrt und blühte gerade auf, wie die wilden Blumen um uns herum. 

Maya befand sich seit einem halben Jahr in einer Auseinandersetzung mit ihrem Noch-Ehemann, die die hässlichsten Fratzen zeigte, die in solchen Situationen denkbar sind. Sogar undenkbare. Gleichzeitig war sie beschäftigt mit der Neuordnung ihres Lebens, für die Zeit danach. Aber jetzt war sie hier, gefangen zwischen meinen Armen, die sich mit meinem ganzen Gewicht auf ihr Fahrzeug abstützten.

«Die Pumps muss ich wegwerfen, sie geben nicht mehr genügend Halt», sagte Maya betrübt, mit Blick auf ihre Füsse. Doch gleich hellte sich ihr Gesichtsausdruck wieder auf: «Willst Du sie haben?» Ich antwortete: «Das sind die, die Du fast immer getragen hast, wenn ich Dich gezüchtigt habe. Dich missbraucht, als mein Spielzeug, mein Lustobjekt. Auch sie trugen Markierungen davon…» Für einen Moment kehrte das Funkeln in ihre Augen zurück, sie nickte mit einem Lächeln unter ihrer Nase. «Ja, ich nehme sie, als Souvenir, ich verbinde viele heisse, gemeinsame Momente mit ihnen.» Mayas Mimik erzeugte in mir eine Reminiszenz an ihre tiefe, innere Zufriedenheit, wie sie sie nach unseren Sessions regelmässig versprühte. Erschöpft, mit Spuren meines Handelns versehen und irgendwie angekommen. «Aber ich habe gerade keinen Ersatz für diese Schuhe bei mir, Du kriegst sie dann das nächste Mal, wenn wir uns sehen. Ich sag Dir Bescheid, wegen nächster Woche, welcher Wochentag passt.»

Wir mussten uns voneinander lösen, die Pflichten der profanen Welt wollten nicht länger auf uns warten. Maya stieg ein in ihren Wagen und ich schritt zu meinem Auto nebenan, um die Fahrertüre zu öffnen. Doch anstatt einzusteigen hielt ich inne und blickte rüber zu ihr. In der Luft zeichnete ich mit meinen Fingern ein Herz. Sie erwiderte es, mit einem Lachen auf ihrem Gesicht. Die Motoren starteten beinahe synchron. Eine Weile fuhr ich noch hinter ihr her und durchlief in Gedanken noch einmal die Geschichte, die uns an diesen Punkt heute gebracht hatte, an das klärende Gespräch von vorhin.

Vor Monaten hatte sie mir mitgeteilt, dass sie bei unseren Treffen eine sanftere Gangart präferiere. Seit sie die Scheidung eingereicht habe, bekomme sie viele Schläge, wenn auch der psychischen Art. Sie brauche mehr Zuneigung und Zärtlichkeit. «Kein Problem!» beruhigte ich sie. Verständnisvoll war ich, der Gentleman, der seinen Sadismus nun auf die Seite schob, um nicht zu gefährden, was ihm lieb und teuer war. Doch die Frequenz des Austausches mit ihr verringerte sich trotzdem schleichend, Tag für Tag, Schritt für Schritt, bis auf einmal die Nähe weg war. Dieses Vertraute und das Vertrauen – wie hatte es sich so schnell auflösen können? Dass sie später wieder jemanden brauchen würde, der ganz und mit Vanilla-Eis an ihrer Seite stehen würde, war eine logische Konsequenz. Aber soweit war sie noch gar nicht. 

Oder etwa doch?

Sie wollte es nach dem Jahreswechsel nochmals versuchen – die Wiederaufnahme dessen, was uns während langer Zeit so glücklich gemacht hatte. Wir trafen uns zu einem erotischen Treffen, doch nun gänzlich ohne BDSM-Komponente – und nicht mehr unbeschwert wie früher. «Es kommt schon wieder», sagte sie. «Und wir planen was für die nächste Woche! Lass mir bis morgen Zeit, ich melde mich, sage Dir, wann es passt!»

Das Morgen kam und verging. Auch das Übermorgen. Aber weit und breit kein Vorschlag, trotz unseres täglichen Austausches. Sie erwähnte darin noch nicht einmal, dass sie keinen unterbreiten könne oder wolle – als hätte sie dieses Versprechen gar nie geäussert. War alles wirklich so unwichtig geworden? Wochen verstrichen, bevor ich begann, Klarheit zu verlangen. In der Folge verordnete sie unserer Liebschaft in eine Pause. Luft.

Vier Wochen später meldete sie sich wieder. Wir beraumten das Treffen an, das gerade stattgefunden hatte. Wir wollten klären, wie es weiter geht. Sie wolle das alles nicht aufgeben. Sie habe mich vermisst. Der lange Kuss am Ende.

Und jetzt steuerten wir unsere Fahrzeuge in den Alltag zurück. Hintereinander fuhren wir, bis die Fahrspuren uns trennten. Was ich nicht wissen konnte: Sie würden sich verhalten wie die meisten Spuren – sie finden nie mehr zusammen.

Der Sturm, welcher Maya erfasst hatte – er nahm sie mit. Es kamen keine Vorschläge mehr von ihr, der Austausch versiegte. Drei Wochen später schrieb ich, dass ich die Zuversicht auf eine Wende verloren hätte und wünschte ihr alles Gute. Ich sei zuversichtlich, dass sie die Herausforderungen meistern werde.

Mayas Antwort darauf liess einen ganzen Tag auf sich warten. Sie stimme mir zu – es sei besser so. Sie bedankte sich für alles, was wir hatten, die goldenen Momente, die Höhenflüge, die kleinen und grossen Verrücktheiten, die wir durchlebten, das Gute und insbesondere das Böse. Ein tolles Ende der Vernunft, aufrecht und ehrlich, und ohne Drama. So, wie wir es von Beginn an vereinbart hatten, noch vor dem ersten Kuss.

So ein Mist.

5. Den Teufel im Leib

Ihre Anspannung war deutlich wahrnehmbar, der Atem, etwas behindert durch den Slip, ging heftiger und ihre Brust hob und senkte sich. Was würde wohl als Nächstes kommen? Würde ich milde sein? Sie rang mit sich, um das nun Folgende mit der angemessenen Demut annehmen zu können – was blieb ihr auch schon anderes übrig?

Ich legte die Peitsche zur Seite und fasste mit meinen Händen an ihre Wangen, streichelte sie sanft. Immer wieder suchten meine Finger ihren Mund und drangen kurz ein. Elly schien meine Behandlung langsam zu geniessen. Ihre Schultern entspannten sich ein wenig, sie ergab sich in die Fesseln, akzeptierte sie für einen Augenblick.

Meine Hände wanderten über ihren Halsansatz tiefer nach unten, ihrem Körper entlang. Kraftvoll fasste ich plötzlich ihre wohlgeformten Brüste und nahm ihre Nippel zwischen Zeige- und Mittelfinger, um sie zu zwicken und an ihnen zu ziehen. Sie gab ein überraschtes, dumpfes Stöhnen von sich. Ihre Handgelenke wollten auseinander, wurden aber von den Fesseln daran gehindert. Gleichzeitig bog sie den Oberkörper zurück, wollte sich gegen mich lehnen, sich mir ergeben. Ich drückte sie bestimmt zurück gegen die Wand, bevor meine Hände auf ihren Brustkorb zurückkehrten. Nun strich ich mit den Handflächen seitlich am Bauchnabel vorbei, weiter hinunter, ihre Scham bewusst auslassend. Ich fuhr weiter zu den Innenschenkeln ihrer Beine, wo ich kurz verharrte und einen leichten Druck ausübte. Es kostete sie sichtlich Mühe, still zu stehen, aber die Stange zwischen ihren Füssen liess ihr keine Wahl. Ihre Muskeln waren angespannt. Nun wanderten meine Hände weiter über ihre Knie bis zum Ansatz ihrer Pumps, wo ich mit beiden Zeigefingern seitlich zwischen Wildleder und Strumpf drückte, um am Ende von unten ihre Fusssohlen zu berühren.

