Fifty Dates Of Shame…

…oder besser gesagt, Erlebnisse der besonderen Art.


von Inkarna (mit bestem Dank!)

Die ersten Schritte als Subbie
oder sollte ich lieber schreiben, unvergessliche Begegnungen der besonderen Art…  

Vor sieben Jahren bekam alles einen Namen.. Ich verstand warum ich so bin ich wie ich bin und war nun neugierig auf erste reale Begegnungen mit Doms.. Die Vorstellungen in meinen Kopf waren dann aber doch ganz anders als die Realität.. Aber der Reihe nach…

Ich meldete mich damals also auf einer Plattform für BDSMer an und war gespannt.. 
Voller Neugierde.. 
Und konnte es kaum abwarten Gleichgesinnte zu treffen.. 

Nun ja…meine Euphorie bekam nach ca. vier Wochen erste Dämpfer und machte der Realität Platz 

Ich schrieb damals mit drei „Doms“ 
Treffen Nummer eins stand vor der Tür… Was war ich aufgeregt…
Dann kam besagtes Treffen.. 
Wir saßen uns in einem Café in der Kölner Altstadt gegenüber.. Und nach ca. fünf Minuten beschnuppern sagte er plötzlich zu mir.. „Du bist eine Sklavin und hast ab sofort keine Rechte mehr.. Füge Dich meinen Willen.. Mein Wille ist Gesetz.“ Da ich ja ein höflicher Mensch bin, ließ ich ihn selbstverständlich ausreden.. „Senke ab sofort Deinen Blick.. Du hast nicht das Recht mir in die Augen zu gucken..“ Natürlich guckte ich ihn weiterhin in die Augen.. Und war doch neugierig ob er noch mehr von diesen Schwachsinn von sich geben würde.. Er wurde wütend.. und sagte zu mir: „Du gehorchst mir nicht.. Ich werde Dich bestrafen.. Nimmst Du die Strafe an?“ Nee..mit Sicherheit nicht!!! „Dann bist Du nicht devot..“ Oh je…wie oft sollte ich diesen Satz in den nächsten Jahren noch zu hören bekommen.. Ich sah wie er über den Tisch nach mir griff.. Aber Subbie war schneller.. Ich nahm meinen Kaffee und schüttete ihn mitten in sein Gesicht.. Und ein Grinsen konnte ich mir dann nicht mehr verkneifen.. Sein Anblick gefiel mir.. So wie der Kaffee aus seinen Gesicht tropfte.. Stand auf und sagte nur.. „Sub zu sein, heißt nicht das ich bescheuert bin!“ 
Und ging..

Subbie lässt sich nicht entmutigen…

Es folgte Treffen Nummer zwei

Wie schon bei Treffen Nummer eins, in einen Café. Und zum ersten Mal bekam ich das Wort Objektifizierer an diesem Abend zu hören.. Hey, ich kann das Wort mittlerweile fehlerfrei aussprechen… 
Ich also der totale Newbie traf auf einen Objektifizierer.. Und wieder hörte ich erst einmal zu und ließ mein Gegenüber erzählen.. Danach war mir auch nicht mehr nach reden.. Mir war dann nur noch nach eines.. So schnell wie möglich das Café zu verlassen und weg… ganz weit weg.. Ich hatte echt nen Trauma danach.. 
Aber der Reihe nach.. 


Er erzählte mir was er von seiner Sklavin erwarten würde.. Das totale willenlose Objekt.. Glaubt mir Leute, ich erspare euch Einzelheiten.. Aber als er mir erzählte, dass er darauf steht rostige Nägel in die Brustwarzen der Frau zu schlagen.. Verschränkte ich automatisch aus Schutz meine Arme vor meiner Brust und das Entsetzen muss mir im Gesicht gestanden haben..  Toilettensklave…Am Stuhl fest tackern.. und vieles mehr.. Und dann sagte er zu mir.. „Keine Sorge, das mache ich nicht gleich morgen alles mit Dir.. In vier Wochen bist Du soweit..“ Ich guckte ihn nur an.. Stand auf.. Muss wohl weiß wie die Wand geworden sein.. Und verließ so schnell das Café, als wenn der Teufel persönlich hinter mir her wäre.. Nee…das macht niemand in vier Wochen, in vier Jahren.. überhaupt nicht in meinen ganzen Leben mit mir.. 

