Kapitel 7: Amplituden

Ich brach das ohnehin dissonante Blaskonzert ab, stand wieder auf, nahm die Maschine weg und öffnete den Käfig. Dann zerrte ich Joana heraus. «Das ist alles mau, werte Joana. Los, reck mir Deinen Po entgegen!» 

Am Boden lag sie, irgendwie zu erschöpft, um irgendetwas zu sagen, hob ihren Arsch aber brav zu mir hoch. Mit einem gelochten Spanking-Paddle aus Leder, der intensivsten Variante dieser Art, brachte ich nun ihren Po im Nu zum Glühen. Dann stiess ich mein bestes Stück in ihre Pussy, die noch von den vorherigen Gummi-Penetrationen leicht klaffte, brach aber nach ein paar Stössen wieder ab und nahm erneut das Paddle zur Hand, um sie weiter damit zu bearbeiten. Diesen Ablauf der Abwechslung wiederholte ich mehrere Male hintereinander. Auf diese Weise entstand dann das, was Joana aus tiefstem Verlangen wollte: Eine süss-saure Mischung aus Schmerz und Lust, eine kunstvolle Komposition aus den Ingredienzen der Extreme. Ganz am Ende, gewährte ich ihr endlich einen Orgasmus.

Joana war laut. Sehr laut. Alles, was sich aufgestaut hatte in ihr, Frust, Lust, Schmerz, Wut und Gier, jetzt musste es raus. Ich rieb mich ebenfalls zum Orgasmus und spritzte, so gut wie ich zielen konnte, auf das auf dem Käfig gelegte Paddle. Dann nahm ich es und warf es verächtlich auf den Boden, so dass es gleich neben Joanas Kopf zu liegen kam und dort meine Flüssigkeit in alle Richtungen verspritzte. Joana atmete heftig, aber weder das Geräusch des Aufpralls noch die Tropfen meines Saftes an ihr liessen sie reagieren. Offensichtlich war sie noch nicht wieder in Vollbesitz ihrer Sinne.

Zurück am Tisch sitzend, betrachtete ich die geschundene Joana und empfand eine enorme Genugtuung. Welch Glück ich doch hatte, mit diesem widerspenstigen Weib. Sie, die den inneren Kampf gegen ihren Stolz immer verlor und mich genau deswegen so liebte. 

Erst Minuten später bewegte sich auch Joana endlich. Auf allen Vieren kroch sie zu mir und blickte, zwischen meinen Beinen hoch, mit dem Blick einer gerade der Todesstrafe entronnenen Delinquentin. «Danke, mein Herr!» 

Wie sehr ich sie gerade liebte. Aber die Zeit war noch nicht reif für Zärtlichkeiten. «Wisch Dir mit dem Feuchttuch den Schweiss von der Stirn. Alex wird gleich mit dem Fotoshooting beginnen, sofern…» ich blickte kurz prüfend rüber zu diesem Mann, der wie ein nasser Sack in seinem Stuhl hing, «…er in der Lage dazu ist.» Alex, plötzlich wieder mit wachen Augen, warf mir einen verächtlichen Blick zu und antwortete: «Was ist das für’ne Frage!»

Begeistert über den Verlauf des heutigen Drehtages entfernte ich mich vom Set, mit meinen Kleidern in der Hand, und ging duschen. 

Kapitel 6: Fick-Fack

Die Schwellungen auf Joanas Pobacken waren rasch sichtbar: Innert kürzester Zeit war sie gestreift und gepeinigt, so weit, dass sie nicht mehr wimmerte, sondern irgendwie weggedriftet war. Meine Hiebe waren nicht nur einfach heftig; ihre Haut war knapp davor, aufzuplatzen. «Die Strukturen, die ich geschaffen habe, Joana… spürst Du sie?» frage ich, als ich stolz mit meiner Hand über kleinen Unebenheiten fuhr. Joana war jedoch zu sehr mit dem Verarbeiten der Empfindungen beschäftigt, um mir antworten zu können. Die Szene, der Anblick, alles, was bisher geschehen war und der Machtrausch, sie jetzt dafür leiden zu lassen, wie sie mich provoziert hatte: Es war einer dieser goldenen Momente, von denen man schon während dem Erleben weiss, man ihn nie vergessen wird.

Nach einer kurzen Verschnaufpause hatte mich die Erektion so in ihrer Macht, dass ich endlich zustossen wollte. Und es sollte ihr Arsch sein. Das, was sie als tiefer, intimer empfand als alles andere. Meiner Hosen entledigt und mit Gleitmittel auf meiner Eichel bohrte ich mich in ihr hinteres Loch, versenkte ihn, meinen guten Freund, und bewegte mich in ihr. Nur ein kleiner Blick zurück an das Fussende ihrer Overkness, und ich konnte sehen, wie sich darin ihre Zehen zusammenzogen, hin zum Rist. Der ganze Fuss krümmte sich, ein untrügliches Zeichen ihrer inneren Anspannung. Ich überliess mich meinem animalischen Trieb und spritzte ab, hinein, in ihren Enddarm. 

«Mein Sperma ist eigentlich zu gut für Dich!» stöhnte ich noch halb taumelig, doch Joana, die durch meine kurze Aktion keinen Orgasmus erlangen konnte, antwortete mit einem fatalistischen «Ach so, ja.»

«Du denkst noch immer, dass Du Dich hier wie eine unflätige Göre aufführen kannst? Na warte. Alex, der Käfig!» rief ich.

Alex, der nach dem Putzauftrag an Romy unauffällig in den Regieraum zurückgekehrt war, erschien nun wieder und schob von ausserhalb der BDSM-Kulisse einen Metallkäfig mit einer Kubatur von etwa 1.5 m3 zu uns. Dabei schaute er Joana an und fragte mich verwundert: «Warum schaut die denn so miesepetrig drein?» 

«Ach, ich denke, sie hätte gerne mal einen Orgasmus gehabt. Sie ist die einzige, der das heute verwehrt geblieben ist.» antwortete ich in gleichgültigem Ton. «Oh, da hab ich doch eine Idee!» zwinkerte Alex. «Aber lass uns zuerst die Arbeit machen.» Wir lösten Joana vom Strafbock und schickten uns an, sie in den Käfig einzusperren. «Das könnt ihr nicht tun!» protestierte sie. Doch natürlich konnten wir, und sicherten den Eingang mit einem Vorhängeschloss.

«Los streck Deinen Arsch an den Käfigrand!» befahl ich ihr. «Oder willst Du lieber Chili-Paste auf Deiner Klit?» Joana schnaubte, zeterte vor sich hin, denn Chili-Paste, nein, das wollte sie definitiv nicht. Also fügte sie sich. Mit ihrem Gesäss auf den Waden war sie bereit für das, was Alex jetzt hervorholte: Eine Fick-Maschine. «Sehr gut, Alex!» lobte ich ihn begeistert. «Das Miststück hier leidet ja nach eigenem Bekunden unter zu wenig Sex und Orgasmen.» Noch bevor Joana richtig begriffen hatte, was sich gerade abspielte, hatten wir den an der Maschine befestigten Gummi-Dildo eingeschmiert und in ihre Pussy eingeführt. Mit der Fernbedienung stellten wir eine gemächliche Stufe ein, dann holte ich Alex und mir ein Bier aus dem Kühlschrank und wir setzten uns an den Tisch und betrachteten mit diebischer Freude die nun auf diese Weise gefickte Joana.

Sie jedoch fing an, richtig auszuteilen. «Ihr verdammten Schweinehunde!» keifte sie, «Eure Schwänze sind doch nur zu schlapp, um mich richtig zu befriedigen!» Alex und ich lachten, prosteten uns zu und waren uns einig, dass wohl doch eine höhere Frequenz vonnöten sei. Joana stöhnte, halb aus Anstrengung, halb aus unterdrückter Lust, denn –  so gut kannte ich sie inzwischen – ein Orgasmus, hervorgerufen durch eine plumpe Maschine, das wollte sie garantiert nicht. 

Als mein Gerstensaft leer war, hatte Alex bereits die Hälfte seiner zweiten Flasche intus. Ich begab ich mich zum Käfig, stellte die Maschine ab und nahm sie von Joana weg; ich ersetzte den Dildo durch meinen Schwanz und fickte sie, aber nur genau so weit, dass sie wieder nicht kommen konnte. Es war zu wenig. «Idiot!» schimpfe Joana, doch das beeindruckte mich in keiner Weise; vielmehr veranlasste es mich, die Maschine erneut in Position zu bringen und auf dem nächst höheren Level laufen zu lassen. Dann kniete ich am anderen Ende des Käfigs und steckte ihr meinen Schwanz in den Mund. «Schweig, Schandmaul, und tu Deine Arbeit!» schalt ich sie und drückte ihn weiter hinein. «Nimm ihn ganz auf!»

Joana hatte Mühe, den Würgereflex zu kontrollieren und ging mehr halbherzig als mit wirklicher Überzeugung zur Sache. «Härter, Du schmutziges Flittchen!» erhöhte ich den Druck auf sie und beschleunigte die Fickfrequenz der Maschine erneut. Tränen quollen aus ihren Augen und kullerten in langen Bahnen über ihr Gesicht.

Alex, inzwischen kurz vor dem Grounding seines bereits dritten Bieres, schien leicht beduselt, als er fast lallend einen Reim von sich gab:

«Fick-Fack heisst der Apparat

Der der Frau den Mann erspart

Stellt man ihn auf Stufe vier

Fickt er wie ein wilder Stier

Stellt man ihn auf Stufe 8

Wird die Frau zur Sau gemacht

Stellt man ihn auf Stufe 20

Wird die Milch im Busen ranzig

Und für ganz besonders Geile

Fick-Fack mit Dreikant-Feile»

Ach Du meine Güte, dachte ich. Ob das mit dem Fotoshooting hinterher noch was wird?

Kapitel 5: Der Mob

Joana löste die Manschetten, so dass Romy, zunächst noch wackelig, dann aber bald wieder bei Kräften, stehen konnte. Alex verschwand kurz, um wenig später mit einem blauen Putzkittel, einem mit Seifenwasser gefüllten Eimer, einem Wischmob und einem paar Crocks wieder aufzutauchen. «Sei so lieb und mach sauber!», bat er – wieder ganz der Alte – seine Assistentin, die sich nach demonstrativem Augenrollen an die Arbeit machte. Joana setzte sich und schlug mit einem sanften Lächeln auf ihrem Gesicht die Beine übereinander.

Ihr Verhalten irritierte mich. Eigentlich, so dachte ich, müsste sie eine heftige und vor allem schmerzvolle Züchtigung durch mich befürchten; ihre betonte Ruhe und Selbstzufriedenheit sprachen jedoch vom absoluten Gegenteil. Wie aus dem Nichts beschlich mich eine unheimliche Angst. Was, wenn ich am Ende nur Statist war in diesem ganzen Geschehen? Degradiert vom Dom zum Erfüllungsgehilfen ihrer Lust, ihr auf den Leim gekrochen. Ihre Empörung, ihre Unsicherheit, das alles wäre Ende alles nur ein Trick gewesen? Schliesslich hatte sie «viel mehr» gefordert, die Grenzen unseres Spiels; und diese waren noch immer unerforscht.

Aus dem Kühlschrank, der sich gleich neben dem Studiosetting befand, holte ich eine Flasche Sekt und stellte sie Joana vor die Nase. «Da schläft ja tatsächlich eine kleine sadistische Ader in Dir.» sagte ich mit aufgesetztem Lächeln, wandte mich um und holte zwei passende Gläser aus einem Sideboard. Geschmeidig und ohne Korkenknall öffnete ich die Flasche und füllte unsere Gläser.