Jetzt hatte die Lust sie vollends gepackt. Sie zitterte leicht, keuchte durch den Knebel. Die Zeichen ihres Körpers waren untrüglich. Jetzt war sie bereit für mich.

Abrupt liess ich von ihr ab und trat einen Schritt zurück, um sie einen Augenblick lang genüsslich zu begutachten: Ungeduldig und erwartungsvoll stand sie da. Mit langsamen, schweren Schritten ging ich durch den grossen Raum, ergriff meine Peitsche und liess sie einige Male auf meine offene Handfläche klatschen. Es war Zeit für die Bestrafung: «Du wirst nun sechs Hiebe erhalten, je drei für Deine beiden Vergehen. Du erinnerst Dich? Du hast mich bei unserem ersten Treffen im Gang nicht beachtet. Und heute hast Du gegen meinen Befehl Dein Höschen anbehalten, als Du hierhergekommen bist. Sechs Hiebe. Sechs, die erste Stelle der Zahl des Teufels – 666.»

Der Laut der letzten «sechs» lag noch in der Luft, als er sich mit dem Zischen der Peitsche vermischte, die durch die Luft fuhr und sie kurz darauf traf. Auf ihrem Unterschenkel zeigte sich eine erste Rötung. Dauerhafte Markierungen sollte sie keine davontragen, denn sie wären zu Hause nicht zu erklären. Dieses Risiko wollte ich unter allen Umständen ausschliessen. Aber die Spur des Hiebs für einen Moment sichtbar zu machen, ihr brennender Schmerz – das war mein Ziel. Sie stiess einen durch ihren eigenen Knebel gedämpften Schrei aus, fast empört. Doch es blieb ihr nicht viel Zeit, denn der zweite Schlag folgte sogleich. Der dritte. Nummer vier und fünf in schneller Folge. Alle landeten zielgenau.

Aber um den letzten, um den sollte sie betteln. Ich löste den Lederriemen und entfernte ihren Slip aus dem Mund, um ihn zur Seite zu legen. «Und nun, Elly, wirst Du mich um den letzten Hieb bitten.» Sie stammelte: «Das… das kann ich nicht, mein Herr!»

Oh, ein Aufflackern von Widerstand?

«Wie Du meinst, Elly.» Ich entfernte die Spreizstange, nahm ihr die Augenbinde ab, löste den Karabiner von den Handfesseln und fuhr in abschätzigem Tonfall fort: «Zieh Dich an, geh!» Sie drehte sich um und sah mich erschrocken und gleichzeitig verzweifelt an. Ich hatte sie unter Kontrolle, und sie wusste es genau. Auch wenn sie diese Tatsache in diesem Moment verwünschte.

Es dauerte einen Moment, bis sie aussprechen konnte, was in ihrem Innersten so brannte: «Mein Herr, ich möchte Sie spüren. Will Ihnen dienen. Ihr Spielzeug sein, Ihre Lust befriedigen. Aber Sie verlangen von mir, dass ich um eine Strafe bitte? Mein Stolz lässt das nicht zu.»

«Nun, Elly, Du wirst verstehen müssen, dass Dein Dienen mit dem Ausführen meiner Anweisungen einhergeht. Ich verlange absoluten Gehorsam. Denn nur dadurch wird sich Dir das Tor zu dem Zustand öffnen, den Du Dir ersehnst. Und ich weiss sehr genau, wie es sich für Dich anfühlt, jetzt, wo der Schmerz nachlässt: Ein wohliges Gefühl macht sich breit und verlangt nach mehr. Jedoch verweigert Dir Deine Logik, dass Du diesen Moment geniesst, weil es dem widerspricht, was Du bisher für richtig erachtet hattest. Du kannst diesen Zwiespalt überkommen und wir führen unser Treffen fort, oder Du gehst jetzt gleich. Ich bin ein Mann mit Prinzipien und einer klaren Linie.»

Jetzt liess ich ihr die Wahl: «Du kannst den Slip entweder jetzt anziehen, oder ihn mir überreichen, als Zeichen Deiner Ergebenheit, von der Du zwar sprichst, aber noch nicht umsetzt. Du entscheidest, ob es weiter geht oder wir dieses Spiel auf der Stelle beenden.»

Elly focht offensichtlich einen Kampf mit sich aus. Doch auf einmal kippte sie nach vorne, kniete vor mir und richtete ihren Blick auf den Boden. Sie hob ihr Höschen vom Boden auf und bot es mir auf ihrer Handfläche dar, ihren gesenkten Blick beibehaltend. Ein Anblick, so hoch erotisch wie noch keines meiner bisherigen Erlebnisse.

Ich nahm ihr das Textilstück ab. Sie blickte scheu auf und musste nun beobachten, wie ich ihren Slip über eine Kerze hielt. Er fing Feuer. Brennend und knisternd von der Restfeuchte liess ich ihn zu Boden fallen, wo er nach wenigen Sekunden zu Asche zerfiel.

«Von nun an, Elly, wirst Du mir gehorchen. Und jetzt bitte um die Strafe, die Dir zusteht.» Sie blickte zu mir auf, und dann sprach sie es endlich aus: «Bitte bestrafen Sie mich, mein Herr.»

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Wie es weitergeht? Die Antwort findest Du im Buch – „Elly – Dunkle Geheimnisse“– als eBook oder als Hard Copy 🙂

4. Ein Vergehen… vor Lust?

Die Woche verging viel zu langsam und ohne Lebenszeichen von Elly. Dann endlich kam der Tag, für den unser Wiedersehen geplant war. Die versprochene SMS an sie lautete: «Ich erwarte Dich in einem einteiligen Kleid, mit schwarzen, halterlosen Strümpfen und den Wildlederpumps, die Du bei unserer ersten Begegnung getragen hast. Du wirst Deinen Slip im Auto zurücklassen, genauso wie Deinen BH. Nichts davon wirst Du benötigen, wenn Du in meiner Obhut bist.»

Elly bestätigte den Empfang der Nachricht nicht, was mich verwirrte. Würde sie wirklich kommen? Wie hatte sie wohl die Zeit des Wartens überdauert?

Meine Zuversicht siegte. Wenige Stunden später fand ich mich am Ort des geplanten Treffens ein. Der ehemalige Fabrikationsraum mit den Maschinen war für ein paar Stunden mein Refugium: Von der Museums-Verwaltung hatte ich gegen einen kleinen Obolus den grossen, schweren Schlüssel erhalten: Zugang für mich und Sicherheit vor ungebetenen Gästen. Den Schlüssel zu einer neuen Episode in meinem Leben. Gekleidet war ich in einem schwarzen Anzug, schwarzen, halbhohen Schuhen, einem weissen Hemd und einer dunkelroten Krawatte. Nun galt meine Aufmerksamkeit dem Aufbau des Settings.

Nur das warme Licht von Kerzen sollte den Raum erhellen, und zwar ausschliesslich in dem Bereich, wo ich mich mit meiner neuen Sub heute hauptsächlich aufhalten würde. Kein kaltes Neonlicht sollte das Spiel stören, das ich nun mit grösstem Vergnügen aufzuziehen begann. Mein Koffer mit den Utensilien, den kleinen und grossen Helfern, war auch mit dabei. Auf dem Boden breitete ich eine dicke Wolldecke aus, damit Elly vor mir knien konnte, ohne ihre Strümpfe zu zerreissen. Für genügend Wasser hatte ich ebenfalls gesorgt, in einer Kühlbox. Die Anstrengungen würden zweifelsohne schweisstreibend sein, selbst in diesem kaum beheizten Raum.