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Traumatisiert und erstmal vier Wochen Pause..

Treffen Nummer drei sagte ich dann erst einmal ab.. Ich brauchte vier Wochen um mich von diesen Trauma zu erholen.. Mein Mentor erzählte mir dann damals, dass ich auf einen Objektifizierer getroffen sei.. Was auch immer.. Nein Danke!!!

Nach vier Wochen kam der Mut und die Neugierde zurück.. Und ich verabredete mich mit Treffen Nummer drei.. Mein Mentor machte mich damals darauf aufmerksam, dass besagter Kandidat keine Körpergröße in seinen Profil angegeben hätte.. Ich ging noch mal auf sein Profil.. Stimmt.. Und wurde misstrauisch.. Rief ihn an und fragte.. „wie groß bist Du?“ „Spielt das eine Rolle für Dich?“ „ja tut es“ „Lass Dich einfach überraschen…“ Und ich tat es.. Was soll ich sagen.. Ich bin 170 cm und hatte meine 12 cm Heels an.. Er hatte mir mehrmals gesagt, das er es liebe wenn die Frau hohe Schuhe trägt.. Auch die Absatzhöhe wusste er, die ich an dem besagten Tag tragen wollte.. Tja..was soll ich sagen.. Er war unter 1,65 m.. Ich nun mit Schuhen 1,82 m und dachte nur…oh je.. Wollte ja nicht unhöflich sein.. Aber wohl fühlen ist was anderes.. Er erzählte mir dann, dass er auf große Frauen stehen würde.. Und das sie dann noch 12 bis 15 cm Heels tragen sollen.. Ich bin nicht oberflächlich.. Aber das geht gar nicht für mich.. 
Und versuchte es ihm so schonend wie möglich beizubringen.. Er war dann etwas beleidigt um es höflich auszudrücken.. Und wieder fiel der Satz.. „Du bist nicht devot und weißt nicht wie sich eine Sklavin richtig verhält. Statt dankbar zu sein, dass ich mich heute mit dir getroffen habe, wagst Du es Wünsche zu äußern was die Größe eines Doms betrifft“ Ja, stimmt, das tue ich.. 
Stand auf, wünschte ihm alles Gute und wollte gerade gehen.. Da stand er doch plötzlich vor mir und fragte mich.. „Habe ich Dir erlaubt zu gehen?“ Und wollte mich festhalten.. Tja.. meine Tasse stand noch halb voll auf dem Tisch und was soll ich sagen.. Der Inhalt ergoss sich über seinen Kopf.. Drehte mich dann um und ging.. Draußen zog das Lachen immer mehr durch mein Gesicht und die Lachtränen liefen.. Ich fuhr nach Hause und hatte später einen gemütlichen Abend am Telefon mit meinen Mentor..

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Subbie gibt nicht auf…

Nach einiger Zeit ließ sie sich wieder zu einem Treffen überreden.. 
Treffen Nummer vier also.. 

Eine längere Pause folgte erstmal…

Aber Subbie war einfach zu neugierig und wollte wissen, was es dann noch für Doms so gibt.. Und verabredete sich wieder einmal.. 