Ich setzte mich zu ihr, wir liessen die Gläser klingen und nahmen einen Schluck. Joana atmete tief aus, bevor sie wie beiläufig erwähnte: «Um wirkliche Lusterfüllung zu erleben, könnte ich mich daran gewöhnen, ab und zu, so als Ergänzung, meine Libido mit einer weiteren Frau oder einem Mann zu teilen. Oder beidem. Was meinst Du?». Ohne mich direkt anzusehen, nippte sie an ihrem Glas.

Mir stockte der Atem. «Was ich dazu meine?!» Es dauerte nur ein Bruchteil einer Sekunde, bis sich die Verletzung, in welcher sie gerade gewühlt hatte, zu einem meine gesamte Haut erfassenden Wundbrand ausgebreitet hatte. Mit einer ausladenden, schwungvollen Armbewegung schlug ich ihr das Glas aus der Hand, so dass es laut klirrend auf dem Boden zerschellte. Darauf folgte eine schallende Ohrfeige.

Romy erschrak, als hätte wäre gerade ein Luftangriff mit einem B-52 Bomber über uns hereingebrochen. Bemüht, keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, wischte sie die Scherben weg.

Kraftvoll zerrte ich die von der Heftigkeit der Backpfeife leicht benommene Joana zum Gyni-Stuhl, schubste sie auf dessen Liegefläche und befestigte sie mit Hilfe der dort vorbereiteten Lederriemen. Aus der sterilen Schublade unter der Liegefläche kramte ich anschliessend einen metallenen Stab hervor, der wie ein Miniatur-Dildo aussah, und präsentierte ihn Joana.

«Was ist denn das?» fragte sie mit dem Gesicht einer Angeklagten, die weiss, dass ihr gleich eine Strafe verkündet wird, dessen Höhe aber im Dunkeln liegt. «Das ist ein Mini-Dildo für unser Sounding der Harnröhre.» Joana begann sich zu winden, um die Festigkeit der Fesselung zu testen. «Keine Chance!» bemerkte ich, legte das Metall zur Seite und behändigte die bereitliegenden Schamlippenspreizer, bestehend aus vier Klemmen und Lederriemen, und brachte an Joana an. Nun begann ich, das mit reichlich Gleitmittel versehene Metall in ihre Harnröhre einzuführen und damit zu stimulieren. Joana spannte sie ihre Muskeln und kniff ihre Augen, als sei sie unsicher, ob sie Lust oder leichte Qual empfinden solle; ich fuhr jedoch unbeirrt weiter.

Romy, eben mit Scherben, Knöpfen und Sekt fertig geworden, beobachtete uns zuerst unauffällig, trippelte aber immer näher an uns heran. Ich intensivierte die Bewegungen, bis Joana schliesslich einen monströsen Schwall von Urin ausstiess und, als wäre es geplant gewesen, die neugierige Romy traf. Joana, die gar nicht mitbekommen hatte, dass Romy so nahe war, erschrak über mein schallendes Gelächter. «Romy, aufwischen und dann duschen!» Etwas irritiert machte sie sich an die Arbeit und verschwand dann. Jetzt wandte ich mich Joana zu: «Ich denke, Du kleine Piss-Sau, es gibt nun genügend Anlass, Dich wirklich hart zu bestrafen. Der Strafbock ist der perfekte Ort, um damit zu beginnen.»

Die Schamlippenspreizer blieben an, die Overknees auch. Sonst aber war Joana nackt, als ich sie auf dem Bock angeschnallt hatte. Das Vorwärmen mit meinen Händen fiel äussert kurz aus, denn bevor der Schmerz wirklich Lust entfachen würde, sollte er durchaus seine hässliche Fratze zeigen. Mit dem Rohrstock fuhr ich langsam über das Fleisch ihrer offenen Pussy, dann schlug ich ganz sanft auf ihren Kitzler. Joanna zitterte, denn es musste ihr klargeworden sein: Diesmal würde ich nicht spassen. Diesmal würde ich handeln.

Kapitel 4: Banzai!

«Banzai!», rief ich, als ich zwar nicht mit einem japanischen Schwert, aber immerhin mit einem Schweizer Militärmesser die Kabelbinder zerschnitt und Joana in die Bewegungsfreiheit entliess. Sie reckte sich und reinigte mit einem bereitliegenden Feuchttuch ihr Gesicht. Dann, wie selbstverständlich, begann sie sich ihrer Kleider zu entledigen. Ein Augenschmaus war sie, als sie in ihren Overknees, nur Slip und einem dunklen BH dastand. Stolz, anmutig und unwiderstehlich. «Geil wie Affenscheisse», lobte ich sie, was ein Lächeln auf ihr Gesicht zauberte.

Aber nun war es ihre Show: Sie stieg auf das eine Ende des Tisches und ging dort so in die Hocke, dass ihre Schamgegend direkt über dem Kopf von Romy positioniert war. Dann schob sie ihren Slip zur Seite und befahl der Blondine in barschem Ton, sofort mit dem oralen Verwöhnprogramm zu beginnen. Romy jedoch widersetzte sich der Anordnung, indem sie demonstrativ ihren Kopf zur Seite drehte und die Augen zukniff.

Alex, der alles sehr genau beobachtet hatte, sah nun die Gelegenheit, sich endlich auch ins Spiel mit einzubringen. «Romy, wenn Du Joana leckst, ficke ich Dich. Das willst Du doch, oder?» säuselte er, während dem er sich von seinen Kleidern befreite… was dann für alle offensichtlich machte, dass die Aussicht, seine Assistentin gegen ihren Willen Joana lecken zu sehen, ihn erregte.

Bevor es aber so weit kommen konnte, stoppte ich sein Unterfangen. «Das hat sie nicht verdient, Deine kleine Schlampe!» Ich zog ein paar Gummi-Handschuhe über, öffnete einen der Wandschränke und kramte die von mir dort bereitgelegte Plastiktüte hervor: Sie enthielt frische Brennnesseln. Die Präsentation dieses Quälkrautes vor ihren Augen versetzte Romy in Panik: «Nein!! Nicht die!!»

Alex’ kindliche Freude war riesig. Endlich wusste jemand, wie seine Assistentin zu züchtigen war. Er nutzte die Gunst des Moments, sein Begehren zu wiederholen und endlich selbst mal als dominant wahrgenommen zu werden: «Na, wenn Du willst, dass Du gefickt wirst, dann leck Deine Herrin über Dir! Jetzt!» 

Ohne weiteren Widerstand begann Romy mit dem Werk, hob ihren Kopf sogar, um tief in der Spalte von Joanas Lustzentrum einzudringen und sie dort mit ihrer Zungenspitze zu liebkosen. Sie spielte mit der Perle dieser umwerfend attraktiven Frau über ihr, und es dauerte nicht lange, bis Joana sich in den Gefühlen dieser Wohltat und des errungenen Triumphes über dieses Flittchen verlieren konnte. Alex, der das orale Spiel zwischen den beiden Frauen mit seiner Handkamera aufzeichnete, begann nun, die wehrlose Romy zu ficken. 

Eine kurze Weile betrachtete ich dem Schauspiel eher gelangweilt, dann aber setzte ich ihm ein Ende. «Das ist mir alles zu vanilla!» schmähte ich den Akt. Der Sadismus in mir forderte Freigang.

Ich nahm die Brennnesselbüsche aus der Tüte und begann, Romys Oberkörper damit zu peitschen. Ihr leises Stöhnen wurde lauter, unterlegt mit einem leichten Klagen. Als Alex sich kurz aus Romy herauszog, behandelte ich auch ihre Schamgegend mit den Naturkräften des Gewächses. Die Kombination all dieser unterschiedlichen Empfindungen liessen Romy zuerst wehklagen, wenig später aber kommen, begleitet von einer Fontäne der Lust.

«Cut!» rief Alex in seiner Rolle als Regisseur und beeilte sich, mit notdürftig wieder hochgezogener Hose, einen Elektroschalter an einen Seitenwand zu betätigen. Der Effekt davon war, dass die hintere Wand des Studioraumes an einem Seilzug nach oben entschwand und den Blick freigab für das, was sich dahinter verbarg: Ein kleines BDSM-Studio, gut ausgerüstet mit Strafbock, Kreuz, gynäkologischem Stuhl und diversen Instrumenten – alles, was man für eine gepflegte SM-Session benötigte. Die variable Grösse des von Joana als klein empfundenen Raumes war nun bewiesen. «So, jetzt kann es weitergehen!», eröffnete er den zweiten Akt des Abends, und nickte mir, dem als Zeremonienmeister des Geschehens, auffordernd zu.

Meine Augen wanderten zu Joana. Sie wusste, dass es nun an ihr lag, die Misshandlung von Romy fortzuführen. Sofort machte sie sich daran, ihr Opfer vom Tisch zu befreien, aber nur, um es gleich am Kreuz des hinteren Raumes erneut zu fesseln. Die Haut des äusserst weiblichen Körpers war gut gerötet von den Brennnesseln, aber jetzt, so war ich mir sicher, würden noch ein paar andere Farbtöne hinzukommen. Joana nahm eine der Single Tail-Peitschen, die an der Halterung an der Seitenwand hing, und brachte sich wie ein Inquisitor vor Romy in Position. Bevor sie jedoch beginnen konnte, stellte ich mich zwischen die beiden, mit Notizblock und Bleistift in den Händen. «Wenn ich da auf meine Handnotizen schaue,» murmelte ich, «hast Du mit etwas sicher nicht gerechnet: Dass ich Dich, nachdem Du Romy fertig gemacht hast, in exakt gleichem Masse züchtigen werde.»

Erneut hatte ich Joana in ein Dilemma gestürzt. Sollte sie ihrem Begehren nach Rache vollen Lauf lassen, würde sie danach diese dieselben Schmerzen erleiden. Jetzt war ich gespannt, was für sie nun wichtiger sein würde: Die süsse Rache oder ihre Furcht.

Joanas Misshandlung war, so fand ich, erstaunlich hart. Alles oder nichts, schien ihre Devise zu sein. Obwohl ich, immer gut im Blickfeld von Joana, fleissig Protokoll führte, kam nach der Single Tail auch der Rohrstock zum Einsatz, und das nicht zu knapp

Alex stand fasziniert gegenüber und beobachtete mit grossen Augen, wie Joana relativ rasch aus der bereits von den Brennnesseln geschundenen Romy ein glühend rotes Opfer von roher Frauengewalt machte. Natürlich hatte er seine Hosen wieder offen und rieb sich dabei.

Die Szene gipfelte in Joanas Biss in die Brustwarzen, während dem sie Romy gleichzeitig mit einem Magic Wand untenherum zum Beben brachte; Romys Orgasmusschrei war so laut, dass er die Kulisse aus Gips erzittern liess. Davon betört kam kurz darauf auch Alex, der wie Onan seine Samen zu Boden fallen liess und rückwärts taumelnd gegen die Kulissenwand donnerte.

«Cut!» rief nun ich, denn dieser Teil des ganzen Erotikkunstwerks filmischer Natur war nun zu Ende. Von jetzt an würde es nur noch um Joana gehen. Und wie.