Um acht klopfte es leise, kaum vernehmbar an der Türe. Zögerlich. Das Spiel konnte beginnen.

Ich öffnete. In einem Bruchteil einer Sekunde war ich fasziniert von dem, was ich dann sah: Eine bezaubernde Elly stand vor mir, sichtlich noch hin- und hergerissen. Doch ihr Blick liess das Feuer erahnen, das in ihr loderte. Ein Augenausdruck, wie ihn mir noch nie eine Frau geschenkt hatte. Es war einer der Momente, die man einfrieren möchte um ihn später immer und immer wieder erleben zu können.

Mit einer eleganten Bewegung drehte ich mich zur Seite und gab ihr so die Sicht auf den Raum frei. Sie zog ihre Augenbrauen hoch und ihr Mund öffnete sich leicht. Oh, wie sie staunte über das, was sie erblickte: Die Halle war erleuchtet von zahllosen Kerzen, welche an unterschiedlichen, scheinbar zufällig ausgewählten Stellen postiert waren. Schatten riesiger Gerätschaften. Monströse Ketten, die von Stahlträgern oder Kränen hingen. Und in der Mitte von all dem ein einziger, hölzerner Stuhl, der klar erkennbar das Herzstück der Szenerie darstellte. Ich lächelte zufrieden und empfing sie mit warmer Stimme: «Willkommen in meinem Reich!»

Elly war noch nicht aus dem Staunen heraus, als ich sie mit der Hand in die Halle wies. Ich liess sie langsam voraus gehen und verriegelte die Tür hinter uns. Das Geräusch des Schlosses liess sie kurz innehalten. Es musste ihr bewusst geworden sein, dass es jetzt kein Zurück mehr gab. Niemand würde uns sehen, niemand uns hören – und niemand uns stören.

Als wir beide in der Mitte des Raums standen, vor dem Stuhl, hielt ich ihre beiden Hände hinter dem Rücken zusammen, zog sie an mich heran und küsste sie in besitzergreifender Manier. Sie erwiderte meinen Kuss mit einem Begehren, das sich wie eine wunderschöne Blüte immer weiter öffnete. Ihre Anspannung wich der Lust. Mit ihrem ganzen Körper drückte sie ihr Verlangen aus – so sehr, dass sie taumelte und beinahe das Gleichgewicht verlor. Mit einer schnellen Auffangbewegung vermied ich ihren Sturz und setzte sie vor mir auf den Stuhl, um auf sie hinabblicken zu können. So symbolisierte ich klar, dass ich von nun an über ihr stand. Und dann wurde ich ernst: «Wir werden nun darüber sprechen, was ich mit Dir machen werde. Nichts muss, aber alles kann sein. Du wirst gewisse Praktiken für Dich ausschliessen dürfen, und es gibt ein Safeword, mit dem Du eine Aktion stoppen kannst. Es wird jedoch auch Handlungen geben, die als Teil des Ganzen nicht zur Diskussion stehen. Selbst wenn Du Dinge heute noch nicht zulässt, werden sie später Teil unseres Spiels sein. Keine Grenze der Menschheitsgeschichte war je für die Ewigkeit, und so werden es auch Deine nicht sein.»

Je mehr ich ihr unser gemeinsames Setting erörterte, um so offensichtlicher wurde ihre Bereitschaft, sich auf mein Spiel einzulassen. Ich bezeichne das jeweils als Setzkasten meiner Szenarios, aus dem ich mich situativ bedienen würde. Mein Herz begann mit jeder meiner Aufzählungen noch mehr zu brennen, meine Erregung wuchs unaufhaltsam. Dieses zauberhafte Wesen in meinen Händen zu wissen, das sich nichts sehnlicher wünschte als mich, bereitete mir ein unbeschreibliches Hochgefühl.

Sie sass noch immer auf dem Stuhl, als sie die erste Regel für das heutige Setting erfuhr: Ab sofort bis zum Ende unserer ersten gemeinsamen Handlung sollte sie ihren Blick auf den Boden gerichtet halten. Nachdem sie gehorcht hatte, befahl ich ihr, den Saum ihres Kleides bis über die Knie hochzuziehen. Was ich dann aber sah, erzürnte mich aufs Äusserste:

Sie trug ihren Slip!

«Es missfällt mir, Elly, dass Du meiner Anweisung nicht Folge geleistet hast!», herrschte ich sie an. Sie wandte ein, «Ja, aber ich konnte unmöglich…», ich fuhr ihr aber sofort und laut über den Mund: «Schweig! Das Missachten der Regeln wird unweigerlich und umgehend eine Züchtigung zur Folge haben!»

Elly erschrak. Damit hatte sie nicht gerechnet.

Ich liess sie den Slip vor mir ausziehen und ihn mir überreichen. Blut schoss ihr ins Gesicht, denn es war ihr offensichtlich peinlich: Das Höschen war durchtränkt von der Feuchte ihrer Scham. Sie war durchschaut.

Nun befahl ich ihr, ihren Mund weit zu öffnen. Ich steckte den Slip hinein und band ihn mit einem Lederriemen fest, damit sie ihn während der nun folgenden Behandlung durch ihren Herrn auch ja nicht verlieren würde. Dann musste sie sich vom Stuhl erheben und ihr Kleid langsam über den Kopf abstreifen. So hatte sie sich stehend vor mir zu präsentieren – nur noch mit Strümpfen und Pumps bekleidet.

Der Anblick erregte mich; ich musterte sie lange und eindringlich. Immerhin, so stellte ich fest, hatte sie den BH weggelassen. Doch strafmildernd würde sich dies allerdings für sie nicht auswirken, denn die Erfahrung hatte mich gelehrt: Erziehungsfehler, die am Anfang begangen werden, sind später kaum noch auszumerzen.

Nun führte ich sie zu einer Seitenwand des Raumes und wies sie an, sich mit dem Gesicht dagegen zu stellen und die Beine zu spreizen. So liess ich sie einen Augenblick verharren, ohne ein Wort zu sagen. Ihre Rückseite gefiel mir ausnehmend gut. Ich fesselte ihre Hände mit Ledermanschetten und Karabinerhaken hinter ihrem Rücken und fixierte eine Stange zwischen ihren Füssen. Sie rang ein wenig um ihr Gleichgewicht und drückte sich mit dem Oberkörper gegen die kalte Wand. Als letztes band ich ihr eine seidene Augenbinde um. Der Sehsinn sollte ausgeschaltet werden, um sie eine prickelnde Angst verspüren zu lassen: Nackt, wehrlos und ausgestellt in einem fremden Raum. Gefesselt und geknebelt zu sein von einem fremden Mann (war er tatsächlich alleine?), nicht wissend, was als Nächstes geschehen würde: Was für ein schöner Moment ihrer Devotion! Ich nahm meine Peitsche zur Hand und fuhr damit durch die Luft. Es entstand ein pfeifendes Geräusch.

Sie erschauderte.

3. Auf allen Würfeln fällt die Sechs

Am folgenden Tag, einem Dienstag, Punkt 6 Uhr abends, klingelte mein Handy. Eine unbekannte Mobilnummer… das musste sie sein. Bis eben war ich Zuhause in der Lese-Ecke meines Büros mit dem Studium einer Wirtschaftlichkeits-Analyse beschäftigt gewesen. Jetzt aber sprang ich von meinem Sessel auf und mein Herzschlag beschleunigte sich in Lichtgeschwindigkeit. «Ruhig bleiben!» flüsterte ich vor mich hin und atmete tief durch. Dann nahm ich den Anruf an, indem ich mich mit «Hallo!?» meldete. Die Leitung blieb einige Sekunden völlig still.