Das wurde das kürzeste Date meines Lebens.. 
Unter eine Minute.. 
Aber auch hier, der Reihe nach.. 
Wir verabredeten uns in einer Cocktailbar.. 
Subbie war pünktlich.. Zwei Minuten nach mir tauchte er dann auch auf.. Setzte sich auf die äußerste Stuhlkante und senkte seinen Blick.. Ich schaute ihn an.. Subbie ist ja ein höflicher Mensch und fragt ihn.. „Alles okay mit Dir?“ Er sprang auf.. Rannte aus der Cocktailbar.. Ich glaube hätte der Kellner nicht gerade an der Tür gestanden und sie im letzten Moment geistesgegenwärtig aufgerissen.. Der wäre wahrscheinlich mitten durch die Tür gerannt.. Panik in seinen Gesicht.. Der Kellner kam zu mir und fragte.. „Was war das?“ Tja…das hätte ich zu gerne auch gewusst.. Wir hörten Reifen quietschen, guckten uns erneut an und schüttelten den Kopf.. Zwei Minuten später bekam ich ne SMS.. „Sorry Du bist mir zu dominant, ich habe Angst vor Dir“.
Okay…. und dann lachte ich los.. Lachtränen liefen über mein Gesicht.. Zeigte dem Kellner die SMS und er konnte sich auch nicht mehr halten.. Ich hatte dann noch einen schönen Abend in besagter Cocktailbbar und viel Spaß mit dem Kellner gehabt… 

Am nächsten Tag berichtete ich meinen besten Freund und Ratgeber, denn er ist ein Dom, von diesem erneuten Erlebnis.. Er schmunzelte nur und sagte zu mir.. „Du bekommst irgendwann das Wort Domkiller auf Deinen Hintern tätowiert.. Und später wirst Du Dich vor dem Dom-Gericht verantworten müssen.. Ich befürchte es auch… Das Tattoo blieb mir bisher erspart.. 

Er riet mir noch, mir nen Café mit ner Falltür auszusuchen.. Das würde in Zukunft schneller gehen.. Leider habe ich weder in Köln noch in Berlin jemals ein gefunden… 

Der nächste lud mich ein, ein Wochenende bei ihm zu verbringen mit der Bemerkung, dass seine Wohnung mal wieder nen ordentlichen Großputz vertragen würde.. Bitte was dachte ich noch.. Und fragte noch mal nach. „Du bist eine Sklavin und es sollte Dir eine Ehre sein, meine Wohnung putzen zu dürfen“. Ist klar.. Nee mit Sicherheit nicht. Steht irgendwo bei meinen Neigungen, dass ich Putzsklave bin? Und genau das knallte ich ihm auch so an den Kopf.. Und wie schon einige Male zuvor folgte der Satz.. „Du bist nicht devot und weißt nicht was Dankbarkeit bedeutet.“ Ach so, ich soll also auch noch dankbar sein, wenn ich von jemand anderen den Dreck wegputzen darf.. Oh man.. Was manche sich einbilden.. Und meine Antwort war.. „Sub zu sein bedeutet nicht, dass ich bescheuert bin!“ Nahm mein Weinglas und schüttete es ihm mitten ins Gesicht.. und sagte dann noch.. „Ich bin dankbar für diesen Anblick.“ Drehte mich um und verließ das Restaurant.. Auch von diesen Kandidaten hörte ich aus unerklärlichen Gründen nie wieder was… 

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Verschiedene „interessante“ Mails…schmunzel

Ich bekam eine Mail und derjenige erzählte mir allen ernstes, er würde ERWARTEN, dass Subbie immer und zwar wirklich immer 24 Stunden Erreichbarkeit gewährleistet.. Telefon, Internet.. Ist sie das nicht.. Folgt eine Strafe.. Ach so.. Ich muss also anfangen nach Supermärkten zu gucken, wo gewährleistet ist, dass ich dort an jeden Regal Empfang habe, falls besagter Typ vorhat mich anrufen zu wollen.. Schüttelte innerlich nur noch den Kopf und wünschte ihm per Mail alles Gute.. 

Dann schrieb mir jemand, er würde erwarten, dass das erste Treffen grundsätzlich bei ihm zu Hause stattfinden würde.. Mit verbundenen Augen.. Ach so.. Wahrscheinlich sieht er so schrecklich aus, dass er mir den Anblick ersparen will. Das ist doch wirklich mal Aufmerksam.. Das es niemals zu dem Treffen kam, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.. 