Kapitel 3: Zwang

Joana spuckte demonstrativ auf den Boden. Ihr Groll war so gross, dass ihr schlicht keine andere Replik auf meine Provokation einfallen wollte. Dann fing sie den Prügel des Gastgebers mit ihrem Mund wieder ein und begann ihn weiter zu lutschen und zu saugen. Das übertrieben laute Schmatzen, das sie dadurch erzeugte, war wohl als Rache gedacht. Wahrscheinlich wollte sie mir zeigen, dass sie es dem fremden Mann genauso gut besorgen konnte, ja vielleicht besser als mir, und sicher erfüllender, als es Romy getan hatte. Vielleicht wollte sie gar demonstrieren, dass sie mich gar nicht brauchte, um Lust zu empfinden? 

Wie kindisch, fand ich, und unterbrach den Fokus auf ihren Akt des offensichtlichen Trotzes: «Aber da ich ja ein Dom mit Herz bin, gebe ich Dir zur Leck-Option eine Alternative.» Sofort liess sie Alex’ Luststab wieder aus ihrem Mund gleiten und blickte gebannt zu mir. «Vielleicht magst Du ja eher Deine Pussy von diesem kleinen, blonden Miststück lecken lassen? Sicher willst Du sie zudem züchtigen und sie dafür bestrafen, dass sie so rasch und ohne mit den Wimpern zu zucken Dir Deinen Dom ausgespannt hat.»

Alex, etwas irritiert über das ständige Hin-und-her der Blas-Aktion, nahm seinen Prügel nun selbst in die Hand, rieb ihn heftig und spritzte seine Ladung kurz darauf direkt in Joanas Gesicht. Ich lachte prustend los, denn seine Bescherung hatte er wirklich innert Nanosekunden überall verteilt. Er drehte er seinen Kopf zu mir und sagte, achselzuckend und mit der Mine des Unschuldigen: «Na, wenn’s Deine Schlampe echt nicht bringt, dann muss ich halt selbst Hand anlegen!»

Joana wollte gerade zu einem Protest anheben, doch ich fuhr ihr über den Mund und forderte die Antwort auf meine Frage von vorhin. «Willst Du Dich nun von ihr lecken lassen und sie züchtigen?»

Jetzt aber stammelte Romy dazwischen: «Aber, aber…  das war gar nicht vereinbart!? Ich bin doch keine Lesbe!» Natürlich war das alles nur gespielt, aber Joana war unfähig, dies in ihrer emotionalen Verfassung zu erkennen. Sie, reichlich desorientiert, konnte sich noch immer nicht zu einer Antwort durchringen.

«Ich kürze das Ganze an dieser Stelle ab. Wenn Du sie nicht züchtigen willst, Joana, dann tun wir es halt.» Auf meinen Wink hin trat Alex zu mir heran und gemeinsam packten wir Romy, welche sich auf theatralische Weise gegen ihre Gefangennahme zur Wehr setze. Als ich sie hochhob, verlor sie vor lauter sich winden ihre High Heels, die folglich in unterschiedliche Richtungen quer durch das Set geschleudert wurden. Wir legten Romy auf den grossen Esstisch, und während Alex sie festhielt, entkleidete ich sie auf grobe Art und Weise. Die Flugbahn der Knöpfe ihrer Bluse folgten derjenigen ihrer Schuhe, die Nähte des Slips ächzten unter meinem Gezerre und die Strümpfe zerriss ich, als wären sie billigstes Packpapier. Sekunden später war sie komplett nackt. «Es ist angerichtet!», verkündigte ich.

Joana beobachtete die ganze Szene mit weit aufgerissenen Augen und aufkommendem Entsetzen. Es war eindeutig der Beginn einer Vergewaltigung, und obwohl Vergewaltigungsphantasien Joana schon immer heimgesucht hatten, machte sie jetzt den Eindruck, als sei sie zutiefst verunsichert. Irgendwie musste die Situation auch für sie erregend sein, aber – so mutmasste ich – fragte sie sich wohl, ob das alles am Ende nicht doch zu weit ging? Auf der anderen Seite plagten sie ja bestimmt noch ihre Rachegelüste, nachdem sich Romy ihren Dom quasi gekrallt hatte. So gesehen hatte die Blondine diese Misshandlung doch verdient. Oder nicht? Dieser Zwiespalt, den sie durch ihre ganze Haltung ausdrückte, war exakt das, was ich an meinem Drehbuch so liebte, auch, oder gerade weil es für Joana sehr real erschien.

Mit Kabelbindern, Gurten und Handfesseln setzten Alex und ich unser Opfer soweit ausser Gefecht, dass wir ungehindert unser Spiel mit ihr beginnen konnten. Sie lag auf dem Rücken, ihr Gesäss lag bündig zur Tischkante, ihre Fussgelenke waren an den Tischbeinen befestigt. 

«Antworte endlich, Joana!» erinnerte ich sie eindringlich und fordernd an meine Frage. Ihr innerster Zwist schien unerträglich. Als hätte ein Dämon sich ihrer bemächtigt und wolle aus ihrem Körper ausbrechen, begann sie zu zucken. Doch erneut kam ihr Romy mit einer Störung zuvor und quakte dazwischen: «Auf keinen Fall werde ich eine stinkende Pussy lecken!» Ihr Tonfall war jetzt alles andere als empört, und auch klang sie nicht wirklich so, als wäre das alles eine Szenerie, die ihr nicht gefallen würde. Endlich fiel es Joana wie Schuppen von den Augen, dass alles, was sich bisher zugetragen hatte, im Voraus so zwischen allen Beteiligten abgemacht worden war – nur nicht mit ihr.

Diese Erkenntnis war der Trigger, den meine Sub gebraucht hatte, um ihre bis zum Anschlag gespannte, innere Aufzugsfeder loszulassen: «Klar, werde ich sie züchtigen!» Sie blickte dabei zu mir, als wollte sie mir sagen, dass ich ein verdammter Mistkerl sei, weil ich sie so lange über die Inszenierung im Ungewissen gelassen hatte. Ich zuckte mit den Schultern und lachte laut: «Joana, es ist ein Film!»

«Dieser Schlampe werde ich zeigen, wie ich quäle. Auf meine Weise. Hast Du ein Hattori Hanzo-Schwert?» scherzte sie in tief empfundener Überlegenheit und Konspiration mit ihrem Dom. Der Triumph war mein. Joana folgte der ihr zugedachten Rolle, ohne Absprache – als wäre sie auf ihren Leib massgeschneidert. Wie sehr ich mir als Drehbuchautor gerade gefiel.

Kapitel 2: Eifersucht

Gegenüber und in nicht zu weiter Distanz zu Joana nahm ich ebenfalls auf einem Stuhl Platz, legte meinen linken Fuss auf mein rechtes Knie und betrachtete meine gefesselte Brat mit einem gewissen Wohlgefallen. Ich liess sie warten. Wortlos. Mein Blick verharrte auf ihr. Schmoren sollte sie, ohne, dass ein Hinweis erkennbar gewesen wäre, was als nächstes passieren wird. Joana beschlich sichtlich ein Unbehagen, Sekunde um Sekunde mehr. Ein derartiges Verhalten kannte sie nicht von mir: Innerlich ruhend, direkt vor ihr. Sie wagte es plötzlich nicht mehr, auch nur einen einzigen Ton von sich zu geben; ihre Aufmüpfigkeit von eben, sie war so schnell verschwunden wie Joana gefesselt worden war.

Doch ihre Stimmungslage änderte sich erneut, als auf einmal die blonde, fast modelhafte Assistentin des Filmstudios den Raum betrat. Ich kannte Romy flüchtig von ein paar Begegnungen mit Alex, sie war vom Typ «Tippse», stets adrett und doch züchtig gekleidet, beinahe als wäre sie in der Chefetage eines Finanzinstituts tätig. Doch heute war sie wie verwandelt: Die sonst zu einem Zopf zusammengebundenen Haare trug sie heute offen, ihre sonst eher flachen Schuhe hatte sie gegen ein paar High Heels getauscht: Es waren diese Akzente in ihrer Optik, die sie zu einem kleinen Vamp mutieren liessen. Natürlich wurde jeder ihrer klackernden Schritte von meiner stets misstrauischen Joana scharf beobachtet.

Ich gab vor, verwundert zu sein, denn Romy steuerte schnurstracks auf mich zu und küsste mich direkt auf den Mund. Joana blieb die Spucke weg. War sie eine Frau, die ich kannte? Hatte ich heimlich eine zweite Frau neben ihr, von welcher sie nichts wusste? Nach dem ersten Schock kam der für sie so typische Blick der Eifersucht auf. «Was soll das?», brach es empört aus ihr heraus.

Die Assistentin, betont kühl und ohne nur die kleinste Regung auf Joanas Bemerkung zu zeigen, öffnete den Knopf meiner Krawatte und zog sie aus dem Hemd. Dann aber drehte sie auf ihren Absätzen gekonnt eine Pirouette und stopfte sie kurzerhand Joana in den Mund, die sich, in ihrem gefesselten Zustand und völlig überrumpelt, kaum dagegen wehren konnte. Flink kehrte Romy zu mir zurück, öffnete mit sinnlich-forderndem Blick Knopf um Knopf meines Hemdes und begann, meine Brust zu liebkosen. Von oben nach unten verteilte sie ihre Küsse, und schnell war sie dort angekommen, wo eine gewisse Schwellung ihren Freiheitsdrang signalisierte. 

Nur kurz warf sie, betont siegesgewiss, einen schelmischen Blick zurück zur entsetzten Joana, fuhr dann aber flink weiter und öffnete mit einem gierigen Lächeln und mit grösster Genugtuung meine Hose, um sich dem anzunehmen, was dort auf sie wartete. Kaum hatte sie ihn befreit, begann sie meinen Schwanz in gekonnter Manier zu saugen. 

Joana, erfasst von neidgetriebener Wut, warf ihren Kopf hin und her und tat alles, um die Krawatte aus ihrem Mund zu bekommen. Mit Mühe gelang es ihr; die Textile fiel mit langen Speichelfäden zu Boden. «Du verdammte Nutte!!!» brüllte sie. Doch Romy liess sich nicht im Geringsten beeindrucken; Joana war schliesslich zuverlässig gesichert und würde sich eher mitsamt ihrem Stuhl umwerfen, als dass sie etwas gegen Romys Vergnügen mit mir unternehmen könnte. Es erstaunte mich, dass Joanas Empfindungen offenbar komplett ausblendeten, dass wir uns in einem Filmstudio befanden und dass ein Dreh der Anlass für all das war, was sich gerade zutrug. Doch Joana spielte ihre Rolle nicht – es war tatsächlich ihr tiefstes Empfinden. Mit geschlossenen Augen liess ich meine Gedankenmaschine sich im Leerlauf verlangsamen und kostete aus, was das blonde Mädchen mir gerade angedeihen liess. 

Das Geräusch einer ins Schloss fallenden Türe und die darauf folgenden Schritte lenkten aber wenig später meine Aufmerksamkeit wieder auf meine Umgebung. Der Regisseur, unser Gastgeber Alex, erschien mit einer umgeschnallten Handkamera. Mit aufgesetztem, fiesem Lächeln näherte er sich Joana, welche mit lauter Fragezeichen in ihrem Gesicht starr auf diesen untersetzten, stämmigen Mann blickte. Es war unverkennbar, er führte etwas im Schilde. Genauso klar war, dass dieses Vorhaben ihr nicht behagen würde. Ihr mentaler Albtraum erfuhr eine weitere Steigerung, als ich verkündete: «Du wirst unserem Gastgeber bestimmt genauso eine Freude bereiten, wie es dieses kleine Flittchen an meinem Schoss es gerade bei mir tut.»