War ich mit meiner Vermutung falsch gelegen? Aber kurz bevor ich die Linie unterbrechen wollte, hörte ich diese wunderbare Stimme von gestern: «Hier ist Elly.»

Ausgezeichnet – das Vorspiel konnte beginnen.

Ich schwieg nun meinerseits, um sie zappeln zu lassen. Dieses kurze Warten auf meine Antwort sollte für sie unerträglich sein. Doch dann äusserte ich meine Zufriedenheit: «Ich bin erfreut, Elly, dass Du meine Telefonnummer nicht vergessen hast.» Ihr Herzschlag war förmlich durch die Telefonleitung hindurch spürbar.

Nach einer kleinen Kunstpause fuhr ich fort: «Eine neue Welt wird sich für Dich öffnen. Eine Welt, von der Du Dich nicht mehr so leicht wirst lösen können, wenn Du sie erst mal kennengelernt hast. Ich werde Dich führen, Du wirst mir gehorchen. Wenn Du das nicht willst, sag es jetzt.»

Ein leichtes Seufzen war zu vernehmen. Ich ergänzte: «Es ist mir sehr genau bewusst, in welcher Situation Du Dich befindest. Du hast eine Familie, bist sicher auch dank Deinem Ehemann wohl situiert, und das Risiko, welches Du eingehen musst, um Dich auf mich einlassen zu können, ist beträchtlich. Doch verlangt Dein Körper genau das.»

Mit zittriger Stimme antwortete Elly: «Ich möchte es so gern, aber…» Sie brach ab. Es war der Moment, wo ich ihr über die Ziellinie helfen musste. Ihrer Neugier sollte die Aufgabe zukommen, die Vernunft ausschalten. Und diese Neugier fütterte ich nun.

«Heute, noch ohne die Erfahrung unseres gemeinsamen Spiels, ist der letzte starke Moment, der Dir bleibt, um abzulehnen. Mit zunehmender Intensität unserer gemeinsamen Reise wird es für Dich laufend schwieriger werden, Dich von der Welt zu trennen, die gerade im Begriff ist, sich für Dich zu öffnen. Ich erweise Dir die Gunst, Dich in sie hinein zu führen. Du kannst Dich jetzt also für diesen Weg entscheiden und Augenblicke nie gekannter Leidenschaft erfahren – oder Du lässt es bleiben. Deine Entscheidung.»

Es herrschte eine fast vollständige Stille am anderen Ende der Leitung. Nur ihr tiefes Atmen versicherte mir, dass sie noch dran war. Würde sie anbeissen? Ich war zum Zerreissen gespannt.

Dann endlich antwortete sie: «Ich weiss nicht warum, aber ich vertraue Dir. Ich spüre eine nicht in Worte zu fassende Faszination. Das, was Du mich gestern Abend hast spüren lassen, weckte etwas in mir, was ich lange Zeit unterdrückt habe. Es muss raus.»

Ich jubilierte innerlich. Ihr Entschluss war fest und klar, und sie meinte wirklich, was sie sagte. «Du wirst es nicht bereuen, Elly» versprach ich, «ich werde Dich als Deinen Herrn in meine Obhut nehmen. Du wirst mir und meiner Lust dienen. Es werden Dinge von Dir verlangt werden, mit welchen Du Dich heute noch nicht anfreunden kannst. Und ich werde Dich züchtigen, wie und wann es mir beliebt. Dass Du mich gestern auf Deinem Weg zur Toilette missachten wolltest, was Dir nur stümperhaft gelang, wird Dir bereits eine Bestrafung einbringen. Diese Strafe, Elly, wird einer der Schlüssel zur Befriedigung der Gier sein, welche Du in Dir verspürst. Aber beileibe nicht der einzige. Du wirst in der Spannung zwischen meinem zuweilen boshaften Willen und meiner Fürsorge, und derjenigen zwischen Deinem Stolz und Deinem Wunsch nach Devotion aufgehen. Zeit und Raum werden in diesen Momenten aus Deiner Wahrnehmung ausgelöscht, so, wie Du es noch in keiner Sekunde Deines Lebens je erfahren durftest. Und Du wirst Deinen wunderschönen Körper von einer Seite kennenlernen, welche Dir gänzlich neu sein wird.»

Elly schwieg einen langen Moment. Ich ahnte, dass sie sich mögliche Szenen vorstellte, in denen sie sich mir als ihren Herrn vollständig hingibt. Dann aber warf sie ein: «Mein Mann ist krankhaft eifersüchtig. Ich habe keine Idee, wie das alles funktionieren kann. Der Käfig, in welchem ich mich befinde, ist wohl gepolstert und golden… aber wie ich es drehe und wende – es ist und bleibt ein Käfig.»

«Ja, Elly. Es wird tatsächlich Kreativität erfordern, Dich für die Stunden, in welchen Du Dich mir hingeben wirst, aus Deinen Umständen herauszuwinden. Aber Du wirst das meistern, denn Du bist eine kluge Frau. Den ersten Beweis dafür wirst Du an Dir erkennen, wenn wir uns genau in einer Woche wiedersehen. Wir werden bis zu diesem Tag keinen Kontakt haben, es sei denn, Du entscheidest Dich doch noch gegen das Treffen. Ansonsten erwarte ich Dich am gleichen Ort wie gestern, um 20 Uhr vor der Tür zu unserem geheimen Raum. Es bleiben Dir 6 Tage, um einen guten Vorwand für Deine Absenz Zuhause zu finden, und wirst an diesem Abend nicht vor Mitternacht zurückgekehrt sein. 6 ist die Zahl, welche Dich begleiten wird. Memorisiere sie. Weitere Anweisungen wirst Du per SMS erhalten, am Tag des Treffens.» Damit beendete ich das Gespräch und liess sie mit der Verheissung allein.

Sie war mein! All ihre Antworten und Reaktionen gaben mir Gewissheit: Sie würde in einer Woche da sein.

Ich sank in den Sessel zurück und begann, im Rausch allerlei körpereigener Substanzen treibend meinen Triumph zu geniessen. Doch lange hielt ich es im braunen Leder nicht aus und holte zur Feier des Erfolgs eine Flasche Biserno 2012 aus dem Weinkeller. Diesen edlen Rotwein aus Merlot, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot hatte mir mein Weinhändler zu Recht ans Herz gelegt. Mit dem gefüllten Glas setzte ich mich wieder hin und betrachtete halb abwesend den Raum. Für einen Moment bekam ich den Eindruck, dass mein Haus nicht luftig und geräumig, sondern zum Bersten voll sei von unzähligen Gedanken, die in meinem Kopf schon längst keinen Platz mehr fanden.

Mein Blick wanderte über das Büchergestell, hinter welchem sich zwei in die Wand eingelassene Safes befanden. Im grösseren der beiden hatte ich den Lederkoffer verstaut, in dem sich die Sammlung meiner teuren Utensilien befand. Im Laufe der Jahre hatten sich einige angesammelt, einige davon hatte ich sogar extra nach meinen eigenen Vorstellungen anfertigen lassen.