Was es so alles für Forderungen gibt…

Dann schrieb mir jemand und gleich in der ersten Mail kam die Aufforderung ihm sofort meine Wünsche und Sehnsüchte mitzuteilen.. Wie schon mehrfach erwähnt, bin ich ja ein höflicher Mensch und antwortete selbstverständlich.. 
Ich schrieb dem Herrn folgendes.. 
Subbie wünscht und sehnt sich danach, dass es für manche Männer ganz viel Hirn regnen sollte..
Was soll ich sagen.. Es kam nie wieder ne Antwort.. Verstehe ich gar nicht.. 
Dabei habe ich doch sofort geantwortet.. War also wirklich gehorsam.. 
Auch wieder nicht richtig.. Verstehe einer die Doms…seufz.. 

Der nächste schrieb mir, dass seine Sub grundsätzlich nackt zu hause zu sein hätte.. Und das immer und ständig.. Ach so.. So spart Subbie das Wäschewaschen.. Wirklich fürsorglich und vorausschauend.. Aber ich benutze gerne meine Waschmaschine und verzichtete auf dieses großzügige Angebot.. 
Lehnte dankend ab und wünschte per Mail alles Gute.. 

Subbie darf anscheinend keine Ansprüche haben und keine Forderungen stellen..

Wie oft habe ich in Mails den Satz zu lesen bekommen, eine Sub hat nicht das Recht von ihren Herrn zu fordern, dass er monogam ist. Doch ich nehme mir dieses Recht heraus.. 
Die Antwort brauche ich wohl nicht noch mal zu schreiben oder? Dann bist Du nicht devot.. Also…immer wenn Sub eine eigene Meinung hat, oder was nicht akzeptieren kann.. Dann heißt es also sie sei nicht devot.. Verstehe.. Nun blicke auch ich so langsam durch.. 
Eine Sub hat dankbar dafür zu sein, dass ein Dom ihr überhaupt Zeit widmet.. 
Sie darf niemals Ansprüche haben.. Muss alles klaglos über sich ergehen lassen.. Und das stets in tiefster Demut.. Hat sie eine eigene Meinung ist sie entweder nicht devot oder es heißt, sie sei eine Wunschzettel-Diva-Sub.. Stimmt, ich bevorzuge ein Kissen wenn ich längere Zeit auf die Knie gehe und nicht den dreckigen staubigen Fußboden.. Tja..so ist das wenn Subbie sich ihres Standes nicht bewusst ist..seufz. Undankbar eben…. 

Ich erinnre mich auch noch an eine Begegnung.. Es waren zwei Begegnungen in zwei Monaten mit besagter Person.. Denn der Dom war soooo viel beschäftigt, dass seine Zeit nicht ausreichte um sich mit Subbie zu treffen.. Aber Subbie sollte auch hier wieder dankbar sein, dass sich überhaupt ab und zu Zeit genommen wurde.. Ich sage es ja.. Ich bin wirklich undankbar und brauche dringend Erziehung.. Subbie fragte also vorsichtig an, ob sich das in Zukunft ändern würde, oder wie der Herr sich das nun vorstellt.. Alle vier Wochen mal ein Treffen ihr einfach zu wenig sei.. Und ja, sie hätte ja auch irgendwann Bedürfnisse.. Beide Treffen waren auf neutralen Boden. Und irgendwann hat auch Subbie mal Lust auf mehr.. Wie ungezogen.. Und ungeduldig von ihr.. Als Antwort bekam sie folgenden Text:
„Wir müssen dringend an Deiner Erziehung arbeiten.. Du bist viel zu ungeduldig.. F…ist nicht alles im leben.. Statt mir alle zehn Tage Klagemails zu schicken, sei Dir Deiner Stellung bewusst. Du hast ein egozentrisches Weltbild und gewöhne Dir endlich an, im angemessenen Ton mit mir zu sprechen.. Du kannst eine Bitte vortragen. Aber niemals mehr wage Forderungen zu stellen oder Erwartungen zu äußern.. Du kannst mir Deine Meinung in einen höflichen Ton und in einer für eine Subbie angemessenen Position mitteilen..“ Ach so.. und wenn ich mal wütend bin.. muss ich also demütig auf die Knie gehen und darum bitten ob ich ihm das jetzt mitteilen darf.. Ungefähr so.. „Mein Herr, ich bin gerade furchtbar sauer auf Dich, darf ich Dir das bitte sagen“ Oder.. „Mein Herr ich möchte mich jetzt mit Dir streiten.. Erlaubst du mir das?“ 
Neeeee in meiner Realität ist das anders!!!
Er war beleidigt weil ich ihn von seinen Dom-Sockel herunter geholt hatte und mein Verhalten wäre ehrabschneidend.. Na dann.. Als letztes bekam ich noch zu hören, dass BDSM zu leben insbesondere das Leben einer Sub schließlich kein Zuckerschlecken sei… 