Ausweglos. Joana hatte schlicht keine Wahl, und in ihrer Mimik war abzulesen, dass sie sich ihrer Situation vollständig bewusst war. Verschärfend kam dazu, dass so eine Aktion bisher für sie etwas Undenkbares gewesen war. Billiger Verleih an einen anderen Mann, den sie nicht mal flüchtig kannte? Demütigung auf diese schändliche Weise? 

Alex holte seinen Schwanz aus seinen Jeans und hielt ihn ihr direkt vor Joanas Mund, mit einer auffordernden Geste. Joana prüfte durch Augenkontakt mit mir, ob ich es wirklich ernst meinte. Doch meine hochgezogene, rechte Augenbraue liess keinerlei Interpretationsspielraum offen; Joana fügte sich ihrem Schicksal. Alex’ Handkamera filmte alles aus der Perspektive von oben, wobei das Bild gleich auf die verschiedenen Monitore übertragen wurde, die im Studio verteilt aufgehängt waren.

Die Zunge der Assistentin umkreiste meine Eichel mit äusserst wohltuender Hingabe. Als hätte dieses Mädel nie etwas anderes in ihrem Leben getan als genau das: Zu lernen und anzuwenden, wie man Männern Freude bringt. Und wie man sie abspritzen lässt. Wie man mich abspritzen lässt: Die Strömungen in meinem Leib, wie rasch wurden sie zu intensiv, an ein Zurückhalten war nicht zu denken. Pulsierendes Pumpen folgte, ich schleuderte meine Ladung direkt in ihren Rachen. 

Joana, derweil äusserst widerwillig mit dem guten Stück unseres Gastgebers beschäftigt, spuckte Alex’ Teil sofort aus, als sie meinen Orgasmus bemerkte. «Du verdammtes Arschloch!» schrie sie, wieder wutentbrannt. «Diese Ladung war für mich!!!» Doch ich war gerade zu sehr entspannt, hatte die Destination der inneren Wohlfühloase gerade eben erreicht und ignorierte Joanas Ärger, was diesen natürlich nur noch verstärkte. Trotzdem: Noch hatte ich sie mental nicht dort, wo ich sie haben wollte. Also legte ich Zunder nach: «Als Akt der Gnade darfst Du nachher die Pussy der Blondine lecken, aus Dankbarkeit, dass sie mir so eine vorzügliche Freude bereitet hat. Schliesslich liebst Du mich doch, meine Kleine, und willst bestimmt, dass es mir jederzeit gut geht, nicht wahr? Fernab jeglicher Eifersucht?»

Kapitel 1: The Cast

In der Lounge des kleinen Filmstudios betrachtete ich die vielen Plakate, mit welchen der Raum sehr stilvoll tapeziert war. Filmwerbung aus vielen vergangenen Produktionen, die meisten sicherlich viel zu gross, als dass der kleine Raum hier dabei hätte irgendeine Rolle spielen können. Den Inhaber, Alex, und seine Assistentin Romy kannte ich schon einige Zeit. Er hatte sich einen Namen für die etwas speziellere Art von Aufnahmen gemacht. Den Gedanken, Joana hierher zu bringen, hatte ich deshalb lange mit mir herumgetragen, bevor er heute Realität wurde.

Joana, meine geliebte Sub, war nach vielen intimen wie regelmässig ausufernden Sessions der Abartigkeit stets hungriger geworden. Je mehr ich ihr antat und je intensiver alles geworden war, desto mehr zweifelte ich, ob ich auch nur die Nähe ihrer Limits gestreift hatte. Fast schien es, als hätte jede Steigerung – noch eben knapp an der Grenze ihrer Tabus oder sogar eine leichte Überschreitung – ihre NoGo’s weiter verschoben und ihren Appetit auf noch mehr Perversionen potenziert. Von mir benutzt werden wollte sie, aufgehen in meinem dunklen Kabinett der ausgefallenen Lustwelten. Mein sexueller Trieb puschte eine ungestillte Neugier, herauszufinden, ob sie je würde genug kriegen können. Dass sie wiederholt ihren Wunsch nach «viel mehr» artikuliert hatte (um gleich hinterher in einer Art Rückfall in biedere Zeiten sich dafür zu schämen), gab mir die Sicherheit, dass sie es wirklich wollte. Mehr noch: Als ich ihr mögliche Szenarien und daraus folgende Konsequenzen aufgezeigt hatte, begannen ihre dunkelbraunen Augen hell zu leuchten. Die Zeit war definitiv reif für das Filmstudio.

Und jetzt sass ich da, nach unserer intensivsten Session, in dieser mit abgewetzten Ledersofas ausgestatteten Lounge; Möbelstücke, die wohl in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts ihren Hersteller verlassen hatten. Oder auch nicht, vielleicht wurden sie sogar hier zusammengebaut, in diesem ursprünglich als Fabrik genutzten Gemäuer. 

Frisch geduscht und wieder angekleidet schwelgte ich in diesem unvergleichlichen Zustand, den nur jemand kennen kann, der schon mal die tiefste aller sexuellen Befriedigung erfahren hat. Eine inneres Angekommensein, gesäumt von immer wieder aufflammender Erregung, sobald die Gedanken in den Erinnerungen des eben Erlebten zu wühlen begannen. 

Joana befand sich noch im Studio, für das abschliessende Fotoshooting. Eines, welches das Kaleidoskop der lustbringenden Misshandlungen an ihrem Körper zeigen und dokumentieren würden. Bewegte und bewegende Bilder werden es sein, für uns und vielleicht auch für andere, zusammen mit dem noch zu schneidenden Film, freute ich mich. Die Wonne des meine Kehle benetzenden Tanqueray vervollständigte meine Erfüllung über das, was ich in den vergangenen Stunden erlebt hatte, und das Geschenk des Festhaltens dieses einzigartigen Moments über die Grenzen unserer Erinnerungen hinaus.

Das Studio bestand hauptsächlich aus einem grossen Raum mit variabler Ausstattung und Grösse. Auf meinen Wunsch hin war der als Raum speziell eingerichtet worden; oberflächlich erscheinen tat er als geschmackvoll ausgestattetes, modernes, aber dennoch unaufdringliches Wohnzimmer. Wenn schon Porno, dann mit seriöser Handlung, hatte ich für mich scherzhaft gedacht – in vollem Bewusstsein, dass sich darin genau das Gegenteil von Sittsamkeit zutragen würde. Das entsprechende Drehbuch hatte ich bereits mit Inhaber und Gastgeber Alex besprochen – und er war sehr angetan davon; wie sehr, hatten Joana und ich in der Session gerade live erlebt.  

Joana selbst hatte ich im Vorfeld nichts Konkretes über den Ablauf des Drehs verraten; das meiste sollte eine Überraschung bleiben, sie in gänzlich neue Situationen bringen und entsprechend war wichtig, dass sie mental nicht zu sehr darauf vorbereitet war. Dass der Raum mit einer Vielzahl von gleichzeitig laufenden Aufnahmegeräten ausgestattet war, soviel war Joana jedoch klar.

Punkt 14 Uhr war Joana eingetroffen. Ihre erotische Eleganz übertraf auch diesmal meine Erwartungen. Sie war wirklich die einzige Frau, die je in der Lage gewesen war, meine Träume durch ihre Realität zu übertreffen. Dunkelgraue Wildleder-Overknees mit seitlich angebrachten Nieten und ansehnlicher Absatzhöhe zierten ihre schlanken Beine. Darunter wie immer die schwarzen Halterlosen. Kurzer Rock, Top, Blazer. Ein verschmitztes Lachen und ihr dezenter Duft vervollständigten die gepflegte Erscheinung, die gekommen war, um in einem Wirbel aus Lust und Perversion unterzugehen. Wie sehr ich sie begehrte – und wie schwer es mir fiel, diese Sucht nach ihr in Worte zu fassen!

Ich begrüsste sie mit einer herzlichen Umarmung und wie immer mit nur wenigen Worten. Auch sie hatte – notgedrungen oder auch nicht – inzwischen die Fertigkeit erlernt, in meinen Augen zu lesen. Entsprechend wusste sie genau, dass sie mir mit ihrem Outfit und der betörenden, olfaktorischen Kulisse nicht einfach nur Freude bereitete, sondern meine inneren Naturgewalten triezte. Nur ein kleiner Hauch mehr von alledem, und sie würden unweigerlich zum Ausbruch gebracht, mit Haftungsausschluss für mich.

«Oh, ich hatte es mir grösser vorgestellt!» war ihre spontane Reaktion, als wir den Studioraum betraten. «Naja, Du weisst, Grösse ist relativ… und sie kann sich verändern!» schmunzelte ich. Joana kicherte frech: «Aber so ganz von alleine geht das nicht – da braucht es eine fähige Dame dazu. So richtig abhängig bist Du, armer Dom – weil Du eben doch kein Herr bist über Deine Grösse, die sich den Befehlen zuweilen auch mal verweigert, nicht wahr?» 

Ihr schelmischer Blick entfachte eine leicht cholerische Wut über ihre Frechheit in mir, die ich nur non-verbal zu äussern vermochte: Mein Zorn, in einer unheiligen Allianz mit meinem Verlangen nach bizarrer Lustbefriedigung, liess mich Joana an den grossen Tisch des künstlichen Raumes zerren. Dort setzte ich sie mit Wucht auf einen Stuhl und fixierte sie mit Kabelbindern an Armlehnen und Stuhlbeinen. Dieses geile Miststück genoss dieses Vorspiel, und zeigte ihre Erwartungen mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck. Endlich würde die versprochen intensive Session beginnen; dieses «viel mehr», welches ich ihr in Aussicht gestellt hatte, stand unmittelbar bevor. Noch aber hatte sie keine Ahnung, wie intensiv es sein würde.

Palio Di Siena

von Oliver G. Wolff


Die stolzen, hohen Häuser von Siena geleiten uns in Richtung Zentrum. Nicht ganz stabil sind sie, an einem der Gebäude nach der Porta San Marco ist die Feuerwehr gerade daran, Steine abzumeisseln, die in der Folge auf den Boden regnen…  wohl, damit sie nicht später unkontrolliert auf die Strasse fallen und jemanden versehentlich zu erschlagen. Eva, die mit besorgtem Blick die Szene beobachtet, hält meine Hand fest. Ich versuche, ihre Gedanken zu lesen. «Es gehört wohl zum Toskanischen Risiko, eines unnatürlichen Fassadentodes zu sterben.» Eva kennt meinen Humor und reagiert mit einem wunderbar süssen Blick, der alles gleichzeitig sagt: «Das meinst Du nicht wirklich», «das ist doch gefährlich» und «ich liebe Dich». Doch natürlich kann sie meine Bemerkung nicht ganz so stehenlassen. «Die Uniform der Feuerwehr hier, die hat was!» provoziert sie mich mit schelmisch-prüfendem Augenaufschlag. Umgehend pariere ich mit Sarkasmus: «Atemreduktion durch Schutzmasken und lecken von Kampfstiefeln? Dabei sind die Italiener doch solche Muttersöhnchen. Eva, das passt doch so gar nicht zu Deinem Doppelleben als Sub, oder hab ich da was verpasst?»

Ein wunder Punkt; Eva hadert noch immer mit der Diskrepanz zwischen ihrem strengen Auftritt im Alltag und der Devotion, die sie nur mir gegenüber zeigt. Sie schmollt eine oder zwei Minuten vor sich hin, weil ihr keine geeignete Entgegnung einfällt; doch ihre Aufmerksamkeit wird von der Umgebung gleich wieder abgelenkt. Weiter oben in der Strasse sind viele Bänke und Tische aufgestellt, die Vorbereitungen im Gange: Es ist Juli, und der erste Palio des Jahres findet statt. Wir sind im Quartier der Schnecke (Contrada della Chiocciola), was ich hinsichtlich dessen, was ich für uns geplant habe, äusserst passend finde. Doch noch behalte ich mein süsses Geheimnis für mich. 