In meiner Fantasie malte ich mir aus, was ich mit Elly alles anstellen würde. Damit begannen auch meine Erinnerungen an frühere Subs endlich zu verblassen. All die Schmerzen der Trennungen in Fällen der emotionalen Verbundenheit, die ich mit einigen hatte. Und die Tränen derjenigen, die sich von mir unfreiwillig trennen mussten, weil ihre Umstände sich dramatisch verändert hatten. Manchmal war sogar eine ungesunde Abhängigkeit entstanden, was die Trennung noch dramatischer machte. Und dann waren die frühen Geliebten, die meine lange zurückgehaltene, dominante Seite nie kennengelernt hatten. Wie oft hatte ich gewünscht, sie hätten es. Aber jetzt, in Erwartung der Stunden mit Elly, spielte das plötzlich keine Rolle mehr. Ich wusste, dass sie stark genug war. Die komplizierten Umstände würde sie meistern und das, was ich ihr zuteil lassen würde, ertragen. Auch wenn sie vieles davon noch gar nicht abschätzen konnte.

Nun galt es, die Vorbereitungen zu treffen für ein Zusammentreffen, welches weder sie, noch ich je vergessen sollten.

2. Druck

Als ich hörte, wie sich die Tür öffnete, verliess ich das Herrenabteil und trat ebenfalls auf den Gang. Ich war nicht erstaunt, dass sie stehenblieb: Genau das hatte ich erwartet. Beinahe gleichzeitig fielen die Türen zu. Ich sagte mir: «The Time Is Now». Bestimmt näherte ich mich ihr, ihre Augen fixierend. Dann ergriff ich ihre schmale Hand. Wie ich es geahnt hatte, leistete sie keinerlei Widerstand.

Als häufiger Gast des Lokals wusste ich, dass von diesem Gang aus hohe Fabrikräume verzweigten, in denen sich Maschinen der früher hier ansässigen Fabrikation befanden. Es gab hier auch Führungen; um diese Zeit war das Museum jedoch längst geschlossen. Ich jedoch wusste, dass nicht alle Türen abends verriegelt wurden. Zu einem dieser für Insider zugänglichen Bereiche führte ich sie nun.

Ich zog sie ins Halbdunkel des Raumes. Die Tür schloss sich mit einem leisen Geräusch hinter uns. Durch das Oberlicht fielen die letzten Sonnenstrahlen des Tages, in der Luft lag ein Geruch von altem Schmieröl. Es war kühl. Auf der Atmosphäre lastete etwas fast Unheimliches an, etwas Verbotenes.

So verboten wie das, was noch folgen würde.

Ich drückte diese unglaubliche Frau mit meinem ganzen Körper gegen die kalte Backsteinwand. Schnell. Hart. Überwältigend. In meinen Gedanken gehörte sie mir längst. Sie keuchte und versuchte halbherzig, sich zu wehren, gab aber den Widerstand schnell auf. Kraftvoll hielt ich ihre Arme mit beiden Händen fest und über ihrem Kopf zusammen. Sie wand sich leicht, bis ich mich noch stärker an sie presste. Kurz liess ich sie schmoren, dann küsste ich sie, intensiv und fordernd. Und sie liess zu, dass ich auf diese Weise Kontrolle über sie erlangte. Ihr Körper hatte sie verraten.

Mein Knie zwang ihre Oberschenkel auseinander. Sie sollte sich öffnen, sich bewusst werden, dass sie sich nach meiner Behandlung sehnte. Jetzt war sie mir vollständig ausgeliefert: Ich hatte Zugang zu ihrem intimsten Bereich. Allein durch meinen Willen hielt ich sie gefangen. Sie stöhnte leise.

Bis dahin war unsere Begegnung wortlos gewesen, doch nun sollte sie meine Stimme das erste Mal vernehmen: «Es freut mich, dass Dein Unterbewusstsein Deine Vernunft überstimmt hat. Lass Deine Empfindungen weiter Dein Tun lenken, denn sie wissen genau, was für Dich gut ist. Und dass Du mir gehörst. Es gibt kein Entkommen – das ist Dir hoffentlich bewusst!» Sie nickte stumm, auch wenn es mir schien, eher aus lebenslang antrainierter, automatischer Höflichkeit und unreflektiert als in vollem Bewusstsein der Bedeutung. Sie sah mich mit einem Blick an, der alles verhiess: Sehnsucht nach einem starken Mann, Hingabe. Aber der Konsequenzen konnte sie sich unmöglich gewahr sein. Würde sie sich tatsächlich gehen lassen?

«Du wirst Dich nun mit dem Rücken zu mir drehen». Ich liess sie los. Kurz flackerte Erstaunen in ihren Augen auf. «Ich werde nun mit meinen Händen der Wirbelsäule entlang Deinen Rücken hochfahren und mit dem Nagel meines Zeigefingers meine Handynummer in grossen Zahlen drauf einritzen – eine nach der anderen. Du tust gut daran, Dir die Zahlen zu merken, es ist Deine erste Prüfung, ein Beweis Deiner Ernsthaftigkeit. Danach gehst Du zurück zu Deiner Familie. Du wirst diese Nummer morgen um 18.00 Uhr anrufen. Dann wirst Du weitere Befehle erhalten. Heute bleibt Deine Lust unbefriedigt – ich werde Dich erst dann erlösen, wenn mir danach ist.»

Ihre Verblüffung verwandelte sich in einen Ausdruck der Unentschlossenheit. Sie starrte in meine Augen, schluckte mehrmals leer, bevor sie ihre Stimme fand. Eine überraschend tiefe Stimme für ein solch zartes Geschöpf. Ihr Wohlklang nistete sich in meiner Erinnerung ein wie einer dieser magischen Momente, von welchen man ein Leben lang zehrt. «Ich kenne Dich nicht, ich weiss nicht, was mich zu Dir zieht, und ich habe keine Ahnung, was ich hier tue.»

Sie brauchte noch einen Schubs: Ich fasste ihr leicht an die Schulter, was sie erschaudern liess. Nun liess ich meine Hände an ihren Armen entlang ein wenig nach unten gleiten, liebkoste sie sacht. Gänsehaut zeichnete sich auf ihrer nackten Haut ab. Mein Gesicht dicht an ihrem Nacken, atmete ich tief aus. «Dein logisches Denken weiss es nicht, aber Dein Körper, Dein Unterbewusstsein schon. Jahrmillionen von Erfahrung stecken genau dort drin und hat die Entscheidung für Dich schon getroffen, als unsere Blicke sich vorhin das erste Mal kreuzten. Nun dreh Dich um!»

Jetzt gehorchte sie umgehend und wie in Trance tat sie, wie ihr geheissen. Ich hob nur die Rechte und fuhr mit dem Zeigefinger langsam ihrer Wirbelsäule entlang, zwischen den Schulterblättern. Druckvoll begann ich – Zahl für Zahl – die Nummern auf die schmale Stelle zu zeichnen. Langsam. Einprägsam.

Bei jeder neuen Zahl zuckte sie leicht unter meiner wiederholten Berührung. Ihre Anspannung und Nervosität, ob sie sich die Nummern merken könnte, waren deutlich spürbar. Ich war mir aber sicher, dass jede Zahl wie eine Tätowierung auf sie wirkte und sie sich jede einzelne einprägen würde.

Nach der letzten Ziffer trat ich zur Seite und hielt ihr die Tür zurück zum Flur – und damit zu ihrer Freiheit – auf. Grelles, die Netzhaut schmerzendes Licht strömte hinein, ebenso hart und unerbittlich wie meine Körperhaltung. Sie musste zurück. Mit leicht gesenktem Blick ging sie an mir vorbei. Was für eine Frau! Ein brodelnder Vulkan, der nur auf seinen Ausbruch wartete. Würde sie es tatsächlich wagen, mich anzurufen?