Fassen wir also zusammen… 
Subbie darf sich niemals beschweren.. 
Sie muss immer alles klaglos hinnehmen.. 
Hat alles zu tun um den Dom zu gefallen.. 
Tut sie das nicht, ist sie nicht devot.. 
Besitzt die Frechheit Klagemails zu schreiben.. 
Und schneidet damit dem Dom seine Ehre ab.. 

Immerhin so kam ich zu meinen neuen Türschild. 
Ein Dankeschön an meine Freunde….zwinker

Ein Dankeschön an meine Freunde…schmunzel

Fortsetzung….

Tja.. so hat Subbie also die eine oder andere Begegnung in den Jahren erlebt..

Oft wurde ich gefragt, ob es eine Fortsetzung geben wird… 
Die gibt es, denn ein ganz besonderes Highlight möchte ich nicht unerwähnt lassen…schmunzel

Der Bademantel-Dom…

Wie aus einem Gentleman ein Bademantel Dom wurde…

Besagter Dom schrieb Subbie vor einiger Zeit an.. Die Emails lasen sich sehr schön. Der Profiltext war sehr gefühlvoll gehalten. Und besagter Dom schrieb mir, er hätte diesen Text erst einen Tag vorher geschrieben. Ihm war nach einer Änderung, weil er sich mit seinem alten Profiltext nicht mehr identifizieren konnte. Es folgten mehrere Telefonate. Ein erstes und zweites Treffen, Essen gehen in meinem Lieblingsrestaurant. Er zeigte sich als Gentleman. Kam im Anzug, was ihm gut stand. Aber man sollte sich ja bekanntlich nie zu früh freuen. Eine Weisheit die ich einen Augenblick aus den Augen verlor..schmunzel

Dann kam das dritte Treffen und es war geplant das Wochenende bei mir zu verbringen.. Ich war in keinster Weise vorbereitet was mich dann erwartete…

Der nächste Morgen….
Neuer Tag, neues Glück dachte ich da noch.. Ich bin aber auch manchmal naiv.. Und meine Ansprüche sind wohl einfach zu hoch..