Immer mehr Schneckenfahnen säumen unseren Weg; durch ein offenes Tor sieht man in eine grossen Küche hinein, wo etwa ein halbes Duzend kurvige Italienerinnen Gemüse raffeln und Speisen zubereiten, so, wie man es in einem Bilderbuch erwarten würde. Fasziniert bleiben wir einen Moment stehen, bevor wir weiter in Richtung Zentrum vorstossen. Es ist heiss – sicher 36 Grad, und wir schwitzen beide bei der leichten Anhöhe, die wir zu bewältigen haben. 

«Was ist der Plan?» fragt mich Eva unvermittelt. Sie kennt ihren Herrn gut genug, als dass dies einfach ein rein touristischer Ausflug sein könnte. «Du weisst doch,» antworte ich, «ich gehöre nicht zu den Doms, die gerne weit im Voraus planen – Spontaneität ist ein zentrales Element meines Wesens.» Dabei zwinkere ich, um sie im Ungewissen zu lassen, wie ernst ich das nun gemeint haben könnte. Doch wir sind ohnehin gleich am Ziel. 

Nach einem flachen Stück biegen wir rechts in die Via Stalloreggi ein und gehen zwischen den dunklen Gebäuden aus rotbraunen Steinen weiter hoch. Kurz vor der Kuppe der Strasse steuere ich auf ein Tor eines der Gebäude zu unserer Rechten zu, sehr zu Evas Verwunderung. Auf dem alten Holz steht «Passo Carrabile» – es ist also eigentlich eine Einfahrt in eine Parkgarage. Die beiden grossen Ringe in den Mündern der Löwen-Türknaufe quietschen, dann knarrt das Holz und das Tor gibt den Blick in das Innere frei. Sofort strömt uns Duft von altem Gemäuer entgegen, wie aus einem Keller. Angenehm kalt, aber auch beängstigend – zumindest für Eva, wie ich merke. Durch das Betätigen eines alten Drehschalters lasse ich die im Boden eingelassene Beleuchtung einen langen Gang erhellen. Wie eine Flugpiste, in regelmässigem Abstand zueinander, zeigen sie uns einen fadengeraden, leicht abschüssigen Weg, der bei einem weiteren Tor in der Ferne zu enden scheint. «Willkommen in Siena!» freue ich mich wie ein Zirkusdirektor, der soeben die Manege betreten hat.

Wieder drückt Eva ihre Gefühle nur über ihre Mimik und Gestik aus. Es ist wie immer, wenn ich etwas Ausserordentliches vorgesehen habe: Sie weiss, es wird passieren – doch in der Sekunde, in welcher die Realität aus dem harmlosen Alltag in unsere dunkle Welt des BDSM verzweigt, kommt alles dann doch irgendwie überraschend. Es ist der Moment, in welchem sich diese Umgebung öffnet, der Auftakt zu unserem Spiel – und er verändert die Stimmung und Gefühlslage von uns beiden: Wir mutieren vom verliebt aussehenden Paar auf der Strasse zu dem, was wir im tiefsten Innern sind: Sie meine angebetete Sub, ich ihr geliebter Dom.

Wir treten ein und ich verriegle das Tor hinter uns. Dann führe ich sie an der Hand diesen Flur entlang. Er ist karg, kalt und lässt unsere Schritte überdimensional laut hallen. Eva hat ihre sonst so vereinnahmende, durchaus mit einer gewissen Dominanz unterlegte Ladyhafte eingetauscht gegen das Mädchen, welches durch das laute Geräusch verunsichert wirkt und sich nicht so recht zwischen Faszination und Furcht zu entscheiden vermag. 

Endlich erreichen wir das innere Tor. Diesmal ist es eine Schiebetüre aus Metall, bedeckt von Grünspan, und angeschrieben mit: «Museo della tortura». Eva versteht sofort, hebt fragend an, wird aber durch ein Geräusch unterbrochen, welches stumpf durch die Wände dringt. Sie horcht. Es ist ein Trommelmarsch, gespielt wohl von einem Duzend Tambouren.

«Keine Sorge, meine Liebste!» beruhige ich sie in einem Ton, von dem sie genau weiss, dass eher das Gegenteil davon angebracht wäre. Mit einem alten Schlüssel entsperre ich den Zugang und öffne mit einem Ruck den Raum, der dahinter liegt. Er ist ausserordentlich gross, sicher 80 m2 oder mehr, spärlich beleuchtet durch Tageslicht, welches durch schmutzige Kellerfenster dringt. Wir sind unterhalb Strassenniveau. Das Trommeln ist nun deutlicher zu hören, es muss von einem weiteren Raum neben oder über uns kommen.

Eva versucht, sich zu orientieren. Der Raum scheint leer zu sein, lediglich einen alten Eimer erkennt sie. «Zieh Dich aus!» lautet mein Befehl, wobei das Echo der Leere dessen Wirkung akzentuiert. 

Sichtlich verunsichert bleibt Eva einen Moment regungslos. Was hat das zu bedeuten? Ein Foltermuseum ohne Foltergeräte? Die unheimliche Geräuschkulisse. Mein Befehl. Doch es ist ihr bewusst, dass alles einem Plan folgt, auch wenn er für sie in diesem Moment nicht erkennbar ist. Endlich löst sie die Schnallen ihrer Sandalen und stellt sie sorgsam neben ihre Füsse, die wegen der Kälte des Steinbodens süss tänzeln. Sie blickt in meine Augen, um sich zu versichern, aber sie signalisieren nicht anderes als das, was ich eben artikuliert hatte. So öffnet sie ihr Sommerkleid und legt es, ebenso fein säuberlich, neben ihre Sandalen. Slip hat sie keinen an. Den BH öffne aber ich und schmeisse ihn wie ein lästiges Insekt in eine Ecke. Splitterfasernackt ist sie. «Geh in Position! Hände hinter Deinen Kopf, senke Deinen Blick!»

Sie gehorcht, mein devotes Mädchen, und ich nehme mir Zeit, sie von allen Seiten zu betrachten und genau zu inspizieren. Einmal greife ich ihr dabei in ihren Schritt, der – kein Wunder – bereits so feucht ist, dass meine Bewegungen darin ein lautes Schmatzgeräusch erzeugen. «Kleines Biest, kannst es wohl nicht erwarten? Na dann!» Am einen Ende des Raumes befindet sich eine doppelflügelige Türe. Inzwischen muss auch ihr klar geworden sein, dass dahinter der Ort ist, aus welchem das Trommeln zu uns dringt.

«Es ist Palio, Eva. Die Jungs üben doch nur!» Doch meine Sub zeigt Schweissperlen, verteilt auf ihrem ganzen Körper. Würde ich sie nun wirklich den Trommlern ausliefern, sie quasi zum Frass vorwerfen?

Es sind nur wenige Schritte, die ich zu gehen habe; Schwungvoll öffne ich beide Türflügel gleichzeitig, welche gegen den Anschlag im anderen Raum knallen. Eva bleibt mit gesenktem Blick stehen, wie ich es von ihr verlangt habe. Sehen kann sie nicht, was sich im anderen Raum befindet, doch die Lautstärke verrät, dass sich das akustische Höllenspektakel tatsächlich dort abspielt. Ich instruiere die Männer, ihre Musik zu beenden und in unseren Raum hineinzukommen.

Die Italiener treten, mitsamt Trommeln und in den Ledergurt eingesteckten Schlägeln in den Raum hinein und bilden einen grossen Ring um Eva und mich herum. Eva weiss, dass sie weiterhin ihren Blick auf den Boden gerichtet halten muss, aber ihre Augenbewegungen zeigen mir, dass sie trotz ihrer Position versucht, möglichst viel von dem, was uns gerade umgibt, zu erhaschen.

«Offensichtlich ist es Zeit für die Augenbinde!» Innert Sekunden habe ich sie ihrer Sehfähigkeit beraubt und ziehe anschliessend meinen Gürtel aus der Hose. «Avanti!» rufe ich den Musikern zu, und diese beginnen langsam und leise, einen Wirbel zu spielen. Ich begebe mich in Position, nehme meinen Gürtel und exakt als das Trommeln den Höhepunkt erreicht hat, trifft das schwere Leder den Po meiner Sub. Die Tambouren sind praktisch in der nächsten Sekunde still, also gerade rechtzeitig, so dass das Wehklagen meiner Sex-Sklavin für alle laut und klar hörbar wird. Eva schnaubt, denn ganz offensichtlich kommt Wut in ihr auf. Wut darüber, dass ich sie so blossstelle, nicht nur körperlich, sondern auch in ihrer Reaktion, vor einem Dutzend fremder Männer. Wunderbar, freue ich mich.

Mittels Handzeichen lasse ich das Spektakel wiederholen. Crescendo des Trommelwirbels, bis ich meinen Gürtel wieder in Position habe und auf meine Sub niedersausen lasse. Der Hall ihres Klagelauts im Raum. Ich zähle die Durchgänge nicht, vielleicht sind es sieben oder acht? Es ist rein mein Gefühl und die Erkenntnis, dass sie den Tränen nah ist, der Genuss ihres Lustschmerzes auf dem Höhepunkt, welches mich dazu bewegen, die nächste Stufe meiner Tortur zu zünden. Ich nehme Eva die Augenbinde ab, instruierte sie aber, sich sogleich auf den schmutzigen Boden zu legen. «Ab auf den Bauch!»

Eva folgt, dann rufe ich den Trommlern zu: «Ora puoi vedere una chiocciola davvero bagnata» («Jetzt könnt ihr eine richtig feuchte Schnecke sehen!»), und weise Eva an, ihre Beine zu öffnen und mit ihren Händen hinter dem Rücken ihre Pussy für alle sichtbar zu öffnen. Eva hat offenbar irgendwie verstanden, um was es geht, und widersetzt sich meinem Befehl. Väterlich rede ich ihr zu: «Eva, es ist die Contrade der Schnecke. Die Herren wollen doch mal eine echte Schnecke sehen!»

Eva weigert sich aber weiterhin und beginnt lauthals, zu schimpfen. «Du verdammtes Arschloch! Das kannst Du nicht mit mir tun. Ich liege hier schon gedemütigt auf dem alles andere als gemütlichen, schmutzigen Fussboden, versohlt und verhöhnt. Wie kannst Du so etwas von mir erwarten???»

Ich übersetze den emotionalen Ausbruch für die Zuschauer auf Italienisch, mit dem kleinen Hinweis, dass sie im Unterschied zum Inhalt des Gesagten die Situation zweifellos als höchst erregend empfindet. Schallendes Gelächter füllt den Raum, mit mir als Major der Tambouren in der Mitte. 

«Wie Du willst!» gebe ich vordergründig nach und schickte die Herren zurück an den Ort, aus welchem sie gekommen sind, und schliesse die Türe hinter ihnen.

Nun hole ich den Metalleimer aus der einen Ecke des Raumes. Er ist gefüllt mit kaltem Wasser, welches ich nun über die noch immer am Boden liegende Eva giesse. «Du Schwein!» empört sie sich lauthals, doch ich lasse mich nicht weiter beeindrucken. «Glaubst Du, meine Teure, dass ich, nur weil ich auf Sauberkeit achte und Dich reinige und etwas runterkühle, ein Schwein bin? Los, auf alle Viere!» Eva weiss genau, was das zu bedeuten hat und sieht von einer Entgegnung ab. Minuten später landet mein marmorweisser Lustbeweis in ihr. Ihre Renitenz, gepaart mit dem Wissen um ihren Zustand und der nicht zu unterdrückenden Sehnsucht, mir zu dienen und zu gefallen – all das erregt mich unglaublich, jedes Mal, immer.