Sie schritt hinaus auf den Gang und machte sich auf den Weg. Kein Blick zurück zu mir. Erstaunlich. Mit etwas Distanz folgte ich ihr in die Restaurant-Räume, um an meinen Platz zurückzukehren. Im Gehen schaute ich zu ihrem Tisch, wo sie gerade im Begriff war, sich wieder zu setzen. Ihr Mann sah sie fragend an, war es doch eine unüblich lange Abwesenheit gewesen für einen Toilettenbesuch. Sie blickte verschämt zu Boden, um sich danach hastig, im Bemühen um Ablenkung, um ihre eigentlich sehr selbständigen Kinder zu kümmern. Es war ihr durchschaubares Bemühen um eine Rückkehr zu einer Normalität, die vor wenigen Sekunden aufgehört hatte, zu existieren.

Nachdem ich bezahlt hatte, begab ich mich auf den Weg zu meinem Auto. Während der anschliessenden Fahrt nach Hause drehten Visionen von spannenden, verheissungsvollen Momenten mit dieser namenlosen Frau. Meine Vorstellungskraft ebbte auch in der Nacht nicht ab und verdrängte meinen Schlaf fast gänzlich.

Eine Gefahr blieb: Der kommende Morgen, in ihrem gewohnten Umfeld, ihr einen klaren Kopf bringend. Würde sie, reingewaschen vom Hormoncocktail, den meine Gegenwart bei ihr erzeugt hatte, sich anders besinnen und die Begegnung mit mir als kurzes, flüchtiges Abenteuer abtun?

1. Unerwartete Begegnung

Es war ein eher kühler Abend im September. Ich sass an der Bar eines In-Lokals und gönnte mir einen Lagavulin 16 zum Feierabend. Das Restaurant befand sich in einem ehemaligen Industriekomplex etwas ausserhalb der Stadt und zog aufgrund seines Ambientes als alter Fabrikationsbetrieb und mit seiner exzellenten Küche eine Menge urbaner Gäste an.

Die Bar befand sich zwischen zwei grossen Räumen, was mir einen guten Überblick verschaffte. In meinem Sichtfeld sass eine vierköpfige Familie. Die Mutter, eine Dame mit langen, dunkelblonden Haaren, etwa 40 Jahre alt, war auffallend attraktiv. Ihr Outfit bestand aus einer luftigen weissen Bluse, einem bordeaux-farbenen, eng sitzenden Rock und eleganten schwarzen Wildlederpumps. Ihr Make-Up war perfekt, der volle Mund durch roten Lippenstift schön betont. Die Fingernägel waren im gleichen Ton lackiert – Stil, wie man ihn nicht mehr oft sieht. Was für eine Wohltat für meine Augen. Ich nahm an, die Familie war mit der englischen Sportlimousine vor der Tür hergekommen. Dies und die Tatsache, dass die Familie zu viert hier ein gediegenes Abendessen einnahm, liess mich auf ein gutes Einkommen zumindest des Ehemanns schliessen.

Seit Monaten hatte ich keines meiner besonderen Treffen mit einer Frau mehr erlebt. Um so heftiger wirkte die Ausstrahlung dieser anmutigen Dame nun auf mich. Hier, so war ich überzeugt, sass eine Frau, die stark und selbstbewusst genug war, um mein nicht alltägliches Spiel mit den Sinnen geniessen zu können. In meinem Kopf begannen sich Szenarien zu bilden. Mein logisches Denken setzte mehr und mehr aus und wich pulsierenden, erotischen Gedanken. Lag das am Alkohol oder an meiner längeren sexuellen Abstinenz? Oder gar einfach nur an ihr?

Ich konnte meine Augen nicht von dieser faszinierenden Frau abwenden. Als hätte sie meinen intensiven Blick wie plötzliche Wärmestrahlen auf ihrer Schulter bemerkt, drehte sie den Kopf zur Seite und blickte zu mir. Wiederholt. Mein Blick war fordernd, denn es war mir ernst: Mein Entschluss, diese Frau für mich zu gewinnen, stand fest. Aber würde sie sich wirklich auf mein Spiel einlassen und dabei Lust empfinden?

Sie nestelte an ihrer Serviette und blickte mit einem aufgesetzten Lächeln zu ihrem Mann. Ihr Körper wurde zunehmend von einer nervösen Anspannung erfasst. Von Minute zu Minute schien sie unruhiger. Es machte den Eindruck, als wäre sie in einer unerträglichen Situation gefangen. Auch ihrem Mann fiel offenbar ihr sonderbares Verhalten auf.

Es musste etwas geschehen.

Plötzlich erhob sie sich, wobei ihre Serviette zu Boden fiel. Sie musste sich danach bücken, was mir den beeindruckenden Anblick ihrer wohlgeformten Brüste bescherte. Ihre Brustwarzen waren durch die leichte Bluse hindurch sichtbar. Scheu, fast ein wenig unsicher, erwiderte sie meinen Blick für eine lange Sekunde. Dann richtete sie sich auf und ging in Richtung der Toiletten im hinteren Teil des Restaurants.

Ein Wink.

Umgehend, aber beherrscht erhob ich mich und folgte ihr so, dass sie es bemerken musste. Die WC-Anlagen befanden sich hinter einer schweren Holztür, am Ende und zur Rechten eines langen Ganges des Industriegebäudes. Das Damenabteil war etwas näher, vor dem Eingang für die Herren, gelegen.

Hinter mir fiel die Tür zum Restaurant mit einem für mein Empfinden überlauten Geräusch ins Schloss. Ich erblickte die Frau, wie sie gerade mit federnden Schritten die zweite Hälfte des Weges zurücklegte. Sie musste mich und die zufallende Türe hinter mir gehört haben, hatte aber offensichtlich beschlossen, mich zu ignorieren. Sehr direkt steuerte sie auf die Damentoilette zu und riskierte keinen Blick zurück. Für diese Kühle würde sie noch büssen müssen, wenn ich sie erst in meinen Fängen hätte! Noch nie hatte ich geduldet, dass meine Gespielinnen – aktuelle oder zukünftige – mich einfach missachteten.

Vor dem Eingang zur Damentoilette drehte sie sich nach rechts und nahm die Klinke in die Hand, um sie zu drücken. Doch dann hielt sie kurz inne, drehte ihren Kopf noch weiter rechts und sah mich direkt an. Was für Augen diese Frau hatte! Ihr Gesichtsausdruck wirkte nervös und gleichwohl begehrend. Eine plötzliche, heisse Strömung überwältigte meinen Körper, von der Hirnhaut hinunter bis in alle Zehenspitzen hinein.

Ich wollte sie.

Unsere Blicke verhakten in sich in einander. Wenige Sekunden, die wie Minuten wirkten. Das Leben in Zeitlupe. Durch ihre Pupillen, die wie das Fenster zur Seele sind, verschaffte ich mir Zugang zu ihrem Wesen und begann, davon Besitz zu nehmen.

Sie regte sich für einen Moment nicht, im Banne der Situation. Doch dann richtete sie ihre Augen auf den Boden und kurz darauf zur Klinke, um meinem fordernden, sie innerlich fast verbrennenden Blick auszuweichen. Dann drückte sie den Griff und öffnete den Eingang zur Toilette. Ich schritt langsam an ihr vorbei, sie dabei mit meinem Körper absichtlich, aber nur leicht berührend und ihr meinen Duft übermittelnd. Sie trat hinein und die Tür schloss sich hinter ihr.

Kurz danach betrat ich die Herrentoilette, jedoch nur symbolisch: Diese wunderschöne Frau durfte mir auf keinen Fall entwischen. Und ich war mir sicher, sie war sich dessen bewusst. Begegnungen dieser Art wiederholen sich nicht oft. Momente, in welchen die Faszination für eine Person wie ein Stromschlag beide gleichzeitig trifft. Eine solche Gelegenheit und eine solche Intensität – ein neuer Mikrokosmos, geschaffen für zwei.