Versorgte besagten Mann mit Kaffee.. Ging Duschen. Er nach mir. Und ich hatte die große Hoffnung, nun zieht er was anderes an.. Jedoch wurde ich dieser Hoffnung sehr schnell beraubt.. Denn er ging in seinem scheußlichen Bademantel ins Badezimmer und kam mit gleichen Outfit zurück.. Auch diese ausgelatschten Latschen schienen an seinen Füßen festzukleben. Erneut der Anblick wie er breitbeinig auf meinen Sofa saß und seine Genitalien über meine Sofakante baumelten. Ich konnte ja nun nicht um diese frühe Uhrzeit erneut mit Alkohol beginnen.. Hmm.. Frühstück ist doch eine gute Idee.. Vielleicht zieht er dann was anderes an.. Nein…
Ich deckte den Tisch, rannte, machte und tat.. Er blieb sitzen bis auch wirklich alles auf dem Tisch stand. Erst als der Frühstückstisch vollständig gedeckt war, bequemte er sich, den Platz vom Sofa zu meinem Esstisch zu wechseln. Aber im gleichen Outfit.. Und guckte mich abwartend an.. Langsam verlor auch ich meine Freundlichkeit und mir war klar auf was er wartete.. Das ich ihm noch sein Brötchen auf schnitt und wohl am besten auch belegen würde.. Statt dessen nahm ich ein Brötchen und knallte es ziemlich unsanft auf seinen Teller. Nahm mir selbst eins und kümmerte mich um mich selbst. Als mein Brötchen fertig belegt war und ich herzhaft hinein biss, wurde ihm dann endgültig klar, dass er vergeblich hoffte und schaffte es doch tatsächlich sein eigenes Brötchen aufzuschneiden und zu belegen.. was für eine Leistung.. 
Danach räumte ich den Tisch ab, wusch ab.. Und was tat er.. Klebte nun statt dessen in meiner Essecke auf dem Stuhl fest.. Ließ sich erneut Kaffee bringen und machte keine Anstalten sich zu bewegen.. Ich fragte höflich, ob er an freien Tagen diese komplett zu Hause verbringen würde und kein Interesse daran hätte, ein paar Schritte vor die Tür zu machen.. Nein, er genießt es dann so wie jetzt im bequemen Bademantel die Tage zu verbringen… Ich war sprachlos und überlegte nach einer neuen Strategie.. Nachdem der Herr also nun gut gesättigt war, holte er seinen Laptop heraus und machte aus meiner Essecke eine Arbeitsecke.. Natürlich ohne mich zu fragen, ob mir das recht sei.. Das ging über eine Stunde so.. So langsam kam Wut in mir hoch.. So verhält sich doch kein normaler Mann? Wo war der Gentleman geblieben? Statt dessen hatte ich einen alten Mann im ausgefransten Bademantel mit ausgelatschten Latschen in meiner Wohnung sitzen, der immer mehr an einem Gast aus dem Pflegeheim erinnerte.. Wie maso bin ich um mir das noch länger anzutun fragte ich mich.. Und beschloss irgendwann es sei genug und Höflichkeit hat hier ein Ende.. Wenn er vorsichtiges Nachfragen nicht versteht, auf die eine oder andere Bemerkung nicht eingehen will, müssen härtere Geschütze aufgefahren werden.. 
Ich beschloss erstmal zu kochen und mir dabei eine neue Strategie zu überlegen..

Der Abend begann…
Ich muss wohl nicht erwähnen, dass auch am Abend das Outfit das gleiche blieb.. Nun seit mittlerweile fast 24 Stunden der Anblick im ausgefransten Bademantel mir zugemutet wurde.. Er ließ sich immer mehr gehen.. 

Ich hatte also nun gekocht, Essen war fertig.. Mus ich noch erwähnen, dass er natürlich die gesamte Zeit erneut wieder auf meinem Sofa festklebte? Nicht wirklich oder? Ich fing an den Tisch zu decken. Natürlich wurde all das ignoriert.. Und dann sagte ich im ziemlich scharfen Ton, er würde es wohl schaffen zumindest die Gläser zum Esstisch zu bringen. Dann bräuchte ich nämlich nur noch einmal laufen. Aber was passierte dann.. Er nahm die Gläser und lief im Zeitlupentempo von meiner Couch zu meinem Esstisch.. Ich stand hinter ihm mit den heißen Tellern.. Langsam wurde es unangenehm in den Händen.. Bis dahin wusste ich nicht, dass man so lange für so wenige Meter brauchen könnte..  Ich trieb ihn an und sagte spitz, ein wenig Tempo wäre reizend, sonst verbrenne ich mir gleich die Hände.. Und schubste ihn ein wenig nach vorne.. 
Und ja ich überlegte tatsächlich ob ich hier die Steigerung von Kaffee über den Kopf zu Essen über den Kopf tun sollte. Es juckte mir extrem in den Fingern, ihm einfach den Teller mitsamt dem Essen über den Kopf zu knallen.. Das einzige was mich tatsächlich davon abhielt, war die Vernunft. Es war ja meine Wohnung und wäre meine Sauerei gewesen, die ich dann zusätzlich noch hätte putzen müssen.. Und so bremste ich mich selbst aus. In Gedanken hatte ich es bereits getan.
Nun also erstmal ne vernünftige Stärkung und an dem Schlachtplan weiter arbeiten.. Beim Essen war ich mittlerweile ziemlich kurz angebunden. Hatte erneut mir ein Glas Wein eingegossen und versuchte es sportlich zu nehmen. Aber wie wird man solch ungebetenen Gäste wieder los? Klar direkt vor die Tür setzen ist der einfachste Weg.. Da er bereits Alkohol getrunken hatte, war ich zu fürsorglich. Aber auch ich lerne dazu und das hier diese Art der Rücksichtnahme völlig fehl am Platz war, begriff auch ich so langsam.. 