Eva bettelt nach einem Kuss von mir, doch ich verweigere ihn ihr. «Für die Liebe haben wir später noch Zeit. Es ist Palio. Und die Herren im Raum nebenan warten noch auf Deine Präsentation!»

In diesem Moment wird mir richtig bewusst, dass die Härte, die ich ihr gerade angedeihen lasse, für sie ausserordentlich sein muss. Und es wird sie zweifelsohne noch deutlich mehr Überwindung kosten, jetzt ihre verschmierte, vor Flüssigkeiten tropfende Pussy zu zeigen als vorhin, als ich es von ihr verlangt hatte, sie, lediglich auf dem Boden liegend.

«Das, nein, nicht wirklich!?» fragt sie schockiert. In der Hocke, direkt vor ihrem Kopf, blicke ich tief in ihre Augen. «Aber sicher. Du Miststück hast die Gelegenheit vorher verpasst. Und Du hättest doch so gerne einen Kuss von mir, nicht wahr?» Wieder aufgerichtet, öffne ich den Nebenraum wieder. Schön aufgereiht warten dort die Trommler auf die Belohnung, die ich ihnen für ihre heutige Extra-Einlage versprochen hatte.

Sie blickt zu mir hoch und was sie in meinem Gesicht sieht, ist an Entschlossenheit nicht zu überbieten: Ich werde unter keinen Umständen von meiner Anweisung ablassen. Also richtet sie sich auf, nass und an ihren Knien und Händen nach wie vor schmutzig. Sie versucht eilends, wenigstens etwas vom Dreck abzustreifen, macht dann einen Schritt auf die Türe zu und tritt vor die Gruppe. Stehend, gespreizt, öffnet sie ihre Pussy, schliesst dabei aber die Augen, um nicht mitzubekommen, welche Reaktion das auslöst. Ich geniesse diese Demütigung und lasse sie etwas in der Position. Erst nach fünf Minuten erlöse ich sie mit einem «Genug!» und hole sie zurück in den Raum des Geschehens; ich verabschiede mich von den Trommlern und schliesse die Türe.

«Wusste ich doch, dass Du ein braves Mädchen sein kannst!» lobe ich sie mit der mir eigenen Ironie. Dann küsse ich sie.

Die Rosshaar-Matratze

von Oliver G. Wolff


Als sie zu sich kam, war sie komplett orientierungslos. Der Raum – war es wirklich ein Raum? – war dunkel, ihre Augen hatten Mühe, Strukturen zu erkennen. Wochentag? Uhrzeit? Kein Anhaltspunkt. Nackt und schwer wie Blei lag sie auf der Unterlage, die sich kratzig anfühlte wie eine alte Rosshaar-Matratze. Sie war zugedeckt mit einer beissenden Wolldecke, die nicht minder auf ihrer Haut scheuerte. Ihr Versuch, sich zu erheben, scheiterte. War es ihr Gewicht, ein urplötzlicher Muskelschwund, der dafür verantwortlich war? Oder war sie irgendwo fixiert? Lediglich ihren Kopf konnte sie etwas drehen. 

Modergeruch lag in der Luft, doch ihr Bewusstsein wurde gleich darauf von diesem Ziehen in ihrer Leistengegend geflutet. War es nur eine Art Phantomempfinden, eine Erinnerung der Nervenstränge, oder steckte tatsächlich etwas in ihrer Pussy? Ein Dildo… oder etwas anderes? Mit der sich plötzlich beschleunigenden Macht eines aufziehenden Unwetters wurde sie immer mehr schmerzhafter Markierungen Gewahr, an Oberschenkeln, Brüsten, Rücken. Es war nicht nur die Kerker-Qualität der Liege, die ihre Sinne bespielten – es musste sich viel mehr zugetragen haben. 

Sie versuchte sich krampfhaft an das zu erinnern, was passiert war, bevor sie offenbar in einen tiefen Schlaf fiel. Doch sie bekam nichts zusammen, was irgendwie Sinn ergeben hätte. Nur das Bild ihrer Pumps, auf dem schwarzen Kachelboden, das erschien plötzlich vor ihrem geistigen Auge. Es waren ihre Pumps. Irgendwie, die Erinnerung kam jetzt klarer zurück, hatte sie sie ausziehen und als Pfand hinterlegen müssen, als sie dieses Lokal betreten hatte. Sie wurden von Unbekannten weggeschlossen. Allerhöchstens barfuss hätte sie jetzt noch flüchten können, was aber in Anbetracht der eisigen Temperaturen draussen und der Abgeschiedenheit des Ortes völlig undenkbar war: Sie war gefangen. Aber das alles war gar nicht schockierend; die Erkenntnis aber, dass es eben nicht so empfand, hingegen schon. Und die Tatsache, dass die Situation sie erregte, das Gefangensein, im Dunkeln, ohne Orientierung, tat sein Übriges. Was war bloss los?

Völlig unerwartet ging ein grelles Licht an. Langsam öffnete sie ihre Augen. «Mareike!» hörte sie. Es war ihr Ehemann, der ihren Namen rief, währenddem er die Fensterläden öffnete. «Mareike! Es ist schon 9 Uhr! Komm, wir sollten noch einkaufen gehen!» Auf einen Schlag war wieder alles da. Ort und Zeit. Sie war Zuhause, und sie hatte geträumt. Ein Traum, so klar, so faszinierend. Noch immer im Bann des Traumes prüfte sie schnell ihren Körper und versicherte sich, ob er unversehrt war und sie sich wirklich bewegen konnte. Alles in Ordnung, befand sie erleichtert, nur ihre Scham… die war feucht. Etwas peinlich berührt hoffte sie, dass Thomas davon nichts mitkriegen würde. Auf Sex hatte sie wirklich keine Lust. Genauer, nicht auf diesen Sex. Nicht mehr.

Erklären konnte sie sich das nicht. Oder doch, eigentlich, wenn sie ganz ehrlich zu sich selbst war, dann schon. Die Veranlagung, die sich immer mehr in ihr Bewusstsein drängte: Sie war schon immer da gewesen, jedoch nicht ausgelebt und unter einer dicken Schicht Alltag und Wunsch nach gesellschaftlicher Normalität begraben. Doch Risse taten sich auf: In immer kürzeren Zyklen ertappte sie sich dabei, wie sie sich vorstelle, wie ein Mann – und es war bestimmt nicht Thomas – sie alleine mit seinen Blicken ausziehen würde. Sie könnte sich nicht wehren und würde auf diese Weise zum Opfer eines Sexualverbrechens. Etwas, wonach sie sich sehnte – und doch wieder nicht. Diese Widersprüche!

Schnell stand sie auf, überprüfte das Bettlaken kurz auf verräterische Spuren hin und als sie keine fand, huschte sie zufrieden in die Dusche. Die Vorstellung ihres Traums hatte sie noch immer im Griff, da kam ihr die Duschbrause gerade recht… Ein kurzer Moment der Abgeschiedenheit, bevor das Monster der sozialen Verpflichtungen sie wieder auffressen würde; heute in Form eines Abendessen, zu welchem sie eingeladen waren, bei einem Arbeitskollegen ihres Mannes und seiner Frau. 

Sie kannte diesen Kollegen kaum, Thomas hatte eigentlich nicht viele gute Worte für ihn übrig, und trotzdem hielt er es karrieretechnisch für sinnvoll, die Einladung anzunehmen. «Mareike, wie wäre es, wenn Du heute Dein Lewinsky-Kleid tragen würdest? Darin siehst Du so bezaubernd aus! Ich bin sicher, Manfred wird es sehr mögen.» Mareike hasste es, wenn sie sich wie eine Dekoration vorkam und Thomas den blauen Jumpsuit mit dem Kleidungsstück aus der Clinton-Affäre verglich. «Bist Du sicher, dass dann seine Partnern, wie heisst sie schon wieder – Monika? – nicht eifersüchtig wird?» frotzelte sie. Thomas wusste keine Entgegnung ausser «Sie heisst Susanne». Er hatte ja seinen Vorschlag ohne Wahloption platziert und sie würde schon folgen. Wie immer. Mareike seufzte. 

Den ganzen Tag hindurch dachte sie an ihren Traum; als sie sich bereit machten, um loszufahren, schlüpfte sie in ihre Pumps – die Pumps aus ihrem Traum. «Du siehst bezaubernd aus!», lobte Thomas, was sie mit einem Lächeln und einem Kuss quittierte. Die Gedanken sind frei, dachte sie für sich.

Punkt 19 Uhr betätigten sie die Türglocke an diesem grosszügigen, freistehenden Jugendstilhaus mit viel Umschwung. Manfred schien doch über einige Mittel zu verfügen; ob er wohl mal geerbt hatte? Die Türe ging auf und der Gastgeber begrüsste sie mit einem herzlichen «Hallo! Pünktlich seid ihr ja!». Er musterte Mareike intensiv, beinahe fasziniert, was am etwas zu langen Unterbruch zwischen der Begrüssung und dem nächsten Satz «Kommt herein!» abzulesen war. Er schien den Blick nicht von Mareikes Pumps lassen können, und bat sie: «Ach, Mareike, bitte zieh doch Deine Schuhe aus. Die Absätze sind nicht gut für das antike, geölte Parkett. Du kannst sicher sein, dass ich sie nicht wegschliessen werde und Du sie beim Verlassen unserer Räumlichkeiten wiederbekommst.» lachte er.

Mareike erschrak beinahe zu Tode. Einen langen Moment war sie ausserstande, etwas zu antworten. Das vorher laufend blasser gewordene Bild ihres Traums war plötzlich wieder so präsent, als wäre es eine parallele Welt, mehr noch, ein schwarzes Loch, welches sie jederzeit aufsaugen könnte. Hatte Manfred das jetzt eben wirklich gesagt? Dann lachte er laut über den schockierten Gesichtsausdruck, dessen Ursache er natürlich nur in seiner Äusserung sah, und beeilte sich, das Ganze als Witz aufzulösen. «Susanne wartet schon mit dem Cocktail, lassen wir sie nicht länger warten!» 

Sie traten ein. Ein grosses Wohnzimmer war es, die Einrichtung eine Mischung aus klassischen und modernen Elementen, clever kombiniert. Die Langeweile des Abends begann mit dem üblichen Small Talk. Nichts hasste Mareike mehr als das, doch sie machte gute Miene zum einschläfernden Spiel und stellte ihre Unterhaltung mit Susanne auf Autopilot. Sie tauschte mit ihr Belanglosigkeiten über den letzten Urlaub aus, was bis ins Abendessen hinein auch eigentlich ganz gut ging. Gedanklich jedoch wandelte sie auf dem schmalen Grat zwischen der Unterhaltung im hier und jetzt und ihrer Parallelwelt, die sie nicht mehr losliess, ja, deren Einfluss sich seit dem Betreten des Hauses laufend akzentuierte. Innerlich schwankte sie bedrohlich; wie ein Teufel, der sie sein dunkles Reich locken möchte, fühlte sie sich auf die eine Seite der Krete gezogen. Sie spürte immer stärker, wie sie frei sein wollte, sich von den Ketten lösen, die sie einengten. Und gleichzeitig fühlte sie den Drang, in Ketten zu sein. Aber in anderen, in echten Ketten. Die Ironie dieser Vorstellung belustigte sie für einen Moment so sehr, dass sie in einem völlig unpassenden Moment des Gesprächs losprustete und die Verwunderung der anderen drei Anwesenden auf sich zog. 