Die roten Schuhe

von Oliver G. Wolff


«Papa! Paapaaa!!» rief eine Mädchenstimme im oberen Stockwerk. «Verdammter Mist, das darf doch nicht wahr sein!» durchfuhr es mich. Eilends streifte ich mir meine Hosen und mein Hemd über. Schweissausbruch. Meine Spielpartnerin hatte einen Knebel im Mund und der sonst verschlossene Hobbyraum im Keller war damals mit Bedacht schalldicht isoliert worden. Doch würde mir genügend Zeit bleiben? 

«Glück gehabt!» dachte ich, als es mir gelang, die Türe hinter mir zu schliessen. Irgendetwas schien meine Tochter auf dem Weg zu mir aufzuhalten. Doch warum war sie nicht in der Schule? Jedenfalls hatte ich mich in Sicherheit gewähnt. «Hallo Léa!» rief ich mit der sanften Stimme eines Unschuldigen. Meine 14-jährige kam mir entgegen, die Treppe runter. Doch als ich sie sah, erbleichte ich: In der Hand hielt sie, mit vorwurfsvoller Miene, die roten Damenschuhe. Schuhe, von denen sie wusste, dass sie nicht ihrer Mutter gehörten. «Fuck!» dachte ich, ohne mich über die offensichtliche Ironie amüsieren zu können, denn: Genau genommen war die Aussicht darauf soeben geplatzt.

«Léa, woher hast Du denn diese Schuhe?» fragte ich sie mit gespielter Verwunderung. Sie schaute mich mit diesem «Verscheisser mich nicht!»-Blick an, den Teenager in diesem Alter so gut drauf haben wie sonst nie mehr, und fragte mich direkt: «Wer ist noch da, ausser Dir?» 

«Du kennst sie nicht, und sie legt auch keinen Wert darauf, Dich kennenzulernen, was Du aber nicht persönlich nehmen musst. Und bevor Du weiter fragst: Ich habe noch nicht darüber befunden, ob ich Dich oder meinen Besuch an den Laternenpfahl draussen kette.»

Meine Tochter, deren Fantasie sich sicher schon schauerliche Dinge ausgemalt hatte, erschrak. «Das… wirst Du doch nicht tun, oder?» stammelte sie unsicher. Die Strategie des Gegenangriffs war erfolgreich. Léa wusste nichts Genaues darüber, was sich in meinem Keller abspielte. Wohl wusste sie, dass ich mich ab und zu mit jemandem traf, mit einer Person, die sie allerdings nie zu Gesicht bekam. Kleine Zeichen wie der ab und zu noch in der Luft hängende Duft von jemanden waren aber manchmal nicht rechtzeitig zu beseitigen. 

Für sie war der grosszügige Hobbyraum, der meistens abgeschlossen war, das Refugium ihres Vaters. Und wenn mal die Türe offen war, war dort auch nichts anderes zu sehen ausser Werkzeuge, Ketten, Kabelbinder, Rohrstöcke, gebogenes Metall in allen Formen und verschiedene, nicht montierte Möbel-Teile, die mit schwarzem Leder überzogen waren. Die Wände waren in einer Terracotta-Farbe bemalt; die indirekte Beleuchtung an den Wänden und ein auf dem Flohmarkt erstandener, eigentlich für einen solchen Ort völlig unpassender Kronleuchter aus dem frühen letzten Jahrhundert spendeten Licht. Ausserdem befanden sich Befestigungshaken in der Decke, die jedoch für das unwissende Auge nutzlos schienen. Und zu guter Letzt war da noch ein alter Kassenschrank, für «Wertsachen». Doch diesmal hatte ich Léa vor dem Raum abgefangen.

Léa verdrehte die Augen. «Warum muss von allen Vätern meiner Freundinnen ausgerechnet Du diese peinlichen Begegnungen haben, die so geheim sind, dass unsere krankhaft neugierigen, lesbischen Nachbarinnen mit ihrer vielen Tagesfreizeit wohl bis ins Detail Bescheid wissen, aber Deine eigene Tochter nicht?!» fragte sie vorwurfsvoll. 

Ich seufzte tief. «Die Krankheit, an der alle Teenager leiden, und die sich „Peinlichberührtsein“ nennt. Aber jetzt raus mit der Sprache, warum bist Du schon hier?» Léa war erstaunt: «Hast Du die Nachrichten denn nicht gehört? Sämtliche Schulen sind per sofort wegen COVID-19 geschlossen worden. Ich bleibe die nächsten Wochen Zuhause». 

Vor meinem geistigen Auge sah ich nicht nur meine heutige Session zerstört, sondern die Aussicht auf viele weitere in den nächsten Wochen. «Sch…  schade.» stammelte ich.

Die Schule und ihre romantische Vorstellung über die Verfügbarkeit der Eltern, ärgerte ich mich. Doch Léa hatte schon verstanden, auch ohne, dass ich sie fortschickte. «Ich geh ja schon rüber zu Alina.» maulte sie, warf mir die roten Schuhe mit verächtlicher Gestik vor die Füsse und stieg die Treppe wieder hoch. Die Haustüre knallte. So schnell, wie sie gekommen war, war sie zu ihrer Freundin in der Nachbarschaft verschwunden. «Hormone!», seufzte ich, nahm die roten Heels und kehrte zu Jasmin zurück, in den Keller. 

«Wo waren wir stehengeblieben?» fragte ich. Sie, noch immer vollständig nackt und geknebelt auf meiner speziellen Pritsche. Diese Bastelei von mir, welche sie, auf dem Rücken liegend, in meine Lieblingsposition zwang: Beine rechtwinklig zu ihrem Körper in die Höhe gehalten, durch meine auf der Liege befestigten Stangenkonstruktion; ihre Arme waren durch Schellen und Haken an der Liegefläche fixiert und auf diese Weise zur Tatenlosigkeit verurteilt. Ihr Gesäss ragte leicht über das Ende der Liegefläche hinaus, beide Eingänge barrierefrei und auf passender Höhe zugänglich. Der Knebel im Mund komplettierte meinen persönlichen Augenschmaus.

Es war völlig offensichtlich, dass sie keine akustisch verständliche Antwort geben konnte, und doch versuchte sie es, was in einem «Guwrftdarrrung…» und einem Lachanfall meinerseits mündete. Ihr Augenausdruck in diesem Moment war unbezahlbar und eindeutig: Jasmin fand mich gerade sehr doof.

«Es war äusserst fahrlässig von Dir, Deine Schuhe oben zu lassen. Dieses Vergehen hat mir gerade eine unnötige Auseinandersetzung mit meiner Tochter eingebracht. Sie hat Dein Fussleder mit nach unten gebracht. Ich frage mich gerade, wie Du das wiedergutmachen kannst, meine kleine Schlampe» tadelte ich sie.

Ich begann, ihr den Knebel abzunehmen, und fuhr fort: «Überhaupt, rotzfreches Verhalten wie das meiner Tochter ist typisch weiblich, muss also von Frauen erfunden worden sein. Deine Bestrafung kann also, Du wirst mir bestimmt zustimmen, nicht nur rein die Missetat mit den Schuhen umfassen, sondern muss weitaus mehr sühnen. Da ich mein eigenes Fleisch und Blut ja nie züchtigen könnte – ich bin bekanntermassen die Sanftmut in Person – denke ich, so stellvertretend, als Voodoo-Puppe wirst Du ganz gut taugen.»