Über die Grenzen treiben…
Der Domkiller in mir kam durch.. Und ich beschloss, nun an SEINE Grenzen zu gehen. Nachdem ich dann alles abgeräumt hatte und abgewaschen.. Muss ich noch erwähnen, dass er natürlich weiterhin fest auf meinem Stuhl klebte und keine Anstalten machte, sich auch nur einen einzigen Zentimeter zu bewegen? Nicht wirklich.. 

Irgendwann kam ich mit dem Wischlappen und ich hatte ihn extra nass gemacht.. Fing an auf der Seite wo er saß, immer weiter in seine Richtung zu putzen. Es blieb ihm nichts anderes übrig als die Arme vom Tisch zu nehmen. Als er sie erneut ablegen wollte, bemerkte er wie nass alles war.. Und fluchte kurz.. Ich tat so, als hörte ich nichts und hatte ein erstes zufriedenes Grinsen im Gesicht.. Aber das war erst die Aufwärmphase.. Und nachdem er wieder auf meine Couch gewechselt war.. Und natürlich immer noch der Anblick im halb geöffneten Bademantel, breitbreinig und seine Genitalien die über meine Sofakante baumelten.. Im stillen dachte ich.. Hey, warum beißt einer meiner Katzen nicht einfach mal herzhaft zu.. Aber auch sie haben Geschmack. Und ignorierten ihn vollständig. Oder auch ihnen wurde dieser Anblick einfach zu viel.. Nachdem ich also mit dem Abwasch fertig war, setzte ich mich auf die Couch und schnappte mir die Fernbedienung. Sagte im knappen Ton, ich hätte jetzt Lust auf Fernseh gucken. Natürlich gerne, hieß es. Immer wieder fand er ja alles toll, was ich toll fand. Na das wollte ich jetzt mal auf die Spitze treiben dachte ich so bei mir. Ich fing mit ner Talentshow an.. Danach guckte ich Boxen. Und immer hieß es, das mag er auch. Und das erst recht.. Hmm..  es musste noch drei Schippen drauf dachte ich mir.. Und schaltete dann irgendwelche uralten Gameshows an. Es ging auch an meine Grenze. Aber das war mir egal. Und was hieß es.. Das mag ich auch.
Das war der Punkt an dem ich überlegte, ob nicht irgendwo Musikantenstadl laufen würde oder Volksmusik. Aber ich glaube, das hätte er natürlich auch toll gefunden. Ich trank auch an diesem Abend eine ganze Flasche Wein.. Aber natürlich half es nicht. Es wurde nicht erträglicher.. Ich wollte diesen Pflegefall nur noch aus meiner Wohnung haben. Provozierte ihn bis auf Messers Schneide.. Keine Chance.. Da schaltete er auf Betriebsblind und ignorierte es einfach. Fand alles toll was ich sagte, liebte alles was ich im Fernsehen an Schwachsinn anschaltete.. 