Sofort lief sie rot an und suchte nach einem Ausweg. Sie bat knapp um Entschuldigung und fragte nach der Toilette, die sie eilends aufsuchen wollte, mit der Absicht, sich dort zu beruhigen und eine Erklärung für ihren Lachanfall auszudenken. Kurz darauf öffnete sie die Türe, die mutmasslich ins Badezimmer führte, aber landete ganz woanders: In einem Kabinett voll von SM-Utensilien! Assortiert hingen unterschiedlichste Peitschen an der Wand, Pritschen, Strafbock, Kreuz. Sogar ein Käfig mit Futternapf drin befand sich in der hinteren linken Ecke des Raumes. Und in der Mitte, auf dem schwarzen Boden, lag das, was sie zuletzt erwartet hätte: Eine Matratze, so eine alte, graue, bestimmt gefüllt mit… Rosshaaren. An jeder Ecke dieser halbweichen Unterlage war je eine Fessel, an am Boden eingelassenen Arretierungen befestigt. Wieder griff die Parallelwelt auf sie über, wie ein Gas, das man nicht riechen konnte, sie aber zu kontrollieren begann. Wie eine Fata Morgana erschien vor ihr das Bild, wie sie auf der Matratze lag: Auf dem Bauch, nackt und gefesselt, die Nippel unbequem auf dem harten Textil, ihre Pforten ausgestellt und bereit für was immer kommen würde.

Mareike entfuhr unvermittelt ein «Uii», dessen Lautstärke sie aus ihrer Traumwelt weckte und von der sie gleichzeitig hoffte, dass sie die drei anderen Anwesenden im Wohnzimmer nicht erreichte. Konzentriert lauschte sie einen Moment lang, doch die Unterhaltung zu Tisch schien nicht unterbrochen gewesen zu sein; sie hatte scheinbar Glück gehabt.

Die Erleichterung liess sie schwindelig fühlen, weshalb sie sich am Türrahmen festhalten musste, um nicht zu fallen und in die nächste unangenehme Situation zu geraten. «Contenance!» flüsterte sie sich selbst zu. Als sie sich sicher genug fühlte, schloss sie die Türe zu diesem Kabinett und drückte die nächste Klinke zum benachbarten Raum; diesmal war es tatsächlich das Bad mit Toilette. 

Erleichtert sank sie aufs Klo. Was so ein dummer Traum auslösen konnte! Ein paar Minuten später betätigte sie die Spülung, wusch sich die Hände und trat wieder in den Flur heraus, wo die nächste Überraschung auf sie wartete. Manfred. 

«Alles gut?» fragte er. «Wir haben uns schon Sorgen gemacht!» fügte er mit einem Zwinkern an. Mareike nickte scheu und antwortete in nervösem Ton «Ja, klar – alles bestens, Du musst wissen, meine neuen Medikamente, ach, ich verschone Dich mit den Details!» und richtete ihren Blick angestrengt in Richtung Wohnzimmer. Innerlich war ihr vollkommen klar, dass ihre schauspielerische Leistung gerade unterirdisch schlecht gewesen sein musste, aber sie hoffte, durch die Rückkehr zur Oberflächlichkeit der anderen Unterhaltungen Gras über die Situation wachsen lassen zu können. Manfred folgte wenige Schritte hinter ihr ebenfalls zurück an den Tisch und warf Susanne einen vielsagenden Blick zu. Mareike registrierte es, nicht aber Thomas, der, bereits alkoholisiert, gerade über die Ökobilanz von Elektroautos dozierte. Als Mareike wieder Platz genommen hatte, wandte sich Susanne wieder an sie und begann, über ihren Beruf als Versicherungsmaklerin zu berichten.

Mareike hörte zwar zu, dachte aber nur an den Raum. Sie verteufelte ihr Verlangen und diesen Moment, denn sie konnte nicht anders, als sich auszumalen, was Susanne und Manfred dort wohl trieben, in bestimmten Stunden. Das Gastgeber-Paar erschien nun in ganz anderem Licht, aber ihr Mut reichte nicht mal für den kleinsten Ansatz einer Anspielung. Verdammt!

Als hätte Susanne Mareikes verzweifelte Lage erkannt, fuhr sie mit ihrem Fuss an den Beinen von Mareike hoch und fixierte sie auf einmal mit einem durchdringenden Blick. Das belanglose Gespräch über ihren Beruf führte sie fort, aber durch jetzt stand es in perfekter Dissonanz zu Susannes forderndem Gesichtsausdruck und den Berührungen unter dem Tisch. «Weisst Du, die meisten meiner Kunden wissen gar nicht, dass sie hinsichtlich ihrer Altersvorsorge schlecht aufgestellt sind; es droht ihnen Altersarmut und Verlust des Wohneigentums. Trotzdem wollen sie sich häufig nicht beraten lassen. Wenn Du willst, können Manfred und ich dafür sorgen, dass Du ein erotisches Erlebnis hast, welches einen komplett neuen Raum für Dich öffnet. Und da hilft halt häufig nur die Holzhammer-Methode, indem man den Kunden plakativ und in schrillen Tönen vorrechnet, wie schnell sie mit der finanziellen Situation überfordert sein können!»

Mareike wurde blass. Hatte Susanne diesen Satz, der völlig aus dem Kontext war, wirklich ausgesprochen? Oder unterlag sie einer fiesen Täuschung ihrer Libido? Was wurde hier gespielt? Thomas lallte beinahe und schenkte sich noch etwas Wein nach, doch bis eben war sie überzeugt davon gewesen, vollständig bei Sinnen zu sein. 

«Susanne, ich muss gestehen, ich bin gerade etwas verwirrt», bemerkte Mareike halblaut, gerade so, dass es Thomas nicht mitbekommen konnte. Sie hoffte, damit den Anker zu dem ominösen Zwischensatz und die Klärung zu finden, nach der es ihr dürstete. Ihr Gegenüber lächelte aber nur zufrieden, lehnte sich gar etwas zurück, aber schwieg. Dieses Verhalten half Mareike natürlich nicht, die gewünschte Bodenhaftung zu erlangen. Nach wie vor taumelte sie wie eine Spinne an einem Faden, die gerade Spielball eines heftigen Windstosses geworden war. Die Stille kam ihr vor wie eine Ewigkeit, nur durch das entfernte lallen ihres Ehemannes zu ihrer Linken war sie unterbrochen. Auch Manfred sprach kein Wort, er lächelte Thomas nur mitleidig an. Mareike erwog, aufzustehen, Thomas ins Auto zu befördern und nach Hause zu fahren.

Susanne schien die Unruhe Mareikes zu geniessen, sich aber auch der Gefahr des Abbruchs bewusst zu sein, die imminent war. Endlich antwortete sie. «Vertrau mir.» Zwei Worte, wie die Magie eines Heilers, welche sie beruhigte – auch wenn ihre Vernunft gerade heftig versuchte, dagegen anzukommen, weil sie nichts Logisches an ihrer Reaktion fand. Die Leute waren ihr doch im Grunde komplett fremd, die Situation am Rande des Ausserkontrollegeratens, mit einem betrunkenen Ehemann und einem Raum, wo Weissderhimmelwas alles passieren konnte. Doch Susanne hatte etwas Vereinnahmendes. Eine grossgewachsene Blondine, wirklich eine äusserst attraktive Frau, die alles unter Kontrolle zu haben schien. Markeikes Gedankenspiel, dass sie erotisches Abenteuer mit Susanne teilen könnte, erfasste sie wie ein heisser Strom und begann sich mit ihrem Traum von letzter Nacht zu verschmelzen. Wie konnte Susanne nur ahnen…? Das war doch völlig unmöglich, und doch wähnte sich Mareike wie in einem anderen Film. Die Realität, wenigstens diejenige, die sie bis vor wenigen Stunden gekannt hatte, hatte aufgehört zu existieren. Sie war vom Grat gefallen, und es war keine Frage, auf welche Seite.

Susanne nahm ein kleines Sachet aus ihrer Handtasche, eine Papiertüte, mit einem weissen Pulver drin. Vielsagend kommentierte sie: «Natur pur. Wir müssen nur den richtigen Moment abwarten.»

Noch bevor Mareike ihrem fragenden Gesichtsausdruck Worte hinterhersenden konnte, erhob sich Thomas langsam und torkelte langsam in Richtung Toilette; Manfred beeilte sich, ihm dabei zu helfen und den Weg zu zeigen. Susanne zwinkerte Mareike zu, nahm dann das Mittelchen aus dem Papier und streute es in das Weinglas von Thomas. «Er wird schlafen wie ein Baby!» lachte sie mit einem konspirativem Augenausdruck. Mareikes Vernunft kam auch gegen dieses Manöver nicht mehr an. Sie wollte das Erlebnis, welches ihr versprochen worden war, so sehr. Jetzt.

Thomas kam zurück, gestützt von Manfred, und nahm wieder Platz. Sofort nahm er einen kräftigen Schluck aus seinem Weinglas und lallte: «Maaareike, ich glaub, wir müsnjetz gehn.» 

«Komm, Thomas, lass den Alkohol noch etwas ausklingen, bevor ihr Euch aufmacht. Lasst uns aufs Sofa setzen!» erwiderte Suanne. «Gute Idee!» hörte sich Mareike zu ihrem eigenen Erstaunen sagen, und wenig später sassen alle vier gemütlich im frisch duftenden Leder. Innert Minuten war Thomas eingeschlafen. 

Mareikes Herz pochte wie wild.

Susanne löste sich vom Sofa und erklärte: «Ich gehe mich kurz frisch machen.» Manfred lächelte, vielmehr, er himmelte seine Frau an, den ganzen Weg, bis sie ausser Sichtweite war. Er sprach kein Wort, und auch Mareike fiel irgendwie nichts Sinnvolles ein – sie war zu unsicher und fürchtete, sie könnte jetzt was völlig falsch verstehen. Was würde nun bloss passieren? Sie spürte aufkommende Feuchte zwischen ihren Beinen, was ihr äusserst peinlich war. Doch der Körper hat immer Recht. Er weiss viel mehr als unser kleines, so beschränkte Gehirn.

Auf einmal hörte sie die lauten Schritte von hohen Absätzen. Susanne kam zurück: Sie sah umwerfend aus, verwandelt. Schwarze Lack-Overknees, ein enges Korsett, die Haare zu einem Rossschwanz zusammengebunden, lange Wetlook-Handschuhe und ein strenger Blick in ihrem Gesicht. Manfred schien vor Demut gleich um Zentimeter zu schrumpfen. Die Rollen waren geklärt, mindestens zwischen den Gastgebern.

«Los, Du Wurm!» herrschte sie Manfred an, der sofort wusste, was das zu bedeuten hatte. Er entledigte sich auf der Stelle sämtlicher seiner Kleider und stellte sich wie ein Rekrut hin, mit den Händen hinter seinem gesenkten Kopf. Sein Schwanz stand. Ein ausnehmend hübscher Schwanz, fand Mareike, beschnitten und in durchaus brauchbarer Grösse.