Jasmins Atem ging auf einmal schwerer, sie blickte mich mit grossen Augen an. Ihre High Heels hielt ich noch immer in den Händen und trat nun an ihr Gesäss näher heran. Mit meinen Fingern testete ich ihre Pussy. «Meine Ankündigung macht Dich feucht… findest Du es nicht abartig, dass die Aussicht auf eine Bestrafung Dich so geil macht?» Jasmin errötete. Oh wie ich es liebte, wenn diese rosa Farbe in ihr sonst eher bleiches Porzellanpuppengesicht schoss. Der Lippenstift war schon etwas verwischt, von den Küssen und ihren oralen Diensten zu Beginn unserer Session, und die billige Mascara war durch die Tränen bis zu den Wangen vorgedrungen und dort eingetrocknet, das Resultat der kleinen Deepthroat-Einlage, die das Augenwasser aus den Drüsen gedrückt hatte.

Jasmin hatte gelernt, mit Worten sparsam umzugehen, wenn ich in dieser gereizten Stimmung war. Aber diesmal schien sie nicht innehalten zu können. «Ich war bloss anständig und habe die Schuhe beim Eingang ausgezogen, wie es sich für anständigen Besuch gehört!» verteidigte sie sich. «Diese Schuhe?» Erneut lachte ich. «Du weisst, Du hast es mit einem Fetischisten zu tun hier; wie oft hatte ich Dich angewiesen, die Schuhe bei erotischen Begegnungen mit mir anzubehalten. Und das Wort anständig, meine liebe Sklavin der Lust, das passt noch nicht mal ansatzweise zu Dir.» Ich nahm ihre High Heels und drückte beide Absätze in ihre Pussy, bewegte sie dort etwas hin und her, so das sie genügend Sekret aufnehmen konnten und hielt sie ihr danach vor den Mund. «Komm, zeig mir, wie sehr Du Deine Treter magst!» Jasmin leckte mit Hingabe ihren Saft ab und schenkte mir einen feurigen Blick, einen von der Sorte, die jeden Mann sofort in bekannter Tiefe trifft. «Du schmutziges Luder!» kommentierte ich ihr Verhalten und küsste sie, nur um sie gleich hinterher zu ohrfeigen, zu züchtigen für ihr Verhalten. Doch dieses Gefühl der Lust, welches sich vom Kopf her über den ganzen Körper ausbreitet und sein Zentrum dort findet, wo sich das Fleisch aufbäumen will – es war mit einem Wimpernschlag da, mit ihrem Augenaufschlag, und nicht mehr zurückzuhalten: Es durchzog jede Faser meines Gewebes. Jasmin bemerkte meine Reaktion, sichtlich zufrieden zeigte sich ein Lächeln auf ihren Lippen. Derweil schloss sie ihre Augen, um nicht Gefahr zu laufen, noch mehr Geheimnisse ihrer verdorbenen Seele preiszugeben. 

Nun folgte ich meinem ausgeheckten Plan. Dem Kassenschrank entnahm ich drei Ketten mit je zwei Nippelklemmen dran. Meine erotische Lust wollte zwar befriedigt werden, aber auch meine Begierde des Sadismus, der Triebfeder vieler Stunden Handwerksarbeit in meinem speziellen Raum hier.

Ihre Brüste waren rasch mit dem glänzenden Metall versehen, ein Vorgang, der für Jasmin immer mit einer kleinen Tortur einherging. Die Falten auf ihrer Stirn und eine bebende, tiefe Atmung verschafften mir die Genugtuung, dass ich die Tiefe ihrer Empfindungen erreicht hatte. Habe ich Dich, Du verdorbenes Wesen! Kurz darauf kamen ihre äusseren Schamlippen dran: Zwei Klemmen am oberen Ende, zwei am unteren. Am Ende verband ich alle drei Ketten mit der Querstange am Gestänge meines speziellen Möbelstückes, auf Höhe ihrer Fussknöchel. Wie ein Zelt sah das Kunstwerk vor mir aus; ich musterte alle Details mit grosser Zufriedenheit: Ihre Scheide war offen, das rosa Innere bereit und und mich buhlend.

Jasmin jammerte leise über den Schmerz, den ich ihr auf diese Weise zugefügt hatte, doch der Fluss der weissen Milch aus ihrer Möse konnte nicht verbergen, was ich schon längst über sie wusste. Dieses Ausgeliefertsein, dieses komplette Offensein für ihren Herrn, das war genau das, was sie herbeigesehnt hatte. Und kaum waren die ersten Schmerzimpulse verdaut, genoss sie den Blick in die Augen ihres erregten Sadisten, der sich in diesem Moment nichts anderes wünschte, als sich mit ihrem Körper zu beschäftigen, ihn zu bespielen, an die Grenzen des wollüstigen Wahnsinns zu bringen. Das Wissen um die Erfüllung ihres Verlangens nach diesem Zustand, in welchem sie sich jetzt befand, befeuerte meine Fantasie und mein Verlangen noch mehr. Es war eine sich gegenseitig hochschraubende Spirale der Ekstase.

Ich entzündete eine rote Kerze und behändigte das Wartenberg-Rad. Mit diesem medizinischen Instrument fuhr ich ihren Innenschenkeln hoch und beträufelte die kleinen, gekerbten Stellen gleich hinterher mit flüssigem Wachs. Jasmin begann mit lautem Brüllen, wie ein in sich in Agonie befindlicher Drache, zu protestieren. Meine Kerbung-und-Verwachsungsmethode führte ich unerbittlich fort. «Du bist die Voodoo-Puppe! Du hast zu erleiden, zu büssen für das, was die Weiblichkeit der Menschheit antut. Bestimmt war es eine Chinesin und nicht ein Chinese, die die mit dem Coronavirus infizierte Fledermaus in China gegessen hatte und unsere Session dem Untergang zuführt!» Jasmin schrie: «Nie, nimmer! Mein Herr, Sie sind ungerecht zu mir!»  

Unvermittelt brach ich ab, legte Kerze und Rad zur Seite und behändigte den Rohrstock. «Nein, nein! Mein Herr! Nein!!» schrie sie, doch ihr Gesäss wurde rot, tiefrot gezeichnet. «Nichts kann entschuldigen, was Dein verdorbenes Wesen anstellt mit dieser Welt!» Tränen liefen ihr Gesicht runter, Tränen der Erlösung, des Lustschmerzes. Hiebe später blieb sie endlich stumm, ruhig, ganz in den Moment eingetaucht: Sie hob ab und flog.

Nun öffnete meine Hose, speichelte meine Eichel ein und stiess in ihren Arsch. «Das sind sie, die Stiche mit meiner Nadel!» Jasmin war inzwischen schweissüberströmt, was zur Konsequenz hatte, dass das Wachs von ihrem Körper abblätterte. Viele rote Punkte landeten auf dem Boden, Spuren, die sich bald mit den weissen Tropfen meiner spritzenden Erlösung vermengten.

«Das reicht noch nicht!» liess ich sie wissen und schritt an das Kopfende der Pritsche. Mit meinem Gesäss voran schob ich mich über ihren Kopf. «Die Rosette, los!» wies ich sie an. Jasmin verstand sofort und begann zu lecken. Und mein Gott, wie sie das tat! Noch nie hatte es jemand besser gemacht als sie. Tief drang sie mit ihrer Zunge ein, eine weitere Erektion kündigte sich an.

Doch plötzlich wurden wir unterbrochen.

Ich hörte eine Stimme, die nach mir rief, und es war nicht die von Jasmin, und nicht die von Léa. Es war diejenige meiner Frau. «Oliver! Bist Du da? Chef hat uns freigegeben, wegen dem Coronadings. Wem gehört die Jacke hier im Windfang?»