ich ging total gefrustet schlafen.. Und am nächsten Morgen beschloss ich, nun ist genug, er muss aus meiner Wohnung raus. Natürlich blieb er stur wie er war, so lange liegen, bis ich ihm einen Kaffee anbot. Ich war schon duschen in der zeit, fing an meine Wohnung zu putzen. Kaum erhob er sich, griff ich mir die Decke und fing demonstrativ an alles abzuziehen. Nachdem er aus der Dusche raus war, putzte ich extra sofort mein Badezimmer.. Null Reaktion.. hmm. Also direkter Rausschmiss.. Und ich sagte zu ihm.. Es wäre besser Du gehst nun.. Ja gerne wenn Du es möchtest.. 
Und dann verwandelte der alte Mann, bzw. Pflegefall sich wieder in den Mann im Anzug. Jedoch, bevor er dann nun endgültig meine Wohnung verließ, hatte er mir noch einen köstlichen Anblick beschert. Beim Gewicht hatte er nämlich auch ganz großzügig gemogelt.. Und wenn der Bauch im Wege ist, hat man Probleme beim Schuhe anziehen.. Er versuchte ne halbwegs gute Figur zu machen und hielt sich krampfhaft an meiner Tür fest und versuchte in seine Schuhe zu kommen.. Es klappte nicht so ganz..  Das Lachen wurde immer breiter in meinem Gesicht.. Er fluchte wie ein Rohrspatz.. Und ich bin fast geplatzt und konnte nicht mehr.. Zum Zubinden setzte er sich erneut auf mein Sofa und hatte es dann endlich geschafft.. Schnappte sich seinen Koffer und rauschte endlich aus meiner Wohnung. Ich wartete nicht bis der Fahrstuhl kam, sondern knallte direkt hinter ihm die Tür zu. Große Erleichterung in meinem Gesicht und Freude diesen Alptraum endlich hinter mir zu haben.

Nun gehören ab sofort Bademäntel zu meinen NoGos. Denn diese Bilder muss ich erstmal wieder aus meinem Kopf bekommen.

Hörte dann bis nachts nichts mehr.. Und dann schrieb er mir doch tatsächlich, ich sei wie alle anderen und nicht devot.. Er sei extra nicht dominant gewesen. Ich konnte nur noch herzhaft lachen. Was sah ich anschließend.. Er hatte erneut seinen Profiltext geändert und alles mit BDSM war raus.. Nun wird nur noch fürs Herz gesucht.. Da stellt sich mir doch die Frage, ob er dann direkt vor mir einen erneuten Fehlschlag hatte und das der Grund war, warum er da sein Profiltext neu geschrieben hatte. 

Ich gab ihm noch folgenden Rat mit fürs Leben.. Er sollte sein Profil anfangen authentisch zu gestalten. Einfach ehrlich schreiben, er sei der Mann der im Anzug kommt, dann zwei Tage lang sich in einen Pflegefall im ausgefransten Bademantel verwandelt, sich gehen lässt und die Frau sucht, die genau das kickt. Die es erotisch findet, wenn seine Genitalien über der Sofakante baumeln und ihn rund um die Uhr betreut. 

Der Humor siegt nun und ich nehme es sportlich. Und es hat mir einmal mehr gezeigt, wenn Du denkst, das gibt es nicht.. Doch das gibt es.. 

Nun habe ich also den Bademantel-Dom kennen gelernt und weiß, das diese Kategorie ab sofort auf meiner Tabu-Liste steht. An was Subbie so alles denken muss, wenn sie Tabus nennen soll. Auf jeden Fall an den Bademantel 

Erfahrungen machen klug….
Diese Bilder im Kopf, auf diese Erfahrung hätte ich gerne verzichtet.. Aber ich habe nun verstanden, was er damit meinte, sein Sadismus sei anders. Stimmt.. den anderen 48 Stunden mit diesem Anblick zu quälen ist Sadismus und Folter. Und ich muss doch sehr leidensfähig sein, wenn ich das tatsächlich so lange ausgehalten habe. Zu nett ist nicht gut, das habe ich begriffen. 
Ein direkter Rausschmiss hätte mir wohl viele Stunden erspart

Aber es war mir diese Geschichte wert. Und nun weiß ich immerhin, dass es tatsächlich auch den Bademantel-Dom gibt.

Copyright by Inkarna Juli 2017

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Update Januar 2020

Bevor hier nun weiterhin gemunkelt wird, dass ich nur Fehlgriffe hatte.. Nein, so war es nicht. Ich habe hier einfach nur die sogenannten „Highlights“ nieder geschrieben…schmunzel

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