«Mach sie glücklich!» Lautete der nächste Befehl. Manfred näherte sich Mareike, welche instinktiv ihr Kleid hochzog und die Beine spreizte, und kniete hin. Ohne Zeit zu vergeuden schob er das Höschen rasch zur Seite und begann, sie hingebungsvoll zu lecken. Zufrieden schaute Susanne einen Moment lang zu, dann verschwand sie, um gleich danach mit einer langen Tawse und einem Umschnalldildo zurück zu kehren. Für wen war der wohl, fragte sich Mareike und wusste nicht, welches der möglichen Szenarien sie bevorzugen würde. 

Die Tawse liess sie sodann mehrfach und in erstaunlicher Härte auf den Hintern von Manfred niedersausen und setzte die Schmähung fort: «Du Hurensohn, leckst eine fremde Frau und lässt mich dabei zusehen? Was würden Deine Eltern dazu sagen, die Dir diesen Wohlstand und diese Erziehung angedeihen liessen?!» Das Leder zischte in der Luft und knallte immer wieder auf Manfred, der alles fast ohne Reaktion ertrug und sich weiter in Mareikes Pussy vergrub. Mareike selbst fand den Moment unglaublich erregend, wagte aber nicht, auch nur ein Wort zu sagen. Sie war mitten in einem Spiel und fühlte sich wie eine Prinzessin, die gerade bedient wird.

Einige Momente später spuckte Susanne auf ihren Dildo, kniete sich hinter Manfred und drang in seinen Arsch ein. Sie fickte ihn wie ein Tier, währenddem der Sklave weiterhin Mareike leckte. Er konnte sein leises Stöhnen nicht unterdrücken, was Mareike noch heisser machte. Fantastisch, wie sich Susanne auf den Absätzen halten konnte, dachte sich Mareike. Doch nach einigen Fickbewegungen zog sich Susanne aus seinem Anus zurück.

«Stop!» rief sie daraufhin, und Manfred hielt sofort inne. «Diese kleine Schlampe, die hat keinen Orgasmus verdient! Steht beide auf und kommt sofort mit!» Susanne stiefelte voran, Manfred und Mareike folgten ihr. Die Destination war keine Überraschung – es handelte sich um den ominösen Raum.

«Mareike, zieh Dich aus und stell die Pumps auf das Sideboard vor Dir – unser kleiner Fetisch-Sklave sieht sie so gern beim Sex!» Manfred lief rot an, sah seine Vorliebe vor einer Fremden geoutet. «Und dann ab auf die Matratze mit Dir!» Da war sie, die Konvergenz aus ihrem Traumbild und dessen, was sich nun in Realität abspielte. Fast willenlos lag sie hin, auf den Rücken und streckte alle Viere von sich, so dass sie gefesselt werden konnte. Manfred übernahm diese Aufgabe, als Diener seiner Herrin. «Jetzt wollen wir doch mal schauen, zu was unsere neue Gespielin taugt. «In ihren Arsch!» 

Mareike erschrak. Analsex, gleich das erste Mal? Sie muckte kurz auf. Doch Susanne war in ihrer Äusserung absolut klar: «Püppchen, es ist keine Frage Deines Wollens. Es ist ausschliesslich die Frage meines Willens!» Manfred nahm etwas Gel, streifte sich ein Kondom über und begann, die gefesselte Mareike in ihren Hintereingang zu ficken, seinen Blick auf ihre Pumps gerichtet. Das erste Zögern und Verziehen in Mareikes Gesichtszügen mutierte rasch zu einem Ausdruck des Wohlbefindens und Genusses. 

Kurz darauf stellte sich Susanne breitbeinig über den Kopf von Mareike, schob ihren Slip zur Seite und ging in die Hocke. Das war nun wirklich eine Première. Der Duft, den Susanne versprühte, war sonderbar erregend für Mareike, und die Aufgabe, die sie bekam, entsprach einem bisher unbekannten, jetzt aber absolut dringenden Wunsch. Sie umkreiste die Perle ihrer Herrin – durfte sie sie so bezeichnen? – mit viel Gefühl, bevor sie weiter ihre Zunge in die Innenseite der Pussy drang und die Feuchte kostete. Kaum hatte sie damit losgelegt, begann Susanne, an den Nippeln ihrer neuen Sklavin zu ziehen. Das Gefühl, gefickt zu werden, gezogen an den Brüsten und Susanne oral zu befriedigen, versetzte sie in einen nie gekannten Zustand der Wollust.

«Wirst Du alles von mir aufnehmen, was ich verlange?» fragte Susanne und zog nochmals strenger an den Brustwarzen. «Ja, Herrin. Ich werde alles tun, was Sie von mir verlangen.» Susanne erhob sich aus der Hocke und blieb weiter über dem Kopf von Mareike stehen. «Öffne den Mund, Miststück!» Mareike gehorchte. Einzelne salzige Tropfen fielen auf ihre Zunge. Einen Bruchteil einer Sekunde lang fragte sie sich, was zur Hölle sie da eigentlich tue. Doch die überbordende Gier übersteuerte den Gedanken sofort wieder, und sie genoss, was Manfred mit ihr anstellte. Manfred, der neidisch auf den kurzen, goldenen Regen schaute, den – so machte es den Anschein – er so gerne selbst genossen hätte. Mareike konnte sich nicht berühren, aber die Situation und das Hämmern des harten Schwanzes in ihrem Arsch genügten, um sie mit einem heftigen Squirten explodieren zu lassen.

Susanne unterbrach sofort, als sie den Orgasmus bemerkte. Flugs stellte sie sich hinter Manfred und riss ihn an den Schultern weg von Mareike, so dass er auf seinen Rücken purzelte. Dann kickte sie zuerst Mareike mit ihren Stiefelspitzen in die Oberschenkel, dann ihn. «Ihr seid wirklich zu nichts Nutze!» schrie sie erbost. «Ich hatte den Orgasmus verboten! Das wird eine bitterböse Strafe nach sich ziehen! Manfred, Du fixierst Mareike nun auf dem Bauch liegend. Danach holst Du die Bullenpeitsche und wirst sie ordentlich züchtigen!» Mareike erschrak mindestens so sehr wie Manfred, der stammelte: «Aber Herrin, ich… das kann ich nicht! Bitte, bestrafen Sie mich, ich bin doch an allem schuld!» Doch Susanne ignorierte das Betteln und schäumte: «Das ist hier kein verfluchter Ponnyhof!», sah ihn mit stechendem Blick an und zeigte mit ausgestrecktem Arm auf Mareike, um jegliche weitere Widerrede im Keim zu ersticken.

Manfred gehorchte schliesslich. Der erste Aufprall der Peitsche auf Mareikes Po schmerzte fürchterlich. Musste das so sein? Doch gleichzeitig beobachtete sie, wie Susanne sich vor ihr zu befriedigen begann, mit ihren Handschuhen tief in ihrer Vulva, höchst erregt durch das von ihr höchstpersönlich befohlene Schauspiel. Dieser Anblick liess Mareike die Schmerzen bis zu dem Zeitpunkt ertragen, in welchem ihre Endorphine anfingen, sie zu tragen. Susanne kam, aber Manfred bearbeitete Mareikes Po dessen ungeachtet weiter, mit erstaunlicher Konsequenz und Härte für einen Sub. Erlöst durch ihren Höhepunkt gesellte sich Susanne zu ihm, bewaffnet mit einer zweiten Bullwhip: Nun bearbeitete das Duo abwechslungsweise ihre neue Sklavin, bis der Po alle Farben angenommen hatte und sie abhob, um zu fliegen…

Endlich entspannten sich Mareikes Muskeln; erschöpft sackte sie auf die ungemütliche Unterlage ab, ihren Kopf zur Seite. Sie war überglücklich. 

Susanne aber wollte noch das i-Tüpfelchen. Sie schickte Manfred zum Kopfende und befahl ihm, zu kommen. Dann richtete sie sich an Mareike: «Und nun wirst Du, Du kleine Nutte, seinen Saft trinken!» Manfred rieb sich wie befohlen, aber hatte Mühe… Da griff sich Susanne einen der Pumps von Mareike und hielt ihn unmittelbar vor seine Nase. «Na, schmeckt Dir das, Du alter Fetischist?» demütigte sie ihn. Die Finger der anderen Hand steckte sie ihm gleichzeitig in den Po und wühlte darin. Nur Sekunden später schleuderte die ganze Sosse mit Wucht in den geöffneten Mund von Mareike. Den letzten Tropfen holte sich aber Susanne, direkt ab Quelle, und küsste ihren Mann danach, um den Genuss zu teilen. Mareike schluckte, überwältigt, wie im Delirium. Dann übermannte sie ein tiefer Schlaf.

Als Mareike aufwachte, musste sie sich erneut orientieren. Sie lag in einem fremden Wohnzimmer, auf einem Sofa; ihr Mann schnarchte laut und lag auf einer Matratze, die sehr unbequem aussah – was seinem Schlaf jedoch keinen Abbruch tat, offensichtlich. Langsam dämmerte es ihr – sie waren noch immer bei Susanne und Manfred. Sie hatten es gestern nicht mehr nach Hause geschafft… War alles wieder nur ein Traum gewesen? 

Dann fing sie an, ihren Körper zu spüren… Und das, was mit ihm angestellt worden war. Nein, es war kein Traum. 

Ein breites Lächeln zeigte sich auf ihrem Gesicht.

Die Erfahrung von Jahrmillionen

von Oliver G. Wolff


Diese Worte meiner Vorfreude, sie sind mit heisser Nadel genäht und mit kalter Tinte geschrieben. Das Blau fliesst wie adeliges Blut aus meinem Füllfederhalter und hinterlässt seine Spuren auf dem Pergament, so wie ich Deinen Körper zeichnen werde. Nichts werde ich dem Zufall überlassen, nein, selbst wenn es so scheint. Denn die Macht, die entscheidet, ist grösser als das und niemals beliebig: Es ist die Intuition, das grösste Geschenk, das riesige Erbe meiner Vorfahren aus Jahrmillionen, wie es Gustav Meyrink schon beschrieben hatte; sie manifestiert sich in mir als reiche DNA, die eine über unzählige Generationen hinweg angehäufte Erfahrung enthält. Sie wurde mir übergeben mit dem Auftrag, Gutes zu tun und sie um das winzige, zusätzliche Glied meiner heutigen Existenz zu ergänzen. 

Dieses implizite Wissen, komponiert aus dem Vorhandensein tausender Ahnen in mir, zusammen mit dem beinahe bedeutungslosen Beitrag meines Ichs: Es ist diese magische, einzigartige Kraft, die bestimmen und auslösen wird, was zwischen uns passiert. 

Lange hatte ich alter Narr die Vernunft als die Krönung der Schöpfung betrachtet; es dauerte Jahrzehnte, bis mich mein Wesen eines Besseren belehrte – vermittelt durch die sich in meinem Bewusstsein ausbreitenden Gefühle. Die Vernunft, die wie selbsternannte Moralisten immer laut schrie, dass meine Taten eine Schändung wider die Natur seien – ich werde sie auf meine Art widerlegen: Meine Liebkosungen, die andere nicht als solche zu erkennen vermögen, sie stammen aus diesen viel klügeren Tiefen meines Körpers, die keine Logik zu erfassen mag; sie sprechen eine Sprache, die nur wir zwei verstehen. Das, was mich ausmacht, foutiert sich um alles, was ausserhalb unserer kleinen Welt passiert. Alle meine Handlungen werden der Bestimmung folgen, Gutes zu tun; sie werden Dich einwickeln wie eine wohlige, warme Decke. Ihre Hitze wird von kleiner Glut zu einem mächtigen, uns umgebenden Feuer emporsteigen und einzig durch die aus unseren beiden Körper quellenden Nektare gelöscht werden können.

Ich freue mich auf Dich.